Es knirscht im Bildungsland Sachsen

Das angeblich führende Bildungsland Sachsen hat die demographische Entwicklung vernachlässigt: Immer mehr Lehrer/-innen erreichen das Pensionsalter und es gibt mehr Schüler/-innen als erwartet. Jetzt herrscht Lehrer/-innenmangel. Vor allem den Grundschulen fehlen Lehrer, in der Sekundarstufe fallen ganze Fächer aus.

Kultusminister Wöller hatte über die Jahre Lehrer neu eingestellt, es reicht aber nicht. Die Landesregierung will außerdem 70000 Stellen in der Landesverwaltung abbauen, dazu sollte eigentlich auch die Lehrerschaft als größte Berufsgruppe beitragen. Um dennoch mehr Stellen zu finanzieren, wollte Wöller die Sportförderung in seinem Haus kürzen. Damit ging er zu weit: Der Ministerpräsident entzog ihm die Zuständigkeit für Sport und tauschte seinen Staatssekretär aus. Daraufhin trat der Kultusminister zurück.