Basedow1764 war Lehrer für Geschichte und Politik (und – wie üblich – einige weitere Fächer), er war Klassenlehrer in Förderstufe, Hauptschule, Realschule und Gymnasium, Fachvorsteher, Personalrat, Lehrerausbilder und -fortbildner, in der Schulaufsicht und in einem Bildungsplanungsinstitut tätig, Schulbibliotheksleiter, Fachberater für Schulbibliotheken beim Hessischen Kultusministerium sowie Schulleiter.
1987 gründete er zusammen mit Freunden die Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen (LAG). Viele Jahre war er deren Vorsitzender und ist jetzt „Ehrenvorsitzender“ der LAG.
Nach 37 Jahren Schule ist er
nach Potsdam umgezogen.
Basedow1764 möchte in diesem Weblog
- mit Informationen und Meinungen, mit Kritik und Lob zum Entstehen eines Schulbibliothekswesens in Hessen und Deutschland beitragen,
- seinen Frust loswerden, wenn er die positive Entwicklung in anderen Staaten sieht,
- ausprobieren, ob die Kommunikation über Schulbibliotheken in Hessen und dem Rest der Welt mit diesem Blog stärker befördert werden kann als mit der mailing list hids.
- Da er die Schulbibliothek als eine pädagogische Einrichtung und einen Teil von Schule sieht, sich auch zu Schule überhaupt äußern.
- Da er in Potsdam als ehemaliger Geschichts- und Politiklehrer und als engagierter Staatsbürger die Gegenwart vieler Zeiten erlebt, auch dazu Anmerkungen machen.
Gedenken am letzten Stück Mauer in Potsdam-Babelsberg 2008
- „Basedow1764″ scheint (Stand 2009) der einzige deutschsprachige Schulbibliotheksblog zu sein, der sich dem Thema umfassend widmet und nicht eine bestimmte Schulbibliothek zum Schwerpunkt hat. Zudem betrachtet hier ein ehemaliger Lehrer Schulbibliotheken aus der Sicht des Schulpraktikers.
Die älteste Forderung, Schulbibliotheken zu gründen, hat er bei dem Schulreformer Johann Bernhard Basedow (1724 – 1790) gefunden. Daher der Name dieses Weblogs.
Basedow, Sohn eines Perückenmachers; Großvater des Arztes Carl Adolph von Basedow kam im Jugendalter als Diener in die Praxis eines Landarztes, der seine Fähigkeiten erkannte und förderte, besuchte von 1741 bis 1744 das Johanneum in Hamburg, nahm anschließend ein Studium der Theologie in Leipzig auf und setzte seine Studien in Leipzig und Hamburg autodidaktisch fort. Ab 1749 war er Erzieher bei Hofrat von Qualen, wo er seine erste Frau, die im Hause Qualen als Gouvernante arbeitete, kennen lernte. 1752 verfaßte Basedow eine Dissertation über seine Unterrichtsmethodik, wurde im folgenden Jahr Professor an der Ritterakademie in Soroe (Dänemark), wegen seiner Kritik an der Regierung jedoch 1761 an das Gymnasium Altona strafversetzt (Altona gehörte damals zu Dänemark). Er forderte u.a. öffentliche Schulen, Schulbibliotheken, Lehrerseminare und überkonfessionellen Religionsunterricht. 1771 berief der Fürst von Anhalt-Dessau Basedow nach Dessau, wo er dessen Reformbemühungen unterstützen sollte. 1774 wurde das Philanthropin (eine Erziehungsanstalt in Form einer Musterschule) gegründet, das allerdings fünfzehn Jahre nach dem aus persönlichen Differenzen als Direktor erfolgten Rücktritt Basedows wieder geschlossen wurde.
Werke u.a.: Vorstellung an Menschenfreunde(1768), Methodenbuch (1770), Elementarwerk (4 Bde., 1774).
nach: www.knerger.de/Die_Personen/die_personen.html





2 Kommentare
2009/07/27 um 6:38
Sehr geehrter Herr Schlamp,
)
im Rahmen des Onlinekurses Bibliothek2009 stürzte ich in dieses Thema: Schulbibliotheken in Deutschland.
Neben einem Streit zwischen Institutionen, den ich ausmachen konnte, der mir aber nicht erklärlich ist(und auch nicht erklärt wird, obwohl ich darum bat), habe ich durch die Lektion 5 nun wohl den Boden der Realität erreicht, denn ich suchte nach vernetzten Schulbibliotheken. Da gibt es nichts. Und wenn man nach Blogs in diesem Bereich sucht, kommen nur immer Sie.
Ok, das habe ich verstanden. Da ist nichts anderes.
Ich weiß nun nicht, wie viele (Schulbibliotheks-)Neulinge in diesen Kursen
schon auftauchten und wieder verschwanden.
Doch ist es absolut entmutigend, wie mit einem Neuen hier umgegangen wird.
Ihr erster Beitrag war sicher gedacht als Ermutigung. Ich wusste ja gar nicht, wer Sie sind.(Na, das stimmt nicht, denn ich arbeite mit einer Schwester einer Ihrer Schülerinnen zusammen und die schwärmt immer noch
Also, ich wusste nicht was für eine bedeutende und einsame Position Sie hier im Web2.0 haben. Und etwas zu schreiben, worüber ich nun gar keine Einschätzung habe, tut mir auch nicht gut. Wenn ich aber mal eine winzige Nummer zwei werden soll, dann geht es nur so, wie ich es kann. Mit der Sprache und den Themen und den Versuchen „mitzumachen“. Das kommt vielleicht nicht oder noch nicht gut an, mehr geht aber noch nicht. ich muss ja erst einmal begreifen! Bisher dachte ich, ich bin alleine doof. Nun sehe ich, es gibt gar nichts anderes zu Schulbibliotheken. Also seien Sie mal nicht so und lassen mich mitmachen. Ich (50!)komme übrigens aus Berlin, meine Mutter (Jahrgang 23) aus Gelnhausen. Die Gegenbewegung zu Ihrem Ortswechsel. Eine interessante deutsch- deutsche Geschichte, die ihre Spuren in uns allen hinterlassen hat.
Versuchen Sie bitte nachzuvollziehen, dass man nur mehr werden kann, wenn man andere akzeptiert. Einen zweiten basedow brauchen wir nicht. Den gibt es schon. Wollen wir ein Netz bilden, dann werde ich nur ein kleiner Knoten, doch auch die sind wichtig.
2009/07/27 um 7:34
Hallo wedernoch, ich freue mich, dass Sie mir so ausführlich schreiben. Zumal da noch eine ehemalige Schülerin von mir auftaucht. Richtig geheimnisvoll. Ich habe nicht den geringsten „Verdacht“.
Allerdings verstehe ich nicht alles.
Was entmutigt Sie?
Gerne lasse ich Sie mitmachen, aber wobei?
Sie haben Recht, dass es zu wenig Vernetzung gibt.
Die LAG versucht in Hessen seit vielen Jahren eine Vernetzung hinzukriegen. Der Hessische Schulbibliothekstag und die mailing list hids sind Bausteine dafür. In der LAG sind zweihundert von 2000 hessischen Schulen Mitglied, der hids hat ca. 100 Abonnenten.
Ein weiterer Schulbibliotheksweblog und ein intensiver Austausch würden mich freuen.
GS