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	<title>Basedow1764&#039;s Weblog &#187; Potsdam</title>
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	<description>Es geht um Schulbibliotheken/Mediotheken/Informationszentren. Sie sind das Herz der Schule.</description>
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		<title>Basedow1764&#039;s Weblog &#187; Potsdam</title>
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		<title>Platzecks Geschichtsklitterung</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 11:14:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von den Bürgerrechtlern, die sich in diesen Gedenktagen häufig auf Podien wiedersehen, kommen selbstkritische Töne: „Wir sind über den Tisch gezogen worden.“ „Die Stasi-Besetzungen waren Nebenschauplätze.“ „Die haben uns (in die Potsdamer Stasizentrale) erst reingelassen, als sie fertig mit dem Aktensäubern waren.“ „Während wir vorne am Runden Tisch, der paritätisch mit SED und Bürgerrechtlern besetzt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5245&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Von den Bürgerrechtlern, die sich in diesen Gedenktagen häufig auf Podien wiedersehen, kommen selbstkritische Töne: „Wir sind über den Tisch gezogen worden.“ „Die Stasi-Besetzungen waren Nebenschauplätze.“ „Die haben uns (in die Potsdamer Stasizentrale) erst reingelassen, als sie fertig mit dem Aktensäubern waren.“ „Während wir vorne am Runden Tisch, der paritätisch mit SED und Bürgerrechtlern besetzt war, saßen (bei den Bürgerrechtlern natürlich auch IMs), haben die hinten weiter Akten vernichtet.“<br />
<strong>„Das Gute war, dass es bald freie Wahlen gab und dass diese Wahlen um einen Monat vorgezogen wurden. Denn die Restauration schritt voran.“</strong></p>
<p><em>Das MfS/AfN, die Regierung Modrow, der Innenminister Diestel haben dafür gesorgt, dass nicht alles zerschlagen oder aufgelöst wurde, dass die Akten weiter vernichtet wurden (Das zog sich bis in Regierung de Maizière hinein!), dass die MfS-Leute günstig Wohnungen und Häuser kaufen konnten, geschönte Lebensläufe bekamen und finanziell abgesichert wurden. Die SED-Juristen in den Verwaltungen und an den Runden Tische hatten sehr schnell westdeutsches Recht gelernt und blockierten die mutigen, aber naiven Bürgerrechtler rechtsstaatlich einwandfrei, wo es ging.</em></p>
<p>Nun kommt Herr Platzeck und bietet diesen Ausgegrenzten und Verschmähten als Versöhnungsgeste die Mitregierung an.</p>
<p>Mit einer Begründung, über die ich als Geschichtslehrer sauer bin.<br />
<strong>Er instrumentalisiert nämlich die westdeutsche Nachkriegsgeschichte für die Legitimierung und Apostasierung seiner Koalition mit den Postkommunisten.</strong><br />
Platzeck und seine Partei haben in den letzten Jahren wenig dafür getan, dass der Geschichtsunterricht über die DDR <a title="DDR-Aufarbeitung in Brandenburger Schulen" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/02/12/mehr-ddr-geschichte-in-der-brandenburger-schule-verlangt/" target="_blank">besser</a> wurde. Jetzt wird auch noch die westdeutsche Geschichte geklittert.<br />
Im Spiegel (45, 2009, S. 72f.), behauptet er, man hätte sich in der alten Bundesrepublik ja mit den Nazis ausgesöhnt. Auch wenn es so gewesen wäre (War es aber nicht!), wann hätten SRP, NPD, DVU an einer Regierungskoalition teilgenommen? Die SRP wurde verboten, die SED/PDS nicht.</p>
<p>Die von Platzeck zitierte Anbiederung von Kurt Schumacher an die Alt-Nazis ist kein Beleg dafür, auch nicht der immer wieder gern gebrauchte Hinweis auf Nazis in Regierung und Verwaltung. Das gab es in der DDR auch, man konnte auch dort als Altnazi Karriere machen. Im ZK saßen mehr ehemalige NSDAP-Mitglieder als ehemalige SPD-Mitglieder.<br />
<span id="more-5245"></span><br />
Im Unterschied zur „BRD“ war dies in der DDR aber nie ein Thema, das kritisch diskutiert wurde. Noch heute, nach 60 Jahren, wird im Westen erregt über SS-Mitgliedschaften Jugendlicher in den letzten Kriegstagen geredet, die jetzt ans Licht gekommen sind.</p>
<p>Platzeck ahnt wohl, dass seine These problematisch ist, denn im selben Artikel spricht er davon, dass es nicht nur um die Integration der Täter gehen müsse, sondern auch um die der Zu-Kurz-Gekommenen, der Wendeverlierer. Jetzt wird es wirr. Denn die, die er dadurch zu integrieren glaubt, dass er sie mitregieren lässt, sind längst angekommen. Die Dummen sind mal wieder die, denen man schon in der DDR das Arbeiter- und Bauern-Paradies immer nur versprochen hat, während es für die Oberschicht schon real existierte.</p>
<p><strong>Hoffnung macht, dass es viele Aktionen und Recherchen zur untergegangenen DDR von jungen Leuten gibt, die durch Stiftungen und Initiativen ermöglicht werden.</strong></p>
<p>Die Leiterin der inzwischen geschlossenen Außenstelle der Birthlerbehörde in Potsdam spricht von <strong>Brandenburg </strong>als dem <strong>Schlusslicht</strong> <strong>bei der Aufarbeitung des DDR-Unrechtssystems. </strong>So sollte Versöhnung nicht aussehen.</p>
<p>Leider wird man nie erfahren, wie Kurt Schumacher die &#8222;Versöhnung&#8220; des spätberufenen Sozialdemokraten Platzeck mit den SED-Erben beurteilt hätte. Für Schumacher waren die SEDler &#8222;rotlackierte Faschisten&#8220;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nachtrag 24.11.09: </strong>Vom bayerischen Ministerpräsidenten geht die Rede, dass ihm am Nachmittag egal sei, was er am Vormittag gesagt habe. Da ist er jetzt nicht mehr allein.</p>
<p>Nachdem der brandenburgische Ministerpräsident Platzeck Ministerpräsident seine rot-rote Koalition damit begründet hatte, dass nur die Versöhnung mit den Tätern den tiefen Riss, der durch Ostdeutschland ginge, überbrückte und dazu auch noch die westdeutsche Nachkriegsgeschichte verbog, rudert er in diesen Tagen zurück: Man solle doch die Koalition mit den SED-Nachfolgern nicht &#8222;verklären&#8220;. Es gehe um &#8222;nüchternes&#8220; Regierungshandeln, mehr nicht.</p>
<p>Sein Koalitionspartner ist inzwischen kritischer als die SPD. Während diese umstrittene linke Politiker verteidigt, will die Linke, dass einer der ihren, der vergessen haben will, dass er Spitzel war, sein Landtagsmandat niederlegt.</p>
<p>Was mich  bei der Spitzeldiskussion interessieren würde, ist, ob es für manche dieselbe psychische Disposition ist, die sie heute antreibt, in Parteien, Fraktionen, Parlamenten eine Rolle zu spielen, und die sie seinerzeit bewog, sich wichtig zu machen, in dem sie das Vertrauen ihrer Freunde, Kameraden, Arbeitskollegen, Verwandten missbrauchten und die Behörden informierten.</p>
<p>Natürlich ist es ein Witz, dass die Aufarbeitung der SED-Diktatur auf die IMs geschrumpft ist. Und die sind durchaus differenziert zu betrachten. Da gab es die, die erpresst wurden, die, die absichtlich falsch informiert haben, die vielen, die nein  gesagt haben.</p>
<p>Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass ausgerechnet die Wichtigtuer von damals sich auch heute wieder darstellen wollen. Und sie reden ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein, dass zu einer anständigen DDR-Biographie auch die Stasi-Mitarbeit gehörte, sozusagen als freiwilliges soziales Jahr.</p>
Posted in DDR, Potsdam Tagged: DDR-Schülerwissen, DDR-Verklärung, Platzeck, Potsdam, rot-rote Koalition Brandenburg <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/5245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/5245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/5245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/5245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/5245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/5245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/5245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/5245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/5245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/5245/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5245&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die DDR lebt (2)</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 12:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Fürsorge für Mitarbeiter des früheren Ministeriums für Staatssicherheit ist enorm. Das begann schon mit einem Befehl Mielkes inmitten der Wirren der Friedlichen Revolution, in dem er befahl, die Wende für seine Mitarbeiter/innen vorzubereiten: Kaderakten vernichten, Lebensläufe glätten, die berufliche Zukunft finanziell absichern. Das setzte sich fort: Innenminister Diestel in der Regierung de Maizière verlangte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4543&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Fürsorge für Mitarbeiter des früheren Ministeriums für Staatssicherheit ist enorm. Das begann schon mit einem Befehl Mielkes inmitten der Wirren der Friedlichen Revolution, in dem er befahl, die Wende für seine Mitarbeiter/innen vorzubereiten: Kaderakten vernichten, Lebensläufe glätten, die berufliche Zukunft finanziell absichern. Das setzte sich fort: Innenminister <a title="DDR-Innenminister Diestel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Michael_Diestel" target="_blank">Diestel</a> in der Regierung de Maizière verlangte von Joachim Gauck, ca. 100 ehemalige MfSler in seiner Behörde unterzubringen. Dem kam der nicht gänzlich, aber überwiegend nach. Marianne Birthler hat aber jetzt den Ärger.</p>
<p>Gerade ist zu lesen, dass MdB Ramelow von der Partei &#8222;Die Linke&#8220; &#8211; nicht auszuschließen, dass er in Thüringen Ministerpräsident wird &#8211; in seinem Berliner Büro eine frühere MfS-Offizierin beschäftigt. Es mag verständlich sein, dass man erst einmal für seine eigenen Leute sorgt. Aber bei dem Gedanken, dass demnächst in Erfurt jede Menge Posten in der Staatskanzlei und den Ministerien neu zu besetzen sind &#8230;</p>
<p>(Wie viele arbeitslose MfSler gibt es denn noch? Wenn man davon absieht, dass eine MfS-Offizierswitwe nicht die dreifache Rente für ihren Mann, der als MfS-Oberst das Dreifache  eines DDR-Durchschnittsgehaltes verdiente, gerichtlich durchsetzen konnte, sind die meisten gut im Staat des Klassenfeindes angekommen.)</p>
<p>Herr Ramelow setzt bei der Rechtfertigung der Resozialisierungschance für seine Stasi-Mitarbeiterin auch ein weiteres Zeichen:</p>
<p>Zur &#8222;Wende&#8220;- Strategie der Nomenklatura gehörte, dass nicht die SED als Sündenbock geopfert wurde, auch nicht die Stasi. Die wahren Übeltäter &#8211; und das ist der Leitsatz der öffentlichen DDR-Aufarbeitung geworden &#8211; waren die IMs. Bodo Ramelow handelt ganz im Sinne dieser Strategie: Er ist ob der Kritik ganz überrascht. Seine Mitarbeiterin wäre doch nie IM gewesen, beteuert er.</p>
<p>Bleiben wir in Ramelows Bundesland: In einem Dorf in Thüringen hat der Bürgermeister &#8211; Er ist seit den Achtzigern für dieselbe Partei tätig &#8211; einen Gedenkstein für <a title="Wilhelm Pick in Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Pieck" target="_blank">Wilhelm Pieck</a>, den ersten DDR-Präsidenten, aufgestellt.</p>
<p>Statt der eingegangenen Adolf-Hitler-Linde hatte er schon Jahre zuvor an dieser Stelle eine Wilhelm-Pieck-Eiche gepflanzt.</p>
<p>Jetzt bin ich mal gespannt, ob der mdr die Enthüllung des Steins gefilmt hat.</p>
<p>Ich bin übrigens noch durch keine Siedlung, Stadt oder Dorf, gefahren, in dem es nicht eine &#8222;Straße des Friedens&#8220;, eine &#8222;Straße der Jugend&#8220;, der &#8222;Einheit&#8220;, der &#8222;Freundschaft&#8220; gibt,  eine &#8222;Thälmann-Str.&#8220;, eine &#8222;Maxim-Gorki-Schule&#8220;. In der Nähe von Jüterbog gibt es auch eine Leninstraße.  André Brie, der als &#8222;Reformer&#8220; gehandelte und gegen die Parteidisziplin verstoßende Alt-Linke will auch eine entdeckt haben.</p>
<p>Manchmal braucht es die Umbenennung nicht, weil eine neue Bedeutung die alte überlagert. Bei den Straßen und Plätzen der Einheit ist die Zwangsvereinigung der SPD mit der KPD gemeint. Die Heutigen denken zuerst an die Vereinigung von 1990, die manche hier ja gerne Zwangsvereinigung nennen. In Potsdam gibt es eine &#8222;Friedrich-Ebert-Straße&#8220;. Natürlich gedenkt man nicht des auch von Kommunisten bekämpften Reichspräsidenten, sondern seines Sohnes, einem Oberbürgermeister von Ostberlin.</p>
<p>Unverständlich sind die vielen Thomas-Müntzer-Straßen. Wer sich mit Müntzer etwas näher befasst, wird unschwer schließen, dass er, hätte er in der DDR gelebt, in Hohenschönhausen gelandet wäre. Der missachtete Luther hätte in der DDR Oberkirchenrat und MfS-Ordensträger werden können.</p>
<p>Der Ort Marxwalde, neben dem Regierungsflugplatz der SED, wurde wieder in Neuhardenberg (früher: Neu-Hardenberg) umbenannt. Die Dorfstraße heißt &#8222;Karl-Marx-Allee&#8220; und das sollte laut Gemeinderat auch so bleiben. Als die Sparkassenstiftung das Schloss der Hardenbergs mit Millionenaufwand renovierte, scheiterte sie mit dem Wunsch der Umbenennung der Straße, an der das Schloss liegt. Da man auf die Arbeitsplätze des zukünftigen Tagungs- und Veranstaltungszentrums nicht verzichten wollte, kam es zu einem Kompromiss: An der Stelle, an der das Schloss und die Schlosskirche stehen, heißt die &#8222;Karl-Marx-Allee&#8220; jetzt &#8222;Schinkelplatz&#8220;.</p>
<p>Wenn Karl Marx das noch erlebt hätte! 1851 sagte er zu Engels, von dessen Geld er viel verbrauchte: „Die kommunistische Partei ist eine Bande von Eseln, die auf uns schwört, weil sie uns für ihresgleichen hält.“</p>
<p>Die SPD Brandenburgs hat vor der hier vorherrschenden Erinnerungskultur schon kapituliert. In ihrem Regierungsprogramm 2009 &#8211; 2013 steht nichts mehr von Aufarbeitung der DDR-Geschichte.</p>
<p>Dabei sind schon kleine Schritte sinnvoll: In Potsdam soll jetzt eine Straße nach einem Potsdamer Nachkriegsbürgermeister benannt werden, der nach Moskau gebracht und dort erschossen wurde.</p>
<p>Auf die Idee einer &#8222;Straße der Friedlichen Revolution&#8220; ist in Potsdam noch niemand gekommen.</p>
<p>Bei den Infosäulen, die für das Gedenkjahr 1989 in der Stadt aufgestellt wurden, hat man gleich mitbeschlossen, dass sie anschließend wieder entfernt werden.</p>
<p>In Petzow bei Potsdam steht ein SED-Gedenkstein für einen von einem schießwütigen Gutsbesitzer 1943 erschossenen Ingenieur, der für die Amerikaner gegen die Nazis nachrichtendienstlich arbeitete und dafür kurzzeitig im KZ war. Dass seine Witwe von IMs, dem Lehrer und anderen Dorfbewohnern Petzows, denunziert wurde, weil sie die Freundschaft zu dem Amerikaner, mit dem ihr Mann während der Nazizeit kooperiert hatte, aufrecht erhielt und deswegen von der SED zu Lagerhaft in Sibirien verurteilt wurde, stand nicht da.</p>
<p>Seit diesem Jahr steht eine Tafel neben dem SED-Gedenkstein, der auf das Schicksal der Ehefrau hinweist.</p>
Posted in DDR Tagged: Bodo Ramelow, Brandenburg, DDR, DDR-Straßennamen, Linkspartei, MfS, Neu-Hardenberg, Peter-Michael Diestel, Petzow, Potsdam, SED, Thomas Müntzer <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/4543/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/4543/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/4543/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/4543/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/4543/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/4543/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/4543/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/4543/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/4543/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/4543/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4543&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Karneval der Kulturen, der Mufti von Jerusalem und Hitler</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 07:58:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Veranstalter des als tolerant gerühmten Berliner &#8222;Karnevals der Kulturen&#8220;, die Werkstatt der Kulturen in Neukölln, plante eine Ausstellung &#8222;Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg&#8220;. Drei Tafeln der Ausstellungsmacher, auf denen es um die Kollaboration des Mufti von Jerusalem mit Hitler geht, sollten aber vor Eröffnung entfernt werden. Die Leiterin der Werkstatt bestritt, dass ihre [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4390&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Der Veranstalter des als tolerant gerühmten Berliner &#8222;Karnevals der Kulturen&#8220;, die Werkstatt der Kulturen in Neukölln, plante eine Ausstellung &#8222;Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg&#8220;. Drei Tafeln der Ausstellungsmacher, auf denen es um die Kollaboration des <a title="Wikipedia: Der Mufti" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mohammed_Amin_al-Husseini" target="_blank">Mufti </a>von Jerusalem mit Hitler geht, sollten aber vor Eröffnung entfernt werden. Die Leiterin der Werkstatt bestritt, dass ihre Maßnahme aus Rücksicht auf die muslimischen Einwohner Neuköllns geschähe.  Sie hält die Informationen für &#8222;eurozentriert&#8220; und kritisierte in einem Interview mit der Jerusalem Post, dass man in Israel noch nie der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Afrika gedacht hätte.</p>
<p>Das Ganze zieht seine Kreise. Der grüne Berliner Integrationsbeauftragte findet die Zensur richtig, der sozialdemokratische Neuköllner Bezirksbürgermeister, ein unerschrockener Mann, nicht. Inzwischen wird die Ausstellung unzensiert gezeigt.</p>
<p><em><a title="Jerusalem Post" href="http://www.jpost.com/servlet/Satellite?pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull&amp;cid=1251145138139" target="_blank">Bericht</a> der Jerusalem Post. In Deutschland  berichteten bisher nur der Tagesspiegel und der Blog &#8222;<a title="Richard Wagner über Zensur in Berlin" href="http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/die_revisionisten_aus_neukoelln/" target="_blank">Achse des Guten</a>&#8222;!</em></p>
<p>Potsdam nähert sich dem gleichen Problem: Das Haus, in dem Pfarrer Johannes <a title="Wikipedia zu Lepsius" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Lepsius" target="_blank">Lepsius</a> gewohnt hat, wird renoviert und bekommt eine Gedenkausstellung. Lepsius hatte über den Massenmord an den Armeniern 1915 berichtet und armenischen Kindern das Leben gerettet.</p>
<p>Funktionäre Berliner türkischer Verbände haben schon gewarnt.</p>
<p><strong>Nachtrag </strong>14.9.:</p>
<p>Die Ausstellung darf jetzt doch gezeigt werden. Man findet sie zwar nicht so leicht und die &#8222;Werkstatt&#8220; distanziert sich auf einer Tafel vom Inhalt einiger Infotafeln.</p>
Posted in Potsdam Tagged: Karneval der Kulturen, Lepsius, Mufti von Jerusalem, Neukölln, Potsdam <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/4390/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/4390/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/4390/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/4390/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/4390/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/4390/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/4390/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/4390/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/4390/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/4390/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4390&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Schulbibliothekspauschale für Potsdamer Schulen?</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/07/31/schulbibliothekspauschale-fur-schulen/</link>
		<comments>http://basedow1764.wordpress.com/2009/07/31/schulbibliothekspauschale-fur-schulen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 18:04:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Potsdam]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerhaushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothekspauschale]]></category>
		<category><![CDATA[SLB Potsdam]]></category>

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		<description><![CDATA[Was mir in meinem alten Heimatlandkreis Main-Taunus/Hessen (MTK) nach langem Bohren dicker Bretter gelungen ist, versuche ich jetzt in Potsdam seit zwei Jahren zu erreichen: Der Schulträger soll in seinen Zuweisungen an die Schulen eine Schulbibliothekspauschale einstellen.
Klar, das ist kein Durchbruch, keine Grundsatzentscheidung, keine Lösung der Personalprobleme usw. Aber es ist ein Mosaiksteinchen.
Im MTK sollte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4093&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Was mir in meinem alten Heimatlandkreis Main-Taunus/Hessen (MTK) nach langem Bohren dicker Bretter gelungen ist, versuche ich jetzt in Potsdam seit zwei Jahren zu erreichen: Der Schulträger soll in seinen Zuweisungen an die Schulen eine <strong>Schulbibliothekspauschale </strong>einstellen.</p>
<p>Klar, das ist kein Durchbruch, keine Grundsatzentscheidung, keine Lösung der Personalprobleme usw. Aber es ist ein Mosaiksteinchen.</p>
<p>Im MTK sollte sie sogar wieder gestrichen werden, weil viele Schulleiter sie anfänglich gar nicht abriefen. Immerhin sind es für jede Sekundarstufenschule 1000€/Grundschule 500€.</p>
<p><span style="color:#ff0000;">Wenn man in jedem Landkreis dafür beharrlich arbeiten würde&#8230;</span></p>
<p>Der für Potsdam modifizierte Vorschlag  lautet so:</p>
<p>&#8222;Der Anteil der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in Brandenburg, deren Leseleistungen ein elementares Niveau nicht überschreiten, ist im Vergleich der Länder der Bundesrepublik ungewöhnlich hoch – obwohl Brandenburg durch Kinder mit &#8222;Migrationshintergrund&#8220; nur äußerst geringfügig betroffen ist. Rund 28 Prozent der 15-Jährigen gelten nach den PISA-E-Befunden (<a href="http://www.mpib-berlin.mpg.de/PIsa/PISA_E_Zusammenfassung2.pdf">http://www.mpib-berlin.mpg.de/PIsa/PISA_E_Zusammenfassung2.pdf</a>) als mögliche Risikopersonen, für die allein aufgrund geringer Lesekompetenz Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in die berufliche Erstaus­bildung vorhersehbar sind.</p>
<p>In Brandenburg ist auch der Anteil der Jugendlichen, die angeben, niemals zum Vergnügen zu lesen, mit 43 Prozent sehr hoch (zum Vergleich: In Bayern beträgt dieser Anteil 33 %).</p>
<p>Man erntet viel Zustimmung für die Idee, Lesen durch mehr Schulbibliotheken zu fördern. Leider fühlt sich in Deutschland aber niemand zuständig. Die Bundesregierung finanziert nur die Bekämpfung des Analphabetismus von Erwachsenen, die Länder sind für Schule, aber nicht für Schulbibliothek zuständig, die Städte und Landkreise betrachten Bibliotheken als freiwillige Aufgabe, die noch hinter Radwegebau rangiert.</p>
<p>Anderswo, in Groß-Britannien, Frankreich, USA, Kanada, Neuseeland, Dänemark oder Portugal hat fast jede Schule eine Bibliothek, in der täglich gelesen und gelernt wird.</p>
<p><strong>Der für Schulbibliotheken zuständige Schulträger, die Stadt Potsdam, wird aufgefor­dert, die Schulen, <span style="text-decoration:underline;">die aus eigener Kraft Schulbibliotheken eingerichtet haben</span>, zu unterstützen. </strong></p>
<p><strong>Vorgeschlagen wird eine jährliche Pauschale: 400€ für Grundschulen, 800€ für weiterführende Schulen</strong>.</p>
<p><strong>Zurzeit geben laut Landesstatistik 15 Schulen an, eine Schulbibliothek zu haben. Das würde Kosten von ca. 10.000€ jährlich verursachen.</strong> Es ist nicht damit zu rechnen, dass eine Pauschale die restlichen Schulen zur sofortigen Gründung einer Schulbibliothek veranlassen wird. Bei allen 37 Schulen wären es 24.000€.</p>
<p>Die Summe ist nicht sehr beeindruckend, wäre aber ein kultur- und bildungspolitisches Signal, das einer Stadt, die Universitäts-, Fachhochschul- und Forschungsstandort ist, gut anstünde. Wenn schon nicht flächendeckend, so würden doch wenigstens die engagierten Schulen unterstützt. In den Potsdamer Privatschulen sind gute Schulbibliotheken selbstverständlich.</p>
<p>Beraten bei der Verwendung der Mittel für Medien und Einrichtung könnten das Landesinstitut für Schule und Medien (LISUM) und die Stadt- und Landesbibliothek (SLB). Die SLB könnte die Schulbibliotheken fachlich besonders gut unterstützen und beraten. Sie kann aber kein Ersatz für Schulbibliotheken sein. Lesen und Lernen mit Büchern und Medien geschieht täglich im Unterricht und nicht bei gelegentlichen Ausflügen in die Stadtbibliothek.&#8220;</p>
<p><em>Dieser Vorschlag wurde beim Bürgerhaushalt eingereicht. Bürgerhaushalt ist ein Versuch, die Bürger zur Abgabe von haushaltswirksamen Vorschlägen zu motivieren. Allerdings sind nur in begrenztem Umfang Beteiligungsgegenstände vorgesehen. Bei Vorschlägen zu Schule und (dieses Jahr auch) Bibliothek scheint dies das Problem zu sein. Aber die Bürgerhaushalts-Zuständigen sind freundliche Menschen und geben sich viel Mühe.</em></p>
<p><em>Andere Möglichkeiten sind: Gespräch mit Landrat/Bürgermeister/ Schuldezernenten (natürlich auch in der weiblichen Form). Gepräch mit einer oder mehreren Fraktionen des Kreistages/der Stadtverordneten- versammlung. Wer sich in der Verwaltung auskennt und/oder Kontakt zu Amtsleiter/Sachgebietsleiter/Sachbearbeiter hat, kann versuchen, es dort anzubringen, so dass es schon verwaltungsintern bei der Aufstellung des nächsten Haushaltsplanes aufgenommen wird.<br />
</em></p>
<p><span style="color:#ff0000;"><strong><em>Vielleicht kann ich jemanden &#8222;anstecken&#8220;?</em></strong></span></p>
<p><span style="color:#ff0000;"><span style="color:#000000;">Der Antrag wurde im Rahmen des Bürgerhaushalts Potsdam 2009 gestellt. Da haben Bürger die Möglichkeit, in ausgewählten Bereichen Vorschläge zur Verwendung von Haushaltsmitteln zu machen. Besonders gerne macht die Fahrrad-Lobby davon Gebrauch. </span></span></p>
<p><span style="color:#ff0000;"><span style="color:#000000;">Vor zwei Jahren hatte ich vorgeschlagen, dass die Stadt- und Landesbibliothek einen Fonds bekommt, mit dem Schulen Leseprojekte durchführen können. Der SLB wäre dabei ein koordinierende Aufgabe zugefallen. Der Vorschlag fiel leider raus, weil weder Schule noch Bibliothek Bereiche waren, zu denen Vorschläge der Bürger zugelassen wurden. </span></span></p>
<p><span style="color:#ff0000;"><span style="color:#000000;">Jetzt versuche ich es mit diesem Vorschlag erneut. Es dürfte wiederum Schwierigkeiten mit der Zuordnung des Vorschlages geben. Aber dieses Jahr erfahre ich ich eine ausgezeichnete Beratung und Begleitung durch das Bürgerhaushalt-Projektbüro. </span></span></p>
<p><span style="color:#ff0000;"><span style="color:#000000;">Mit Max Weber hoffe ich, dass über kurz oder lang etwas möglich wird.<br />
</span></span></p>
Posted in Potsdam, Schulbibliothek, Schule Tagged: Bürgerhaushalt, Brandenburg, Potsdam, Schulbibliothekspauschale, SLB Potsdam <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/4093/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/4093/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/4093/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/4093/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/4093/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/4093/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/4093/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/4093/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/4093/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/4093/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4093&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>2. Berlin-Brandenburgischer Schulbibliothekstag 2009</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/07/01/2-brandenburgischer-schulbibliothekstag-2009/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 10:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediothek]]></category>
		<category><![CDATA[Potsdam]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburgischer Schulbibliothekstag]]></category>

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		<description><![CDATA[Update 27. 11. 09: Die FHP versichert, so habe ich in einer Pressemitteilung herausgefunden, dass die Veranstaltung trotz Bildungsstreiks stattfinden kann. Die Streikenden akzeptierten, dass es bei der Veranstaltung ebenfalls um Verbesserung von Bildung gehe.
Update 23. 11. 09: Wir haben 145 Anmeldungen! 50% mehr als 2008. Die Internet-Anmeldung wurde geschlossen. Die Tagung ist damit ausgebucht!
Aufgrund [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=3719&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="color:#ff0000;"><strong>Update 27. 11. 09: </strong>Die FHP versichert, so habe ich in einer Pressemitteilung herausgefunden, dass die Veranstaltung trotz Bildungsstreiks stattfinden kann. Die Streikenden akzeptierten, dass es bei der Veranstaltung ebenfalls um Verbesserung von Bildung gehe.<br />
<span style="color:#ff0000;"><strong>Update 23. 11. 09: </strong>Wir haben 145 Anmeldungen! 50% mehr als 2008. Die Internet-Anmeldung wurde geschlossen. Die Tagung ist damit ausgebucht!</span></p>
<p><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;">Aufgrund des großen Erfolges 2008 wird es auch 2009 wieder einen Schulbibliothekstag für Berlin und Brandenburg geben. </span></span><br />
<span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;">Die Räumlichkeiten werden von der <strong>Fachhochschule <a title="FH Potsdam, Standort Innenstadt" href="http://www.fh-potsdam.de/fes.html" target="_blank">Potsdam </a></strong>zur Verfügung gestellt. </span></span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;">Der Schulbibliothekstag findet <strong><br />
</strong></span></span></p>
<h2><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;"><strong> am Samstag, dem 28.11.2009, 10 &#8211; 16 Uhr<br />
</strong></span></span></h2>
<h3><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;"> </span></span></h3>
<p><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;"> statt.</span></span></p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Folgende Workshopsfinden statt:</span><br />
<strong>Tipps und Tricks für die Schulbibliothek der Grundschule<br />
Tipps und Tricks für die Schulbibliothek der Sekundarstufe<br />
Vorstellung des Leseprogramms ANTOLIN<br />
<span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;">Neue Kinder- und Jugendliteratur </span></span><br />
<span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;"> Unterricht in der  Schulbibliothek<br />
</span></span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;">Basics<br />
</span></span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;">Fundraising </span></span></strong></p>
<p><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;">Mehrere Schulbibliotheksaustatter und Organisationen stellen aus.</span></span><strong><span style="font-size:small;"> </span></strong></p>
<p><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;">Die Anmeldung ist ab dem 1. September 2009 </span></span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;">auf der Website des Sponsors <a title="2. BBSBT" href="http://www.dantek.vcat.de/cgi-bin/register.pl" target="_blank">Dantek</a> </span></span><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;">möglich.</span></span></p>
<p>Da die Kosten einer solchen Tagung nicht mehr alleine vom Sponsor getragen werden können, ist ein Unkostenbeitrag notwendig. <strong>Bei Anmeldung bis zum 25.11.2009 20 €, danach 25</strong>.<span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;"> Der Preis beinhaltet die Teilnahme an <strong>zwei Workshops</strong>, sowie Mittagessen und Getränke.</span></span></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;">Teilnehmer/innen aus anderen Bundesländern sind wieder herzlich willkommen.</span></span></p>
<p><span style="font-size:small;"><span style="font-family:Verdana;"><a title="1. BSBT 2008" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/11/18/brandenburgischer-schulbibliothekstag/" target="_self">So</a> war es 2008 im Einstein-Gymnasium beim 1. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag.</span></span> Das <a title="Eröffnungsreferat 1. BBSBT" href="http://www.danteklibrary.de/uploads/BSBT_Potsdam_2008.pdf" target="_blank">Eröffnungsreferat </a>des 1. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstages<strong>.</strong></span></p>
Posted in Mediothek, Potsdam, Schulbibliothek, Schule Tagged: Brandenburgischer Schulbibliothekstag, Potsdam, Schulbibliothek <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/3719/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/3719/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/3719/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/3719/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/3719/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/3719/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/3719/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/3719/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/3719/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/3719/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=3719&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Neu in der DDR-Medienkiste &#8222;Ampelmännchen und Todesschüsse&#8220;</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/05/28/neu-in-der-ddr-medienkiste-ampelmannchen-und-todesschusse/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 May 2009 08:41:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
		<category><![CDATA["Rechtsstaat" DDR]]></category>
		<category><![CDATA[DDR-Aufarbeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenschläger]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkiste DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Potsdam]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstschussgerät]]></category>
		<category><![CDATA[Stasi]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
 
 
Stand: 28.05.09
Todesautomatik. Die Staatssicherheit und der Tod des Michael Gartenschläger
von Lothar Lienicke und Franz Bludau
Frankfurt/M: Fischer 22008, 349 S., 10,95 €, 9783596159130
Michael Gartenschläger liebte Rock´n Roll, insbesondere Ted Herold. Er besuchte vor dem Mauerbau gerne die West-Berliner Kinos und Plattenläden. Wegen seines Protestes gegen den Mauerbau wird er zu lebenslänglicher Haft verurteilt. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=3222&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div class="wp-caption alignleft" style="width: 188px"><img src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/512V8C573AL._SS500_.jpg" alt="Michael Gartenschläger" width="178" height="178" /><p class="wp-caption-text">Michael Gartenschläger</p></div>
<p>Stand: 28.05.09</p>
<p><strong>Todesautomatik. Die Staatssicherheit und der Tod des Michael Gartenschläger</strong></p>
<p>von Lothar Lienicke und Franz Bludau</p>
<p>Frankfurt/M: Fischer <sup>2</sup>2008, 349 S., 10,95 €, 9783596159130</p>
<p>Michael Gartenschläger liebte Rock´n Roll, insbesondere Ted Herold. Er besuchte vor dem Mauerbau gerne die West-Berliner Kinos und Plattenläden. Wegen seines Protestes gegen den Mauerbau wird er zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Er sitzt 12 Jahre in DDR-Zuchthäusern, bevor er an die Bundesrepublik verkauft wird. Sein Hass auf die DDR geht so weit, dass er Selbstschussgeräte an der innerdeutschen Grenze abmontiert, von denen die SED behauptet sie wären Attrappen. Bei einem weiteren Demontageversuch wird er von einem Stasi-Kommando erschossen.</p>
<p><em>Ich möchte das in der <a title="Medienliste und Handreichung" href="http://www.slideshare.net/basedow1764/ddr-kiste-090210-mit-zusatzmat" target="_blank">Handreichung</a> empfohlene exemplarische Vorgehen erleichtern durch die Aufnahme weiterer Einzelschicksale. Damit entferne ich mich zwar von dem Wunsch einiger Politiker und Historiker nach mehr Alltagsgeschichte.  Ich finde, aber die Geschichte eines jungen Menschen, der wegen seiner Musikvorlieben zum Staatsfeind wird und von diesem ermordet wird, aufschlussreicher  als eine Untersuchung, ob Röstfein nicht vielleicht doch der bessere Kaffe und die lange Wartezeit auf einen Trabbi ein kluger Beitrag zum Umweltschutz war.</em></p>
<h5>Weitere Beiträge zum Thema in &#8222;Basedow1764&#8243; unter dem Schlagwort &#8222;DDR&#8220;.</h5>
<h5>Die Medienliste  &#8222;Ampelmännchen und Todesschüsse&#8220; <a title="Medienkiste und Handreichung" href="http://www.slideshare.net/basedow1764/ddr-kiste-090210-mit-zusatzmat">hier</a>!</h5>
<p><strong>Nachtrag:</strong></p>
<p>Der brandenburgische Landtag zeigt eine <strong>Ausstellung über die Geschichte Michael Gartenschlägers.</strong> Das ist bemerkenswert, da &#8211; anders als  zahlreiche private, ehrenamtliche Initiativen &#8211; Organe des Landes nicht gerade die Speerspitze der DDR-Aufarbeitung sind.</p>
<p>Die Ausstellung ist im Gebäude der ehemaligen Bezirksleitung der SED auf dem Brauhausberg.  Man sieht außen noch die Umrisse des DDR-Wappens. Trotz aller Renovierung riechen die Flure und Räume nach kaiserlicher, Nazi- und SED-Bürokratie. Den Landtagsabgeordneten ist ein Neubau zu gönnen.</p>
<p>Dass dieser Wunsch zu einem langjährigen und teuren Hickhack zwischen Stadtschlossrekonstruktion und Glas-Beton-Architektur führte und zu einem in  seinen Proportionen missratenen Landtagsschloss führen wird, ist eine andere Geschichte.</p>
<p><a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/05/img_1452.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-3624" title="&quot;Blauer Salon&quot; des brandenburgischen Landtages" src="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/05/img_1452.jpg?w=263&#038;h=196" alt="&quot;Blauer Salon&quot; des brandenburgischen Landtages" width="263" height="196" /></a></p>
<p>Vom Pförtner werden wir über den Hof zur Gebäuderückseite geschickt. Die Ausstellung ist im &#8222;Blauen Salon&#8220;, der wohl früher die Garage für die Fahrbereitschaft war. Wir gehen gerade über den Hof , ein paar Landtagsangestellte machen Mittagspause. Da ruft uns ein Wachmann, auf einer Treppe stehend, zu: &#8222;Sie da, kommen Sie mal her!&#8220; Wir kommen nicht, sondern rufen, freilich irgendwie ertappt, zurück: &#8222;Wir wollten zur Gartenschläger-Ausstellung!&#8220; Da lässt uns der Wachmann ziehen.</p>
<p>Ein Besucherbuch liegt in der Ausstellung nicht aus. Wir können also nicht sehen, ob außer uns noch jemand den Blauen Salon erreicht hat.</p>
Posted in DDR, Lesetipp Tagged: "Rechtsstaat" DDR, DDR-Aufarbeitung, Gartenschläger, Medienkiste DDR, Potsdam, Selbstschussgerät, Stasi <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/3222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/3222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/3222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/3222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/3222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/3222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/3222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/3222/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/3222/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/3222/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=3222&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Michael Gartenschläger</media:title>
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		<media:content url="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/05/img_1452.jpg?w=300" medium="image">
			<media:title type="html">&#34;Blauer Salon&#34; des brandenburgischen Landtages</media:title>
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		<title>DDR (8) Pro und contra Diktatur. Letzte Lieferung</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/05/05/ddr-8-vor-und-nachteile-einer-diktatur/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 15:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ministerpräsident Erwin Sellering hat seine umstrittene Verharmlosung der SED-Diktatur bekräftigt. Werden demnächst in den Schulen MeckPomms solche Besinnungsaufsätze geschrieben: Vor- und Nachteile einer Diktatur?
Es ist gewiss schwer, Ostdeutschen zu erklären, dass sie nicht in Sack und Asche gehen müssen, wenn man ihre Heimat eine Diktatur nennt.
Warum können Vertreter unserer politischen Elite, wie Frau Schwan, Herr [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=3015&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ministerpräsident Erwin Sellering hat seine umstrittene Verharmlosung der SED-Diktatur <a title="Sellering verteidigt DDR erneut" href="http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E4BF957B1C42C4134A2149A466C52D053~ATpl~Ecommon~Scontent.html">bekräftigt</a>. Werden demnächst in den Schulen MeckPomms solche Besinnungsaufsätze geschrieben: <strong>Vor- und Nachteile einer Diktatur</strong>?</p>
<p>Es ist gewiss schwer, Ostdeutschen zu erklären, dass sie nicht in Sack und Asche gehen müssen, wenn man ihre Heimat eine Diktatur nennt.</p>
<p><strong>Warum können Vertreter unserer politischen Elite, wie Frau Schwan, Herr Thierse, Herr Sellering das nicht so klar ausdrücken wie die Autorin Claudia <a title="Bücher von Claudia Rusch" href="http://www.perlentaucher.de/autoren/12950/Claudia_Rusch.html" target="_blank">Rusch</a> in einem Zeitungsinterview: &#8222;Deutlich zu benennen, welche Strukturen, Manipulationen und Repressalien das System bestimmt haben, heißt ja keineswegs, das dort stattgefundene Leben aller gleich mit zu verdammen.</strong>&#8222;</p>
<p><em>Mir antwortete gerade eine  junge Lehrerin, sie &#8211; gemeint ist die DDR &#8211; hätten rechtzeitig in Westdeutschland einmarschieren sollen, dann wären sie die Sieger gewesen. </em></p>
<p>Auslöser war ein Zitat aus einer Untersuchung über die kommunistische Staatsbürgerkunde, die von der brandenburgischen Landesregierung(!) veröffentlicht worden war: Die Stabü habe der ideologischen Indoktrination gedient. Argumentieren lässt sich nach solchen Reaktionen nicht. Zum Vorschein kommt ein Unterlegenheitsgefühl, das dazu führt, Demokratie, Grundgesetz und Rechtsstaat pauschal zu verdammen, oder wie Herr Sodann es tut, &#8222;Scheiße&#8220; zu nennen.  Insofern sind die hohen Ablehnungsquoten von Demokratie und Zustimmungsquoten für Sozialismus nicht rational zu erklären. Sie sind eine emotionale Reaktion.</p>
<p>Eine Mehrheit der Ostdeutschen zieht denn auch letztlich das Leben im Nachwendedeutschland einem Leben in der DDR vor: 68%. Dafür jammern jetzt die Wessis: 65% finden die alte BRD besser!!! (Quelle: Inst. f. Demoskopie Allensbach, laut FAS v. 12.4.09)</p>
<p>Die existenziell bedrohlichen Erfahrungen nach der Revolution mit Arbeitslosigkeit, einem komplizierten Rechts- und Sozialstaat, das Auftreten westdeutscher Karrieristen und Geschäftemacher, nicht zuletzt die Nachhilfe durch eine wieder einflussreiche kommunistische Partei und ihre Medien, lassen die DDR für viele Ostdeutsche in einem freundlicheren Licht erscheinen.</p>
<p><strong>Warum gelingt es so vielen Vertretern unserer politischen Elite nicht, klar zu sagen, was in den Schulen gelernt werden soll? </strong></p>
<p>Wollen sie das Lernziel &#8222;Dass man in der DDR glücklich und sorgenfrei leben konnte?&#8220; (Das Zitat stammt von einem weiteren SPD-Politiker in Schwerin.) Immer dann, wenn sie die Millionen von Demokratie und Rechtsstaat frustrierten Ostdeutschen in Schutz nehmen &#8211; was verständlich und notwendig ist &#8211; kommt eine Beschönigung und Verharmlosung der Diktatur heraus, bis hin zu dem, was besser gewesen sein soll.</p>
<p>Auch so respektable Personen wie Thierse und Schorlemmer loben dann das Schulwesen oder die angeblich so große Solidarität untereinander. Christoph Hein sagte in einer Diskussion: <strong>&#8222;Weglassen ist eine einfache Form der Lüge&#8220;</strong>.</p>
<h5>Herr Thierse differenziert auf Nachfrage: Er meint nicht das gesamte Schulwesen, sondern den Polytechnikunterricht. Es geht ihm letztlich darum, die DDR-Biographien nicht in Bausch und Bogen zu verdammen -wer will das eigentlich? -, um die Menschen nicht der Linkspartei in die Arme zu treiben. Warum muss er deswegen pauschal ein Schulsystem loben, das das nicht verdient hat?</h5>
<p>Mir drängen sich Parallelen zur westdeutschen Nachkriegsgeschichte auf: &#8222;Ein ganzes Volk bockt&#8220;, hieß es, als es um die &#8222;Bewältigung&#8220; der NS-Vergangenheit in Westdeutschland ging. Den Nationalsozialismus hielt bis in die 60er Jahre eine Mehrheit für eine im Grunde nur schlecht ausgeführte Idee. Dass im &#8222;Dritten Reich&#8220; nicht alles schlecht war, ist kein Satz von gestern. Die Katastrophe passierte am 8.5.45 nicht am 30.1.33. So wie heute von den Kosten der Wende und nicht von 40 Jahren Pleiteplanwirtschaft die Rede ist.</p>
<p>Sicher war nicht alles schlecht, so wie unter Hitler auch nicht alles schlecht war. Aber man darf es sich nicht zu einfach machen. Eva-Maria Baehr, eine ehemalige DDR-Journalistin, Redakteurin der &#8222;Jungen Welt&#8220;, SED-Mitglied, stellt fest:</p>
<p><strong>&#8222;Nein, es war nicht nur Angst und Feigheit. Und wir haben es auch nicht nur mit uns machen lassen. Wir haben es selbst gemacht. Wir sind einem falschen Ideal aufgesessen. </strong></p>
<p><strong>Als ich klein war, habe ich mich manchmal gewundert, dass es in der Nazizeit auch Verliebte gab&#8230;Und dass sie geheiratet und Kinder bekommen haben</strong>&#8230;</p>
<p><strong>Und so war die DDR immer mehr als ein Stasi-Staat, ihr gesllschaftliches System mehr als ein Spitzelsystem, die SED mehr als eine Bonzenpartei. Wäre es nur das gewesen, hätte es nicht so lange gedauert.&#8220; (p 9)</strong></p>
<h5><strong><em>aus: Wir denken erst seit Gorbatschow. Protokolle von Jugendlichen ajus der DDR. Hrsg. von Eva-Maria Baehr, Recklinghausen: Georg Bitter Verlag 1990 (vergriffen)</em><br />
</strong></h5>
<p>Das heißt, dass Millionen sich Rechenschaft ablegen müssten. Sie dürften sich heute nicht unisono, der Stasi-Oberst, der Staatsanwalt, der IM, die Schauspielerin, als Opfer der BRD bezeichnen und sich einreihen in die Gruppe der Stalinismusopfer, der kriminalisierten Ausreisewilligen, der von der Volkspolizei zusammengeschlagenen Demonstranten während der friedlichen Revolution.</p>
<p>Ein Psychiater berichtet, dass sich in seiner Opferberatungsstelle auch die Täter beraten lassen. Der SED ist der Coup gelungen, die Schuldfrage von der allmächtigen Partei auf das MfS zu verschieben, hängen geblieben ist sie  noch nicht einmal dort, sondern bei den IMs. Honecker und Mielke sind tot, die SED hat sich umbenannt, die IMs stehen unter dem Schutz deutscher Gerichte.</p>
<p><strong>Die tätige Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte ist in Ostdeutschland Sache einer ganz kleinen Minderheit. </strong> So wie auch die Revolution die Sache von wenigen tausend mutigen Menschen war.</p>
<p>Für den großen Rest der Ostdeutschen ist die Konfrontation mit der Vergangenheit unangenehm, genauso wie es nach dem Krieg in Westdeutschland war.<em> (Den SBZ-/ DDR-Bewohnern blieb übrigens die quälende Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus erspart. Es gab in der DDR nur Widerstandskämpfer, die Nazis waren alle in Westdeutschland. Altnazis konnten umso ungestörter Karriere machen und nicht erst am Schluss war die SED gegenüber ihren hausgemachten Skins und Neonazis hilflos.)</em></p>
<p>Immerhin war jeder dritte Erwachsene SED-Mitglied. Auch wenn das viele nachvollziehbar getan haben, um einen Beruf ausüben zu können, um beruflich voranzukommen, um schneller an eine Wohnung, ein Auto, Westwaren oder Auslandsurlaub zu kommen oder weil sie den Heilsversprechen naiv glaubten.</p>
<p>Da ist einer, der auf einen bestimmten Beruf oder auf Privilegien verzichtete, um sich nicht zu verbiegen, eine Bedrohung der eigenen Biographie. <strong>Deswegen kann man auch nicht kollektiv stolz sein auf die, die Kommunalwahlfälschungen im Mai 89 aufdeckten und die beeindruckenden 10-15%, die es wagten, nicht mit Ja abzustimmen.</strong> Oder die, die sich trauten, z.B. in Potsdam den Pfingstberg vor völliger Verwahrlosung zu bewahren, misstrauisch beäugt und unterwandert vom MfS.</p>
<p>Lieber benennt man eine Straße in Strausberg nach einem Mauerschützen, der versehentlich von seinen eigenen Leuten erschossen wurde, als nach Manfred Gartenschläger, der wegen seiner Leidenschaft für Rock´n Roll ins Zuchthaus musste und vom MfS später erschossen wurde. Er demontierte eine Selbstschussanlage an der Grenze , um zu beweisen, dass das keine Attrappe war, wie die SED international verbreiten ließ. Auch hier ist die Parallele zur Nachkriegszeit unübersehbar. Nach dem Hitlerattentäter Georg Elser wurde eine Straße erst 50 Jahre später benannt.</p>
<p><strong>Man flüchtet sich stattdessen in eine kollektive Verantwortunglosigkeit.</strong></p>
<p>Bis auf Honecker oder Mielke war niemand für etwas verantwortlich. Und Honecker sagte immer von sich, dass er nur die Beschlüsse der Partei ausführe. (Die eigentlich nicht nötig waren, da sich die Gesellschaft quasi naturgesetzlich zum vollendeten Kommunismus hin entwickeln würde.)</p>
<p><strong>Nötig wäre eine kritische Selbstreflexion der ostdeutschen Gesellschaft. </strong></p>
<p>Ich halte das inzwischen für wichtiger als den ständigen Verweis auf die desinteressierten Westdeutschen. Die lächerlichen Haarspaltereien um Rechts- oder Unrechtsstaat, leider auch von Westdeutschen aus falsch verstandener Empathie mitgetragen, sind der falsche Weg. <span style="text-decoration:underline;">Auch die Versuche, in Wissenschaft und Schule die &#8222;Alltagskultur&#8220; der DDR in den Vordergrund zu stellen, vernebeln.</span> Die Opfer der Diktatur waren und sind aus dem Alltag ausgeblendet.</p>
<p>Da gibt es Ostdeutsche, die problemlos in Dubai oder New York Karriere machen. Es gibt Menschen, die seit 1989 erfolgreich etwas Neues aufgebaut haben. Es gibt aber auch die alten Seilschaften, die SED-Mitglieder, die mit den von Dr. Gysis SED/PDS beiseite geschafften Milliarden Autohändler, Bauunternehmer oder Immobilieninvestor geworden sind. Es gibt die Stasi-Doktoren und -professoren, die heute als Rechtsanwälte arbeiten.</p>
<p><em>(Der Doktorvater von Stasi-Oberst Schalck-Golodkowski war übrigens Mielke.)</em></p>
<p>Es gibt die IMs und Moskauer Parteihochschulabsolventen, die in den ostdeutschen Landtagen Politik machen. Es gibt die Täter, die in der DDR &#8222;Recht&#8220; gesprochen haben, Gefangene gefoltert , &#8222;negative Elemente&#8220; terrorisiert oder &#8222;liquidiert&#8220; haben. Es gibt die ehemalige Oberschicht, die in der DDR das kommunistische Paradies für sich vorweggenommen hatte und jetzt  hohe Renten einklagt oder schon kassiert.  Alle eint sie die kollektive Wessi-Beschimpfung und die  Opfermentalität.</p>
<p>Die Nachgeborenen und die Wessis müssen sich freilich fragen lassen, wie sie sich in dieser Zeit verhalten hätten. Überheblichkeit und Gratismut sind fehl am Platz. Aber die Regression in einen Opferstatus, Aggression gegen westdeutschen &#8222;Sieger&#8220; (&#8222;Freitag&#8220;-Journalistin Daniela Dahn) oder die Suche nach dem Guten an der Diktatur sind Vermeidungsstrategien.</p>
<p>Ich habe daher Respekt vor Menschen wie Günter Schabowski, die in der DDR Hardcore-Kommunisten waren und zumindest jetzt die DDR kritisch sehen und vor Eva-Maria Baehr. Vor Menschen, die Verantwortung für ihr Leben übernehmen und nicht nur nach Umverteilung rufen und schon wieder die &#8222;Systemfrage&#8220; stellen.</p>
<p><strong>Von der jüngeren Generation in den neuen Bundesländern  ist kein ´68 zu erwarten</strong>, keine kritische Befragung der Elterngeneration: Die &#8222;Vier Fragen  an meinen Vater&#8220;.</p>
<p>Die Kinder haben die Ängste und die Verunsicherung der Eltern nach der &#8222;Wende&#8220; erlebt und solidarisieren sich mit ihnen. Es waren schon auffallend wenig Studenten unter den Oppositionellen der 80er Jahre. Da hatte die SED unter Verzicht auf eine größere Abiturientenquote schon gut gearbeitet.</p>
<p>Eine jüdische Weisheit sagt, <strong>dass die Erlösung in der Erinnerung liege</strong>.</p>
<p>Man wird sich noch lange plagen. Holländer haben bis heute ihre brutale Kolonialvergangenheit nicht aufgearbeitet. Stalin und Tito werden verehrt, obwohl sie Massenmörder waren. In Polen macht sich unbeliebt, wer dokumentiert, dass Pogrome auch nach 1945 stattfanden. Der belgische König hatte aus seinem Kongo vor über 100 Jahren ein KZ gemacht. Das wird in Belgien gerade zaghaft zur Kenntnis genommen.</p>
<p>Erstmals nach 60 Jahren schaffen es Menschen, über ihre Leidenszeit unter den Nazis zu sprechen und zu schreiben. Insofern wird auch die Erinnerung an die DDR nie auf die ach so gute  Schule, die emanzipierten Frauen, die billigen Mieten und den besiegten Faschismus reduziert werden können.</p>
<p>Zum Schluss noch ein Link zu &#8222;einestages&#8220; von Spiegel online aus Anlass des Besuches der Bundeskanzlerin in <a title="einestages: hohenschoenhausen" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,622944,00.html">Hohenschönhausen</a>. <strong> Frau Merkel ist es zu danken, dass sie dem verantwortungslosen Gerede der Sellerings, Ramelows, Thierses und Schwans  durch Wort und Tat entgegentritt.</strong></p>
<p><em><strong>In eigener Sache</strong>: Die regelmäßige Kommentierung der DDR-Aufarbeitung, die sich aus meiner Arbeit an der Medienkiste &#8222;Ampelmännchen und Todesschüsse&#8220; ergeben hat, stelle ich nach 15 Monaten ein. </em><em> </em></p>
<p><em>Die <a title="Medienkiste DDR" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/02/06/medienkiste-ddr/">Medienkiste</a> &#8222;Ampelmännchen und Todesschüsse&#8220; steht hessischen Schulen zur Ausleihe zur Verfügung. Die  Literaturliste wurde im Amtsblatt des Ministeriums veröffentlicht. Das Ministerium beabsichtigt, mehrere Kisten für Schulen auszuschreiben. (Nachtrag: Leider doch nicht!) </em></p>
<p><em>Im Internet wurde die Liste  3600mal aufgerufen. </em></p>
<p><em>Erste Rückmeldungen gibt es: Im Zusammenhang mit einem Zeitzeugenbesuch (&#8222;Die Frau vom Checkpoint Charly&#8220;) in Schulen und auf einem Seminar der Landeszentrale für politische Bildung im Museum &#8222;Point Alpha&#8220; in der Rhön wurde sie genutzt.<br />
</em></p>
<p><em>Ich werde weiterhin die Minderheitenveranstaltungen der Birthlerbehörde und anderer Institutionen besuchen, immer wieder neue, noch unbekannte Sachen erfahren, staunend hören, dass Geschichtswissenschaftler behaupten, die DDR sei nun ausreichend erforscht, und dass Politiker durch Weglassen lügen. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Meine Anregung, den brandenburgischen Schulen eine ähnliche Medienkiste zur Verfügung zu stellen und einen Geschichtswettbewerb auszuschreiben, wurde von der CDU-Landtagsfraktion im Herbst 2008 aufgegriffen, fand aber beim Koalitionspartner keine Zustimmung und wurde nicht realisiert.</em></p>
<p><em>(Zum Geschichtswettbewerb des Brandenburger MBJS siehe den Nachtrag vom 11.5.09 in diesem <a title="Geschichtswettbewerb" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/02/12/mehr-ddr-geschichte-in-der-brandenburger-schule-verlangt/">Eintrag</a>!)<br />
</em></p>
Posted in DDR Tagged: Claudia Rusch, DDR-Aufarbeitung, DDR-Schulsystem, Gartenschläger, Gesine Schwan, Gysi, MfS, Ostalgie, Potsdam, Sellering, Sodann, Wolfgang Thierse <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/3015/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/3015/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/3015/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/3015/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/3015/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/3015/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/3015/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/3015/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/3015/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/3015/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=3015&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Was passiert mit den Tempelhof-Millionen?</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2008/04/29/was-passiert-mit-den-tempelhor-millionen/</link>
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		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 08:28:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Volksentscheid zum Verkehrsflughafen Tempelhof ging ja gerade nochmal gut aus. Die Politologen erklären den relativen Erfolg im alten West-Berlin nicht nur mit der Pro-Kampagne der Springer-Zeitungen, dem plötzlichen Engagement Frau Merkels und dem Brass auf einen überheblichen Herrn Wowereit, sondern vor allem damit, dass hier der Wendeverlierer West-Berlin ein Zeichen setzen wollte: Alles drehe [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=144&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Der Volksentscheid zum Verkehrsflughafen Tempelhof ging ja gerade nochmal gut aus. Die Politologen erklären den relativen Erfolg im alten West-Berlin nicht nur mit der Pro-Kampagne der Springer-Zeitungen, dem plötzlichen Engagement Frau Merkels und dem Brass auf einen überheblichen Herrn Wowereit, sondern vor allem damit, dass hier der Wendeverlierer West-Berlin ein Zeichen setzen wollte: Alles drehe sich um die neue Mitte, um die Befindlichkeit der Ossis, im Osten werde mehr in die Infratruktur investiert, inzwischen wäre die Arbeitslosigkeit in West-Berlin höher als im Ostteil.</p>
<p>Worum es mir dabei geht: <strong>Die Bundesregierung, die seit 15 Jahren keine Einwände gegen die Schließung gehabt hatte (!), sagte vor dem Volksentscheid zu, das jährliche Tempelhof-Defizit von 10 Mio € bis zur Eröffnung des Großflughafens in drei, vier Jahren zu übernehmen. Das brauchte sie ja bei positivem Entscheid nicht. Das heißt, hier sind mindestens 30 Mio in den nächsten drei Jahren frei.</strong> Das Geld muss ja da gewesen sein. Die könnte der Bund doch in den Ausbau der durch die IZBB-Mittel gebauten Schulbibliotheken stecken.</p>
<p><em>(Es geht in der Politik meist &#8222;holzschnittartig&#8220; zu. Ein fiktives interfraktionelles Gespräch: &#8222;Du kriegst den Flughafenausbau Kassel-Calden, wenn Du der Gründung eines Elitegymnasiums im Rheingau zustimmst.&#8220;  So hat mir das einmal ein Landtagsabgeordneteter erklärt. </em></p>
<p><em>Oder nicht-fiktiv: Die Neo-Kommunisten im Potsdamer Stadtparlament stimmen für eine Art Wiederaufbau des Stadtschlosses, weil man ihnen Millionen für die Sanierung von Schulen zusagt. (Von denen die SPD behauptet, dass das sowieso vorgesehen war.)<br />
</em></p>
<p><strong>Update 29.3.09:</strong></p>
<p>Das hessische <strong>Institut für Qualitätsentwicklung</strong> (IQ) wendet jährlich 7,5 Mio € für die Evaluation von Schulen auf . Nun geht der Trend zu einer peer-to-peer-evaluation: Ein befreundeter Schulleiter sieht nach Gesprächen und Unterrichtsbesuchen mindestens genauso gut die Stärken und Schwächen der anderen Schule. <strong>Da bleiben von den 7,5 Mio sicher 7 Mio übrig.</strong> Wofür? Na,klar! Allerdings hat man noch die 70 A15-Inspektorinnen und Inspektoren. Aber das wäre die Führungsreserve für Schulleitung und Schulaufsicht. Die wissen ja nun, wie eine gute Schule ticken muss.</p>
<p>Frau Merkel hat als Umweltministerin dafür gesorgt, dass die marode DDR-Atommüllkippe <strong>Morsleben </strong>nach der &#8222;Wende&#8220; weiter genutzt wurde, obwohl es schon früh Bedenken gab. <strong>Jetzt muss der Schaden mit Milliardenaufwand repariert werden</strong>.</p>
<p>Eine kleine Erfolgsmeldung: <strong>Die teilweise wieder aufgefundenen Gelder des Volks- und Parteivermögens der DDR</strong>, die Dr. Gysi während der &#8222;Wende&#8220; beiseite schaffen ließ, kommen in Brandenburg den Schulen/Schulbibliotheken zugute.</p>
<p>Vom FDJ-Vermögen redet übrigens (auch) niemand mehr. Die Duzfreunde Gysi und de Maizière wissen wohl mehr. Letzteres hatte einen ranghohen MfS-Offizier mit der &#8222;Verwaltung&#8220; beauftragt.</p>
<p><strong>Update 1.4.09</strong></p>
<p>Wie wär´s mit einer <strong>Abwrackprämie </strong>für Uraltbücher in der Schulbibliothek<em>?</em></p>
<p><strong>Update 1.6.09</strong></p>
<p>Das Land Hessen und die Stadt Wiesbaden zahlen <strong>ca. 37,5 Mio</strong> für die Ansiedlung einer Zweigstelle der European Business School in Wiesbaden. Sie richtet dort einen Jura-Studiengang ein. Der Studienplatz kostet 12000 € jährlich<em>. </em></p>
<p><em>Der Wiesbadener OB übernahm kürzlich die Schirmherrschaft über eine <a title="Albrecht-Dürer-Schule WI" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/04/21/isbw-demnachst-in-aller-munde/" target="_blank">Schulbibliothek</a>, die entstehen konnte, nachdem ein Wirtschafts-Club 1000 Bücher zur Verfügung gestellt hatte.</em></p>
<p>Habe ich schon die <strong>15 Mio</strong> erwähnt, die unbedingt f<strong>ür die Erweiterung des Flugplatzes Kassel-Calden</strong> zu einem Interkontinentalflughafen ausgegeben werden müssen?</p>
<p><strong>Update 3.6.09</strong></p>
<p>Die &#8222;Freibier für alle&#8220; &#8211; Politik wird teuer: Die <strong>Linkspartei </strong>brauchte für ihre Wohltaten ca. 300 Mrd jährlich. Das wäre eine Verdopplung des Bundeshaushalts. (Deswegen laufen ihr Haushaltspolitiker in Berlin und Dresden davon.<em>) </em>Herr Steinmeier gibt mit vollen Händen an Magna, Opel, Sberbank, Porsche, Arcandor<em>.<br />
</em></p>
<p>Wer soll das bezahlen? Den Millionären wegnehmen, wie die Linkspopulisten fordern, wird auf Dauer nicht mehr bringen, als die Millionäre ein wenig ärmer zu machen. Die kaufen dann einen Cayenne weniger, was für die Arbeitnehmer in Zuffenhausen ungünstig wäre.</p>
<p>Ich vermute, dass eine <strong>Mehrwertsteuererhöhung kommen wird</strong>! Ich tippe auf 2011 oder 12 und 22%.</p>
<p><em>Es wird also dauerhaft nix mit mehr Geld für Schulbibliotheken.<br />
</em></p>
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		<title>Medienkiste DDR (2): Noch mehr Bücher!</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 21:08:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe die Medienliste "Ampelmännchen und Todesschüsse" verändert ( Stand: 15.09.08 ). Raus sind Ulrich Plenzdorf (wegen Daniela Dahns Beitrag zur Planwirtschaft) und Jana Hensel (Die reist in den aufregenden Jahren nach der Wende in der Welt herum, erzählt das aber nur nebenbei. Wichtig ist vor allem, dass es in der Heimat keine Wertstoffsammlung mehr gibt und ihr Schulweg sich verändert hat.

Neu ist Stefan Wolle. Und wieder entdeckt habe<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=132&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich habe die Medienliste &#8222;Ampelmännchen und Todesschüsse&#8220; verändert ( Stand: 15.03.09 ).</p>
<p><span style="font-size:10pt;font-family:Tahoma;"><a title="Medienkiste DDR" href="http://www.slideshare.net/basedow1764/ddr-kiste-090210-mit-zusatzmat" target="_blank">Hier </a>kann man die Liste und eine Handreichung ansehen. Download gerne nach Rücksprache. In Hessen kann die Medienkiste an drei Schulstandorten ausgeliehen werden und 2009 ist geplant, mehrere Kisten für Schulen auszuloben.</span><span style="font-size:10pt;font-family:Tahoma;"> </span></p>
<p>Raus sind <strong>Ulrich Plenzdorf</strong> (wegen Daniela Dahns Beitrag zur Planwirtschaft) und <strong>Jana Hensel</strong> (Die reist in den aufregenden Jahren nach der &#8222;Wende&#8220; in der Welt herum, erzählt das aber nur nebenbei. Wichtig ist vor allem, dass es in der Heimat keine Wertstoffsammlung mehr gibt und ihr Schulweg sich verändert hat.</p>
<p>Neu ist <strong>Stefan Wolle</strong>. Und wieder entdeckt habe ich den Wirtschaftsprofessor Werner Obst, der 1969 &#8222;rübermachte&#8220;.</p>
<p>Es ist die Erfahrung, die man schon früher, bei anderen Bücherkisten, machen konnte: Der Buchmarkt ist flüchtig. Was vergriffen ist, ist vergriffen. Da wäre book on demand gut. Die Bibliotheken hier in Brandenburg haben die einschlägige Literatur auch nicht gerade im Übermaß. Ein ebenfalls vergriffenes, sehr gutes Buch &#8211; &#8222;Stasi auf dem Schulhof&#8220; &#8211; habe ich im Brandenburger Verbundkatalog kein einziges Mal gefunden, in Berlin einmal. Im Antiquariat wird es für 60 € gehandelt. Ich habe es sehr viel billiger auf dem Bücherflohmarkt des Zentrums für zeitgeschichtliche Forschung hier in Potsdam gefunden. Die haben es sicher nochmal im Bestand, das ist ein angesehenes Institut. Dennoch, eine sicher unabsichtliche Pointe: Der Leiter des Zentrums sagt, man solle sich sich nicht mehr so intensiv(?) mit der Stasi und den Gefängnissen beschäftigen, sondern mit dem Alltag der Menschen. (Er will allerdings dabei die alltäglichen Erscheinungsformen der Diktatur nicht unter den Tisch fallen lassen.)</p>
<p>In Potsdam sind wir ausgewogen: Die Stadt ehrt mit den Stimmen der Postkommunisten einen verstorbenen Bürgerrechtler. Im letzten Jahr dagegen wurde im Stadtpark (Heimlich, keiner will es gewesen sein!) eine Leninbüste aus der Hinterlassenschaft der Roten Armee im Volkpark neu aufgestellt. (Die russische Botschaft in Berlin hattte ihre <strong>Lenin-Büste</strong> im Vorgarten schon Mitte der 90er abmontiert.)</p>
<p>Die Auseinandersetzung um die Rezeption der SED-Diktatur ist aufregend. Die wohl allseits bekannte Untersuchung zum Kenntnisstand der Schüler sollte ursprünglich vom Berliner Senat mitfinanziert werden. Der hat dann aber abgesagt. Und anschließend ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Methodik der Studie in Grund und boden verdammt. Brandenburg hatte gar nicht erst zugesagt. Noch ein paar Details. (Der Professor war gerade zu einem Vortrag in Potsdam.) Ostberliner und Brandenburger Schüler schneiden besonders schlecht ab. NPD- und Linksparteinahe Schüler haben dasselbe positve DDR-Bild.</p>
<p>Professor Schroeder, FU, erzählte übrigens, dass die Statistik vom Umtausch der Ost-Sparbücher bei der D-Mark-Einführung nicht mehr auffindbar sei. Die besagte, dass 10% der DDR-Bürger 60% des Sparvermögens auf dem Konto hatten. Fast dasselbe Zahlenverhältnis habe ich kürzlich bei der Vermögensverteilung in Deutschland gelesen.</p>
<p><strong>Update 30.5.</strong></p>
<p>Neu entdeckt habe ich <strong>David Ensikat, Kleines Land große Mauer</strong>. Die DDR für alle, die (nicht) dabei waren. Piper,München 2007.</p>
<p><img class="alignleft" title="Ensikat, Kleines Land..." src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41riXvVl7PL._SL500_AA240_.jpg" alt="" width="134" height="134" /></p>
<p>Ensikat erzählt so einfach, dass es schon ein aufgeweckter Grundschüler verstehen könnte, wenn im Kinderfernsehen daraus vorgelesen würde. Also eigentlich gut geeignet für 16/17jährige, die nicht sonderlich am Thema interessiert sind. Er spricht die Schattenseiten des Regimes offen an, z. B. dass in Gefängnissen &#8222;gequält&#8220; wurde, dass Kinder wegen des fehlenden Umweltschutzes öfter krank waren, dass die DDR 1988 pleite war u.a.</p>
<p>Manches fällt aber auch der Vereinfachung zum Opfer: &#8222;Solange es die DDR gab, herrschte Frieden in Europa.&#8220; Dass die SED aus einer Zwangsvereinigung von SPD mit KPD entstanden ist, erschließt man relativ spät im Buch.</p>
<p>Die Kapitel sind nicht zu lange, die Überschriften motivieren zum Lesen, es wird auch fast alles angesprochen. Dennoch bleibt ein Unbehagen. Die vereinfachte Erzählweise, der lockere Plauderton lassen die Sache SED-Diktatur bekömmlich werden, obwohl er auch über Todesschüsse, Gefängnisse und militaristisches Schulwesen schreibt.</p>
<p>Die Vereinfachung hat ihre Tücken. Ein Argumentationsmuster, das auch in anderen Büchern vorkommt: Der Antipode des Sozialismus ist der Kapitalismus. Und zwar der, den Karl Marx beschrieben hat. Bei Ensikat heißt das: &#8222;Tatsächlich kann man ja fragen, ob man die Wirtschaft nicht besser organisieren kann als im Kapitalismus, wo jeder sich um seine Sachen kümmert und kaum jemand darauf achtet, wie alles zusammenpasst.&#8220; (S. 103) Vor dem Hintergrund &#8222;des&#8220; Kapitalismus erscheinen der real existierende Sozialismus und seine Akteure, ob gewollt oder nicht, in milderem Licht. Sie hatten die besten Absichten, die Sache ist ein wenig aus dem Ruder gelaufen.</p>
<p>&#8222;Der Nationalsozialismus ist an sich eine gute Sache, nur das mit den Juden hätte man nicht machen sollen&#8220;, pflegte einer meiner Vorfahren zu sagen.</p>
<p>Ich suche nach einem Buch, das so viel Verständnis für die kapitalistische Welt und ihre Fehlentwicklungen aufbringt, wie einige Bücher für die DDR. Nach mancher Lektüre habe ich das Gefühl, ich dürfte den Ulbrichts, Honeckers, Mielkes nicht böse sein, sie haben es letztlich gut gemeint. Ich suche nach einem Buch, das erklärt, was im &#8222;kapitalistischen System&#8220; möglich ist oder sein kann: Umweltschutz, Sozialpolitik, (Gegen-)öffentlichkeit, Freiheitsrechte, Kartellämter, EU statt RGW. Das mag alles nicht optimal laufen. Aber eine Chance müsste &#8222;der&#8220; Kapitalismus doch auch mal bekommen. Und nicht nur die Diktatur der Arbeiterklasse.</p>
<p><strong>Update 4.6.08</strong></p>
<p class="MsoEndnoteText">&#8222;Betroffenen-Literatur&#8220; nennt eine Historikerin Bücher von Opfern der SED-Diktatur. Diese ergäben kein treffendes Gesamtbild der Diktatur.</p>
<p class="MsoEndnoteText">Man stelle sich vor: &#8222;Das Tagebuch der Anne Frank&#8220; = Betroffenen-Literatur? Das gäbe einen Aufschrei. Vom Holocaust reden wir gar nicht erst? (Mary Fulbrook, Verarbeitung und Reflexion der geteilten Vergangenheit seit 1989, in:<span> </span><strong>Christoph Kleßmann u. a. (Hrsg.), Deutsche Vergangenheiten – eine gemeinsame Herausfor­de­rung</strong>, Berlin, 1999, pp. 286 -298)</p>
<p class="MsoEndnoteText">
<p class="MsoEndnoteText">
<p class="MsoEndnoteText"><strong>Update 15.7.08</strong></p>
<p class="MsoEndnoteText"><strong>Christian von Ditfurth, Die Mauer steht am Rhein. Deutschland nach dem Sieg des Sozialismus</strong>, Köln, 2. Aufl. 2007 (1999):</p>
<p><img class="alignleft" title="Ditfurth, Die Mauer steht am Rhein" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51KGT8YYVVL._SL500_AA240_.jpg" alt="" width="131" height="131" /></p>
<p class="MsoEndnoteText">Was wäre, wenn &#8230;</p>
<p class="MsoEndnoteText">1989 die DDR Westdeutschland übernommen hätte?</p>
<p class="MsoEndnoteText">Richtig, die Versorgung der werktätigen Bevölkerung mit Konsumgütern wäre ein Problem geworden. Aber nicht nur das. Verblüffend schlüssig erfindet Ditfurth eine ganz andere Wende. Nicht alle westdeutschen Politiker treffen sich im Exil in Zürich.</p>
<p><strong>Update 7.8.08: </strong></p>
<p>Ein Potsdamer Lehrer möchte der Landeszentrale für politische Bildung die Weitergabe des Buches <strong>&#8222;Die russische Revolution 1917 -1921 von Jörg Barberowski </strong>u.a. verbieten. Da drin steht nämlich, dass die Oktoberrevolution nichts anderes als der Putsch einer kleinen, gewaltbereiten linksextremistischen Sekte war.</p>
<p>Wer mit dem Mythos der glorreichen sozialistischen Oktoberrevolution aufgewachsen ist, hat da seine Probleme.</p>
<p>Wer sich fragt, warum Potsdamer Schüler die DDR für ein Land halten, in dem Milch und Honig floßen, findet bei diesem Lehrer eine Antwort.</p>
<p><strong>Update 15.8.08</strong></p>
<p>Ein Schnellkurs zu Kapitalismus und Kommunismus <a title="Martin Sonneborns Heimatkunde in Spiegel Online" href="http://www.spiegel.de/spam/0,1518,467054,00.html">hier</a>.</p>
<p><strong>Update 20.8.08</strong></p>
<p><strong>Michail Ryklin, Kommunismus als Religion. Die Intellektuellen und die Oktoberrevolution</strong>, Frankfurt/Main und Leipzig 2008,</p>
<p><img class="alignleft" title="Ryklin, Kommunismus als Religion" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41lzAcPB9hL._SL500_AA240_.jpg" alt="" width="161" height="161" /></p>
<p>ist eine hervorragende Darstellung des Sowjetkommunismus unter Lenin und Stalin (Mit einem Nachwort zu Russland unter Putin).</p>
<p>Ich werde dem philosophisch und theologisch argumentierenden Philosophieprofessor Ryklin nicht gerecht, wenn ich jetzt nur auf die erstaunlichen äußeren Parallelen verweise: Kult, Dogmatik, Unfehlbarkeitsanspruch, Erlösungs- und Paradiesvorstellungen, Inquisition, Vernichtung der Un- oder Andersgläubigen.</p>
<p>Ryklin setzt sich mit den &#8222;Rückkehrerberichten&#8220; der begeistert aus Europa anreisenden Intellektuellen in das neue Mekka Moskau auseinander: Ignazio Silone, Bertrand Russell, Lion Feuchtwanger, Arthur Koestler, André Gide.</p>
<p>Sie alle kehrten ernüchtert, erschrocken, entsetzt zurück, angesichts des Scheiterns des kommunistischen Experiments.</p>
<p>Sie bagatellisieren (Brecht: &#8222;Schönheitsfehler&#8220;) den Terror, nehmen ihn schlicht nicht zur Kenntnis, werden als Abtrünnige diffamiert, versuchen, die Heilsversprechen von der sozialen Gleichheit und dem neuen Menschen trotz der bolschewistischen Deformation zu bewahren.</p>
<p>Selbst Stalins Schauprozesse sieht Ryklin als Inkarnation der bolschewistischen Glaubenslehre. Die Todesurteile gegen angebliche Verräter, die Lenins Weggefährten (und ihre Frauen und Kinder) haben nicht die geringste juriatische Qualität, sie werden in einer Inszenierung gefällt, an der die abtrünnigen Gläubigen mitwirken, z. T. die Drehbücher schreiben (Radek) und so noch ihren eigenen Tod als Opfer für die geliebte Partei verstehen.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass die beliebte Schauspielerin und Regisseurin Katharina Thalbach, die eine christliche Jugend erlebte, das Buch einmal in die Hand bekommt. Sie nämlich ist &#8222;froh, bei dem Experiment DDR dabei gewesen zu sein&#8220; (Potsdamer Neueste Nachrichten v. 6.8.08).</p>
<p>Dabei wurden sie und ihr Mann Thomas Brasch (Von seinem Vater, einem DDR-Minister denunziert) von der SED ziemlich drangsaliert.</p>
<p>Aber Gläubige sind rationalen Argumenten nicht zugänglich. Karl Radek wurde mit einem seligen Lächeln auf den Lippen nach Sibirien geschickt. Dort wurde er von seinen Mithäftlingen erschlagen. Seine Frau und seine Tochter wurden, entgegen einer Zusicherung Stalins, erschossen.</p>
<p><em>Das Buch habe ich mir per Fernleihe aus Schwerin holten müssen!</em></p>
<p><strong>Nachtrag 25.8.08</strong></p>
<p class="bodytext">Der rot-rote Berliner Senat hat ein Stiftungsgesetz beschließen lassen. In der Stiftung sollen die Mauergedenkstätte in der Bernauer Straße und die „Erinnerungsstätte“ <strong>Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde</strong> zusammengeführt und die Arbeit der Träger beider Gedenkstätten rechtlich besser gestellt werden.</p>
<p class="bodytext">Der erste Satz des Gesetzes lautet: „Zweck der Stiftung ist es, die Geschichte der Berliner Mauer und der Fluchtbewegungen aus der DDR <strong>sowie Übersiedlungen in die DDR</strong> als Teil und Auswirkung der deutschen Teilung &#8230; zu dokumentieren.“ (Ich finde leider keinen News-Link, außer zu einem NPD-Blättchen!)</p>
<p class="bodytext">Die Aufwertung der West-Ost-Migration (wie es die Wissenschaftler sachlich nennen), ist wieder ein bemerkenswerter Schritt zur Verklärung der SED-Diktatur.</p>
<p class="bodytext">Da bleibt nur zu hoffen, dass die nunmehr aufgewertete Einwanderung in die DDR korrekt dargestellt wird.</p>
<p class="bodytext">An sich wäre das Thema zu vernachlässigen. Die Zahlen (Westangaben: 470.000, SED-Angaben: 670.000) sind unzuverlässig, da im Westen die Meldeplicht nicht immer befolgt wurde, im Osten auch vorübergehende und mehrmalige Besuche dazugezählt wurden!!)</p>
<p class="bodytext">Bei den &#8222;DDR-Einwanderern&#8220; handelt es sich in der Mehrzahl der Fälle um jüngere DDR-Flüchtlinge, die aus Westdeutschland wieder zu ihren Familien und in ihre Heimat zurückkehrten. Von diesen &#8222;Einwanderern&#8220; hat bis 1961 die Hälfte die DDR erneut verlassen.</p>
<p>Vielleicht machen die Museumspädagogen eine Rechenaufgabe daraus: Wenn die &#8222;DDR-Immigranten&#8220; überwiegend Rückkehrer sind, steckt ihre Zahl ja auch schon in der Zahl der &#8222;Ost-West-Migranten&#8220; (3,3 Millionen). Wenn sie dann ein zweites Mal &#8222;rübermachten&#8220; (nach Westdeutschand natürlich), sind sie wiederum als DDR-Flüchtlinge gezählt worden. Wer errät die Wanderungsbilanz?</p>
<p>Für fortgeschrittene Rechner: Von den Flüchtlingen aus Gebieten jenseits der Oder blieben 3 Millionen in der DDR. Sie wurden in der SBZ/DDR Umsiedler genannt, um das Wort Vertriebene zu vermeiden. Die Wanderungsbilanz wäre dann 300.000 Westwanderer in 50 Jahren. Nicht zu vergessen: 600 Menschen wurden vom MfS aus Westdeutschland entführt.</p>
<p>Auf die Dokumentation in Marienfelde bin ich sehr gespannt.</p>
<p>Dr. Gysi wird demnächst behaupten können, dass die Zahl der DDR-Flüchtlinge maßlos überhöht ist. Parteivorsitzende Lafonataine arbeitet auf einer anderen Baustelle: Die Vereinigung von KPD und SPD zur SED 1946 sei vor allem ein Anliegen der SPD gewesen.</p>
<p><strong>Nachtrag 4.9.08</strong></p>
<p>Die &#8222;Bewältigung&#8220; der DDR schreitet voran: Die Minister der letzten DDR-Regierung Ulrich de Maizière erhalten eine <strong><a title="Pension für letzte DDR-Regierung" href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/DDR-Kabinett-Pensionen;art122,1876733">Ehrenpension</a></strong>. Bei allem Respekt vor diesem einzigen nichtkommunistischen DDR-Kabinett, ein Bundesverdienstkreuz hätte gereicht.</p>
<p>Gleichbehandlung ist gewahrt: Sie müssen mindestens 6 Monate Minister gewesen. Auch Opfer der SED-Diktatur erhalten ab 6 Monaten Haftzeit eine Entschädigung. Wer &#8222;nur&#8220; 5 Monate in Bautzen gesessen hat, geht leer aus.</p>
<p><strong>Nachtrag 17.9.08</strong></p>
<p>Die Beschäftigung mit der DDR-Geschichte wäre ein eigenes Blog wert.</p>
<p>In Potsdam soll eine Straße nach dem ersten (CDU-) Nachkriegsbürgermeister Köhler benannt werden. Er wurde in Moskau erschossen.</p>
<p>Eine Linksparteiabgeordnete enthält sich.</p>
<p>In Petzow bei Werder steht ein Gedenkstein für einen von den Nazis ermordeten Antifaschisten, den Ingenieur <strong>Mehlhemmer</strong>.</p>
<p>Ich gehe der Sache nach und stoße auf einen exemplarischen <a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/09/ein-gedenkstein.doc">Fall </a>von SED- und Nachwende-Geschichtspolitik: Die SED gedenkt des Mannes und lässt die Ehefrau nach Sibirien in den GULag bringen. An ihr Leid erinnert bis heute kein Gedenkstein.</p>
<p><strong>Nachtrag 6.12.08</strong></p>
<p><strong>Der Frau Mehlhemmer wird jetzt doch gedacht.</strong> Nachdem die &#8222;Potsdamer Neuesten Nachrichten&#8220; kein Interesse an meiner Recherche hatte, hat die &#8222;Märkische Allgemeine&#8220; das Thema aufgegriffen.</p>
<p>Die Stadtverwaltung Werder wird aktiv!</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/04/img_1516.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4140 aligncenter" title="Gedenktafel Ehepaar Mehlhemmer" src="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/04/img_1516.jpg?w=197&#038;h=141" alt="Gedenktafel Ehepaar Mehlhemmer" width="197" height="141" /></a></p>
<p>Nachtrag im Nachtrag: Die Gedenktafel steht!</p>
<p><strong>Nachtrag 2.2.09</strong></p>
<p>Eine  persönliche Bemerkung sei mir erlaubt:</p>
<p>Ich  erlebe hier in Potsdam hautnah, wie die DDR weichgespült wird, wie kuschelig,  umweltfreundlich und sozial sie dargestellt wird.</p>
<p>Vorneweg marschiert dabei die Linkspartei mit ihren  Verbänden, Verlagen, Stiftungen und  Zeitungen und, soweit sie regiert, mit  politisch-administrativen Mitteln.</p>
<p>Ich  sehe aber auch hier die zahlreichen Initiativen, Gruppen, Vereine und  Einzelpersonen, die, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die wachsende  Ablehnung von parlamentarischer Demokratie und die Verklärung der SED-Diktatur  zu stoppen versuchen. Besonders erwähnenwert in Potsdam: Die Malteser mit einer ganzen Palette an &#8222;Forschungs&#8220;-AGs zur DDR-Geschichte für Kinder und <a title="malteser_potsdam" href="http://www.treffpunktfreizeit.de/" target="_blank">Jugendliche</a>.</p>
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