Schulbibliotheksforschung?

Der im Nomos-Verlag erschienene Tagungsbericht: Lesen im Umbruch – Forschungsperspektiven im Zeitalter von Multimedia, herausgegeben von der Stiftung Lesen, enthält lesenswerte Beiträge, in denen u.a. erfrischend kritisch mit der Hypothese des wachsen­den funktionalen Analphabetismus umgegangen wird und der Bedeutungszuwachs des Lesens im Medienzeitalter herausgestellt wird.

Zum Schluss der Tagung unterhält sich eine hochkarätige Talkrunde über Perspektiven der Leseforschung. Die Exper­ten skizzieren Forschungsfelder und –projekte: Emotionale Dimensionen des Lesens, Gender-Differenzen, Auswirkungen des Unterrichtsstils auf das Leseverhalten, Tests zum Status der Lesefähigkeit, Lesen im Multimedia-Kontext.

Da denkt sogar jemand an Schulbibliotheken (Seite 227): Pilotprojekte zu Schulbibliotheken! Ich stelle mir vor: Die Rolle der Schulbibliothek beim Aufbau und Erhalt der Lesemotivation, der Beitrag der Schul­bibliothek zur Qualität der Schule, der Zusammenhang von Schulbibliothek und Schulnoten, die Auswir­kungen regelmäßiger Schulbibliotheksnutzung auf die Qualität von Facharbeiten. Schulbibliothek und die Integration von Migrantenkindern.
Aber das deutsche Forschungsprojekt zu Schulbibliotheken, auf der Tagung der Stiftung Lesen in Zusam­menarbeit mit dem Börsenverein des deutschen Buchhandels, dem Bundesministerium für Bildung, For­schung und Technologie, der Deutschen Bibliothek u. a. 1997 in Frankfurt a. M. von einer Expertenrunde vorgeschlagen, lautet: Schulbibliotheken: „Können diese auch von Eltern geführt werden?“

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