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	<title>Basedow1764&#039;s Weblog &#187; Schülerwissen DDR</title>
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	<description>Es geht um Schulbibliotheken/Mediotheken/Informationszentren. Sie sind das Herz der Schule.</description>
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		<title>Basedow1764&#039;s Weblog &#187; Schülerwissen DDR</title>
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		<title>Lesetipp: Black Box DDR</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 18:37:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt ein Mittel, das gegen Ostalgie garantiert hilft. Das sind die Erzählungen von Einzelschicksalen, Erzählungen von kleinen Leuten, Erzählungen über Menschen, die glaubten, eine gerechte Gesellschaft aufzubauen und sich enttäuscht abwandten, als sie erkannten, dass die neuen Eliten auch nicht besser sind als die alten.
Das Mittel immunisiert gegen die, die das Menschen-Experiment schon wieder [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5364&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es gibt ein Mittel, das gegen Ostalgie garantiert hilft. Das sind die Erzählungen von Einzelschicksalen, Erzählungen von kleinen Leuten, Erzählungen über Menschen, die glaubten, eine gerechte Gesellschaft aufzubauen und sich enttäuscht abwandten, als sie erkannten, dass die neuen Eliten auch nicht besser sind als die alten.</p>
<p>Das Mittel immunisiert gegen die, die das Menschen-Experiment schon wieder wagen möchten oder es alles in allem gar nicht so schlecht fanden.</p>
<p>Es ist wie in der Geschichte von Siegfried Lenz, „Ein Freund der Regierung“: All das saubere Neue, das die Regierung den Journalisten präsentiert, der fabrikneue Reisebus, die Bauern im Sonntagsstaat, die frisch getünchten Häuser, die schönen Reden des Regierungssprechers und die auswendig gelernten Sätze der vorgeführten Bauern, sie werden in dem Moment wertlos, als einer der Bauern einem Journalisten heimlich einen ausgeschlagenen Zahn in die Hand drückt.</p>
<p>So ein Mittel gegen die Verklärung der DDR ist das Buch von <strong>Ines Geipel und Andreas Peterson, „Black Box DDR. Unerzählte Leben unterm SED-Regime“, Marix-Verlag.</strong></p>
<p><a href="http://www.marixverlag.de/Geschichte/Geipel-Petersen-Black_Box_DDR-EAN:9783865392114.html"><img class="alignleft" style="margin-left:6px;margin-right:6px;" src="http://www.marixverlag.de/eshop/626/Bilder/detail/00269.jpg" alt="" width="139" height="207" /></a>Es sind 33 Porträts aus den unterschiedlichsten Berufen und Bevölkerungsschichten, aufgeschrieben von Journalisten, Autoren und Historikern, die den Menschen zuhörten.</p>
<p>In einer der Geschichten geht es um das zerstörte Leben einer Frau, die als 16Jährige Internatsschülerin mit Duldung ihrer Erzieher alle 14 Tage – so der Titel dieses Porträts – in der Datsche ihres Führungsoffiziers verschwindet, sich begrabschen lassen und über ihre Mitschüler berichten musste. Als sie Studentin und verheiratet ist, macht sich die Universitätsparteileitung an sie heran und verlangt erneut Spitzelberichte. Sie wird darüber krank und ihre Ehe geht kaputt. Sie will ausreisen und wird deswegen zu Kriminellen ins Gefängnis gesteckt. Dann wird sie aus der DDR geworfen. Im Westen versucht sie einen neuen beruflichen Anlauf und wird Logopädin. Beim Schreiben von Patientenberichten kriecht die Vergangenheit hervor. Sie bricht zusammen, wird arbeitsunfähig und nach vielen Therapien frühpensioniert.</p>
<p>Ihr Onkel, ein Ex-DDR-Diplomat, trifft sich derweil mit früherer DDR-Prominenz wie Krenz und Kessler und „debattiert unerbittlich über eine gerechtere Gesellschaft“. Mit diesem Satz lässt Ines Geipel das Porträt enden.</p>
<p><em>Ich wünsche diesem Buch eine größere Verbreitung als den Autobiographien und Erinnerungsbüchern von Egon Krenz und Lothar Bisky, Markus Wolf, Jana Hensel und Peter Ensikat.</em></p>
<p><em>Statt der Vergleiche von Frauenemanzipation in DDR und BRD, wie sie ein ostdeutsches Lehrerfortbildungsinstitut für die wenigen Unterrichtsstunden, die es dafür gibt,</em><em> empfiehlt</em><em>, sollte einfach aus „Black Box DDR“ in der Schule vorgelesen und darüber geredet werden. Die Landes- und Bundeszentralen für politische Bildung sollten das Buch in ihre Programme aufnehmen.</em></p>
<p><em> </em></p>
Posted in Schulbibliothek Tagged: Black Box DDR, Ines Geipel, Ostalgie, Schülerwissen DDR <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/5364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/5364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/5364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/5364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/5364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/5364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/5364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/5364/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/5364/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/5364/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5364&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Bücherkiste zur DDR-Geschichte an hessische Schulen übergeben</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/11/06/bucherkiste-zur-ddr-geschichte-fur-hessens-schulen/</link>
		<comments>http://basedow1764.wordpress.com/2009/11/06/bucherkiste-zur-ddr-geschichte-fur-hessens-schulen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 18:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bestandsaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Mediothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[DDR-Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerwissen DDR]]></category>

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		<description><![CDATA[Die drei Bücherpakete zum DDR-Thema sind vergeben. Gewinner der Bücher und Medien im Wert von jeweils über 600 € sind die Schulbibliotheken der

Ricarda-Huch-Schule, Gießen 
Geschwister-Scholl-Schule, Bensheim 
Burggymnasium, Friedberg

Die Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken (LAG) stellt seit 1992 Bücherkisten zu Themen des Unterrichts von Grund­schule bis Oberstufe zusammen, die Anregungen für den Bestandsaufbau in Schulbibliotheken geben sollen. Die Kisten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5193&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die drei Bücherpakete zum DDR-Thema sind <a title="Ausschreibung der Verlosung" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/10/12/verlosung-von-drei-medienpaketen-ampelmannchen-und-todesschusse/" target="_blank">vergeben</a>. Gewinner der Bücher und Medien im Wert von jeweils über 600 € sind die Schulbibliotheken der</p>
<ul>
<li><strong>Ricarda-Huch-Schule, Gießen </strong></li>
<li><strong>Geschwister-Scholl-Schule, Bensheim </strong></li>
<li><strong>Burggymnasium, Friedberg</strong></li>
</ul>
<p>Die Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken (LAG) stellt seit 1992 Bücherkisten zu Themen des Unterrichts von Grund­schule bis Oberstufe zusammen, die Anregungen für den Bestandsaufbau in Schulbibliotheken geben sollen. Die Kisten können aber auch an drei Schul­standorten in Hessen ausgeliehen werden.</p>
<p>Das DDR-Paket, 28. Thema des LAG-Projekts, wurde wegen der Diskussion um die Aufarbeitung der SED-Diktatur in den Schulen zusammengestellt. Darin sind u. a.  Bücher von Klaus Kordon über seine verratene Flucht aus der DDR und den Zuchthausaufenthalt, Grit Poppes „Weggesperrt“ über die Behandlung auffällig gewor­dener Jugendlicher in geschlossenen Jugendwerkhöfen, aber auch Sachbücher über die Planwirtschaft, über Jeans und West­radio, glückliche Jugendzeit und schweigende Klassenzim­mer, „Klassiker“ wie Reiner Kunzes „Wunderbare Jahre“, DVDs der Stiftung Aufarbeitung und informative Internetadressen.</p>
<p>Die LAG fordert moderne, multimediale Schulbiblio­theken . In diesen Räumen lernen Schülerinnen und Schüler mit Büchern und digitalen Medien. Sie lernen dabei, wie man sich informiert, wie man im Team arbeitet, wie man vorträgt.</p>
<p>Der „Lernort Schulbibliothek“ ist ein wesentlicher Faktor bei der Steigerung der Schul­qualität. In Ländern, die dies schon länger praktizieren, wurde festgestellt, dass gute Schulbibliotheken deut­lich zur Steigerung von Schülerleistungen <a title="Colorado-Studie" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/06/24/school-libraries-work/" target="_blank">beitragen</a>.</p>
<p>Die Hürde für die Teilnahme an der Verlosung war hoch. Die Schulen mussten nämlich nachweisen, dass ihre Schulbibliothek auf der Startseite der Schulhomepage  steht. Die LAG sieht einen Maßstab für die Wertschätzung in der Schulgemeinde, wenn die Schulbibliothek mit aktuellen Informationen oder ihrem elektroni­schen Katalog schnell und einfach auf der Schulhomepage zu finden ist.  22 Schulbibliotheken der Sekun­dar­stu­­fe, die diese Bedingung erfüllen, hatten sich beworben.</p>
<p>Übergeben wurden die Bücherpakete in Anwesenheit eines Vertreters der Kultusministerin, die leider wegen Terminschwierigkeiten absagen musste, vom LAG-Vorsitzenden Hans Günther Brée am Montag, dem 9.11.09, dem Jahrestag des Mauerfalls, im Weidiggymnasium in Butzbach.</p>
<p>Fotos vom Ereignis:</p>

<a href='http://basedow1764.wordpress.com/2009/11/06/bucherkiste-zur-ddr-geschichte-fur-hessens-schulen/verlosung-7/' title='Übergabe der Medienkiste DDR'><img width="99" height="150" src="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/11/verlosung-7.jpg?w=99&#038;h=150" class="attachment-thumbnail" alt="Heidemarie Bächreiner-Vogt, LAG-Vorstandsmitglied und Betreuerin des Bücherkistenprojekts" title="Übergabe der Medienkiste DDR" /></a>
<a href='http://basedow1764.wordpress.com/2009/11/06/bucherkiste-zur-ddr-geschichte-fur-hessens-schulen/verlosung-1/' title='Übergabe der Medienkiste'><img width="99" height="150" src="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/11/verlosung-1.jpg?w=99&#038;h=150" class="attachment-thumbnail" alt="Von links: Gewinner Harald Bernd vom Burggymnasium Friedberg, LAG-Vorsitzender Brée und Schulbibliotheksreferent Sommer" title="Übergabe der Medienkiste" /></a>

<h6>Siehe auch den <a title="Bericht dazu auf schulbibliotheken.de" href="http://www.schulbibliotheken.de/news/index.html" target="_blank">Bericht </a>(gleichen Inhalts) auf der LAG-Website!</h6>
Posted in Bestandsaufbau, DDR, Mediothek, Schulbibliothek Tagged: DDR-Unterricht, Schülerwissen DDR <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/5193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/5193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/5193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/5193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/5193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/5193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/5193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/5193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/5193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/5193/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5193&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Keine DDR-Aufarbeitung mehr, sagt die SPD Brandenburgs</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/09/07/ddr-aufarbeitung-fur-brandenburger-spd-kein-thema-mehr/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 08:37:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[CDU Brandenburg]]></category>
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		<category><![CDATA[DDR-Verklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Landeszentrale politische Bildung Brandenburg]]></category>
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		<category><![CDATA[SPD Brandenburg]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Wahlkundgebung muss man einmal miterlebt haben. Zumal hinterher Klaus Doldinger und Passport auftreten sollen. Abends im Fernsehen sieht man dann mit Staunen, welche tollen Bilder die Kameras produzieren.
Jemand drückt mir das SPD-Wahlprogramm in die Hand, als Dreingabe ein tiefrotes T-Shirt mit Steinmeier und Platzeck, dem berühmten SDS-Plakat &#8222;Alle reden vom Wetter &#8230;&#8220; nachempfunden.
Erst wollte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4450&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Eine Wahlkundgebung muss man einmal miterlebt haben. Zumal hinterher Klaus Doldinger und Passport auftreten sollen. Abends im Fernsehen sieht man dann mit Staunen, welche tollen Bilder die Kameras produzieren.</p>
<p>Jemand drückt mir das SPD-Wahlprogramm in die Hand, als Dreingabe ein tiefrotes T-Shirt mit Steinmeier und Platzeck, dem berühmten SDS-Plakat &#8222;Alle reden vom Wetter &#8230;&#8220; nachempfunden.</p>
<p>Erst wollte ich das &#8222;Regierungsprogamm 2009 &#8211; 2014&#8243; gar nicht lesen. Um die Wartezeit auf Steinmeier zu überbrücken, tat ich es dann. Was mich schließlich interessiert, ist der Umgang mit der DDR.</p>
<p>Die baden-württembergische Landesregierung hat gerade eine neue Internet-Website <a title="DDR im Unterricht in Baden-Württemberg" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/07/31/neue-website-ddr-im-unterricht/" target="_blank">dazu</a> für die Schulen geöffnet.  Die brandenburgische  SPD hatte im letzten Herbst im Landtag dem Vorschlag, den Schulen im Jahre 2009 ein Materialpaket zur Verfügung zu stellen, abgelehnt.</p>
<p>Die Brandenburger Schüler/innen hatten bei der Schroeder-<a title="Schülerwissen DDR" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/09/25/medienkiste-ddr-3-schulerwissen-korruption-ua/" target="_blank">Untersuchung</a> schlecht abgeschnitten. Zwar wurde Prof. Schroeder ins Bildungsministerium zu einer offenen Diskussion eingeladen. Für die Öffentlichkeit gab es aber in der Staatskanzlei eine Veranstaltung, in der Prof. Borries die Untersuchung von Prof Schroeder auseinandernehmen durfte. (Dass Schroeder im Ergebnis letztlich recht hat, sagte er damals nicht, das sagte er erst später in einer Fachzeitschrift.)</p>
<p><strong>Was sagt die SPD nun in ihrem &#8222;Regierungsprogramm 2009 &#8211; 2014&#8243; zu diesem Thema? </strong></p>
<p><strong>NICHTS!</strong></p>
<p>Beim Durchsuchen des Heftchens stoße ich auf die <strong>Landeszentrale für politsche Bildung. </strong>Die hat immer wieder interessante Veranstaltungen zum Thema und stellt gute Materialien zur Verfügung. &#8222;Die Landeszentrale wird sich auf den Kampf gegen den Rechtsextremismus konzentrieren&#8220; (p 25) steht im regierugnsprogramm der brandenburgischen SPD.</p>
<p>Sehen wir es dialektisch: Prof. Schroeder war aufgefallen, dass Jugendliche mit Neo-Nazi-Einstellungen in besonders hohem Maße die DDR positiv sehen.</p>
<p>Auf Klaus Doldinger habe ich verzichtet. (Die &#8222;Rechords&#8220; &#8211; sic! &#8211; aus Potsdam im Vorprogramm waren auch nicht schlecht.)</p>
<p>Stattdessen im <strong>CDU-Wahlprogramm</strong> gesucht und gefunden:</p>
<p>&#8222;Die intensive Aufarbeitung der NS-Diktatur war und ist die unabdingbare Voraussetzung für die Entwicklung unserer Demokratie. Für die DDR ist eine solche Aufarbeitung nicht weniger wichtig, denn Werte wie Freiheit, Rechtstaatlichkeit und Toleranz gewinnen ihre Bedeutung nur in Abgrenzung zu beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts auf deutschem Boden. Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte ist daher von großer Bedeutung, vor allem um den Schülern ein realistisches Bild zu vermitteln – ohne Verklärungen oder Verharmlosungen, aber auch ohne kollektive Schuldzuweisungen&#8220; (p 26).</p>
<p>Es geht also doch.</p>
<p><strong>Nachtrag 9.11.09:</strong> Nach seiner Entscheidung, mit den Sozialisten zu koalieren, hat MP Platzeck mehrfach mitgeteilt, es werde keine <strong>Verklärung </strong>der DDR stattfinden. Da nickte auch Frau Kaiser.</p>
Posted in DDR Tagged: CDU Brandenburg, DDR-Unterricht, DDR-Verklärung, Landeszentrale politische Bildung Brandenburg, Schülerwissen DDR, SPD Brandenburg, Wahlkampf Brandenburg <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/4450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/4450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/4450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/4450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/4450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/4450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/4450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/4450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/4450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/4450/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4450&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Bisher 1600 Milliarden € für die deutsche Einheit</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/08/22/bisher-1600-milliarden-fur-die-deutsche-einheit/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 16:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[blühende Landschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Kosten der Einheit]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerwissen DDR]]></category>
		<category><![CDATA[SED-Diktatur]]></category>
		<category><![CDATA[Volkssolidarität]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Überwindung von 40 Jahren SED-Herrschaft kostete bisher 2000 Milliarden €, nach Abzug von Rückflüssen verbleiben netto 1600 Milliarden.
Ich habe, wie so viele, über Helmut Kohls „blühende Landschaften“ gespottet. Aber kann man alles das, was jetzt das Ifo-Institut und die FU-Berlin zusammengetragen haben, unter den Tisch fallen lassen? „Weglassen ist eine einfache Form der Lüge&#8220;, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4301&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Die Überwindung von 40 Jahren SED-Herrschaft kostete bisher 2000 Milliarden €, nach Abzug von Rückflüssen verbleiben netto 1600 Milliarden</strong>.</p>
<p>Ich habe, wie so viele, über Helmut Kohls „blühende Landschaften“ gespottet. Aber kann man alles das, was jetzt das Ifo-Institut und die FU-Berlin zusammengetragen haben, unter den Tisch fallen lassen? „Weglassen ist eine einfache Form der Lüge&#8220;, sagt Christoph Hein über die DDR-Propaganda. Das lässt sich sicher auch auf die <a title="Der Spiegel über Ost-Meinungsumfragen" href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?titel=Kurz+vor+Polen&amp;id=66208544&amp;top=SPIEGEL&amp;suchbegriff=volkssolidarit%C3%A4t&amp;quellen=&amp;qcrubrik=politik" target="_blank">jährlichen</a> Meinungsumfragen des Geschäftsführers der weiter bestehenden DDR-Volkssolidarität anwenden, aus denen hervorgeht, dass es jedes Jahr schlimmer würde im Osten.</p>
<p>Da sind die Befunde zum Wohlstandsgewinn auch eine Meldung wert: Die Lebenserwartung ist gestiegen, die Arbeitszeit verkürzt (40  statt 43,75 Std) , das Trinkwasser ist wieder sauber, die Müllhalden sind saniert. (Die Sicherung des Atommülllagers in Morsleben wird noch einige Milliarden kosten, woran die Bundesregierung in Person der ehemaligen Umweltministerin Merkel nicht ganz unschuldig ist. Die Beseitigung von Schäden aus dem Uranbergbau Wismut kostet wohl genau so viel.)</p>
<p>Die Ausstattung mit Farbfernsehern und Telefonen geht auf 100%, der Autobesitz hat westdeutsches Nivau erreicht, die Wohnungsgröße ist gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt und die Produktivität haben sich verdreifacht, die Einkommen verdoppelt. Das Sparvermögen beträgt nicht mehr 25, sondern50% des westdeutschen Durchschnitts. (Vergleichszahlen 1991 zu 2007) Mehr <a title="Welt-online: Kosten der Einheit" href="http://www.welt.de/wirtschaft/article4363237/100-Milliarden-Euro-fliessen-pro-Jahr-in-den-Osten.html" target="_blank">hier</a>!</p>
<p>Ich ergänze: Die allermeisten Angehörigen der Nomenklatura sind gut im neuen Deutschland angekommen, sind in Politik, Verwaltung, Medien und als Unternehmer tätig oder erfreuen sich höherer Pensionen als in der alten Heimat. (Man sollte einmal die Bezieherin einer DDR-Witwenrente zum Thema Altersarmut befragen.)</p>
<p>Die Gegenargumente sind bekannt: Noch kein Westlohnniveau, höhere Arbeitslosigkeit, Abwanderung, schlechte Stimmung, Vorbehalte gegenüber der westdeutschen politischen Verfassung.</p>
<p>Die Forscher sagen, ein Vergleich mit den anderen ehemaligen Ostblockstaaten sollte auch angestellt werden, wenngleich  es verständlich sei, dass man vor allem mit Westdeutschland vergleiche.</p>
<p>Natürlich wird jetzt wieder gemäkelt werden. Brandenburgs Ministerpräsident Stolpe hatte schon vor 5 Jahren damals genannte hohe Transferleistungen bestritten. Da eine der beiden Untersuchungen aus der Feder des Leiters des &#8222;Forschungsverbundes SED-Staat&#8220; an der Freien Universität Berlin, Klaus Schroeder, stammt, dessen Untersuchung über das DDR-Schülerwissen nicht zuletzt in Brandenburg kritisiert wurde, wird es wohl wieder Streit geben.</p>
<p>Wieso oft ist es die Sprache, die die Dinge nicht klärt, sondern verschleiert: &#8222;Kosten der Einheit&#8220; heißt es, als ob es um 89/90 ginge und die Fehler der Treuhand. Die Kosten haben unfähige SED-Funktionäre verursacht, die 40 Jahre lang ein teures, ineffizientes Wirtschaftsexperiment durchführten.</p>
<p>Das nach wie vor beste <a title="Ritter, Der Preis der deutschen Einheit" href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/583420/" target="_blank">Buch </a>über die Kosten der Einheit ist das Mammutwerk von Gerhard A. Ritter über die Übertragung des Sozialstaates auf Ostdeutschland:</p>
<h3>Gerhard A. Ritter: Der Preis der deutschen Einheit. Die Wiedervereinigung und die Krise des Sozialstaates.</h3>
<h4>C. H. Beck: München 2006. 541 S.</h4>
<p>NB.: Es gibt Berechnungen, die auf 1300 Mrd. für den Aufbau Ost kommen.</p>
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		<title>Die DDR lebt!</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 18:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Kleinmachnow, vor den Toren Berlins gelegen, unweit des ehemaligen Grenzübergangs Dreilinden, findet in einer 10. Klasse ein Zeitzeugenbesuch statt: Eine Frau, deren Leidensgeschichte auch verfilmt wurde. Sie hatte, etwas naiv und unbedacht, regimekritische Parolen auf die Straße gemalt und wurde zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Die Schüler/innen finden die DDR-Darstellung zu negativ. Aber der Höhepunkt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=1506&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>In Kleinmachnow, vor den Toren Berlins gelegen, unweit des ehemaligen Grenzübergangs Dreilinden, findet in einer 10. Klasse ein <strong>Zeitzeugenbesuch</strong> statt: Eine Frau, deren Leidensgeschichte auch verfilmt wurde. Sie hatte, etwas naiv und unbedacht, regimekritische Parolen auf die Straße gemalt und wurde zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt.</p>
<p>Die Schüler/innen finden die DDR-Darstellung zu negativ. Aber der Höhepunkt kommt noch: &#8222;Ist das hier eine Werbeveranstaltung für Demokratie?&#8220; fragt die junge Lehrerin ungehalten. (Potsdamer Neueste Nachrichten v. <a title="PNN Kleinmachnow Zeitzeugen" href="http://www.pnn.de/potsdam/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-pnn.php?ran=on&amp;url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/29.11.2008/4449614.pnn#art" target="_blank">29</a>.11.08)</p>
<p>Zur Bekämpfung der friedlichen <strong>Montagsdemonstranten </strong>in Leipzig ließ die SED <strong>Fallschirmjäger </strong>aus Lehnin verlegen. Sie kamen glücklicherweise nicht zum Einsatz. Als die jungen Männer erfuhren, wozu man sie beinahe eingesetzt hätte, demolierten sie vor Wut ihre Kaserne. Sie hatten mehr verstanden als die überforderte Kleinmachnower Lehrerin.</p>
<p><strong>Zeitzeugenbesuche in Schulen werden in Brandenburg nicht von der Landesregierung finanziert, sondern durch private Spenden.</strong></p>
<p>Ich mache gleich weiter. <em>(Dies soll zwar ein Schulbibliotheksblog sein, aber ich bin  fassungslos und muss das loswerden.)</em></p>
<p>Der ehemalige DDR-Korrepondent der ARD, <strong>Hans-Jürgen Börner</strong>, zeigt im Berliner Rathaus vorab seinen Film &#8222;<strong>Meine Stasi</strong>&#8220; über die IMs, die auf ihn während seiner Tätigkeit in Ostberlin in den 80er Jahren angesetzt waren. Er versucht, mit allen Spitzeln ins Gespräch zu kommen, macht keinem Vorwürfe, will zuhören. Er zeigt im Film die Bandbreite der IMs auf, den gläubigen Kommunisten, den Ängstlichen, den Reuigen, den Ehemann, der seine Frau bespitzelte, den Wendegewinner, der immer obenauf schwimmt.</p>
<p>Als er in <strong>Zossen </strong>2007 einen seiner ehemaligen IM auf der Straße bei laufender Kamera anzusprechen versucht, kommt einer aus dem Rathaus gelaufen und will das Drehen verbieten: &#8222;Haben Sie eine Drehgenehmigung? Hier in Zossen müssen Sie Filmaufnahmen vom Rathaus genehmigen lassen!&#8220; Mit einer ähnlichen Sequenz in Ostberlin hatte der Film begonnen.</p>
<p>Ein Jahr später, 2008, hätte Börner den Film wahrscheinlich gar nicht mehr machen können. Dr. Gysi und seine Genossen haben es geschafft, dass Gerichte die Namensnennung von Spitzeln untersagen. Das beeinträchtige inzwischen auch die wissenschaftliche Aufarbeitung der SED-Diktatur, klagt ein Mitarbeiter der Birthler-Behörde.</p>
<p>Die Idee eines Geschichtswettbewerbes á la Körber-Stiftung, &#8222;Spurensuche DDR&#8220;, kann man vergessen. Die Pfarrer und Lehrer, die sich mit Klassen auf Spurensuche begeben, werden mit Klagen überzogen. <strong>Die Landesregierung von Brandenburg hat einen angekündigt, aber vergessen, ihn auszuschreiben. </strong>(Nachtrag: Sie haben doch noch einen zur &#8222;Wende&#8220; ausgeschrieben. Die Schulen haben bis zu den Sommerferien 2009 etwa drei Monate Zeit dafür<strong>.)<br />
</strong></p>
<p>Abgesehen von der juristischen Seite: Ich habe es gerade erlebt: <strong>Mit der Brandenburger SPD ist eine Medienkiste, ähnlich wie die hessische &#8222;Ampelmännchen und Todesschüsse&#8220;, nicht zu machen.</strong> Man will den zukünftigen Koalitionspartner wohl nicht reizen.</p>
<p>In <strong>Berlin-Lichtenberg</strong> hat 2007 die postkommunistische Bezirksbürgermeisterin eine  <strong>Ausstellung über Antisemitismus in der DDR</strong> aus dem Sitzungssaal entfernen und in einem ungeeigneten Flur die Tafeln mehr oder weniger abstellen <a title="Linkspartei gegen Ausstellung" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0421/berlin/0037/index.html" target="_blank">lassen</a>.</p>
<p>Siehe in diesem Blog auch  alle <a title="Medienkiste DDR" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/02/06/medienkiste-ddr/">früheren </a>Nachrichten zum Thema &#8222;DDR&#8220; oder &#8222;DDR im Unterricht&#8220;!</p>
<p>Auch wenn es nicht ganz in die Beispiele unter dieser Überschrift passt, weil es um reale Begebenheiten geht und nicht um das, was in den Köpfen abgelagert hat, aber ich bin immer noch überrascht von der Bemerkung  <strong>Katharina <a title="Thalbach_DDR" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/09/25/medienkiste-ddr-3-schulerwissen-korruption-ua/">Thalbachs</a>,</strong> dass sie gerne noch einmal beim Experiment DDR mitmachen möchte. (<em>Vielleicht nimmt sie erstmal Mäuse als Versuchskaninchen</em>.)</p>
<p>Eins weiß ich, ein Päckchen mit Bohnenkaffee, Orangen und einer neuen Kurbelwelle schick´ich ihr dann nicht, falls ich überhaupt Gelegenheit dazu hätte. Denn das Experiment dürfte sich ja dann auf die gesamt &#8222;BRD&#8220; erstrecken. West-Berlin dürfte dem Experiment DDR&#8220; aber fehlen. Oder woher will man die fehlenden Produkte kriegen, z.B. die Lebensmittel für Wandlitz oder die Armaturen für Villen der politischen Klasse?</p>
<p>Frau Thalbach hat gut reden. <strong>Sie gehörte zu den Privilegierten und durfte sogar übersiedeln, als sie vorübergehend einen nichtsozialistischen Staat attraktiver fand.</strong> Für die Oberschicht, zu der auch angepasste Künstler gehörten, gab es Volvos, für die Ostberliner Wartburgs mit VW-Motor und für den doofen Rest Trabbis.</p>
<p>Das <strong>Statistische Bundesamt</strong> veröffentlicht in seinem Jahrbuch 2008, S. 398, die <strong>Einstellung der Bundesbürger zum Sozialismus.</strong> 76% der Ostdeutschen (Westdeutsc he 45%) halten ihn für eine gute Idee, die nur schlecht realisiert worden war. (Dort auch weitere interessante Werte, etwa Einstellung zur Demokratie.)</p>
<p>Ganz ähnlich war das ja mit dem Nationalsozialismus. Bis in die 60er Jahre war das ja auch die Mehrheitsmeinung über den Nationalsozialismus. Der war <strong>Fürsorgediktatur</strong>: Volkswohlfahrt und Volksgemeinschaft.  Aber halt, <span style="text-decoration:underline;">Vergleiche zwischen Sozialismus und Nationalsozialismus sind aus dem brandenburgischen Lehrplan entfernt worden</span>.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong></p>
<p>Der Vorsitzende der <strong>Pressekammer des Landgerichts Hamburg</strong>, Buske, und ein Kollege in Berlin werden vor allem von Rechtsanwalt Dr. Gysi gerne angerufen, weil sie verlässlich die Pressefreiheit zugunsten von IMs einschränken und deren Namensnennung auch in Ausstellungen und Dokumentationen verbieten. Wie schön, dass der Rechtststaat den Unrechtsstaat schützt.</p>
<p><strong>Nachtrag</strong>:</p>
<p>Wer durch zwei große <strong>Potsdamer Buchhandlungen</strong> schlendert, erfährt wahrscheinlich mehr über den Stand der DDR-Aufarbeitung als in Gedenkreden des Jahres 2009. Da findet sich schon mal ein Band von Kowalczuks Endspiel, ein Buch von Erhard Neubert und von Hubertus Knabe. Dazwischen aber die Stapel der Bekenner- und Rechtfertigerliteratur: &#8222;Wir waren nicht pleite&#8220;, &#8222;Der Westen hat gesiegt&#8220;, &#8222;Schluss m it den Lügen über die DDR!&#8220; Daneben die Biographien von Krenz und Wolf. Das ist anscheinend das, was gut geht.</p>
<p><strong>Nachtrag 22.7.09</strong></p>
<p>Der <strong>Bürgermeister von Prenzlau</strong> ist noch nicht in der Gegenwart angekommen. Erst will er eine Sozialwohnung haben, die schon vergeben ist. Dann verleiht er einem Mitarbeit -natürlich nur im Spaß &#8211; den Orden &#8222;Banner der Arbeit&#8220;, die Urkunde ordentlich mit einem Honecker-Faksimile unterzeichnet.</p>
<p>Da sind mir alle die ehemaligen Nomenklatura-Leute, die heute unauffällig als Polizeipräsidenten, IHK-Vorsitzende, Zeitungs- und Fernsehredakteure, Verbandschefs, Rechtsanwälte, Fraktions- und Ausschussvorsitzende, Bankmanager usw. usw. arbeiten, lieber. Nach 1945 wurden die vielen nationalsozialistisch Belasteten auch integriert. Wenn die Mehrzahl begreift, dass Demokratie und Marktwirtschaft besser sind als Diktatur und Planwirtschaft, sei´s drum. Nur, während die Erinnerung an das &#8222;Dritte Reich&#8220; verblasste und vor allem die &#8222;Schattenseiten&#8220; erinnert werden, wird in Ostdeutschland die DDR immer rosiger gesehen.</p>
<p><strong>Nachtrag 23.08.09</strong></p>
<p>Passend zum Gedenktag des Hitler-Stalin-Paktes berichtet die rbb-Abendschau über eine Demonstration von Kommunisten zum Erhalt einer <strong>Thälmann-Gedenkstätte in Königs-Wusterhausen.</strong> Der Wortführer darf ein paar Sätze ins Mikro sprechen. Als ob es um einen beliebten Heimatdichter ginge.</p>
<p>Da werden Millionen für die Aufarbeitung der SED-Diktatur ausgegeben. Es wird lamentiert über das geringe Schülerwissen. Und der rbb betreibt Heimatkunde. Teddy war ein Totengräber der Weimarer Republik, er hat den stalinistischen Terror unterstützt. Bloß nicht dran rühren. Gäbe es Ärger mit Rundfunkräten?</p>
<p><strong>&#8222;Weglassen ist eine einfache Form der Lüge&#8220;,</strong> sagt Christoph Hein.</p>
<p><strong>Nachtrag 5.9.09</strong></p>
<p>Egal wie klein und entlegen das Dorf ist, was es immer gibt in den neuen Bundesländern: Eine Straße des Friedens, der Freundschaft, der Einheit, der Jugend. <strong>Was es nirgendwo gibt: Eine &#8222;Straße der Friedlichen Revolution&#8220;.</strong></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Medienkiste DDR (3): Schülerwissen, Korruption und guter Sex</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2008/09/25/medienkiste-ddr-3-schulerwissen-korruption-ua/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 18:49:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ 
Der Artikel „Medienkiste DDR (2)&#8220; wurde allmählich sehr lang. Das Thema ist aber keineswegs zu Ende. Daher ein weiterer Artikel.
Die Studie über das Schülerwissen über die DDR schlug hohe Wellen. Dies schlug keine hohen Wellen: Für die Finanzierung der Studie gab es eine Zusage des Berliner Senats.  Die wurde zurückgezogen. Stattdessen bezahlt der Senat [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=826&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><!--[if gte mso 9]&gt; Normal   0   21                         MicrosoftInternetExplorer4 &lt;![endif]--><!--  --><!--[if gte mso 10]&gt; &lt;!   /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman";} --> <!--[endif]--></p>
<p>Der Artikel „Medienkiste DDR (2)&#8220; wurde allmählich sehr lang. Das Thema ist aber keineswegs zu Ende. Daher ein weiterer Artikel.</p>
<p>Die Studie über das <strong>Schülerwissen über die DDR</strong> schlug hohe Wellen. Dies schlug keine hohen Wellen: Für die Finanzierung der Studie gab es eine Zusage des Berliner Senats.  Die wurde zurückgezogen. <strong>Stattdessen bezahlt der Senat ein Gutachten des Prof. Borries, der darin Studie auseinander nimmt.</strong> Und in Brandenburg veranstaltet die Landeszentrale für politische Bildung eine Diskussion über die Qualität der Studie mit Börries und Prof. Schroeder, dem Verfasser.</p>
<p>Zur Medienkiste &#8222;Ampelmännchen und Todesschüsse&#8220; <a title="Medienkiste DDR" href="http://www.slideshare.net/basedow1764/ddr-kiste-090210-mit-zusatzmat" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><strong>Zum update vom 15.8.:</strong></p>
<p>Der Film des Satirikers <strong>Martin Sonneborn, „Heimatkunde&#8220;</strong>, über die Bewohner des ehemaligen Grenzgebietes rund um Berlin kommt Anfang Oktober in die Kinos.</p>
<p>Wieder ein Buch entdeckt<strong>: </strong></p>
<p><strong>Volker Klemm, Korruption und Amtsmissbrauch in der DDR</strong>, Stuttgart, DVA 1991, ist der Bericht über eine Kommission in der kurzen Zeit der Nachwende-DDR, die sich mit dem Thema beschäftigte.</p>
<p>Die Intrigen um diese Kommission, die Aussagen ehemaliger Angehöriger der DDR-Nomenklatura und allein der Bericht über Wandlitz lesen sich wie ein Krimi.</p>
<p>Wozu brauchte die Familie Mittag 10 Farbfernseher, die für die Oberschicht nur ein Drittel des normalen DDR-Preises kosteten? Wie hat es Margot Honecker, die nach eigenen Angaben fast nie in Wandlitz einkaufen konnte, weil der Laden schon um 17 Uhr schloss, dort über 100.000 Mark im Jahr ausgeben können? Warum bekamen die Kinder der Machthaber Tankgutscheine, um kostenlos in ganzen Land tanken zu können? Warum bekam Honecker noch 70.000 Mark im Jahr für Abschussprämien von Wild? Wieso haben die Ministerien für ihre Minister und Staatssekretäre, deren geschiedene Frauen und die Kinder Villen gebaut, in denen aber auch alles aus dem Westen importiert worden war, 20000 Mark Heizkosten übernommen und als Miete 210 Mark verlangt? Undsoweiter und so weiter&#8230;</p>
<p>Das alles habe ich 1991 schon mal gehört. Aber wenn einem das jetzt wieder begegnet&#8230;</p>
<p><em>Und draußen stellt die Linkspartei riesige Plakate auf: „Ein Potsdam für alle&#8220;. </em><em>Sie lässt Transparente vom Flugzeug ziehen, ist für die Pendlerpauschale, für freie Fahrt für freie Bürger, für Verkehrsberuhigung in den Einfallstraßen in die Stadt, für Sozialticket und kostenloses Schulessen. An Tankgutscheine für alle denkt aber noch keiner.<br />
</em></p>
<p><em>In Neuruppin, wo die aktuelle Korruption sehr auffälllig geworden ist, fragte eine Linksparteilokalpolitikerin, was die Aufregung solle, das sei anderswo auch nicht anders. Andere sagen, da seien immer noch die alten DDR-Seilschaften am Werk.</em></p>
<p><em>Peinlich für die Lokalmatadore der Partei, dass Dr. Gysi sich für die historische Schlossfassade beim Wiederaufbau des Stadtschlosses in Potsdam ausgesprochen hat. Ob er jetzt aus der Partei ausgeschlossen wird? So wie das die sächsische Linkspartei mit ungehorsamen Genossen macht.</em></p>
<p>Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung hatte kürzlich einen satririschen Einbürgerungstest in ihrem Blatt, den ich hier verkürzt wiedergebe:</p>
<p>&#8222;<strong>Warum ist die DDR untergegangen</strong>?</p>
<p>a) wegen der subversiven Wühlarbeit der US-Imperialisten,</p>
<p>b) wegen der Oderflut,</p>
<p>c) Wieso untergegangen?&#8220;</p>
<p>Natürlich(?) ist das Buch von Volker Klemm über die Korruption in der guten, alten DDR vergriffen. Im brandenburgischen Verbundkatalog (70 Bibliotheken) wird nur ein Standort in Spremberg nachgewiesen! Die SLB Potsdam aber hat auch ein Exemplar. Im Antiquariatshandel kostet das Buch inzwischen 60€.</p>
<p>1998 erschien ein Buch von <strong>Christian von Ditfurth: Ostalgie oder linke Alternative. Meine Reise durch die PDS</strong>. Der Autor bietet das vergriffene Buch  inzwischen als <a title="Christian von Ditfurth PDS" href="http://www.cditfurth.de/pds.htm" target="_self">pdf</a> an. Auch wenn die Partei sich jetzt anderes nennt, es ist keinesfalls inaktuell.</p>
<p><strong>Update 17.10.08:</strong></p>
<p>Wenn ich mir das neue Verzeichnis der <a title="BZfpB" href="http://www.bpb.de/" target="_blank">Bundeszentrale</a> für politische Bildung ansehe, habe ich den Eindruck, dass dort die Aufarbeitung der DDR abgewickelt wurde. Ganze 10 Titel: Filme der  DDR, Rock in der DDR, Theater, die Stasi, &#8222;einer der erfolgreichsten Geheimdienste der Welt&#8220;, die Parteien der SBZ, etwas Systemvergleich: Zwei Staatsgründungen, das war´s im Wesentlichen. Die Bände und DVDs von Stafan Wolle sind vergriffen. Keine Nachschlagewerke über die DDR, kein Richard Schroeder, Knabe schon gar nicht. Ist das eine Wende nach der Wende?</p>
<p><strong>Update 2.11.08:</strong></p>
<p>Wer gar nicht vom Thema lassen kann: <strong>Uwe Tellkamp, Der Turm!</strong></p>
<p>Toll, dass es dieses Buch in die Charts geschafft hat!  Ich bin beruhigt, dass es einem Rezensenten ähnlich wie mir erging: Man braucht 50 Seiten, bis man sich reingelesen hat. Es könnte auch gerne etwas kürzer sein.</p>
<p>Tellkamp beschreibt kafkaeske Szenen, in denen Untertanen bei der Verwaltung vorsprechen und schikaniert werden: &#8222;Ich habe jetzt nur ihre Geige begutachtet, Bürgerin. Für eine Freigabe des Bogens müssen Sie sich wieder hinten anstellen.&#8220; Oder die alltägliche korrumpierende Tauschwirtschaft: Herztabletten gegen Christstollen, Arzneimittellieferung gegen Schreibmaschinenreparatur, ordentlicher Weihnachtsbaum gegen Nikolaus spielen vor den Kindern des Försters.</p>
<p>Eine ganz andere DDR als die, die durch die Internet-Leserkommentarspalten der Tageszeitungen, die Blogs der Ehemaligen oder Kommentare von Dr. Gysi in den Potsdamer Neuesten Nachrichten wabert.</p>
<p><strong>Nachtrag 9.11.08</strong></p>
<p>Bei <a title="ocelot.de" href="http://www.ocelot.de/catalog/Politik/Zeitgeschichte/319f1p3n10/">ocelot</a>.de &#8211; digitale Bücher &#8211; hat u.a. der Christian Links Verlag zahlreiche seiner DDR-Bücher gegen Entgelt als pdf oder mit digitalem Leserecht eingestellt. Gerade bei vergriffenen Büchern ist das sehr hilfreich.</p>
<p><strong>Update 20.11.08</strong>:</p>
<p>Für Ostalgiker bringt die Deutsche Post AG in ihrer Medaillensammlung eine <strong>Gedenkmünze zur Zwangsvereinigung von KPD und SPD</strong> heraus.</p>
<p><strong>Update 22.11.08</strong>:</p>
<p>Die Post AG hat ihre Geschmacklosigkeit erkannt und zieht die Gedenkmünze zurück. Ob sie jetzt der von der SED eingesperrten Sozialdemokraten mit einer &#8222;polierten Platte&#8220; gedenkt? Die Ostalgiker haben jetzt ein Kultobjekt.</p>
<p><strong>Update 23.11.08</strong>:</p>
<p>Die Beschäftigung mit der DDR-Aufarbeitung bringt es mit sich, dass ich verfolge, wie man im Osten mit der Vergangenheit umgeht. Dass Demokratie und Rechtsstaat verunglimpft werden, ist normal. Dass die Neokommunisten im politischen Alltagsgeschäft die DDR-Aufarbeitung kräftig behindern, kann im Lokalteil  der Zeitungen verfolgt werden.</p>
<p>Das berühmte Panzerdenkmal, das alle Interzonenreisenden vom Vorbeifahren in Dreilinden kennen, muss dringend renoviert werden. Da die Russen den Panzer 1990 abgebaut haben, stellte ein Künstler einen sowjetischen Schneepflug auf, den er rosa anmalte.</p>
<p>Im zuständigen Kleinmachnower Stadtparlament fand die Linkspartei die Renovierung höchst überflüssig und sorgte dafür, dass die Mittel gesperrt wurden.</p>
<p>Die Schauspielerin und Regisseurin <strong>Katharina Thalbach</strong> äußert sich weiterhin, diesmal in der FAZ v. 21.11., verächtlich über die Demokratie in Deutschland (&#8222;verlogen&#8220;, Tagesspiegel/PNN v. 6.8.08). Jetzt hat sie ein neues Element der DDR-Verklärung eingeführt: Man hätte öfter Sex gehabt und mehr gelacht.</p>
<p>Wenn man die Zahl der Scheidungen und Abtreibungen nimmt, könnte sogar was dran sein. Da produzierte die Deutsche Demokratische Republik nämlich höhere Zahlen als die kapitalisistisch-faschistische BRD.</p>
<p>Gewiss war die kecke Bemerkung auch provozierend gemeint. Deswegen ist eine provozierende Anmerkung ebenfalls zulässig: Die Lebenserwartung in der DDR war kürzer als in BRD. Bei Frauen betrug der Unterschied laut Statistischem Jahrbuch 24 Monate. Da musste man sich ranhalten&#8230;</p>
<p>Dass der Unterschied nach fast 20 Jahren auf vier Monate geschrumpft ist, ist den Potsdamer Neuesten Nachrichten die Schlagzeile &#8222;Wer im Ostern lebt, stirbt früher&#8220; wert.</p>
<p>Der Psychiater Hans-Joachim Maaz steuert noch eine Beobachtung bei: Im Angesicht der so beliebten FKK-Kultur in der DDR habe man sehen können, dass das realsozialistische Experiment nicht nur zu psychosomatischen Störungen geführt habe, sondern auch zu körperlichen Deformationen. (H. J. Maaz, Der Gefühlsstau. Ein Psychogramm der DDR, p. 37).</p>
<p>Mutig finde ich den Generalstaatsanwalt von Brandenburg, <strong>Erardo Rautenberg</strong>. Er kritisiert nämlich die Geschichtspolitik des Landes Brandenburg am Beispiel des Gedenkstättenkonzepts für das Zuchthaus der Stadt Brandenburg. Das Land will lediglich eine Euthanasiegedenkstätte einrichten. Dass das Gefängnis eine der größten Haftanstalten der DDR war, in der auch gefoltert wurde, interessiert nicht.</p>
<p>Ein &#8211; differenzierender &#8211; Vergleich der beiden deutschen Diktaturen ist hier im Osten verpönt. Die DDR Diktatur zu nennen, gilt schon als unkorrekt.</p>
<p><strong>Update 6.12.08:</strong></p>
<p>Erfreulich ist, dass das Stadtparlament in Potsdam<strong> </strong>erneut eine Stasi-Überprüfung seiner Abgeordneten beschlossen hat.</p>
<p>Dafür wird die Außenstelle der Birthler-Behörde geschlossen.  Die einzige Außenstelle in den neuen Ländern, die geschlossen wird. Da Brandenburg auch das einzige neue Bundesland ist, das keinen Stasi-Landesbeauftragten hat, glaubt man wohl die Aufarbeitung der Diktatur für beendet erklären zu können.</p>
<p>So wird Brandenburg die Geister der Vergangenheit nicht los. Es gibt ein jüdisches Sprichwort, das besagt:  Das Geheimnis der Erlösung liegt in der Erinnerung.</p>
<p>Siehe weitere Eintragungen u. a. unter <a title="DDR 4" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/12/08/medienkiste-ddr-4-antisemitismus/" target="_blank">DDR 4</a></p>
<p><strong>Nachtrag 3.9.09</strong></p>
<p>Der frühere DDR-Sexualfachmann Segfried Schnabl sieht laut Berliner Zeitung (zit. v. Michael Jürgs in Potsdamer Neueste Nachrichten v. 3.9.09) keine wesentlichen Unterschiede im Sexualverhalten der West- und Ostdeutschen. Er hält die Ostfrauen allerdings für &#8222;Orgasmus fähiger&#8220;. Ist es das, was Frau Thalbach gemeint hat?</p>
<p>Prof. em. Borries, der die Untersuchung zum DDR-Schülerwissen lautstark und häufig kritisierte, nicht zuletzt in den Räumen der brandenburgischen Staatskanzlei &#8211; Brandenburg hatte ein ziemlich schlechtes Ergebnis -, schreibt in einem Aufsatz im Deutschland-Archiv ( &#8222;Zur Verarbeitung der DDR-[BRD]-Geschichte (Heft 4/2009, pp 665 &#8211; 676), dass sie im Kern zuträfen (p 668). Was ihn wohl am meisten stört ist, dass er schon viel früher Wissensdefizite erforscht hatte. Auf ihn hatte aber wohl keiner gehört.</p>
Posted in DDR, Unterricht Tagged: Aufarbeitung DDR, Bodo von Borries, Erardo Rautenberg, Katharina Thalbach, Korruption in der DDR, Linkspartei, Martin Sonneborn, Ostalgie, Panzerdenkmal Dreilinden, Runde Ecke, Schülerwissen DDR, SED-Gedenkmünze, Sex in der DDR, Siegfried Schnabl, Stasi, Wahlkampf in Potsdam, Wandlitz <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/826/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/826/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/826/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/826/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/826/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/826/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/826/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/826/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/826/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/826/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=826&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Medienkiste DDR (2): Noch mehr Bücher!</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2008/04/15/ddr-medienkiste-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 21:08:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich habe die Medienliste "Ampelmännchen und Todesschüsse" verändert ( Stand: 15.09.08 ). Raus sind Ulrich Plenzdorf (wegen Daniela Dahns Beitrag zur Planwirtschaft) und Jana Hensel (Die reist in den aufregenden Jahren nach der Wende in der Welt herum, erzählt das aber nur nebenbei. Wichtig ist vor allem, dass es in der Heimat keine Wertstoffsammlung mehr gibt und ihr Schulweg sich verändert hat.

Neu ist Stefan Wolle. Und wieder entdeckt habe<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=132&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich habe die Medienliste &#8222;Ampelmännchen und Todesschüsse&#8220; verändert ( Stand: 15.03.09 ).</p>
<p><span style="font-size:10pt;font-family:Tahoma;"><a title="Medienkiste DDR" href="http://www.slideshare.net/basedow1764/ddr-kiste-090210-mit-zusatzmat" target="_blank">Hier </a>kann man die Liste und eine Handreichung ansehen. Download gerne nach Rücksprache. In Hessen kann die Medienkiste an drei Schulstandorten ausgeliehen werden und 2009 ist geplant, mehrere Kisten für Schulen auszuloben.</span><span style="font-size:10pt;font-family:Tahoma;"> </span></p>
<p>Raus sind <strong>Ulrich Plenzdorf</strong> (wegen Daniela Dahns Beitrag zur Planwirtschaft) und <strong>Jana Hensel</strong> (Die reist in den aufregenden Jahren nach der &#8222;Wende&#8220; in der Welt herum, erzählt das aber nur nebenbei. Wichtig ist vor allem, dass es in der Heimat keine Wertstoffsammlung mehr gibt und ihr Schulweg sich verändert hat.</p>
<p>Neu ist <strong>Stefan Wolle</strong>. Und wieder entdeckt habe ich den Wirtschaftsprofessor Werner Obst, der 1969 &#8222;rübermachte&#8220;.</p>
<p>Es ist die Erfahrung, die man schon früher, bei anderen Bücherkisten, machen konnte: Der Buchmarkt ist flüchtig. Was vergriffen ist, ist vergriffen. Da wäre book on demand gut. Die Bibliotheken hier in Brandenburg haben die einschlägige Literatur auch nicht gerade im Übermaß. Ein ebenfalls vergriffenes, sehr gutes Buch &#8211; &#8222;Stasi auf dem Schulhof&#8220; &#8211; habe ich im Brandenburger Verbundkatalog kein einziges Mal gefunden, in Berlin einmal. Im Antiquariat wird es für 60 € gehandelt. Ich habe es sehr viel billiger auf dem Bücherflohmarkt des Zentrums für zeitgeschichtliche Forschung hier in Potsdam gefunden. Die haben es sicher nochmal im Bestand, das ist ein angesehenes Institut. Dennoch, eine sicher unabsichtliche Pointe: Der Leiter des Zentrums sagt, man solle sich sich nicht mehr so intensiv(?) mit der Stasi und den Gefängnissen beschäftigen, sondern mit dem Alltag der Menschen. (Er will allerdings dabei die alltäglichen Erscheinungsformen der Diktatur nicht unter den Tisch fallen lassen.)</p>
<p>In Potsdam sind wir ausgewogen: Die Stadt ehrt mit den Stimmen der Postkommunisten einen verstorbenen Bürgerrechtler. Im letzten Jahr dagegen wurde im Stadtpark (Heimlich, keiner will es gewesen sein!) eine Leninbüste aus der Hinterlassenschaft der Roten Armee im Volkpark neu aufgestellt. (Die russische Botschaft in Berlin hattte ihre <strong>Lenin-Büste</strong> im Vorgarten schon Mitte der 90er abmontiert.)</p>
<p>Die Auseinandersetzung um die Rezeption der SED-Diktatur ist aufregend. Die wohl allseits bekannte Untersuchung zum Kenntnisstand der Schüler sollte ursprünglich vom Berliner Senat mitfinanziert werden. Der hat dann aber abgesagt. Und anschließend ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Methodik der Studie in Grund und boden verdammt. Brandenburg hatte gar nicht erst zugesagt. Noch ein paar Details. (Der Professor war gerade zu einem Vortrag in Potsdam.) Ostberliner und Brandenburger Schüler schneiden besonders schlecht ab. NPD- und Linksparteinahe Schüler haben dasselbe positve DDR-Bild.</p>
<p>Professor Schroeder, FU, erzählte übrigens, dass die Statistik vom Umtausch der Ost-Sparbücher bei der D-Mark-Einführung nicht mehr auffindbar sei. Die besagte, dass 10% der DDR-Bürger 60% des Sparvermögens auf dem Konto hatten. Fast dasselbe Zahlenverhältnis habe ich kürzlich bei der Vermögensverteilung in Deutschland gelesen.</p>
<p><strong>Update 30.5.</strong></p>
<p>Neu entdeckt habe ich <strong>David Ensikat, Kleines Land große Mauer</strong>. Die DDR für alle, die (nicht) dabei waren. Piper,München 2007.</p>
<p><img class="alignleft" title="Ensikat, Kleines Land..." src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41riXvVl7PL._SL500_AA240_.jpg" alt="" width="134" height="134" /></p>
<p>Ensikat erzählt so einfach, dass es schon ein aufgeweckter Grundschüler verstehen könnte, wenn im Kinderfernsehen daraus vorgelesen würde. Also eigentlich gut geeignet für 16/17jährige, die nicht sonderlich am Thema interessiert sind. Er spricht die Schattenseiten des Regimes offen an, z. B. dass in Gefängnissen &#8222;gequält&#8220; wurde, dass Kinder wegen des fehlenden Umweltschutzes öfter krank waren, dass die DDR 1988 pleite war u.a.</p>
<p>Manches fällt aber auch der Vereinfachung zum Opfer: &#8222;Solange es die DDR gab, herrschte Frieden in Europa.&#8220; Dass die SED aus einer Zwangsvereinigung von SPD mit KPD entstanden ist, erschließt man relativ spät im Buch.</p>
<p>Die Kapitel sind nicht zu lange, die Überschriften motivieren zum Lesen, es wird auch fast alles angesprochen. Dennoch bleibt ein Unbehagen. Die vereinfachte Erzählweise, der lockere Plauderton lassen die Sache SED-Diktatur bekömmlich werden, obwohl er auch über Todesschüsse, Gefängnisse und militaristisches Schulwesen schreibt.</p>
<p>Die Vereinfachung hat ihre Tücken. Ein Argumentationsmuster, das auch in anderen Büchern vorkommt: Der Antipode des Sozialismus ist der Kapitalismus. Und zwar der, den Karl Marx beschrieben hat. Bei Ensikat heißt das: &#8222;Tatsächlich kann man ja fragen, ob man die Wirtschaft nicht besser organisieren kann als im Kapitalismus, wo jeder sich um seine Sachen kümmert und kaum jemand darauf achtet, wie alles zusammenpasst.&#8220; (S. 103) Vor dem Hintergrund &#8222;des&#8220; Kapitalismus erscheinen der real existierende Sozialismus und seine Akteure, ob gewollt oder nicht, in milderem Licht. Sie hatten die besten Absichten, die Sache ist ein wenig aus dem Ruder gelaufen.</p>
<p>&#8222;Der Nationalsozialismus ist an sich eine gute Sache, nur das mit den Juden hätte man nicht machen sollen&#8220;, pflegte einer meiner Vorfahren zu sagen.</p>
<p>Ich suche nach einem Buch, das so viel Verständnis für die kapitalistische Welt und ihre Fehlentwicklungen aufbringt, wie einige Bücher für die DDR. Nach mancher Lektüre habe ich das Gefühl, ich dürfte den Ulbrichts, Honeckers, Mielkes nicht böse sein, sie haben es letztlich gut gemeint. Ich suche nach einem Buch, das erklärt, was im &#8222;kapitalistischen System&#8220; möglich ist oder sein kann: Umweltschutz, Sozialpolitik, (Gegen-)öffentlichkeit, Freiheitsrechte, Kartellämter, EU statt RGW. Das mag alles nicht optimal laufen. Aber eine Chance müsste &#8222;der&#8220; Kapitalismus doch auch mal bekommen. Und nicht nur die Diktatur der Arbeiterklasse.</p>
<p><strong>Update 4.6.08</strong></p>
<p class="MsoEndnoteText">&#8222;Betroffenen-Literatur&#8220; nennt eine Historikerin Bücher von Opfern der SED-Diktatur. Diese ergäben kein treffendes Gesamtbild der Diktatur.</p>
<p class="MsoEndnoteText">Man stelle sich vor: &#8222;Das Tagebuch der Anne Frank&#8220; = Betroffenen-Literatur? Das gäbe einen Aufschrei. Vom Holocaust reden wir gar nicht erst? (Mary Fulbrook, Verarbeitung und Reflexion der geteilten Vergangenheit seit 1989, in:<span> </span><strong>Christoph Kleßmann u. a. (Hrsg.), Deutsche Vergangenheiten – eine gemeinsame Herausfor­de­rung</strong>, Berlin, 1999, pp. 286 -298)</p>
<p class="MsoEndnoteText">
<p class="MsoEndnoteText">
<p class="MsoEndnoteText"><strong>Update 15.7.08</strong></p>
<p class="MsoEndnoteText"><strong>Christian von Ditfurth, Die Mauer steht am Rhein. Deutschland nach dem Sieg des Sozialismus</strong>, Köln, 2. Aufl. 2007 (1999):</p>
<p><img class="alignleft" title="Ditfurth, Die Mauer steht am Rhein" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51KGT8YYVVL._SL500_AA240_.jpg" alt="" width="131" height="131" /></p>
<p class="MsoEndnoteText">Was wäre, wenn &#8230;</p>
<p class="MsoEndnoteText">1989 die DDR Westdeutschland übernommen hätte?</p>
<p class="MsoEndnoteText">Richtig, die Versorgung der werktätigen Bevölkerung mit Konsumgütern wäre ein Problem geworden. Aber nicht nur das. Verblüffend schlüssig erfindet Ditfurth eine ganz andere Wende. Nicht alle westdeutschen Politiker treffen sich im Exil in Zürich.</p>
<p><strong>Update 7.8.08: </strong></p>
<p>Ein Potsdamer Lehrer möchte der Landeszentrale für politische Bildung die Weitergabe des Buches <strong>&#8222;Die russische Revolution 1917 -1921 von Jörg Barberowski </strong>u.a. verbieten. Da drin steht nämlich, dass die Oktoberrevolution nichts anderes als der Putsch einer kleinen, gewaltbereiten linksextremistischen Sekte war.</p>
<p>Wer mit dem Mythos der glorreichen sozialistischen Oktoberrevolution aufgewachsen ist, hat da seine Probleme.</p>
<p>Wer sich fragt, warum Potsdamer Schüler die DDR für ein Land halten, in dem Milch und Honig floßen, findet bei diesem Lehrer eine Antwort.</p>
<p><strong>Update 15.8.08</strong></p>
<p>Ein Schnellkurs zu Kapitalismus und Kommunismus <a title="Martin Sonneborns Heimatkunde in Spiegel Online" href="http://www.spiegel.de/spam/0,1518,467054,00.html">hier</a>.</p>
<p><strong>Update 20.8.08</strong></p>
<p><strong>Michail Ryklin, Kommunismus als Religion. Die Intellektuellen und die Oktoberrevolution</strong>, Frankfurt/Main und Leipzig 2008,</p>
<p><img class="alignleft" title="Ryklin, Kommunismus als Religion" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41lzAcPB9hL._SL500_AA240_.jpg" alt="" width="161" height="161" /></p>
<p>ist eine hervorragende Darstellung des Sowjetkommunismus unter Lenin und Stalin (Mit einem Nachwort zu Russland unter Putin).</p>
<p>Ich werde dem philosophisch und theologisch argumentierenden Philosophieprofessor Ryklin nicht gerecht, wenn ich jetzt nur auf die erstaunlichen äußeren Parallelen verweise: Kult, Dogmatik, Unfehlbarkeitsanspruch, Erlösungs- und Paradiesvorstellungen, Inquisition, Vernichtung der Un- oder Andersgläubigen.</p>
<p>Ryklin setzt sich mit den &#8222;Rückkehrerberichten&#8220; der begeistert aus Europa anreisenden Intellektuellen in das neue Mekka Moskau auseinander: Ignazio Silone, Bertrand Russell, Lion Feuchtwanger, Arthur Koestler, André Gide.</p>
<p>Sie alle kehrten ernüchtert, erschrocken, entsetzt zurück, angesichts des Scheiterns des kommunistischen Experiments.</p>
<p>Sie bagatellisieren (Brecht: &#8222;Schönheitsfehler&#8220;) den Terror, nehmen ihn schlicht nicht zur Kenntnis, werden als Abtrünnige diffamiert, versuchen, die Heilsversprechen von der sozialen Gleichheit und dem neuen Menschen trotz der bolschewistischen Deformation zu bewahren.</p>
<p>Selbst Stalins Schauprozesse sieht Ryklin als Inkarnation der bolschewistischen Glaubenslehre. Die Todesurteile gegen angebliche Verräter, die Lenins Weggefährten (und ihre Frauen und Kinder) haben nicht die geringste juriatische Qualität, sie werden in einer Inszenierung gefällt, an der die abtrünnigen Gläubigen mitwirken, z. T. die Drehbücher schreiben (Radek) und so noch ihren eigenen Tod als Opfer für die geliebte Partei verstehen.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass die beliebte Schauspielerin und Regisseurin Katharina Thalbach, die eine christliche Jugend erlebte, das Buch einmal in die Hand bekommt. Sie nämlich ist &#8222;froh, bei dem Experiment DDR dabei gewesen zu sein&#8220; (Potsdamer Neueste Nachrichten v. 6.8.08).</p>
<p>Dabei wurden sie und ihr Mann Thomas Brasch (Von seinem Vater, einem DDR-Minister denunziert) von der SED ziemlich drangsaliert.</p>
<p>Aber Gläubige sind rationalen Argumenten nicht zugänglich. Karl Radek wurde mit einem seligen Lächeln auf den Lippen nach Sibirien geschickt. Dort wurde er von seinen Mithäftlingen erschlagen. Seine Frau und seine Tochter wurden, entgegen einer Zusicherung Stalins, erschossen.</p>
<p><em>Das Buch habe ich mir per Fernleihe aus Schwerin holten müssen!</em></p>
<p><strong>Nachtrag 25.8.08</strong></p>
<p class="bodytext">Der rot-rote Berliner Senat hat ein Stiftungsgesetz beschließen lassen. In der Stiftung sollen die Mauergedenkstätte in der Bernauer Straße und die „Erinnerungsstätte“ <strong>Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde</strong> zusammengeführt und die Arbeit der Träger beider Gedenkstätten rechtlich besser gestellt werden.</p>
<p class="bodytext">Der erste Satz des Gesetzes lautet: „Zweck der Stiftung ist es, die Geschichte der Berliner Mauer und der Fluchtbewegungen aus der DDR <strong>sowie Übersiedlungen in die DDR</strong> als Teil und Auswirkung der deutschen Teilung &#8230; zu dokumentieren.“ (Ich finde leider keinen News-Link, außer zu einem NPD-Blättchen!)</p>
<p class="bodytext">Die Aufwertung der West-Ost-Migration (wie es die Wissenschaftler sachlich nennen), ist wieder ein bemerkenswerter Schritt zur Verklärung der SED-Diktatur.</p>
<p class="bodytext">Da bleibt nur zu hoffen, dass die nunmehr aufgewertete Einwanderung in die DDR korrekt dargestellt wird.</p>
<p class="bodytext">An sich wäre das Thema zu vernachlässigen. Die Zahlen (Westangaben: 470.000, SED-Angaben: 670.000) sind unzuverlässig, da im Westen die Meldeplicht nicht immer befolgt wurde, im Osten auch vorübergehende und mehrmalige Besuche dazugezählt wurden!!)</p>
<p class="bodytext">Bei den &#8222;DDR-Einwanderern&#8220; handelt es sich in der Mehrzahl der Fälle um jüngere DDR-Flüchtlinge, die aus Westdeutschland wieder zu ihren Familien und in ihre Heimat zurückkehrten. Von diesen &#8222;Einwanderern&#8220; hat bis 1961 die Hälfte die DDR erneut verlassen.</p>
<p>Vielleicht machen die Museumspädagogen eine Rechenaufgabe daraus: Wenn die &#8222;DDR-Immigranten&#8220; überwiegend Rückkehrer sind, steckt ihre Zahl ja auch schon in der Zahl der &#8222;Ost-West-Migranten&#8220; (3,3 Millionen). Wenn sie dann ein zweites Mal &#8222;rübermachten&#8220; (nach Westdeutschand natürlich), sind sie wiederum als DDR-Flüchtlinge gezählt worden. Wer errät die Wanderungsbilanz?</p>
<p>Für fortgeschrittene Rechner: Von den Flüchtlingen aus Gebieten jenseits der Oder blieben 3 Millionen in der DDR. Sie wurden in der SBZ/DDR Umsiedler genannt, um das Wort Vertriebene zu vermeiden. Die Wanderungsbilanz wäre dann 300.000 Westwanderer in 50 Jahren. Nicht zu vergessen: 600 Menschen wurden vom MfS aus Westdeutschland entführt.</p>
<p>Auf die Dokumentation in Marienfelde bin ich sehr gespannt.</p>
<p>Dr. Gysi wird demnächst behaupten können, dass die Zahl der DDR-Flüchtlinge maßlos überhöht ist. Parteivorsitzende Lafonataine arbeitet auf einer anderen Baustelle: Die Vereinigung von KPD und SPD zur SED 1946 sei vor allem ein Anliegen der SPD gewesen.</p>
<p><strong>Nachtrag 4.9.08</strong></p>
<p>Die &#8222;Bewältigung&#8220; der DDR schreitet voran: Die Minister der letzten DDR-Regierung Ulrich de Maizière erhalten eine <strong><a title="Pension für letzte DDR-Regierung" href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/DDR-Kabinett-Pensionen;art122,1876733">Ehrenpension</a></strong>. Bei allem Respekt vor diesem einzigen nichtkommunistischen DDR-Kabinett, ein Bundesverdienstkreuz hätte gereicht.</p>
<p>Gleichbehandlung ist gewahrt: Sie müssen mindestens 6 Monate Minister gewesen. Auch Opfer der SED-Diktatur erhalten ab 6 Monaten Haftzeit eine Entschädigung. Wer &#8222;nur&#8220; 5 Monate in Bautzen gesessen hat, geht leer aus.</p>
<p><strong>Nachtrag 17.9.08</strong></p>
<p>Die Beschäftigung mit der DDR-Geschichte wäre ein eigenes Blog wert.</p>
<p>In Potsdam soll eine Straße nach dem ersten (CDU-) Nachkriegsbürgermeister Köhler benannt werden. Er wurde in Moskau erschossen.</p>
<p>Eine Linksparteiabgeordnete enthält sich.</p>
<p>In Petzow bei Werder steht ein Gedenkstein für einen von den Nazis ermordeten Antifaschisten, den Ingenieur <strong>Mehlhemmer</strong>.</p>
<p>Ich gehe der Sache nach und stoße auf einen exemplarischen <a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/09/ein-gedenkstein.doc">Fall </a>von SED- und Nachwende-Geschichtspolitik: Die SED gedenkt des Mannes und lässt die Ehefrau nach Sibirien in den GULag bringen. An ihr Leid erinnert bis heute kein Gedenkstein.</p>
<p><strong>Nachtrag 6.12.08</strong></p>
<p><strong>Der Frau Mehlhemmer wird jetzt doch gedacht.</strong> Nachdem die &#8222;Potsdamer Neuesten Nachrichten&#8220; kein Interesse an meiner Recherche hatte, hat die &#8222;Märkische Allgemeine&#8220; das Thema aufgegriffen.</p>
<p>Die Stadtverwaltung Werder wird aktiv!</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/04/img_1516.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4140 aligncenter" title="Gedenktafel Ehepaar Mehlhemmer" src="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/04/img_1516.jpg?w=197&#038;h=141" alt="Gedenktafel Ehepaar Mehlhemmer" width="197" height="141" /></a></p>
<p>Nachtrag im Nachtrag: Die Gedenktafel steht!</p>
<p><strong>Nachtrag 2.2.09</strong></p>
<p>Eine  persönliche Bemerkung sei mir erlaubt:</p>
<p>Ich  erlebe hier in Potsdam hautnah, wie die DDR weichgespült wird, wie kuschelig,  umweltfreundlich und sozial sie dargestellt wird.</p>
<p>Vorneweg marschiert dabei die Linkspartei mit ihren  Verbänden, Verlagen, Stiftungen und  Zeitungen und, soweit sie regiert, mit  politisch-administrativen Mitteln.</p>
<p>Ich  sehe aber auch hier die zahlreichen Initiativen, Gruppen, Vereine und  Einzelpersonen, die, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die wachsende  Ablehnung von parlamentarischer Demokratie und die Verklärung der SED-Diktatur  zu stoppen versuchen. Besonders erwähnenwert in Potsdam: Die Malteser mit einer ganzen Palette an &#8222;Forschungs&#8220;-AGs zur DDR-Geschichte für Kinder und <a title="malteser_potsdam" href="http://www.treffpunktfreizeit.de/" target="_blank">Jugendliche</a>.</p>
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			<media:title type="html">Ensikat, Kleines Land...</media:title>
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			<media:title type="html">Ditfurth, Die Mauer steht am Rhein</media:title>
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			<media:title type="html">Ryklin, Kommunismus als Religion</media:title>
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		<title>Medienkiste DDR für den Unterricht</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Feb 2008 19:25:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich stelle gerade eine Medienkiste zur DDR zusammen: „Ampelmännchen und Todesschüsse“. Hier kann man die Liste und eine Handreichung ansehen. Download gerne nach Rücksprache. In Hessen kann die Medienkiste an drei Schulstandorten ausgeliehen werden und 2009 ist geplant, mehrere Kisten für Schulen auszuloben.


Auch in Brandenburg, Stolpes ehemaliger „kleiner DDR“ und dem Bundesland mit der stärksten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=77&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal"><span style="font-size:11pt;font-family:Tahoma;">Ich stelle gerade eine <strong>Medienkiste zur DDR</strong> zusammen: <strong>„Ampelmännchen und Todesschüsse“</strong>. <a title="Medienkiste DDR" href="http://www.slideshare.net/basedow1764/dampelmaennchen-und-todesschuesse-ddr-im-unterricht" target="_blank">Hier</a> kann man die Liste und eine Handreichung ansehen. Download gerne nach Rücksprache. In Hessen kann die Medienkiste an drei Schulstandorten ausgeliehen werden und 2009 ist geplant, mehrere Kisten für Schulen auszuloben.<br />
</span>
</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:11pt;font-family:Tahoma;">Auch in Brandenburg, Stolpes ehemaliger „kleiner DDR“ und dem Bundesland mit der stärksten (auch was ehem. Stasi-Spitzel angeht) Linkspartei-Präsenz, versuche ich Interesse für die Medienkiste zu finden.</span></p>
<p class="MsoNormal">(<strong>Update 15.9.08</strong>: Bis jetzt erfolglos. Die Landesregierung hat, ebenso wie der Berliner Senat, die Untersuchung über das Schülerwissen nicht mitfinanziert. Berlin bezahlt aber ein Gutachten, in dem die Untersuchung methodisch auseinander genommen wird!)</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:11pt;font-family:Tahoma;">Meine Motivation waren die Umfrageergebnisse über das <strong>DDR-Wissen</strong> Brandenburg-Berliner Schüler/innen (<a title="DDR-Wissen Brandenburger Schüler" href="http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,525541,00.html" target="_blank">katastrophal</a>), die Reaktion der Landesregierung (Neuer Erlass, Verwässerung desselben durch den Finanzminister(!). </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:11pt;font-family:Tahoma;">Außerdem: Eine Schlagzeile in einer Potsdamer Zeitung vor ein paar Wochen: „Lebenserwartung im Osten niedriger als im Westen“.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:11pt;font-family:Tahoma;">Das Statistische Jahrbuch enthält die Fakten, die NICHT in der Zeitung standen: 1989 betrug der Unterschied in der Lebenserwartung weiblicher Babies in Ost- und Westdeutschland 24 Monate. 17 Jahre später betrug er nur noch vier Monate. Ich hätte da eine andere Schlagzeile getextet.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-size:11pt;font-family:Tahoma;">Die Liste und eine Handreichung stelle ich Kolleginnen und Kollegen gerne zur Verfügung</span><span style="font-size:11pt;font-family:Tahoma;">, verbunden mit der Bitte um Hinweise auf weitere<span> </span>geeignete Medien.</span></p>
<p class="MsoNormal"><strong> </strong></p>
<p class="MsoNormal">Siehe auch die ergänzenden Informationen <a title="Suchwort DDR" href="http://basedow1764.wordpress.com/?s=DDR" target="_self">hier</a>!</p>
<p class="MsoNormal">Zur Pressemitteilung der LAG <a title="Besserer Unterricht über die DDR" href="http://www.openpr.de/news/221687/Besserer-Unterricht-ueber-die-DDR.html">hier</a>!</p>
<p class="MsoNormal">Zur Medienkiste <a title="Medienkiste DDR" href="http://www.slideshare.net/basedow1764/dampelmaennchen-und-todesschuesse-ddr-im-unterricht">hier</a>!  <object style='margin: 0px;' width='500' height='410'><param name='movie' value='http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayerd.swf?doc=ddr-kistemhandreichung090705-090709110414-phpapp02' /><param name='allowFullScreen' value='true' /><param name='allowScriptAccess' value='always' /><embed src='http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayerd.swf?doc=ddr-kistemhandreichung090705-090709110414-phpapp02' type='application/x-shockwave-flash' allowscriptaccess='always' allowfullscreen='true' width='500' height='410'></embed></object></p>
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