Süd-Korea bremst bei digitalen Schulbüchern

Bis 2015 wollte Südkorea, sowieso führend im Ranking digital fortgeschrittener Staaten, alle gedruckten Schulbücher durch eBooks ersetzen. Schon nach einem Jahr scheint jetzt ein Nachdenken darüber eingesetzt zu haben, ob die Umstellung richtig ist. Dies schreibt die Washington Post in ihrem Blog “Answer Sheet”.

Das Syndrom “Internetsucht” werde verstärkt unter Kindern diagnostiziert. Man befürchte zu große Abhängigkeit von den digitalen Apparaten. Erziehungswissenschaftler finden keine Belege, dass die “drahtlose Pädagogik” die Qualität der Schulen verbessere.

Der “Spiegel” bejubelt noch die Volldigitalisierung in Süd-Korea.

Wer bringt Schülern noch etwas bei?

Aus einem Leserbrief:

“Wenn unsere  Kinder nicht mehr lernen dürfen, sondern nur noch Kompetenzen erwerben sollen, wer bringt ihnen dann was bei?”

(Leserbriefschreiberin Eleonore Zergiebel zu dem Artikel Schulstress: Die Eltern sind schuld, erschienen in der FAZ am 13.5.12)

Der einfallsreiche Pädagogikprofessor Jürgen Henningsen schrieb altertümelnd von „beybringen”, wenn es um Lernen und Lehren ging. Er wollte, dass man an dem Wort hängen bleibe.