Hessen: Paradies für Frühpensionäre?

Es hat zwar nur indirekt mit Schulbibliotheken zu tun, aber man sollte trotzdem darüber reden: Alle Welt regt sich über angeblich grundlos frühpensionierte Lehrkräfte auf. Bei anderen Berufsgruppen geht die Fürsorge des hessischen Staates noch viel weiter.

Der Spiegel berichtet in seiner Ausgabe 4/2008 (kostenpflichtig im Archiv nachzulesen), dass unter Ministerpräsident Roland Koch 36jährige Steuerfahnder von Amtsärzt/-innen dauerhaft arbeitsunfähig geschrieben worden sind.

Frühpensionierte Lehrer/-innen könnten, wenn sie sich ihr Engagement bewahrt haben und sie nicht zu ausgebrannt sind, in Schulbibliotheken arbeiten. Frühpensionierte Steuerfahnder, so berichtet der Spiegel, arbeiten bisweilen nach ihrer Frühpensionierung bei der Commerzbank weiter

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Ein Gedanke zu „Hessen: Paradies für Frühpensionäre?

  1. basedow1764 Autor

    Ich lese gerade im Spiegel 29/2009, p. 29f, dass die Landesärztekammer gegen den Frankfurter Nervenarzt Klage eingereicht hat. Der hatte nach jeweils einstündigen Gesprächen die Finanzbeamten in nahezu gleichlautenden Gutachten wegen „paranoid-querulatorischer Entwicklung“ für dauerhaft dienstunfähig erklärt. Die Beamten prüften jeweils verschleierte Auslandskonten, bei denen es um Millionenbeträge an vermiedener Steuer ging. Hessens Finanzminister Weimar hat schon einen Landtagsausschuss in dieser Sache überstanden. Mal sehen, ob das Verfahren gegen den Gefälligkeitsgutachter politische Auswirkungen hat.

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