Leseforschung und Schulbibliotheken

Über die Nichtbeachtung der Schulbibliothek durch deutschsprachige Leseforscherinnen hat Basedow1764 schon mehrfach berichtet.

Das dort zitierte Referat habe ich gerade noch einmal gelesen. Frau Bertschi-Kaufmann berichtet darin von ihrem vergleichenden Versuch, durch gezielte Maßnahmen, Lesekompetenz und Lesemotivation in einer 4. und 8. Klasse zu steigern. Die Maßnahmen, mit denen sie ihr Ziel erreichte, sind:

  • Laufend aktualisiertes Buch- und Medienangebot
  • Freie Lesestunde
  • Lesetagebuch und weitere Anlässe zum Lesen und Schreiben
  • Handlungsorientierter Lese- und Literaturunterricht, u.a. themenzentriert mit „Medienkisten“
  • Lese- und Schreibprojekte
  • Begegnung mit Autor/inn/en.

Dass ihr angesichts dieser Maßnahmen nicht die Schulbibliothek einfällt, sondern sie den Lehrern Klassenbüchereien empfiehlt, ist ihr nicht vorzuwerfen. Sie ist ihr an den besuchten Schulen wohl nicht begegnet.

Wäre es nicht schön , wenn unsere Leseforscherinnen auf die Schulbibliothek verweisen würden? Dann hätten auch die Schulbibliotheks-Sonntagsredner eine gewichtige Ergänzung. Und deutsche „Schulbibliotheksexperten“ müssten nicht immer „PISA!“ rufen.

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Ein Gedanke zu „Leseforschung und Schulbibliotheken

  1. Pingback: Die Leistungen der Schulbibliotheken erforschen | Basedow1764's Weblog

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