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	<title>Basedow1764&#039;s Weblog &#187; Schulbibliothekspolitik</title>
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	<description>Es geht um Schulbibliotheken/Mediotheken/Informationszentren. Sie sind das Herz der Schule.</description>
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		<title>Basedow1764&#039;s Weblog &#187; Schulbibliothekspolitik</title>
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		<title>Warum Schulbibliotheken kein Thema der Bildungspolitik sind</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/09/21/warum-schulbibliotheken-kein-thema-der-bildungspolitik-sindblio/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 16:06:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[öffentliche Bibliothek und Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothekspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspartner Bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothekspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf ihren Wahlplakaten versprechen alle Parteien, mehr für die Bildung zu tun. Das ist verwunderlich, da einige ja an der Regierung sind und schon längst hätten loslegen können.
Allerdings gehören Schulbibliotheken nicht zur versprochenen verbesserten Bildungspolitik. Warum eigentlich nicht?
Mit der Forderung rennt man doch offene Türen ein. Der Bundespräsident ist dafür, auf Podien und in Talkshows [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4624&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Auf ihren Wahlplakaten versprechen alle Parteien, mehr für die Bildung zu tun. Das ist verwunderlich, da einige ja an der Regierung sind und schon längst hätten loslegen können.</p>
<p>Allerdings gehören Schulbibliotheken nicht zur versprochenen verbesserten Bildungspolitik. Warum eigentlich nicht?</p>
<p>Mit der Forderung rennt man doch offene Türen ein. Der Bundespräsident ist dafür, auf Podien und in Talkshows erhält das Plädoyer dafür viel Beifall. Die hessische FDP zeigte sogar einmal auf einem Wahlplakat eine Schulbibliothek. Sie war aber nur Hintergrund für den Slogan, dass Bildung ein Bürgerrecht sei.</p>
<p>Die große Zustimmung täuscht. Schulbibliotheken sind kein einfaches Thema. Schlimmer noch, man betritt mit dieser Forderung vermintes Gelände.</p>
<p>Zuerst einmal: Es gibt, das muss auch ein Schulbibliotheksfan zugeben, bedeutendere bildungspolitische Baustellen:</p>
<ul>
<li>Die Verbesserung der frühkindlichen Bildung, wozu auch eine verbesserte Ausbildung und Bezahlung in diesem Berufsfeld gehören.</li>
<li>Der tertiäre Bildungssektor bereitet, trotz oder wegen Bologna, große Sorgen.</li>
<li>In der Schulpolitik herrscht auch kein Mangel an gravierenden Defiziten: Ganztagsschule, das gegenwärtige Allheilmittel, Lehrer/innenmangel. Manche Schulträger haben anscheinend die Schulgebäude jahrelang verrotten lassen, so dass es jetzt erst einmal um anständige Toiletten gehen muss.</li>
</ul>
<p>Aber wenn das alles einmal abgehakt sein sollte, fängt es mit dem Kleingedruckten erst richtig an. <em>(Ich habe das  an <a title="Warum gibt es keine Schulbibliotheken?" href="http://basedow1764.wordpress.com/gibt-es-schulbibliotheken-in-deutschland/" target="_blank">anderer</a> Stelle ausführlich dargestellt.)</em></p>
<p>Die Bildungspolitiker und Länderkultusverwaltungen können neue Fächer einführen oder die Lehrer noch länger arbeiten lassen, aber sie können keine Schulbibliotheken beschließen. Weil, um es verkürzt zu sagen, der Staat für Schule verantwortlich ist, die Städte und Landkreise für Bibliotheken, keiner von beiden aber für Schulbibliotheken. Und alle betreffenden Körperschaften sind darüber nicht unglücklich, denn sie sparen Kosten. Dafür gibt es dann und wann eine Urkunde für die Ehrenamtlichen in den Schulbibliotheken, die trotzdem vorhanden sind, weil Eltern und ein paar Lehrer/innen sie für wichtig halten.</p>
<p>Als wäre das nicht schon schlimm genug. Jetzt kommen die Bertelsmann-Stiftung und Bibliotheksverbände ins Spiel, die für „Kooperation von öffentlicher Bibliothek und Schule“ werben. Dabei geht es, was oft übersehen wird, nicht mehr vorrangig um Schulbibliothek, sondern um Bildungsangebote der öffentlichen Bibliothek für Schulen oder was deren Interessenvertreter darunter verstehen.</p>
<p>Für Schulverwaltung und Bildungspolitik ist das eine höchst willkommene Entlastung. Sie haben jetzt eine Adresse, an die sie alle verweisen, die immer noch von ihnen Schulbibliotheken fordern. Exemplarisch hat mir MP Platzeck das so schreiben lassen.</p>
<p>Der Verweis auf das deutschsprachige <a title="Südtirol" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/01/28/sudtirol-als-vorbild/" target="_blank">Südtirol </a>oder neuerdings die deutsche Gemeinschaft in Belgien hilft da wenig. Dort geht es um Minderheiten, die (auch) eine kulturelle Autonomie errungen haben, was erhebliche Mittel zur Pflege kulturellen und sprachlichen Identität beinhaltet.</p>
<p>Nicht zuletzt liegt es auch an der Art, wie Schule in Deutschland immer noch funktioniert: Ein Lehrer, ein Fach, eine Stunde, eine Klasse. Da reicht ein Lehrbuch.</p>
<p>Es bleibt also nichts übrig, als vor und nach den Wahlen in die Hände zu spucken und Schulbibliotheken „von unten“ her aufzubauen.</p>
Posted in Schulbibliothek Tagged: öffentliche Bibliothek und Schule, Bibliothekspolitik, Bildungspartner Bibliothek, Bildungspolitik, Schulbibliothekspolitik <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/4624/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/4624/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/4624/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/4624/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/4624/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/4624/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/4624/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/4624/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/4624/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/4624/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4624&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Hessische Kultusminister und Schulbibliotheken</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/07/05/hessische-kultusminister-und-schulbibliotheken/</link>
		<comments>http://basedow1764.wordpress.com/2009/07/05/hessische-kultusminister-und-schulbibliotheken/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 16:38:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Dorothea Henzler]]></category>
		<category><![CDATA[Hartmut Holzapfel]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Banzer]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothekspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die LAG hat immer den Kontakt zum jeweiligen Kultusminister und den bildungspolitischen Sprecher/innen der Landtagsfraktionen gesucht. Zu den Anfängen gehörte das Gespräch mit Hartmut Holzapfel.
Als seine Partei, nach langen Regierungsjahren in der Opposition gelandet war, sagte er den Satz: &#8222;Wir können uns bei dem Thema jetzt nicht aus dem Fenster hängen. Als wir an der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=3767&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die LAG hat immer den Kontakt zum jeweiligen Kultusminister und den bildungspolitischen Sprecher/innen der Landtagsfraktionen gesucht. Zu den Anfängen gehörte das Gespräch mit Hartmut Holzapfel.</p>
<p>Als seine Partei, nach langen Regierungsjahren in der Opposition gelandet war, sagte er den Satz: &#8222;Wir können uns bei dem Thema jetzt nicht aus dem Fenster hängen. Als wir an der Regierung waren, da hatten wir selbst nicht viel gemacht. Als er Minister wurde, konnten wir daran  nicht ohne Erfolg  anknüpfen. Er gab auch einmal einem Schulbibliothekstag die Ehre seines Besuchs. Betrübt waren wir, als er die LAG Darstellendes Spiel als Initiatorin des Kulturmobils (eines Fortbildungtrucks) nannte. Der Zuruf eines Abteilungsleiters: &#8222;Das war die LAG Schulbibliotheken&#8220; führte leider nicht dazu, dass er sich korrigierte.</p>
<p>Bei Kultusministerin Wolff wurde der Kontakt regressiv. Sie schrieb uns zwar ein Vorwort für eine Broschüre. In Erinnerung blieb uns aber vor allem, dass sie sich beim Gespräch als Bücherliebhaberin outete.  Auch in Landtagsdebatten ließ sie an geigneten Stellen Hinweise vermissen. Dafür kam sie von einer Bildungsreise aus Finnland zurück und war begeistert von Schulbibliotheken, die sie dort gesehen hatte. Für das hessische Schulbibliothekswesen brachte das nichts.</p>
<p>Interimskultusminster Jürgen Banzer hatte als Landrat zahlreiche Schulen neu bauen lassen und darin die Bibliotheksräume nie vergessen. Als Minister führte er im Haus ein strenges Regiment, was ihm wenig Freunde brachte. <em>(Inzwischen hat sich im Haus die Erinnerung an ihn aufgehellt.) </em>Die LAG hatte gezögert, ihn anzusprechen, da absehbar war, dass er vorübergehend amtieren würde.  Dass solche Gespräche nur Kontaktpflege sind und nicht in konkretes politisches Handeln münden, war und ist uns natürlich auch klar.</p>
<p>Der dbv Hessen wollte unbedingt mit Banzer über &#8222;Bibliothek und Schule&#8220; reden und trat mit großer Delegation an. Der Minister entließ sie nach kurzer Zeit mit der Bemerkung: &#8222;Was wollen Sie denn? Wenn Sie Geld wollen: Ich habe keines.&#8220;</p>
<p>Zur jetzigen Ministerin Dorothea Henzler bestand schon früher regelmäßiger Kontakt. Wir luden sie gleich nach Amtsantritt zum Schulbibliothekstag ein. Sie schickte einen Beamten ihres Hauses.</p>
<p>Ein Kultusminister/eine Kultusministerin sitzt heutzutage auf einem Schleudersitz. Wenn wir jetzt einen Termin bei Frau Henzler machen würden, können wir nicht ausschließen, dass sie zu diesem Datum nicht mehr Ministerin ist.</p>
<p>Kultus und Wissenschaft wurden in Hessen vor vielen Jahren aus koalitionsarithmetrischen Gründen getrennt. (Holzapfel hätte das gerne rückgängig gemacht.) Da letzteres eine Fachaufsicht beim Thema Bibliotheken hat, schadet auch dort Kontaktpflege  nicht. Dies war aber schwierig, weil das Minsterium nichts, aber auch gar nichts mit Schule zu tun haben wollte. Wir kamen also nur bis zum Staatssekretär. Der hatte nur eine Frage: &#8222;Erklären Sie mir, warum man neben Stadtbibliotheken noch Schulbibliotheken braucht&#8220;. Den Rest erledigte sein Abteilungsleiter: &#8222;Wollen Sie etwa Geld?&#8220;</p>
<p>Vielleicht sollten wir uns mehr an die &#8222;Arbeitsebene&#8220; halten. Da haben wir im KM überwiegend konstruktive Gespräche geführt, egal, wer Minister/in war.</p>
<p><a title="Phänomenale TV-Comedy" href="http://www.bbc.co.uk/comedy/yesminister/" target="_self">Yes, minister</a>.</p>
Posted in Schulbibliothek Tagged: Dorothea Henzler, Hartmut Holzapfel, Hessen, Jürgen Banzer, Schulbibliothekspolitik <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/3767/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/3767/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/3767/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/3767/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/3767/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/3767/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/3767/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/3767/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/3767/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/3767/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=3767&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wieso eigentlich &#8222;schulbibliotheken.de&#8220;?</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/06/28/wieso-eigentlich-schulbibliotheken-de/</link>
		<comments>http://basedow1764.wordpress.com/2009/06/28/wieso-eigentlich-schulbibliotheken-de/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 09:23:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA["LAG Schulbibliotheken"]]></category>
		<category><![CDATA[dbv]]></category>
		<category><![CDATA[Expertengruppe Bibliothek und Schule]]></category>
		<category><![CDATA[LITTERA]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothekspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieso heißt die Website der hessischen LAG Schulbibliotheken eigentlich &#8222;schulbibliotheken.de&#8222;?
Das ist eine lange Geschichte aus der guten, alten Zeit des frühen Internets, aber leider kein Schnee von gestern:
Die Digitalisierung in der LAG begann sehr früh. Das ist dem Engagement der Informatiker unter den Lehrern zu verdanken, vor allem dem Kollegen Rolf-Reiner Laasch.
Informatiker unter den Lehrern [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=3680&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Wieso heißt die Website der hessischen LAG Schulbibliotheken eigentlich &#8222;<a title="LAG" href="http://www.schulbibliotheken.de" target="_blank">schulbibliotheken.de</a>&#8222;?</p>
<p>Das ist eine lange Geschichte aus der guten, alten Zeit des frühen Internets, <strong>aber leider kein Schnee von gestern</strong>:</p>
<p>Die Digitalisierung in der LAG begann sehr früh. Das ist dem Engagement der Informatiker unter den Lehrern zu verdanken, vor allem dem Kollegen Rolf-Reiner Laasch.</p>
<p>Informatiker unter den Lehrern haben in den Schulen für den Anschluss ans Internetzeitalter gesorgt, lange bevor Bildungspolitik und Bildungsverwaltung sich des Themas angenommen hatten. Sie haben alte Rechner aus Firmenkellern aufgerüstet, an Wochenenden Computerräume verkabelt, Online-Dienste eingerichtet, die  man noch nicht einfach anklicken konnte, sondern über einen Algorhithmus erreichte oder auch nicht.</p>
<p>Mit der Lese-AG habe ich mich wegen der Verbindung zu einer Schule am Baikalsee und einem New Yorker Jugendbuchautor zuerst an meinem häuslichen Rechner getroffen, weil es in der Schule keinen Internetanschluss gab. Vom Elternbeirat wurde schließlich ein Compuserve-Account bezahlt. Als dann von „Schulen ans Netz“ Mitte der 90er ein nagelneuer Rechner kam, durften den unsere Informatiker nicht anschließen, sondern zwei Telekomtechniker. Warum haben wir bald gemerkt. Unser Compuserve-Account funktionierte nicht mehr. Nur über die Telekom kamen wir ins Netz. Diese sponserte ihren Account nur ein Jahr, dann mussten wir beim  Landkreis begründet die Kostenübernahme beantragen.</p>
<p>Einen elektronischen Katalog hatte ich 1992 angelegt, 1997 kam die LAG-Homepage, 1998 die mailing list hids, 2004 gab es die ersten LITTERA-<a title="WebOPACs in Hessen" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/01/13/hessische-schulbibliotheken-im-internet/">WebOPACs</a> in Hessen.</p>
<p>Die Homepage nannten wir schulbibliotheken.de. Was wir uns bei der Namensgebung gedacht haben? Nicht viel, ehrlich gesagt. Keinesfalls planten wir, ganz Deutschland schulbibliothekarisch zu beglücken. Einen längeren hessischen Domainnamen wollten wir aber auch vermeiden. <strong>Der ausschlaggebende Aspekt war: Kooperation mit dem Schulbibliotheksbüro im damals noch existierenden Deutschen Bibliotheksinstitut (dbi). Zu dem glaubten wir, einen offenen, freundschaftlichen Kontakt zu haben.</strong></p>
<p>Wir hatten Mitte der 90er Jahre dem Büro, das übrigens auf Initiative eines hessischen Deutschdidaktikers, Prof. Doderer, entstanden war, vorgeschlagen,  zusammen eine Bücher-Empfehlungsliste für Schulbibliotheken zu machen. Das Büro machte dann seine. Da wir nichts mehr von ihnen gehört hatten, wir gleichzeitig unsere.</p>
<p>Wir hatten damals schon sechs Jahre Fortbildungsveranstaltungen in der Lehrerfortbildung durchführen können und schlugen dem dbi vor, einmal etwas zusammen zu machen. Weder das Hessische Lehrerfortbildungsinstitut noch die LAG wurden aber darüber informiert, dass das dbi längst eine eigene Veranstaltung in Hessen plante.</p>
<p>Da es in der Schulbibliothekskommission <em>(Damals hieß die noch so!)</em> des dbi Interesse an der hessischen Entwicklung gab, luden wir sie ein, organisierten einen Tagungsraum und sogar eine Einladung zu einer Weinprobe mit dem Kultusminister. Hinterher erzählte mir ein Ministerialbeamter pikiert, ein Mitglied der Kommission habe beim Minister angerufen und gebeten, einen Vertreter des öB-Dezernats des Wissenschaftsministeriums zur geselligen Weinprobe hinzuzuziehen.</p>
<p>In seinen Veröffentlichungen variierte dieser Leiter  die Parole vom baldigen Tod der hessischen Graswurzelbewegung LAG.</p>
<p>Ähnlich wie bei den genannten Vorfällen lief es mit der Homepage. <strong>Für das Stichwort „Schulbibliothek“ gab es damals bei Altavista eine sehr übersichtliche Zahl von Treffern. Vorneweg jahrelang die Website einer „Türmli-Schule“ in der Schweiz. </strong>Wir hielten eine Schulbibliotheks-Info-Seite für dringlich. Eine Kommunikation per Infobriefe und Rundschreiben aufbauen wollten wir nicht. Aber das Ganze alleine stemmen wollten und konnten wir auch nicht. Das war doch ein Thema für das ganze Land und damit für das nationale Schulbibliotheksbüro! Wir drängten das Büro nahezu, mit uns gemeinsam eine Informationsseite zu machen. Wie so oft, gab es keine Reaktion. Die LAG nannte ihre Website, deren Start sie noch einige Monate hinausgezögert hatte, schulbibliotheken.de. Noch immer bestand die Hoffnung auf eine Kooperation.</p>
<p><strong>Sechs Jahre später startete die dbv-Seite „<a title="schulmediothek.de" href="http://schulmediothek.de" target="_blank">schulmediothek.de</a>“</strong>.</p>
<p>Im Vorfeld erreichte uns auf Umwegen der Vorwurf, wir würden die Domain schulbibliotheken.de blockieren und sollten sie herausgeben.</p>
<p>Wir waren noch nicht einmal abgeneigt gewesen, auch wenn wir uns über eine Anfrage oder Bitte mehr gefreut hätten. Genauso informell gaben wir über Dritte zurück, darüber könne man reden, aber nach mehrjährigen(!) vollmundigen Ankündigungen in der Presse hätten wir gerne mehr über die geplante Website erfahren. Im dbv-Netzwerk gab es nur einen Text, in dem Anforderungen an eine solche Seite zusammengetragen worden waren, natürlich ohne Erwähnung der schon bestehenden hessischen. Immerhin unterhielten wir seit fünf Jahren eine Site, die jetzt hinter der &#8222;Türmli&#8220;-URL in Altavista auftauchte. Es gab weder offiziell noch gerüchteweise eine Reaktion. Schließlich verloren wir die Lust und ließen – natürlich auch informell – verlauten, dass wir die Domain nur gegen Bares hergäben.</p>
<p>Inzwischen gelingt schulmediothek.de die Verlinkung zur LAG und wir machen es umgekehrt. Wir sind ja froh, dass es eine solche Informationsseite mit fundierten bibliotheksfachlichen Informationen gibt und nicht die LAG die Beratung für ganz Deutschland leisten muss. (Viele Jahre hatte die Stiftung Lesen alle Anfragen zu Schulbibliotheken an uns weitergeleitet.)</p>
<p>Nicht ganz glücklich erscheint mir die Favoritenrolle der ekz auf schulmediothek.de. Aber die sitzt ja auch in der <a title="Ein nationaler Schulbibliotheksplan" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/05/09/ein-nationaler-schulbibliothekplan/" target="_blank">Expertengruppe </a>Bibliothek und Schule des dbv. Die (im gesamten bibliotheksfachlichen Netzwerk) lobende Erwähnung eines Projektes, in dem versucht wird, die Software der Fa. Bond in Hessen als Standard einzuführen (<a title="IMeNS" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/07/04/schulbibliotheken-im-hessischen-landtag-eine-blutenlese/" target="_blank">IMeNS</a>) erinnert daran, dass die hessische landesweit eingeführte Schulbibliothekssoftware LITTERA in bibliothekarischen Kreisen gerne mit hämischen Kommentaren versehen wurde.</p>
<p>Und Schulbibliothekstage, die ohne Plazet des dbv stattfinden, wie der in Brandenburg und in Schleswig-Holstein, werden nicht angekündigt. Der 1. bayerische, weil ein korrekter, mit dbv und ekz, wird demnächst deutschlandweit als Großtat bejubelt werden.</p>
<p>Es ist schade, dass das Pflänzchen &#8222;Schulbibliothek&#8220;, das in Deutschland ja ein <a title="Schulbibliothekspolitik in D" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/03/27/zur-entwicklung-und-lage-der-schulbibliotheken-in-deutschland/" target="_blank">Mauerblümchen </a>ist, Exerzierfeld für verbandspolitische Egoismen und damit zusammenhängende kommerzielle Interessen ist.</p>
<p>Man kann die ganze Geschichte auch kurz erzählen: Es hat sich seit damals nicht viel geändert. <strong>Der dbv werde sich öffnen und Kontakte aufnehmen, „soweit dazu ein Bedürfnis“ bestehe. </strong>Das hatte mir ein dbv-Schulbibliotheksexperte 1994 gesagt. Das Bedürfnis bestand nie.</p>
<p>Wehe den Unbefugten, die sich beim Thema Schulbibliotheken einmischen!</p>
<p><strong>Nachtrag Juli 2009</strong>: Die Schulbibliothekstage in Schleswig- Holstein und Berlin-Brandenburg werden inzwischen auf schulmediothek.de angekündigt.</p>
Posted in Schulbibliothek Tagged: "LAG Schulbibliotheken", dbv, Expertengruppe Bibliothek und Schule, LITTERA, Schulbibliothekspolitik <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/3680/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/3680/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/3680/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/3680/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/3680/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/3680/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/3680/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/3680/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/3680/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/3680/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=3680&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>&#8222;Außergewöhnliche&#8220; Projekte in Hessen: IMeNS</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 14:22:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothekspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliotheken in Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[IMeNS]]></category>
		<category><![CDATA[Bibliothek und Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperationsvertrag dbv-Land Hessen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor etwa einem Jahr hatte ich eine Blütenlese zum Thema &#8222;Schulbibliotheken&#8220; im Landtag zusammengestellt. Im Nachtrag wurde eine neue Anfrage des hessischen dbv-Landesvorsitzenden und CDU-Landtagsabgeordneten Lenz aus dem März 2009 erwähnt.  Fragen des Abgeordneten Lenz waren:
1. &#8222;Wie gestalten sich derzeit die administrativen Zuständigkeiten für Schulbibliotheken und Leseförde­rung in Hessen?&#8220;
Mein ironischer Antwortvorschlag wäre: Seit 1947 unverändert.  [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=3446&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Vor etwa einem Jahr hatte ich eine <a title="Bluetenlese" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/07/04/schulbibliotheken-im-hessischen-landtag-eine-blutenlese/">Blütenlese </a>zum Thema &#8222;Schulbibliotheken&#8220; im Landtag zusammengestellt. Im Nachtrag wurde eine neue Anfrage des hessischen dbv-Landesvorsitzenden und CDU-Landtagsabgeordneten Lenz aus dem März 2009 erwähnt.  Fragen des Abgeordneten Lenz waren:</p>
<p><strong><em>1. &#8222;Wie gestalten sich derzeit die administrativen Zuständigkeiten für Schulbibliotheken und Leseförde­rung in Hessen?&#8220;</em></strong></p>
<p><em>Mein ironischer Antwortvorschlag wäre: Seit 1947 unverändert.  Keine Zuständigkeit des KM</em><em>. Keine Initiative des Landtages bekannt, dies zu ändern.</em><strong><em><br />
</em></strong></p>
<p><strong><em><strong><em><strong><em>2. &#8222;Welche außergewöhnlichen Projekte im Bereich Kooperation zwischen Öffentlichen Bibliotheken und Schulen gibt es darüber hinaus? Kann bspw. das IMeNS-Modell des Lahn-Dill-Kreises auf an­dere Land­kreise übertragen werden? </em></strong></em></strong></em></strong></p>
<p>MdL Lenz führt in seinen Anfragen zwar immer <span style="text-decoration:underline;">die </span>hessischen Schulbibliotheken an, es geht ihm aber vorrangig um die Schulen<strong>, </strong>die mit einer öffentlichen Bibliothek kooperieren. Sei es, sie leihen Bücher aus, kriegen Bibliotheksführungen oder haben Zugang zum Katalog der Stabü oder<strong> </strong>ähnlich revolutionäre Dinge.</p>
<p>Es ist nicht die erste Anfrage dieser Art. Das Ministerium wiederholt jedes Mal in seiner Antwort, dass es unzuständig sei. Neue, weiter führende Anstöße enthalten die Anfragen nicht. Das Bibliotheksgesetz, das der Abgeordnete für Hessen vorgelegt hat, enthält Schulbibliotheken nicht.<strong><br />
</strong></p>
<p>Jetzt liegt die Antwort des KM vor. Immerhin spielt das Ministerium dieses Mal den Ball zurück und lässt sich nich<strong>t </strong>darauf ein, 2000 Schulen abzufragen, sondern fragt die einzig übrigebliebene hessische Bibliotheksfachstelle nach Zahlen aus den 250 öffentlichen Bibliotheken. Dabei ergeben sich 5 gewöhnliche und 6 &#8222;außergewöhnliche&#8220; Kooperationsprojekte<strong>.</strong></p>
<p><strong><em><strong><em><strong><em>Die außergewöhnlichen sind:</em></strong></em></strong></em></strong></p>
<ol>
<li><em> </em><em> </em><em>SBA Frankfurt</em></li>
<li><em> </em><em> </em><em>SBA Marburg</em></li>
<li><em>Gemeinsamer Web-OPAC Schlüchtern (4 Schulen und die öB)</em></li>
<li><em> </em><em> </em><em>IMeNS Wetzlar: 2 Medienzentren unterstützen Schulbibliotheken</em></li>
<li><em>Stadt- und Schulbibliothek Kelsterbach (dafür geehrt mit dem hessischen Bibliothekspreis des dbv)<br />
</em></li>
<li><em>Stadtbibliothek Dieburg und Goetheschule: Mitverwaltung der EDV und personelle Unterstützung (</em><em>dafür geehrt mit dem hessischen Bibliothekspreis des dbv)</em></li>
</ol>
<p>Dazu bedurfte es keines Kooperationsvertrages zwischen Land und dbv. Statt der einen neuen SBA (Marburg) verloren zwei andere (Offenbach, Wiesbaden) ihre Schulbibliotheken und sind nur noch Beratungsstellen.</p>
<p><em> </em><em> </em><em> </em><em>Das Ministerium, wie wohl unzuständig, äußert sich in der Antwort bemerkenswert deutlich zu <strong>IMeNS</strong>:</em></p>
<p><em><strong>&#8222;Gegen die Übertragung von IMeNS auf andere Landkreise spricht die Kostspieligkeit des <a title="IMeNS immens teuer" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/07/22/flachendeckend-schulbibliotheken-im-lahn-dill-kreis/">Projekts</a>.&#8220;</strong><br />
</em></p>
<h5><em><strong> </strong><strong> </strong><strong>Quelle: Drucksache 18/206 &#8222;Situation der hessischen Schulbibliotheken&#8220;, 18.3.2009.</strong></em><em> </em><em> Der Hessische Landtag hat ein gutes <a title="Landtagsinformationssystem" href="http://starweb.hessen.de/starweb/LIS/Pd_Eingang.htm">Landtagsinformationssystem</a> und dortselbst sehr hilfsbereite Bibliothekarinnen und Bibliothekare</em><strong><em><strong><em><strong><em>.</em></strong></em></strong></em></strong></h5>
<p style="text-align:center;"><strong><em><strong><em><strong><em>♦<br />
</em></strong></em></strong></em></strong></p>
<p><em>Weil nicht danach gefragt wurde, hat das Kultusministerium</em><em> die folgenden außergewöhnlichen Projekte, die es selbst unterstützt, nicht so bezeichnet</em><strong><em><strong><em><strong><em>:</em></strong></em></strong></em></strong></p>
<p><strong><em><strong><em><strong><em><a title="HSBT" href="http://www.schulbibliotheken.de/news/programm.htm">Hessischer </a>Schulbibliothekstag</em></strong></em></strong></em></strong></p>
<p><strong><em><strong><em><strong><em><a title="Projektbüro" href="http://www.schulamt-giessen.hessen.de/irj/SSA_Giessen_Internet?cid=111345429272130238af4a8ab3ea2c33">Projektbüro </a>Schulbibliotheken</em></strong></em></strong></em></strong></p>
<p><a title="Servicestelle" href="http://www.weidigschule.de/littera/littera.htm"><strong><em><strong><em><strong><em> </em></strong></em></strong></em></strong></a><strong><em><strong><em><strong><em><a title="LITTERA" href="http://www.littera.eu/bibliothekssys.html">Landeslizenz </a>LITTERA</em></strong></em></strong></em></strong></p>
<p><a title="Servicestelle" href="http://www.weidigschule.de/littera/littera.htm"><strong><em><strong><em><strong><em></em></strong></em></strong></em></strong></a><strong><em><strong><em><strong><em><a title="Servicestelle" href="http://www.weidigschule.de/littera/littera.htm">Servicestelle </a>EDV für Schulbibliotheken</em></strong></em></strong></em></strong></p>
<p><strong><em><strong><em><strong><em></em></strong></em></strong></em></strong></p>
<p><strong><em><strong><em><strong><em><a title="bueki" href="http://www.schulbibliotheken.de/projects/buekineu.htm">Bibliothek </a>in der Kiste<br />
</em></strong></em></strong></em></strong></p>
<p><img src="/DOKUME%7E1/user/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-3.jpg" alt="" /></p>
<p><img src="/DOKUME%7E1/user/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot.jpg" alt="" /><img src="/DOKUME%7E1/user/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-1.jpg" alt="" /></p>
<p><img src="/DOKUME%7E1/user/LOKALE%7E1/Temp/moz-screenshot-2.jpg" alt="" /></p>
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	</item>
		<item>
		<title>Ein nationaler Schulbibliothekplan?</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/05/09/ein-nationaler-schulbibliothekplan/</link>
		<comments>http://basedow1764.wordpress.com/2009/05/09/ein-nationaler-schulbibliothekplan/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 09 May 2009 13:22:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[ekz]]></category>
		<category><![CDATA[Expertengruppe Bibliothek und Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Kooperationsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothekspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8222;Ich denke, die Zeit ist reif für eine zielgerichtete Zusammenarbeit der Schulen mit den Öffentlichen Bibliotheken und dem dbv um eine flächendeckende Grundversorgung im obigen Sinne sowie um umfassende Kooperations- und Beratungsmöglichkeiten zu verwirklichen. Beides sind die Voraussetzungen für das &#8230; Ziel &#8222;hauptamtliche, selbständige Schulbibliotheken&#8220; an jeder Schule&#8220; schreibt Estrella Velasco, die die  lesenswerte Website [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=3087&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>&#8222;Ich denke, die Zeit ist reif für eine zielgerichtete Zusammenarbeit der Schulen mit den Öffentlichen Bibliotheken und dem dbv um eine flächendeckende Grundversorgung im obigen Sinne sowie um umfassende Kooperations- und Beratungsmöglichkeiten zu verwirklichen. Beides sind die Voraussetzungen für das &#8230; Ziel &#8222;hauptamtliche, selbständige Schulbibliotheken&#8220; an jeder Schule&#8220; schreibt Estrella Velasco, die die  lesenswerte Website &#8222;worldwidelibrary&#8220; betreibt und unermüdlich die Weiterentwicklung des Schulbibliothekswesens <a title="worldwidelibrary" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/02/06/netzwerk-von-schulbibliotheksinitiativen/" target="_blank">propagiert</a>.</p>
<p>Sie bezieht sich auf ein Papier der dbv-eigenen &#8222;Expertenkommission Bibliothek und Schule&#8220; von <a title="Dahm-Papier" href="http://www.bibliotheksverband.de/kommissionen/dokumente/biboschule/schulbibl-vers.pdf" target="_blank">2005</a>, in dem &#8211; wieder einmal &#8211; die verschiedenen Schulbibliothekstypen (Kombi- usw.) aufgelistet werden.</p>
<p>Diese  Zusammenarbeit gibt es schon lange, egal ob mit &#8222;Vertrag&#8220; oder ohne. Die Verträge haben aber eine unangenehme Folge:</p>
<p>Ministerpräsident Platzeck (Brandenburg) <a title="MP Platzeck und die Schulbibliothek" href="http://basedow1764.wordpress.com/2007/12/31/brandenburg/" target="_blank">schrieb </a>mir, dass seine Schulen Hunderte von Kooperationsverträgen mit öffentlichen Bibliotheken hätten. Es war die Antwort auf meine Frage, was seine Regierung für Schulbibliotheken tue. Sogar aus Hessen hören wir Ähnliches. Dort hat ein Beamter des Kultusminsteriums vor fast 400 Schulbibliotheksmenschen auf die öffentlichen Bibliotheken und die Kooperationsverträge verwiesen.</p>
<p><strong>Die Lösung scheint das Problem zu sein. Für Schulbibliotheken ist bei den Kooperationsverträgen bisher nichts Wesentliches herausgekommen.</strong> Dem dbv geht es anscheinend mehr um Kooperation von öffentlicher Bibliothek und Schule denn um Schulbibliothek.</p>
<p>Dass  öffentliche Bibliotheken Schulbibliotheken beraten, Blockausleihen machen, die OPACs verlinkt werden, die Bibliothekarin neue Bücher in der Schule vorstellt und für den Besuch der Stadtbibliothek wirbt u. a., das ist gut.  Das ist auch ausbaufähig. Das gab es aber auch schon vor Erfindung der Kooperationsverträge.</p>
<p>Was derzeit im dbv vorherrschende Meinung zu sein scheint, ist etwas anderes. Dass nämlich der Besuch der öffentlichen Bibliothek die Schulbibliothek überflüssig machte und Bibliothekscurricula Informationskompetenz und Leselust vermittelten.</p>
<p>Die öffentlichen Bibliotheken können das nicht leisten. Sie haben Mühe, die näher liegenden, lohnenden Aufgaben der vorschulischen Leseförderung,  der Bildungseinrichtung für Erwachsene, des literarischen Zentrums auch für Migranten und eine älter werdende Bevölkerung zu erfüllen.<a title="hellsichtige Bibliothekarin" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/02/03/neue-akzente-bei-der-kooperation-von-%E2%80%9Ebibliothek-und-schule/" target="_blank"> </a></p>
<p><a title="hellsichtige Bibliothekarin" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/02/03/neue-akzente-bei-der-kooperation-von-%E2%80%9Ebibliothek-und-schule/" target="_blank">Hellsichtige</a> Bibliothekarinnen haben längst erkannt, dass sie in ihren Räumen nicht die Bedürfnisse von 12 oder 32 Schulen erfüllen können, und unterstützen die Eröffnung von Schulbibliotheken.</p>
<p>Kommunale Verwaltungsjuristen wiederum <a title="Kooperation als juristisches Problem" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/07/26/kooperation-sb-ob-thema-im-stadtrat/?preview=true&amp;preview_id=332&amp;preview_nonce=23950f5444" target="_blank">sorgen</a> dafür, dass das Personal städtischer Bibliotheken nicht Aufgaben übernimmt, die das Land bezahlen müsste, nämlich zu unterrichten. Bestenfalls sind die Verträge als unverbindliche Absprachen erlaubt und damit vor allem ein PR-Instrument.</p>
<p>Die Kultusminister (s.o.) entledigen sich mit Verweis auf die Kooperationsverträge auch noch des letzten Rests an Verantwortung.</p>
<p><strong>Die Zeit ist reif für neue Wege</strong> und nicht für Sonderwege.</p>
<p>Der Bibliothekar Reinhold Heckmann hatte darauf schon 1993 <a title="Heckmann" href="../2008/03/19/ein-deutscher-sonderweg/" target="_blank">hingewiesen</a>.</p>
<p>In Hessen wurde 1992  ein <strong>Konzept für Supportzentren</strong> in jedem Landkreis vorgelegt. Die gerieten unter tätiger Mithilfe von Bibliothekaren leider zu &#8222;Mammut-Dienststellen&#8220; mit zusammen über 70 Bibliothekarinnen und Bibliothekaren, was den damaligen Kultusminister, der die Arbeitsgruppe auf Anregung der LAG Schulbibliotheken einberufen hatte, nur milde lächeln ließ. Nachdem diese historisch so schnell nicht wiederkehrende Chance verpasst war, schob die LAG eine <strong>Landeszentrale für Schulbibliotheken</strong> nach, die dann auch chancenlos blieb.</p>
<h5>Übrig blieb nur der wiederum nachgeschobene LAG-Vorschlag eines Beratungsmobils, das als  <a title="Kulturmobil" href="http://www.kulturmobil-hessen.de/" target="_blank">Kulturmobil</a> realisiert wurde. Daraus ist der Schulbibliotheksberatungsdienst aber schon lange verschwunden.</h5>
<p>Jetzt versuchen wir,<strong> schulbibliothekarische Arbeitsstellen in die Kreismedienzentren</strong> zu integrieren. <em>In einem Landkreis sind wir seit vielen Jahren kurz vor dem Durchbruch. Mehr geht wohl nicht. Die LAG ist kein einflussreicher Verband. </em></p>
<p><em><strong><span style="text-decoration:underline;">Nachtrag 17.5.09</span>:</strong> Nach 20jähriger Vorarbeit mit drei über diese Zeit verteilten Anläufen liegt jetzt den Gremien des Main-Taunus-Kreises (MTK) wieder ein Entwurf für ein Medienzentrum mit integrierter SBA vor.<br />
</em></p>
<p>Die Lösung hätte für sich: Medienzentren sind (in Hessen) flächendeckend vorhanden, sie gehören dem Schulträger, haben eine eingespielte Zusammenarbeit mit den Schulen, betreiben medienpädagogische Fortbildung (<em>wird beim MTK leider herausfallen) </em>und kennen sich mit audiovisuellen und digitalen Medien aus.<em> </em>Es gibt Medienzentren auch dort, wo es keine Bibliothek gibt. Landkreise haben nur in wenigen Bundesländern eine Bibliothek.<em> </em>Allerdings gibt es Bundesländer, die nicht nur die Fachstellen für öffentliche Bibliotheken verkleinern oder schließen, sondern auch die Medienzentren. Aber nicht jeder einzelne Landkreis braucht eins.<em><br />
</em></p>
<p>Einfacher geht es im Privatschulwesen, wo es die getrennten Zuständigkeiten und Haushalte nicht gibt. So konnte ich daran mitwirken, dass ein kirchlicher Schulträger eine Schulbibliothekarin immerhin in sein Schulamt holt und damit eine Ansprechpartnerin für seine Schulbibliotheken gewinnt.</p>
<p><strong>Das nur auf die Stadtbibliothek und die Fachstellen bezogene Denken ist wenig zielführend.</strong></p>
<p>Es ist bedauerlich, dass die Vordenker/innen des dbv und seines Netzwerks (in Fachhochschulen, BMBW, Bertelsmann-Stiftung, ekz und Tochterfirmen, in Print- und digitalen Medien, in der Politik ) nur in berufsständischen Bahnen denken können und im Schlepptau auch noch ausgewählten Geschäftspartnern Vorrang einräumen.</p>
<p><em>Man stelle sich vor, die Lehrergewerkschaft GEW würde von sich sagen, sie verträte die Interessen von Schulen, Schulleitern und Lehrern. Sie bildete eine Expertenkommission, die aus 6 Schulleitern, 3 Lehrern, zwei Elternverteter mit Gaststatus und der Schulmöbelfirma VS bestünde. Diese Kommission würde Empfehlungen zum Schulwesen aussprechen, die GEW schlösse kooperationsverträge mit den Kultusministerien, mit denen die Schulen, Schulleiter und Lehrer aufgefordert würden, sich in Fortbildungsangelegenheiten an die Landes- und Kreisverbände der GEW zu wenden. Auf diesen Tagungen würde VS Stühle und Schränke fürs Lehrerzimmer und die Klassen präsentieren. Die GEW würde über Parlamentarier, die gleichzeitig Funktionen im Verband innehätten, Schulgesetzentwürfe ins Parlament einbringen.</em></p>
<p>Für die Politik ist der dbv einflussreicher Stichwortgeber. In zahlreichen Kommssionen, Enqueteberichten oder KMK-Empfehlungen ist von der Zusammenarbeit &#8222;Bibliothek und Schule&#8220; die Rede, leider nicht von Schulbibliothek. In seinen Bibliotheksgesetzentwürfen, Kooperationsvertragstexten und Strategiepapieren kommt die Schulbibliothek entweder gar nicht oder nicht substantiell vor. Die wird  schon mal, dank sei der dbv-Vorsitzenden dafür,  in einer Sonntagsrede des Bundespräsidenten erwähnt. Dass im thüringischen Bibliotheksgesetz die Schulbibliothek (wenigstens) genannt ist und auch im hessischen Kooperationvertrag,  ist <strong>nicht </strong>dem dbv zu verdanken.</p>
<p>Wenn man will, geht es doch:</p>
<p><strong>In Hessen und in Hamburg fanden Schulbibliotheken Aufnahme in den Koalitionsvertag zur Bildung einer Landesregierung und nicht die &#8222;Zusammenarbeit Bibliothek und Schule&#8220;</strong></p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Es wäre schon etwas gewonnen, wenn es gelänge, Bibliotheks- und Erziehungswissenschaftler zusammenzubringen, um an einem</strong><strong> nationalen Schulbibliotheksplan zu arbeiten. An einem Konzept, das von Schule, Schulqualität, Verbesserung der Lese- und Medienkompetenz ausgeht und nicht alles der Zusammenarbeit von Schule und Bibliothek unterordnet.</strong></span></p>
<p>Das Know-how der Diplom-Bibliothekarinnen und -bibliothekare wäre dabei unverzichtbar. Auch wenn es nicht an jeder Schule einen Arbeitplatz gäbe. Man könnte aber die Zahl der benötigten Landeszentralen oder Kreismedienzentren einmal hochrechnen.</p>
<p><strong>Eine </strong><strong>unabhängige Expertenkommission bei der KMK wäre  hilfreicher als eine vereinseigene wie zurzeit.</strong> Auch, weil auch die Zusammensetzung anders sein müsste. In der dbv-Kommission sitzen zwei Lehrer (einer davon aus Gütersloh!) sieben Bibliothekaren und einer <span style="text-decoration:underline;">ekz-Vertreterin</span> (<em>bei allem Respekt vor der Person) </em>gegenüber.</p>
<p>Am Geld muss das Projekt nicht scheitern. Die Bertelsmann-Stiftung hatte in den 90er Jahren für ein Projekt der Zusammenarbeit von Bibliothek und Schule mehrere Millionen ausgegeben. Heraus kamen Broschüren, in denen verbesserte Bibliotheksführungen und -rallyes vorgeschlagen wurden.</p>
<p>In einem Land mit 16 Schulministerien, kommunaler Zuständigkeit für Bibliotheken und gerade verschärfter Aufgabentrennung zwischen Bund und Ländern ist ein nationaler Masterplan selbstverständlich nicht 1:1 umsetzbar.</p>
<p>Der dbv hatte 1987 eine Denkschrift herausgegeben, die alles übertrifft, was später in seinem Namen veröffentlicht wurde. (Genau genommen verfiel er danach in 15jähriges Schweigen.):</p>
<p><strong>&#8222;Zur Entwicklung der Schulbibliotheken in der Bundesrepublik Deutschland</strong>&#8222;. Eine Denkschrift des dbv 1987</p>
<h5><em>Die Broschüre ist digital anscheinend nicht (mehr) vorhanden. Google findet nichts, Yahoo kennt eine Seite des edbi, die aber nur aus dem cache geladen wird  und zu einem kurzen Text gleichen Titels aus dem edbi führt.</em></h5>
<p>Man könnte an 1987 anknüpfen. Wie Heckmann 1993 empfahl, schadete auch ein Blick über den Zaun nicht. Man kann auch von Johann Bernhard Basedows Schriften aus dem Jahr 1764 profitieren.</p>
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		<title>Zur Entwicklung und Lage der Schulbibliotheken in Deutschland</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/03/27/zur-entwicklung-und-lage-der-schulbibliotheken-in-deutschland/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 13:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So lautete der Titel eines Textes aus der ehemaligen dbi-Beratungsstelle für Schulbibliotheken. (Die Quelle finde ich weder im Internet noch in meinen Schubladen.) Er ist wohl ca. 20 Jahre alt, brauchte aber nur geringfügig aktualisiert zu werden. Im Nachgang zu den Begegnungen und Gesprächen auf dem 19. Hessischen Schulbibliothekstag am 21.3.09 fiel er mir wieder [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=2531&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>So lautete der Titel eines Textes aus der ehemaligen dbi-Beratungsstelle für Schulbibliotheken. (Die Quelle finde ich weder im Internet noch in meinen Schubladen.) Er ist wohl ca. 20 Jahre alt, brauchte aber nur geringfügig aktualisiert zu werden. Im Nachgang zu den Begegnungen und Gesprächen auf dem 19. Hessischen Schulbibliothekstag am 21.3.09 fiel er mir wieder ein.</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<h6><em>Meine Aktualisierung kursiv.</em></h6>
<p>Die Entwicklung der Schulbibliotheken ist von vielen Schwankungen begleitet. Seit  den 60er Jahren sind sie <strong>dem kommunalen Büchereiwesen zugeordnet</strong>. In den 70er Jahren kam es zur Gründung einiger moderner Schulbibliotheken, oft im Organisationsverbund mit einer Stadt- oder Gemeindebibliothek. Später ergriffen mehr und mehr die Schulen selbst die Initiative und bauten in Eigenregie ihre Schulbibliotheken auf. Die Ursache für diesen Wandel liegt u. a. im Fehlen eines umfassenden <em>Masterplans</em>.</p>
<p>Von den etwa <em>37.000</em> allgemein bildenden Schulen haben nur wenige eine bibliotheksfachlichen Standards entsprechende <em>und/oder als Lernort in den Unterricht integrierte </em>Schulbibliothek.</p>
<p>Es gibt <strong>keine Gesetzgebung für Schulbibliotheken</strong>. <em>In den Schulgesetzen wird lediglich auf die Zuständigkeit der Schulträger verwiesen.</em> Es gibt keine gemeinsamen Standards, keine Finanzierungs­richtlinien. Während der Staat, die Bundesländer, für das Schulwesen zuständig ist, fällt das Büchereiwesen in die Zuständigkeit der kommunalen Gebietskörperschaften. Da es nicht zu den kommunalen Pflichtaufgaben gehört, bringen die Schulträger die für Schul­biblio­theken notwendigen finanziellen, räumlichen und personellen Ressourcen nur selten auf. <em>In den wenigen föderalen Bibliotheksgesetzen und dem dbv-Musterentwurf  kommen Schulbibliotheken allenfalls deklamatorisch vor.</em></p>
<p><em>Im Zuge der Bundeszuschüsse für Ganztagsschulen (IZBB-Mittel) haben allerdings zahlreiche Schulträger 2007/8 Bibliotheksräume in Schulen und sogar Bibliotheksgebäude auf dem Schulgelände errichtet.</em></p>
<p>Am ehesten sind es noch die <strong>Gymnasien</strong>, in denen Schulbibliotheken eingerichtet werden, gelegentlich auch Gesamtschulen,<em> inzwischen auch viele Grundschulen.</em> In Rheinland-Pfalz haben z. B. alle Gymnasien eine Bibliothek. <em>Planstellen für pädagogische Assistenten, die auch in der Bibliothek eingesetzt werden können, zahlt das Land. Auch in Bayern sind es vor allem die Gymnasien.</em></p>
<p>Eine positive Entwicklung gab es in den Städten, die <strong>schulbibliothekarische Arbeits­stel­len</strong> besitzen. Hier bildeten sich lokale Organisationsnetze der Schulbibliotheken unter Verantwortung der öffentlichen Bibliothek. <em>Leider wurden manche Netze wieder ausge­dünnt und die Bibliotheken werden von Lehrkräften und Eltern weitergeführt oder geschlos­sen (Offenbach, Wiesbaden). In ländlichen Regionen sind Schulbibliotheken nur spärlich zu finden. In Hessen haben kleinere Gemeinden ihre Stadtbücherei der Schule übergeben, die sie im Rahmen der Schulbibliothek weiterführen.</em></p>
<p><em>Mehr als die Hälfte der deutschen Schulen hat dennoch mindestens eine Büchersammlung zur Unter­stützung des Lesens im Rahmen des Deutschunterrichts oder eine kleine Ausleih­bücherei, die von Eltern oder Lehrkräften betrieben wird. Die Preisverleihung „Schulbibliothek des Jahres 2009&#8243; in Hessen hat gezeigt, dass insbesondere in <strong>Grundschulen </strong>&#8222;aktive&#8220; Bibliotheken entstanden sind.</em></p>
<p>Leseförderung (Autorenlesungen, Schreibwerkstätten, Jugendbuchlektüre im Unterricht) und das Training von buchbezogenen Arbeitstechniken hatten in den deutschen Schulen in den 90er Jahren einen starken Aufschwung erlebt, ohne dass sich dies damals auf das Schulbibliothekswesen positiv ausgewirkt hätte. Jetzt schreitet die Digitalisierung der Schule (Computerräume, Medien­ecken, Internetzugänge, Verwendung neuer Medien im Unterricht) voran, ohne dass immer ein Zusammenhang mit Schulbibliotheken gesehen wird.</p>
<p><em>Derzeit werden verstärkt Fragen nach einer Bewertung der Qualität von Schule und Unterricht gestellt sowie nach den pädagogischen Konzepten (<strong>Schulprogramme</strong>) der einzelnen Schulen. In diesen Zusam­menhängen nimmt das Interesse am Aufbau leistungsfähiger, pädagogisch orientierter Medieneinrichtungen zu; denn &#8216;gute&#8217; Schulbibliotheken können mit ihren „Produkt-&#8220; und Serviceangeboten für Unterricht und Schulkultur eine wichtige Rolle spielen.</em></p>
<p>Der <strong>Einzug moderner Technologien in die Schulen</strong> bietet Gelegenheit, dass sich Schul­bibliotheken zu wichtigen Schaltstellen der Information und Kommunikation entwickeln. <em>EDV und Internet werden aber eher dem Informatikunterricht zugerechnet als dem Schulbiblio­theks­bereich.</em></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Das Gesamtbild ist geprägt von lokalen, regionalen und länderspezifischen Entwicklungen</strong>. Schulbibliotheken sind in vielen Schulen lediglich ein Hilfsmittel für lesefördernde Maßnahmen und außerunterrichtliche Aktivitäten. E<em>ntgegen kommt dieser Sichtweise die Forderung der Bibliotheksverbände, die öffentliche Bibliothek als Bildungspartner und außerschulischen Lernort zu nutzen. Dies wiederum kommt den Schulministerien und Schulträgern entgegen. Forderungen nach einem Ausbau des Schulbibliothekswesens lehnen sie mit Verweis auf <strong>Kooperationsverträge </strong>mit dem Deutschen Bibliotheksverband ab.</em></p>
<p><em>Ohne eine gleichzeitige Schulbibliotheksinitiative bleiben die Kooperationsverträge des dbv ein weiterer deutscher Sonderweg. Diese Form von private-public-partnership ist verwaltungsrechtlich pikant. Landesregierungen, die keine Zuständigkeit für das öffentliche Bibliothekswesen haben, schließen Verträge mit einem eingetragen Verein, der selbst nicht Träger öffentlicher Bibliotheken ist. Diese Verträge verpflichten Einrichtungen kommunaler Gebietskörperschaften, Aufgaben zu übernehmen, für der Staat zuständig wäre. </em></p>
<p><em>Manche Juristen in Stadtverwaltungen und einige Kommunalpolitiker haben das erkannt und verbieten ihren Bibliotheken (Unter-)Kooperationsverträge mit Schulen abzuschließen.<br />
</em></p>
<p><em>Die Unzuständigkeit des Kultusministeriums, das für das gesamte restliche Schulwesen zuständig ist, hemmt die Entwicklung eines modernen Schulbibliothekswesens.</em></p>
<p>Noch zu selten werden Schulbibliotheken als organisatorisches und methodisches Instrument für Lernen und Arbeiten im Fachunterricht gesehen, <em>als Informationszentrum, das innerschulisches Wissensmanagement betreibt, und als Lernort für Medien- und Informationskompetenz.</em></p>
<p>In Schulbibliotheken steht qualifiziertes Personal nur selten zur Verfügung. Im Regelfall ist eine Lehrkraft neben der Unterrichtstätigkeit auch noch für die Schulbibliothek verantwort­lich. Sie oder er wird oft durch <strong>ehrenamtliche Hilfskräfte</strong> (Schüler, Eltern) unterstützt.</p>
<p><em><strong>Zu einem fortgeschrittenen Schulbibliothekssystem gehören aber Spezialisten</strong>, die dafür qualifiziert sind, zusammen mit Fachlehrer/innen Unterricht zu planen und durchzuführen, die Lesekultur an der Schule zu fördern, einzelne Schüler/innen und Gruppen bei Informationsrecherchen zu unterstützen und Kollegium und Schulleitung bei der Qualitätsentwicklung der Schule zu beraten.</em></p>
<p><em>Der <strong>Entwicklungsrückstand zu anderen europäischen Staaten</strong>, insbesondere zu skandinavischen und angelsächsischen Ländern in der ganzen Welt, ist beträchtlich.</em></p>
<p>Nur wenige Facheinrichtungen bieten auf lokaler oder regionaler Ebene Dienstleistungen für Schulbibliotheken wie Planung, Einrichtung, Bestandsaufbau,  EDV- und Internet-Nutzung an. <em>Ganz anders etwa in Dänemark, wo amtscentralen in jedem Landkreis Supportfunktionen für die Schulen und Schulbibliotheken haben.</em></p>
<p><em>Schulbibliotheken sind kein Thema der Lehreraus- und -fortbildung, gehören nicht zu den Aufgaben der Schulleitungen, haben keinen gesicherten Anteil am Schulhaushalt.</em></p>
<p><em>Nicht zuletzt fehlt den Schulbibliotheken die <strong>Akzeptanz in der Lehrerschaft</strong>: Die geringe Verbreitung fächerübergreifenden, handlungs- und projektorientierten Unterrichts, die Do­minanz der Gymnasien im Schulsystem, in denen überwiegend eine akademische Lehr­tradition gepflegt wird, das Vorhandensein perfekter Lehrbücher, in denen der Lehrstoff schülergerecht (gilt für Mathematik nur bedingt) aufbereitet ist, lassen eine moderne Schul­bibliothek entbehrlich erscheinen.</em></p>
<p><em><strong>Dennoch</strong>: Das unermüdliche Bohren dicker Bretter hat das Klima positiv verändert. Es gibt in ein paar Ländern Landeslizenzen für Katalogisierungssoftware, es gibt zunehmend Fortbildungsangebote für die Einrichtung und die Nutzung von Schulbibliotheken. Eine Website des Deutschen Bibliotheksverbandes bietet fachliche Hilfe für Organisation und Einrichtung.</em></p>
<p><em>Ein deutliches Zeichen für diesen Klimawandel ist, dass Anfang der 90er Jahre in Altavista noch keine tausend Treffermeldungen angezeigt wurden, wenn man „Schulbibliothek&#8220; eingab. Heute sind es bei Google 245000!</em></p>
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		<title>Schulbibliotheksinitiative für Schulträger</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/03/06/lag-initiative-fur-schultrager/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 11:34:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Zunahme der Mittagsbetreuung in Schulen (nicht immer korrekt Ganztagsschule genannt) führt zu zahlreichen neuen Schulbibliotheken. Immer mehr Schulen erhalten dank der Investitionszuschüsse des Bundes (IZBB-Mittel) damit ein Zentrum, das zur Qualitätssteigerung des Unterrichts beiträgt.
Leider wird bei den Neu- oder Umbaumaßnahmen der Sachverstand der Bibliotheksteams vor Ort nicht immer ausreichend genutzt. Es kommt vor, dass [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=2297&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Zunahme der Mittagsbetreuung in Schulen (nicht immer korrekt Ganztagsschule genannt) führt zu zahlreichen neuen Schulbibliotheken. Immer mehr Schulen erhalten dank der Investitionszuschüsse des Bundes (IZBB-Mittel) damit ein Zentrum, das zur Qualitätssteigerung des Unterrichts beiträgt.</p>
<p>Leider wird bei den Neu- oder Umbaumaßnahmen der Sachverstand der Bibliotheksteams vor Ort nicht immer ausreichend genutzt. Es kommt vor, dass notwendige Nebenräume vergessen werden und die Bibliothek keinen Telefon- oder Wasseranschluss erhält. Regale werden bis unter die Decke eingebaut und bleiben für Schüler unerreichbar. Die Sonneneinstrahlung wird nicht beachtet, so dass Bücher schneller vergilben und im Sommer tropische Temperaturen im Lesesaal erreicht werden. Statt eine zentrale Lage zu bekommen, wird die Bibliothek an den Rand der Schule oder unters Dach verbannt.</p>
<p>(Über gelungene Lösungen wird <a title="GSAR" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/10/02/neues-schulbibliotheksgebaude-in-hofheimts/" target="_blank">hier</a> und <a title="Weidigneubau" href="http://weidigschule.de/biblio/biblioth.htm" target="_blank">hier</a> berichtet.)</p>
<p>Falls Architekten  einen attraktiven Bibliotheksraum geschaffen haben, fehlen dann aber Bücher und Personal. Größte Probleme bereiten  fehlende Personalversorgung und fehlende Haushaltsmittel.</p>
<p>Zwar gibt es  ca. 300 Oberstudienrats- und einige wenige Rektorenstellen für die Leitung von hessischen Schulbibliotheken, aber die 1.000  Grundschulen und die allermeisten Sekundarstufenschulen ohne gymnasialen Bildungsgang gehen leer aus. Hier hängt die Einrichtung einer Schulbibliothek von engagierten Eltern und Lehrkräften ab.</p>
<p><strong>Die Schulträger müssen nach dem Bauen im zweiten Schritt dafür Sorge tragen, dass die neu gebauten Schulbibliotheken dauerhaft genutzt werden können. </strong>Der Staat wird sich bei dieser pädagogischen Einrichtung nicht gänzlich heraushalten können.<strong><br />
</strong></p>
<p><strong>Daher hat die LAG im März 2009 eine Informationsmappe an 100 Entscheidungsträger/innen in Kreisparlamenten, Kreisausschüssen, Staatlichen Schulämtern und im Hessischen Landtag versandt</strong>.</p>
<p>Fachlichen Rat bei Neu- oder Umbau von Schulbibliotheken gibt es bei der hessischen Fachstelle für öffentliche Büchereien: <a href="http://www.hlb-wiesbaden.de/" target="_blank">www.hlb-wiesbaden.de</a> und der <a title="LAG" href="http://www.schulbibliotheken.de/">Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken in Hessen e.V</a>.</p>
<p>Teile der Infomappe als pdf <a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/03/lag-empfehlungen.pdf">hier</a>! (Verwendung mit Quellenangabe erwünscht)</p>
Posted in Mediothek, Schulbibliothek Tagged: Hessen, IZBB-Mittel, Schulbibliotheksberatung, Schulbibliothekspolitik <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/2297/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/2297/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/2297/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/2297/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/2297/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/2297/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/2297/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/2297/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/2297/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/2297/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=2297&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Zur Einrichtung von Schulbibliotheken 12: Lokaler Lobbyismus</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/02/16/zur-einrichtung-von-schulbibliotheken-12-lokale-lobbyarbeit/</link>
		<comments>http://basedow1764.wordpress.com/2009/02/16/zur-einrichtung-von-schulbibliotheken-12-lokale-lobbyarbeit/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 18:26:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliotheksberatung]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothekspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[(In der Rubrik &#8222;Zur Einrichtung&#8220; sollen nicht nur Hinweise auf die Regaltiefe und die Lichtstärke der Deckenbeleuchtung erscheinen. Ich hoffe, das findet Verständnis.)
Wie gewinne ich die Unterstützung der Politik?
 
Die Schulbibliothek verstehen lernen
Die wenigsten Politiker/innen kennen Schulbibliotheken, noch weniger ihr Potenzial für die Steigerung von Schulqualität und Lesekompetenz.
Erwähnung in Gesetzen, gar im Schulgesetz, wie in [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=2144&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>(In der Rubrik &#8222;Zur Einrichtung&#8220; sollen nicht nur Hinweise auf die Regaltiefe und die Licht</em><em>stärke der Deckenbeleuchtung erscheinen. Ich hoffe, das findet Verständnis.)</em></p>
<h3><strong>Wie gewinne ich die Unterstützung der Politik?</strong></h3>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die Schulbibliothek verstehen lernen</strong></p>
<p>Die wenigsten Politiker/innen kennen Schulbibliotheken, noch weniger ihr Potenzial für die Steigerung von Schulqualität und Lesekompetenz.</p>
<p>Erwähnung in <a title="Gesetz" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/04/16/bibliotheksfuhrungen-erhalten-gesetzesrang-in-thuringen/" target="_blank">Gesetzen</a>, gar im Schulgesetz, wie in Dänemark, finden sie nicht. Das Berufsbild des teacher-librarian existiert ebenfalls nicht. Spricht man politische Entscheidungsträger/innen auf Schulbibliotheken an, so wird man, wenn sie überhaupt Zeit zum Zuhören finden, gefragt, ob denn ein gelegentlicher Besuch in der Stadtbücherei nicht ausreichte.</p>
<p>Es ist also wichtig, die Rolle der Schulbibliothek in die Köpfe unserer politischen Elite zu bringen. Die meisten haben wohl eine Schule seit ihrer eigenen Schulzeit nicht mehr gesehen und Bibliothek assoziieren sie oft noch mit einem stillen, düsteren Raum, in dem Bücherregale von einer Karteikarten sortierenden Person bewacht werden.</p>
<p>Dass die Schulbibliothek ein Lern-, Informations- und Kulturzentrum ist, ist „draußen&#8220; weitgehend unbekannt (Gelegentlich auch im Lehrerkollegium).</p>
<p>Manche hoffen, dass Bundes- und Landespolitiker sich <a title="Landtag" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/07/04/schulbibliotheken-im-hessischen-landtag-eine-blutenlese/" target="_blank">irgendwann </a>einmal auf das Thema stürzen, wenn es nur lange genug Resolutionen gegeben hat. Bisher hat sich das als abwegig erwiesen. Sogar Hinweise auf vermutete Zusammenhänge von guten Schulbibliotheken und guten PISA-Ergebnissen bringen nichts. Erst eine Wirtschaftskrise führt zu Investitionen in Schulen. Nicht etwa um die Bildung zu verbessern, sondern um die Konjunktur anzukurbeln. (Nebenbei: Die Inlandskonjunktur ist nicht so sehr das Problem und die Bauindustrie schon mal gar nicht.)</p>
<p>Wenn die Politiker/innen verstanden hätten, was gute Schulbibliotheken bewirken, wären sie aufgeschlossener. Wie erreicht man das?</p>
<p><strong>Think global, act local!</strong></p>
<p>Wenn die Bundes- und Landespolitiker schon ausfallen, bleibt die Lokalpolitik. Und da lohnt es sich anzusetzen.</p>
<ul type="disc">
<li>Man sollte überlegen, wen      man anspricht: Den Bürgermeister, den Landrat, die Kultur-, besser noch      die Schuldezernentin (Die Nennung ist geschlechtsneutral gemeint.), die      Schulausschussmitglieder in der Stadtverordnetenversammlung und im      Kreistag,</li>
<li>In der Schule und der      Schulbibliothek ist doch immer was los! Die Politikprominenz wird      eingeladen. Und da ergeben sich Gesprächsmöglichkeiten. Man lädt den      Bürgermeister zum Vorlesen in der Lesenacht ein.</li>
<li>Politiker erwarten keine      larmoyanten Resolutionen oder machtvollen Forderungen, sondern konkrete Vorschläge: Ein Haushaltsposten      für Autorenlesungen in den städtischen Schulen; eine Lesewoche in der      ganzen Stadt, wovon auch Schulen profitieren können, Amtshilfe der      Stadtverwaltung für den Transport eines Weihnachtsbaumes aus dem Stadtwald      in die Schulbibliothek.  Dabei ist es      hilfreich, wenn man so konkret wie möglich Projektanträge formuliert und      Haushaltsvorschläge macht. Es      darf auch schon mal eine <a title="Demo" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/06/09/demonstrieren-fur-die-schulbibliothek/" target="_blank">Demonstration</a> für den Erhalt einer Bibliothek in      der Berufsschule sein, wie vor Jahren in Hanau.</li>
<li>Gut ist es, einen      Schulförderverein zu haben mit einem engagierten Vorstand. Noch besser,      wenn jemand aus der Bibliothek Mitglied ist. Der Verein muss natürlich das      Wohl der ganzen Schule im Auge haben. Aber manchmal liegt aus der ganzen Schule      kein Vorschlag vor, für den sich die Mitgliederversammlung erwärmen      kann. Außer von der Schulbibliothek.</li>
<li>Über den Förderverein      lassen sich Kontakte zu Firmen knüpfen. Bei denen werden Laptops und      Bürosessel in einem Zustand abgeschrieben, der die Schulbibliothek noch glücklich      macht.</li>
<li>Das alles wird gerne von      den örtlichen Medien begleitet. Wenn das obligatorische Foto von den      Schülerinnen, die so tun, als ob sie begeistert in einem Buch versinken,      noch ausgetauscht wird durch eine inszenierte Buchpräsentation, einen      Bücherrap oder auch „nur&#8220; durch eine ansprechend dekorierte      Bücherausstellung, bleibt die Aufmerksamkeit nicht aus.</li>
<li>Wichtig ist der beständige      Kontakt. Man kennt sich, hat die Telefonnummern, weiß, worauf es ankommt. Lokalzeitungen      sind dankbar für Pressemitteilungen. Natürlich braucht es das Gespür, den      Ansprechpartnern nicht zu lästig zu werden.</li>
<li>Innerschulisch muss die Bibliothek      meist ebenfalls Überzeugungsarbeit leisten. Für die Sportpokale gibt es eine Vitrine im Verwaltungsflur. Welche Autoren in der Schule gelesen haben, daran wird nicht erinnert.</li>
<li>Oft sind Schulleiter/innen kommunalpolitisch      tätig. Auch wenn sie selbst nicht vorstellig werden wollen, wissen sie      doch, wer wo was in der Verwaltung tun kann. Schulleiter erhalten auch      zunehmend Verfügungsgewalt über das Schulbudget, das früher vom      Schulträger verwaltet wurde. Zur Not verhandelt die Fördervereinsvorsitzende      mit dem Schulbauamt wegen der neuen Vorhän­ge.</li>
</ul>
<p>Das alles klingt nach „Barfussbibliothek&#8220;, nicht nach „Bibliotheksplan 2020&#8243; und IFLA-Standards&#8220;. Aber es ist nun mal so, dass sich für Bibliotheken und ihre Zukunft anscheinend nur die Bibliothekare und ihre Verbände interessieren und nicht die Öffentlichkeit. Schulbibliotheken wiederum sitzen zwischen allen Stühlen. Sie sind Stiefkind sowohl der Bildungspolitik und als auch des Bibliothekswesens.</p>
<p><em>Auf den vorgeschlagenen Wegen gelang es nach zwanzig Jahren(!) des Bohrens von dicken Brettern, einen Landkreis dazu zu bewegen, Hauishaltsmittel für Lesungen und Schulbibliotheken vorzusehen sowie ein Konzept in Auftrag zu geben, nach dem das Schulbibliothekswesen in einem erweiterten Kreismedienzentrum ein Supportcenter erhält. (Nachdem mittlerweile alle Schulen mit „Bordmitteln&#8220; eine Schulbibliothek eingerichtet hatten.) </em></p>
<p><em>Wer mehr wissen will, findet </em><em><a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/02/mtk-entw2.doc">hier</a></em><em> die Chronologie meiner Bemühungen.</em></p>
<p><em>Siehe auch die 10 <a title="10 Tipps" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/07/07/10-ideen-fur-fortgeschrittene-bibliothekslehr%C2%ADkrafte/" target="_blank">Regeln </a>für erfolgreiche Bibliotheksleiter/innen!<br />
</em></p>
Posted in Mediothek, Schulbibliothek Tagged: Schulbibliothek, Schulbibliotheksberatung, Schulbibliothekspolitik <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/2144/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/2144/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/2144/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/2144/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/2144/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/2144/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/2144/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/2144/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/2144/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/2144/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=2144&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Durchbruch? dbv-Hessen e.V. redet mit dem Kultusminister</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jul 2008 11:51:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schulbibliothekspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Deutsche Bibliotheksverband e.V., LV Hessen, hat einen Gesprächstermin beim geschäftsführenden Kultusminister, Justizminister Banzer. Das hat es mindestens drei Jahrzehnte nicht gegeben! Vom hessischen dbv hörte man bisher: &#8222;Wir haben Stadtbibliotheken, wozu brauchen wir Schulbibliotheken?&#8220;
Hoffentlich kommt mehr dabei heraus als eine Ehrenurkunde für Schulen, die vorbildlich mit einer Stadtbibliothek zusammenarbeiten.
      [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=273&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Der Deutsche Bibliotheksverband e.V., LV Hessen, hat einen Gesprächstermin beim geschäftsführenden Kultusminister, Justizminister Banzer. Das hat es mindestens drei Jahrzehnte nicht gegeben! Vom hessischen dbv hörte man bisher: &#8222;Wir haben Stadtbibliotheken, wozu brauchen wir Schulbibliotheken?&#8220;</p>
<p>Hoffentlich kommt mehr dabei heraus als eine Ehrenurkunde für Schulen, die vorbildlich mit einer Stadtbibliothek zusammenarbeiten.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/basedow1764.wordpress.com/273/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/basedow1764.wordpress.com/273/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/273/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/273/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/273/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/273/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/273/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/273/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/273/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/273/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/273/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/273/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=273&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Ergebnis einer EU-Konsultation</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 18:06:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothekspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die EU hat eine Konsultation, eine EU-weite öffentliche Anhörung, über Internet durchgeführt. Sie war Teil der Ausarbeitung eines neuen Programms zur europäischen Zusammenarbeit im Bereich der Schulen. 
Die eingesandten Beiträge und deren Auswertung sind hier zu finden.
Die Auswertung ist im wahrsten Sinne des Wortes erschöpfend.
Schulbibliotheken werden nicht erwähnt, das war auch nicht zu erwarten.
Die Fragestellung [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=238&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Die EU hat eine Konsultation, eine EU-weite öffentliche Anhörung, über Internet durchgeführt. Sie war Teil der Ausarbeitung eines neuen <strong>Programms zur europäischen Zusammenarbeit im Bereich der Schulen</strong>. </span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Die eingesandten Beiträge und deren Auswertung sind <a title="Auswertung EU-Konsultation" href="http://ec.europa.eu/education/school21/results_en.html" target="_blank">hier</a> zu finden.</span></p>
<p class="MsoNormal">Die Auswertung ist im wahrsten Sinne des Wortes erschöpfend.</p>
<p class="MsoNormal">Schulbibliotheken werden nicht erwähnt, das war auch nicht zu erwarten.</p>
<p class="MsoNormal">Die Fragestellung ging in diese Richtung:</p>
<p class="MsoNormal">Welche Kompetenzen und Skills müssen Schüler/innen und Schüler zukünftig haben, wie muss Lernen verändert werden, wie müssen Lehrkräfte und Schulen verändert werden?</p>
<p class="MsoNormal">Aber inquiry-based learning taucht auf. Und dazu braucht man eine Schulbibliothek. (Sage ich, nicht die EU-Kommission. Noch nicht.)</p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;"> </span></p>
<p>Aus Deutschland trugen u.a. bei die <span style="font-family:Arial;">LAG</span><span style="font-family:Arial;"> Schulbibliotheken in Hessen und der dbv.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="font-family:Arial;">Der dbv spricht sich übrigens in diesem Papier sehr klar für Schulbibliotheken aus. </span></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/basedow1764.wordpress.com/238/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/basedow1764.wordpress.com/238/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/238/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/238/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/238/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=238&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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