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	<title>Basedow1764&#039;s Weblog &#187; DDR</title>
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	<description>Es geht um Schulbibliotheken/Mediotheken/Informationszentren. Sie sind das Herz der Schule.</description>
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		<title>Basedow1764&#039;s Weblog &#187; DDR</title>
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		<title>Lesetipp: &#8222;drüben&#8220; von Simon Schwartz</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 08:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Simon Schwartz, drüben, 14,95 €, 112 Seiten, avant-Verlag 978-3939080374
Die Bilder dieser graphic novel, wie anspruchsvolle Comics heute auf Deutsch heißen, sind eindringlich. Sie wirken auf mich noch eindringlicher als die Schwarzweißfotos von der untergehenden DDR, die jetzt in vielen Ausstellungen zu sehen sind.
Da gibt es die Zeichnung vom Todesstreifen an der Berliner Mauer, auf den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5118&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Simon Schwartz, drüben, 14,95 €, 112 Seiten, avant-Verlag </strong>978-3939080374</p>
<p><a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/10/drueben.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5121" title="&quot;drüben&quot; von Simon Schwartz" src="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/10/drueben.jpg?w=150&#038;h=150" alt="&quot;drüben&quot; von Simon Schwartz" width="150" height="150" /></a>Die Bilder dieser graphic novel, wie anspruchsvolle Comics heute auf Deutsch heißen, sind eindringlich. Sie wirken auf mich noch eindringlicher als die Schwarzweißfotos von der untergehenden DDR, die jetzt in vielen Ausstellungen zu sehen sind.</p>
<p>Da gibt es die Zeichnung vom Todesstreifen an der Berliner Mauer, auf den ersten Blick an eine Modellbahnlandschaft erinnernd, dann aber kommt die Assoziation von Gewalt, Schrecken und Angst. Der Grenzübergang Friedrichstraße aus der Perspektive eines Fünfjährigen. Die beiden Seiten ersetzen eine ganze TV-Dokumentation.</p>
<p>Der Zeichner und Autor Simon Schwartz erzählt hier die Geschichte seiner Eltern, eines Studentenehepaares, das lange um die Entscheidung ringt, die DDR zu verlassen. Das führt zum Konflikt mit den stramm kommunistischen Eltern des Vaters von Simon. Als Lehrbeauftragter einer Hochschule muss er die Rede des Parteisekretärs zum Einmarsch der sowjetischen Brüder in Afghanistan verlesen. Als er daraufhin einen Ausreiseantrag stellt, wird er im Auditorium öffentlich aus der Partei und der Hochschule ausgeschlossen. Auch die Zeichnungen von dieser Sitzung ersetzen dicke Bücher.</p>
<p>Schwartz gelingt es, mit wenigen Strichen einen Raum, eine Situation, ein Gesicht sprechen zu lassen. Und der Leser und Betrachter wird nicht erschlagen von einer Überfülle bunter Bilder, sondern kann sich seine eigenen Gedanken machen.</p>
<p>All dies ist auch ein Stück normaler DDR-Alltag, wie er in den Alltagskulturmuseen, die in Ostdeutschland überall existieren, aber angeblich kaum vorkommen, nur selten gezeigt wird. Die Unfreiheit, die Bespitzelung treiben selbst Gutwillige zum Ausreisantrag. Das wird in dieser schwarz-weißen Bildersprache hervorragend umgesetzt.</p>
<p>Es dürfte sich lohnen, diesen Band Jugendlichen zu geben. Auch ohne viel Sachwissen wird mit diesem Medium deutlich, vielleicht sogar deutlicher als mit Arbeitsblättern und Videoclips, was es bedeutete, in diesem Staat zu leben.</p>
<p><em>„drüben“ ist eine gut geeignete Ergänzung der LAG-<a title="Ampelmännchen-posting im Weblog" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/02/06/medienkiste-ddr/" target="_blank">Medienkiste</a> „Ampelmännchen und Todesschüsse und wird in mehreren Exemplaren aufgenommen.</em></p>
<p><em>Auch in Potsdamer Buchhandlungen, in denen zum Thema DDR vorwiegend Ensikat, Krenz, Dahn und Hensel ausliegen, ist das Buch per Bestellung erhältlich.</em></p>
Posted in DDR, Lesetipp, Potsdam Tagged: DDR, Lesetipp, Simon Schwartz <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/5118/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/5118/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/5118/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/5118/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/5118/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/5118/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/5118/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/5118/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/5118/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/5118/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5118&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">&#34;drüben&#34; von Simon Schwartz</media:title>
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		<title>Die DDR lebt (4)</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 12:04:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Anwalt Vogel]]></category>
		<category><![CDATA[Bert Brecht]]></category>
		<category><![CDATA[DDR-Verklärung]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[SED]]></category>

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		<description><![CDATA[Kanzlerin und Minister sollen nach SPIEGEL-Informationen mit einem speziellem Impfstoff vor der Schweinegrippe geschützt werden. Beamte von Ministerien und nachgeordneten Behörden ebenso. 
(Update 19.10.: Die Bundesregierung dementiert: Die Bestellung des Impfstoffs sei sehr früh erfolgt. Da habe es den mit den umstrittenen Zusatzstoffen versehenen Impfsstoff noch nicht gegeben. Jetzt müsse man den Vertrag erfüllen und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4946&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Kanzlerin und Minister sollen nach <a title="Spiegel über Regfierungs-Impfstoff" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,655764,00.html" target="_blank">SPIEGEL</a>-Informationen mit einem speziellem Impfstoff vor der Schweinegrippe geschützt werden. Beamte von Ministerien und nachgeordneten Behörden ebenso. </strong></p>
<p>(<strong>Update </strong>19.10.: Die Bundesregierung dementiert: Die Bestellung des Impfstoff<strong>s </strong>sei sehr früh erfolgt. Da habe es den mit den umstrittenen Zusatzstoffen versehenen Impfsstoff noch nicht gegeben. Jetzt müsse man den Vertrag erfüllen und die Ampullen abnehmen.</p>
<p>Es würde mich freuen, wenn das zuträfe. Hier im Osten wird von den &#8222;Durchblickern&#8220; gerne behauptet, dass die drüben auch nicht besser gewesen wären,  Kohl genauso viel Dreck am Stecken gehabt hätte wie Honecker. Ein solcher Redebeitrag fehlt in keiner Diskussion.) <strong><br />
</strong></p>
<p>Der Wunsch, dass das Gute der guten alten DDR erhalten bleibe, verhallt nicht ungehört. Das Beste am SED-Gesundheitswesen z. B. waren die Regierungskrankenhäuser. Die Nomenklatura, Dr. Gysi spricht gerne von den Eliten der DDR, hatte eine bessere medizinische Versorgung als der doofe Rest.</p>
<p>Da scheint die DDR endlich in der Bundesrepublik angekommen zu sein, wie die &#8222;Spiegel&#8220;-Meldung zeigt..</p>
<p>Diese Privilegien werden ungerne genannt, wenn die Errungenschaften der DDR buchstabiert werden. Es gibt zahlreiche weitere, die allesamt zeigen, dass die Eliten der DDR das kommunistische Paradies für sich selbst schon längst realisiert hatten, während die Arbeiter und Bauern sich abrackerten und wunderten, dass der Abstand zum Ziel gleich blieb. Das galt übrigens für Lenins Parteielite auch schon, auch während der Bürgerkriegszeit.</p>
<p>Eine besonders edle Umsetzung des Versprechens &#8222;Jeder nach seinen Bedürfnissen&#8220; ist diese: Wenn Angehörige der DDR-Elite, der Generalmajor, der Chefarzt, die Gerichtspräsidentin, der Parteisekretär ein Auge auf eine schöne Villa oder ein herrschaftliches Seegrundstück geworfen hatten, ließen sie dies durchblicken.</p>
<p>Der Apparat sah dann zu, dass er Besitzern eine Steuernachzahlung auferlegte, ein Devisenvergehen nachwies oder sie als negative Elemente ausmerzen konnten. Konnten diese die Summe nicht aufbringen oder saßen wegen scheinbarer Vergehen und Verbrechen im Knast, nahte Hilfe in Person des Dr. Vogel. Der bot die Ausreise in die BRD an. Und schickte einen Notar vorbei, der einen Überlassungsvertrag für das Seegrundstück, die Villa, das Jagdhaus mitbrachte. Der Geschädigte war dem Dr. Vogel i. d. R. dankbar, dass er noch ein paar Kröten erhielt. Der neue Besitzer des Anwesens, der es kostengünstig von seinem sozialistischen Vaterland erwerben konnte, ebenfalls. Formaljuristisch war alles korrekt, die DDR war ja ein Rechtsstaat, wie es vor allem SPD-Politiker/innen zu wissen glauben. Inwieweit diese SED-Methode schon in die Bundesrepublik ein- gezogen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.</p>
<p>In den Monaten der Wende jedenfalls wechselten zahlreiche Grundstücke, Häuser, Lagerhallen, Firmenareale, Lagerbestände, Bankguthaben ihren Besitzer. Die Bilanz der Treuhand sähe noch besser aus, wenn die Firmen, die sie übernahm, nicht schon nicht im Vorfeld geplündert worden wären.</p>
<p>Die Grundstückwegnahme lief auf lokaler Ebene, bei den unteren Nomenklaturisten, übrigens genauso, wie mir versichert wird.</p>
<p>In der kommunistischen Bewegung hat das Tradition. Man denke an die in der Jelzin-Ära reich gewordenen jungen Milliardäre, denen Putins Steuerverwaltung Zahlungsbescheide ins Haus schickte, dass denen die Tränen kamen und sie ihren Besitz (Lassen wir es undiskutiert, wie sie ihn erworben haben) wieder loswurden und sie selbst einen Wohnsitz in Sibirien beziehen mussten. Auch der große Bert Brecht, als er ein Auge auf das Häuschen in Buckow geworfen hatte, schenkte dem Bürgermeister eine Traditionsfahne und der übergab dem Dichter das Ferienhaus einer Siemens-Tochterfirma. der gutrmütige Brecht immerhin bat den Bonzen, den Arbeitern der Firma, die gegen die Wegnahme des Hauses protestierten, ein gleichwertiges an anderer Stelle zu besorgen.</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
Posted in DDR Tagged: Anwalt Vogel, Bert Brecht, DDR, DDR-Verklärung, Ostalgie, SED <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/4946/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/4946/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/4946/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/4946/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/4946/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/4946/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/4946/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/4946/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/4946/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/4946/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4946&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Verlosung von drei Medienpaketen &#8222;Ampelmännchen und Todesschüsse&#8220;</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Oct 2009 11:33:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Leseförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Mediothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[DDR im Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[LAG]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht in der Bibliothek]]></category>

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		<description><![CDATA[Die LAG Schulbibliotheken verlost  drei Medienpakete „Ampelmännchen und Todesschüsse“. 
Die Bücher-  und Medienkiste zur Geschichte der DDR der LAG wird stark nachgefragt. Die  LAG Schulbibliotheken in Hessen e.V. ist jetzt kurzfristig in der Lage, drei dieser Themenpakete zu  verlosen.
Bewerben können sich hessische Schulen der  Sekundarstufe, sowie die außerhessischen LAG-Mitgliedsschulen. Alle [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4910&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Die LAG Schulbibliotheken verlost  drei Medienpakete „Ampelmännchen und Todesschüsse“. </strong></p>
<p>Die <a href="http://www.slideshare.net/basedow1764/dampelmaennchen-und-todesschuesse-ddr-im-unterricht">Bücher-  und Medienkiste</a> zur Geschichte der DDR der LAG wird stark <a href="http://bildungsklick.de/pm/70228/buecher-und-medienkiste-ampelmaennchen-und-todesschuesse-wird-zum-hit/">nachgefragt</a>. Die  LAG Schulbibliotheken in Hessen e.V. ist jetzt kurzfristig in der Lage, drei dieser Themenpakete zu  verlosen.</p>
<p>Bewerben können sich <span style="text-decoration:underline;">hessische</span> Schulen der  Sekundarstufe, sowie die außerhessischen LAG-Mitgliedsschulen. Alle Schulen, die bis  <span style="text-decoration:underline;">1.11.09</span> an die E-Mail-Adresse <a href="mailto:gs@schulbibliotheken.de">gs@schulbibliotheken.de</a> schreiben,  nehmen an der Verlosung teil.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Einzige  Bedingung:</p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Die Schulbibliothek muss auf der  Eingangsseite der Schulhomepage zu finden sein (oder eine eigene Homepage  haben.) </span>Den URL bitte in der E-Mail angeben!</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die  Übergabe der drei Bücher- und Medienpakete an die Gewinner erfolgt am Mo, 9.11.  09, 15 Uhr, in der Bibliothek des Weidiggymnasiums in Butzbach.</p>
<h6>Das  Kleingedruckte:</h6>
<h6>Das Wort „Schulbibliothek“, „Schulmediothek“ oder „Schulmediathek“  muss auf der <span style="text-decoration:underline;">Startseite</span> angeklickt werden können.</h6>
<h6>Eine  Holzkiste wie bei den anderen Themen des Projekts „Die Bibliothek in der Kiste“  gehört nicht dazu. Die Bücher- und Medienliste kann wegen unterschiedlicher  Lieferbarkeit der Bücher geringfügig von der bisher veröffentlichten Liste  abweichen. Die Liste der drei <a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/10/ampelmannchen-und-todesschusse-ddr-gb_liste.doc">Ampelmännchen und Todesschüsse-Verlosungspakete.</a> Die Bücher und Medien haben einen Wert von jeweils 630 €.</h6>
<h6>Der  Rechtsweg ist ausgeschlossen.</h6>
Posted in DDR, Leseförderung, Mediothek, Schulbibliothek Tagged: DDR, DDR im Unterricht, LAG, Unterricht in der Bibliothek <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/4910/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/4910/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/4910/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/4910/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/4910/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/4910/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/4910/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/4910/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/4910/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/4910/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4910&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die DDR lebt (3)</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/09/27/die-ddr-lebt-3/</link>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 07:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Brandenburg]]></category>
		<category><![CDATA[DDR-Nostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[Linkspartei]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[rbb]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Woche im rbb-Fernsehen einen Werbespot der Postkommunisten gesehen. Ihr Mann ist &#8222;seit 35 Jahren Bürgermeister in Burg&#8220;.
Auf youtube zu sehen.
Posted in DDR Tagged: Brandenburg, DDR, DDR-Nostalgie, Linkspartei, Ostalgie, rbb      <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4693&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Diese Woche im rbb-Fernsehen einen Werbespot der Postkommunisten gesehen. Ihr Mann ist &#8222;seit 35 Jahren Bürgermeister in Burg&#8220;.</p>
<p>Auf <a title="Wahlwerbung der Linkspartei" href="http://www.youtube.com/watch?v=iHmVKEKq5fk&amp;feature=channel_page" target="_self">youtube</a> zu sehen.</p>
Posted in DDR Tagged: Brandenburg, DDR, DDR-Nostalgie, Linkspartei, Ostalgie, rbb <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/4693/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/4693/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/4693/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/4693/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/4693/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/4693/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/4693/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/4693/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/4693/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/4693/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4693&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Klaus Kordon: Auf der Sonnenseite</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 08:34:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
		<category><![CDATA[Nicht kategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Hohenschönhausen]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Kordon]]></category>
		<category><![CDATA[RAF]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Heym]]></category>

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		<description><![CDATA[In der Gedenkstätte &#8222;Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen&#8220; hat Klaus Kordon gestern sein neues Buch &#8222;Auf der Sonnenseite&#8220; vorgestellt. Es ist die Fortsetzung von &#8222;Das Krokodil im Nacken&#8222;.
Kordons alter ego Lenz und dessen Frau dürfen nach dem einjährigen Zuchthausaufenthalt in Berlin und Cottbus ausreisen und ein Jahr später ihre Kinder nachholen. In diesem Folgeband geht es vor vordergründig [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4572&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>In der Gedenkstätte &#8222;Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen&#8220; hat Klaus Kordon gestern sein neues Buch &#8222;Auf der Sonnenseite&#8220; vorgestellt. Es ist die Fortsetzung von &#8222;Das Krokodil im <a title="Kordon, Krokodil" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/06/05/lesetipp-kordon-krokodil-im-nacken/" target="_blank">Nacken</a>&#8222;.</p>
<p>Kordons alter ego Lenz und dessen Frau dürfen nach dem einjährigen Zuchthausaufenthalt in Berlin und Cottbus ausreisen und ein Jahr später ihre Kinder nachholen. In diesem Folgeband geht es vor vordergründig um das Leben in der Bundesrepublik, auf der &#8222;Sonnenseite&#8220;, nach einem Wort von Helmut Kohl. Der sagte Anfang 1990, dass jetzt auch die DDR-Untertanen auf der Sonnenseite leben werden.</p>
<p>Kordon findet bei allen Unterschieden, die ja auch zum Fluchtversuch und der Ausreise aus der DDR führten, die BRD der Zeit des Kalten Krieges auch nicht immer überzeugend. Für sein Schicksal interessiert sich niemand. Im Gegenteil, die BRD der 70er Jahre schließt ihren Frieden mit den Zuständen in der DDR. Da passt die Biographie der Lenzens nicht mehr in die Zeit. Gefängnis ist Gefängnis, da sind Arbeitgeber erstmal vorsichtig. Seit der Guillaume-Affäre haben es Übersiedler noch schwerer.</p>
<p>Lenz ist ein politischer Mensch. Er erlebt die bleierne Zeit des deutschen Herbstes und den Stillstand der Kohl-Jahre. Da er zunehmend erfolgreich als Schriftsteller arbeitet, reist er mit dem Goethe-Institut um die Welt und wird des öfteren mit Deutschlands Nazivergangenheit konfrontiert.</p>
<p>Kordon ist ein Zeitzeuge, der die DDR und die Bundesrepublik aus eigenem Erleben kennt. Seine Sicht auf die Bundesrepublik lesen auch Erwachsene mit Gewinn. Allzu viele Bücher dieser Art gibt es nicht. Es ist keine Äquidistanz, derer sich einige Zeithistoriker und &#8222;ZEIT&#8220;-Journalisten befleißigen. Es ist auch nicht die Häme einer Daniela Dahn, die bei ihm die Feder führt. Die Trauer, dass der kommunistische Traum vom Paradies in den Sand gesetzt wurde, scheint nur milde auf. Er weiß, warum er die DDR verlassen hat, auch wenn ihm im Westen vieles nicht gefällt.</p>
<p>Dass die Genossen drüben ihre Genossen von der RAF, 34fache Mörder, vor Strafverfolgung schützten, während die Bundesrepublik im Kampf gegen die RAF die Freiheiten ihrer Bürger beschneidet, was er selbst hautnah erfährt, zeigt ihm deutlich, was für ein Regime dort herrschte.</p>
<p>Anregend sind auch die Schilderungen seiner ganz unterschiedlichen Begegnungen mit DDR-Schriftstellern im Westen. Auch der schillernde Stefan Heym kommt vor, der nach der Maueröffnung auf die konsumwütigen DDR-Bürger schimpfte, aber selbst schon vor der &#8222;Wende&#8220; gerne beim teuren Westberliner Italiener zu speisen pflegte.</p>
<p>Letztlich ist die DDR immer das Subthema. Die Eltern machen sich  Vorwürfe, dass ihre Kinder als etwa Zehnjährige zwei Jahre ohne sie in DDR-Heimen aufwachsen mussten. Die Familie lebte nicht einmal schlecht in der DDR und es muss für die Kinder unverständlich gewesen sein, was die Eltern da taten. Da ist es wohl eine späte Erlösung als der Sohn, als Abiturient, eine Klassenreise nach Dresden unternimmt, mit einer geklauten DDR-Fahne zurückkommt und seine Eindrücke  so zusammenfasst: &#8222;Wenn Ihr nicht schon gesessen hättet, hätten Sie irgendwann einmal mich eingebuchtet.&#8220;</p>
<p>Aus seiner Zeit in Schwalbach a. Ts. in den 70ern erinnert er sich daran, dass sich dort niemand für seine DDR-Erfahrungen interessierte. Dennoch gab er seiner bei der Lesung anwesenden &#8222;Schwalbacher Fangemeinde&#8220; Autogramme. Er hat recht, fällt mir jetzt auf: Wir freuten uns damals, dass in dieser Schlafstadt vor den Toren Frankfurts, wo ich als Lehrer anfing,  ein echter Schriftsteller wohnte, der Verfassser von &#8222;Schwarzer Riese, fünfter Stock&#8220;, seiner damaligen Wohnadresse. Er meinte dann auch versöhnlich, sein nächster Wohnort, Bad Camberg, sei noch weniger erträglich gewesen.</p>
<p>Seit 1988 wohnt er  wieder in Berlin, wo er sich zu Hause fühlt. Man hört es auch an seiner Sprache.</p>
<p>Ein ebenfalls anwesender Zeitzeuge erinnerte daran, dass damals Willy Brandt zu einem Stasi-Opfer gesagt haben soll: &#8222;Nun hör doch mal auf mit Deinen Geschichten. Die passen nicht mehr in die Zeit.&#8220;</p>
<p>In einem Nachwort erzählt Kordon von seinen Besuchen in Hohenschönhausen nach der Friedlichen Revolution, von Fernsehaufnahmen in seiner ehemaligen Zelle und seinen Gefühlen dabei, von jungen Regisseuren, von Schulklassen. vor denen er liest. Im Westen sei die Ungläubigkeit groß, dass das nicht die Nazis waren, die in Hohenschönhausen folterten, sondern die deutschen Kommunisten. Im Osten seien die Lehrer das Problem.</p>
<p><strong>Es war eine gute Idee des Beltz-Verlages, die Lesung in der Gedenkstätte stattfinden zu lassen.</strong> Sie liegt in &#8222;feindlicher&#8220; Umgebung. Die ehemaligen Verhörer und Anwender modernster Foltermethoden wohnen drumherum, die Bezirksbürgermeisterin ist eine Linke und der Bundestagswahlkreis von Petra Pau liegt hier. Das Harmloseste ist noch, dass gelegentlich Hinweisschilder im Stadtteil verschwinden. Es ist daher gut, dass dieses ehemalige Gefängnis auch Ort von der Veranstaltungen ist und nicht in Vergessenheit gerät.</p>
<p>Mir reicht schon, im Dunkeln durch den Hof zum vergitterten, taghell erleuchteten Eingangstor zu gehen.</p>
<p>In Hohenschönhausen sind übrigens die Wahlplakate fast aller Parteien beschädigt. Nur die der Linkspartei und der DKP nicht.</p>
<p><img class="alignleft" title="Kordon, Sonnenseite" src="http://www.beltz.de/fileadmin/beltz/productsfine/9783407810595.jpg" alt="" width="143" height="198" />Klaus Kordon</p>
<p><a title="Kordon, Sonnenseite" href="http://www.amazon.de/Auf-Sonnenseite-Klaus-Kordon/dp/3407810598/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1253175211&amp;sr=8-1" target="_self">Auf der Sonnenseite</a></p>
<p>Weinheim: Beltz 2009</p>
<p>267 S.</p>
<p>16,96 €</p>
Posted in DDR, Lesetipp, Nicht kategorisiert Tagged: DDR, Hohenschönhausen, Klaus Kordon, Lesetipp, RAF, Stefan Heym <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/4572/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/4572/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/4572/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/4572/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/4572/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/4572/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/4572/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/4572/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/4572/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/4572/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4572&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die DDR lebt (2)</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 12:07:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bodo Ramelow]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Fürsorge für Mitarbeiter des früheren Ministeriums für Staatssicherheit ist enorm. Das begann schon mit einem Befehl Mielkes inmitten der Wirren der Friedlichen Revolution, in dem er befahl, die Wende für seine Mitarbeiter/innen vorzubereiten: Kaderakten vernichten, Lebensläufe glätten, die berufliche Zukunft finanziell absichern. Das setzte sich fort: Innenminister Diestel in der Regierung de Maizière verlangte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4543&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Fürsorge für Mitarbeiter des früheren Ministeriums für Staatssicherheit ist enorm. Das begann schon mit einem Befehl Mielkes inmitten der Wirren der Friedlichen Revolution, in dem er befahl, die Wende für seine Mitarbeiter/innen vorzubereiten: Kaderakten vernichten, Lebensläufe glätten, die berufliche Zukunft finanziell absichern. Das setzte sich fort: Innenminister <a title="DDR-Innenminister Diestel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Michael_Diestel" target="_blank">Diestel</a> in der Regierung de Maizière verlangte von Joachim Gauck, ca. 100 ehemalige MfSler in seiner Behörde unterzubringen. Dem kam der nicht gänzlich, aber überwiegend nach. Marianne Birthler hat aber jetzt den Ärger.</p>
<p>Gerade ist zu lesen, dass MdB Ramelow von der Partei &#8222;Die Linke&#8220; &#8211; nicht auszuschließen, dass er in Thüringen Ministerpräsident wird &#8211; in seinem Berliner Büro eine frühere MfS-Offizierin beschäftigt. Es mag verständlich sein, dass man erst einmal für seine eigenen Leute sorgt. Aber bei dem Gedanken, dass demnächst in Erfurt jede Menge Posten in der Staatskanzlei und den Ministerien neu zu besetzen sind &#8230;</p>
<p>(Wie viele arbeitslose MfSler gibt es denn noch? Wenn man davon absieht, dass eine MfS-Offizierswitwe nicht die dreifache Rente für ihren Mann, der als MfS-Oberst das Dreifache  eines DDR-Durchschnittsgehaltes verdiente, gerichtlich durchsetzen konnte, sind die meisten gut im Staat des Klassenfeindes angekommen.)</p>
<p>Herr Ramelow setzt bei der Rechtfertigung der Resozialisierungschance für seine Stasi-Mitarbeiterin auch ein weiteres Zeichen:</p>
<p>Zur &#8222;Wende&#8220;- Strategie der Nomenklatura gehörte, dass nicht die SED als Sündenbock geopfert wurde, auch nicht die Stasi. Die wahren Übeltäter &#8211; und das ist der Leitsatz der öffentlichen DDR-Aufarbeitung geworden &#8211; waren die IMs. Bodo Ramelow handelt ganz im Sinne dieser Strategie: Er ist ob der Kritik ganz überrascht. Seine Mitarbeiterin wäre doch nie IM gewesen, beteuert er.</p>
<p>Bleiben wir in Ramelows Bundesland: In einem Dorf in Thüringen hat der Bürgermeister &#8211; Er ist seit den Achtzigern für dieselbe Partei tätig &#8211; einen Gedenkstein für <a title="Wilhelm Pick in Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Pieck" target="_blank">Wilhelm Pieck</a>, den ersten DDR-Präsidenten, aufgestellt.</p>
<p>Statt der eingegangenen Adolf-Hitler-Linde hatte er schon Jahre zuvor an dieser Stelle eine Wilhelm-Pieck-Eiche gepflanzt.</p>
<p>Jetzt bin ich mal gespannt, ob der mdr die Enthüllung des Steins gefilmt hat.</p>
<p>Ich bin übrigens noch durch keine Siedlung, Stadt oder Dorf, gefahren, in dem es nicht eine &#8222;Straße des Friedens&#8220;, eine &#8222;Straße der Jugend&#8220;, der &#8222;Einheit&#8220;, der &#8222;Freundschaft&#8220; gibt,  eine &#8222;Thälmann-Str.&#8220;, eine &#8222;Maxim-Gorki-Schule&#8220;. In der Nähe von Jüterbog gibt es auch eine Leninstraße.  André Brie, der als &#8222;Reformer&#8220; gehandelte und gegen die Parteidisziplin verstoßende Alt-Linke will auch eine entdeckt haben.</p>
<p>Manchmal braucht es die Umbenennung nicht, weil eine neue Bedeutung die alte überlagert. Bei den Straßen und Plätzen der Einheit ist die Zwangsvereinigung der SPD mit der KPD gemeint. Die Heutigen denken zuerst an die Vereinigung von 1990, die manche hier ja gerne Zwangsvereinigung nennen. In Potsdam gibt es eine &#8222;Friedrich-Ebert-Straße&#8220;. Natürlich gedenkt man nicht des auch von Kommunisten bekämpften Reichspräsidenten, sondern seines Sohnes, einem Oberbürgermeister von Ostberlin.</p>
<p>Unverständlich sind die vielen Thomas-Müntzer-Straßen. Wer sich mit Müntzer etwas näher befasst, wird unschwer schließen, dass er, hätte er in der DDR gelebt, in Hohenschönhausen gelandet wäre. Der missachtete Luther hätte in der DDR Oberkirchenrat und MfS-Ordensträger werden können.</p>
<p>Der Ort Marxwalde, neben dem Regierungsflugplatz der SED, wurde wieder in Neuhardenberg (früher: Neu-Hardenberg) umbenannt. Die Dorfstraße heißt &#8222;Karl-Marx-Allee&#8220; und das sollte laut Gemeinderat auch so bleiben. Als die Sparkassenstiftung das Schloss der Hardenbergs mit Millionenaufwand renovierte, scheiterte sie mit dem Wunsch der Umbenennung der Straße, an der das Schloss liegt. Da man auf die Arbeitsplätze des zukünftigen Tagungs- und Veranstaltungszentrums nicht verzichten wollte, kam es zu einem Kompromiss: An der Stelle, an der das Schloss und die Schlosskirche stehen, heißt die &#8222;Karl-Marx-Allee&#8220; jetzt &#8222;Schinkelplatz&#8220;.</p>
<p>Wenn Karl Marx das noch erlebt hätte! 1851 sagte er zu Engels, von dessen Geld er viel verbrauchte: „Die kommunistische Partei ist eine Bande von Eseln, die auf uns schwört, weil sie uns für ihresgleichen hält.“</p>
<p>Die SPD Brandenburgs hat vor der hier vorherrschenden Erinnerungskultur schon kapituliert. In ihrem Regierungsprogramm 2009 &#8211; 2013 steht nichts mehr von Aufarbeitung der DDR-Geschichte.</p>
<p>Dabei sind schon kleine Schritte sinnvoll: In Potsdam soll jetzt eine Straße nach einem Potsdamer Nachkriegsbürgermeister benannt werden, der nach Moskau gebracht und dort erschossen wurde.</p>
<p>Auf die Idee einer &#8222;Straße der Friedlichen Revolution&#8220; ist in Potsdam noch niemand gekommen.</p>
<p>Bei den Infosäulen, die für das Gedenkjahr 1989 in der Stadt aufgestellt wurden, hat man gleich mitbeschlossen, dass sie anschließend wieder entfernt werden.</p>
<p>In Petzow bei Potsdam steht ein SED-Gedenkstein für einen von einem schießwütigen Gutsbesitzer 1943 erschossenen Ingenieur, der für die Amerikaner gegen die Nazis nachrichtendienstlich arbeitete und dafür kurzzeitig im KZ war. Dass seine Witwe von IMs, dem Lehrer und anderen Dorfbewohnern Petzows, denunziert wurde, weil sie die Freundschaft zu dem Amerikaner, mit dem ihr Mann während der Nazizeit kooperiert hatte, aufrecht erhielt und deswegen von der SED zu Lagerhaft in Sibirien verurteilt wurde, stand nicht da.</p>
<p>Seit diesem Jahr steht eine Tafel neben dem SED-Gedenkstein, der auf das Schicksal der Ehefrau hinweist.</p>
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		<title>Bisher 1600 Milliarden € für die deutsche Einheit</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/08/22/bisher-1600-milliarden-fur-die-deutsche-einheit/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 16:09:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Überwindung von 40 Jahren SED-Herrschaft kostete bisher 2000 Milliarden €, nach Abzug von Rückflüssen verbleiben netto 1600 Milliarden.
Ich habe, wie so viele, über Helmut Kohls „blühende Landschaften“ gespottet. Aber kann man alles das, was jetzt das Ifo-Institut und die FU-Berlin zusammengetragen haben, unter den Tisch fallen lassen? „Weglassen ist eine einfache Form der Lüge&#8220;, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4301&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Die Überwindung von 40 Jahren SED-Herrschaft kostete bisher 2000 Milliarden €, nach Abzug von Rückflüssen verbleiben netto 1600 Milliarden</strong>.</p>
<p>Ich habe, wie so viele, über Helmut Kohls „blühende Landschaften“ gespottet. Aber kann man alles das, was jetzt das Ifo-Institut und die FU-Berlin zusammengetragen haben, unter den Tisch fallen lassen? „Weglassen ist eine einfache Form der Lüge&#8220;, sagt Christoph Hein über die DDR-Propaganda. Das lässt sich sicher auch auf die <a title="Der Spiegel über Ost-Meinungsumfragen" href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?titel=Kurz+vor+Polen&amp;id=66208544&amp;top=SPIEGEL&amp;suchbegriff=volkssolidarit%C3%A4t&amp;quellen=&amp;qcrubrik=politik" target="_blank">jährlichen</a> Meinungsumfragen des Geschäftsführers der weiter bestehenden DDR-Volkssolidarität anwenden, aus denen hervorgeht, dass es jedes Jahr schlimmer würde im Osten.</p>
<p>Da sind die Befunde zum Wohlstandsgewinn auch eine Meldung wert: Die Lebenserwartung ist gestiegen, die Arbeitszeit verkürzt (40  statt 43,75 Std) , das Trinkwasser ist wieder sauber, die Müllhalden sind saniert. (Die Sicherung des Atommülllagers in Morsleben wird noch einige Milliarden kosten, woran die Bundesregierung in Person der ehemaligen Umweltministerin Merkel nicht ganz unschuldig ist. Die Beseitigung von Schäden aus dem Uranbergbau Wismut kostet wohl genau so viel.)</p>
<p>Die Ausstattung mit Farbfernsehern und Telefonen geht auf 100%, der Autobesitz hat westdeutsches Nivau erreicht, die Wohnungsgröße ist gestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt und die Produktivität haben sich verdreifacht, die Einkommen verdoppelt. Das Sparvermögen beträgt nicht mehr 25, sondern50% des westdeutschen Durchschnitts. (Vergleichszahlen 1991 zu 2007) Mehr <a title="Welt-online: Kosten der Einheit" href="http://www.welt.de/wirtschaft/article4363237/100-Milliarden-Euro-fliessen-pro-Jahr-in-den-Osten.html" target="_blank">hier</a>!</p>
<p>Ich ergänze: Die allermeisten Angehörigen der Nomenklatura sind gut im neuen Deutschland angekommen, sind in Politik, Verwaltung, Medien und als Unternehmer tätig oder erfreuen sich höherer Pensionen als in der alten Heimat. (Man sollte einmal die Bezieherin einer DDR-Witwenrente zum Thema Altersarmut befragen.)</p>
<p>Die Gegenargumente sind bekannt: Noch kein Westlohnniveau, höhere Arbeitslosigkeit, Abwanderung, schlechte Stimmung, Vorbehalte gegenüber der westdeutschen politischen Verfassung.</p>
<p>Die Forscher sagen, ein Vergleich mit den anderen ehemaligen Ostblockstaaten sollte auch angestellt werden, wenngleich  es verständlich sei, dass man vor allem mit Westdeutschland vergleiche.</p>
<p>Natürlich wird jetzt wieder gemäkelt werden. Brandenburgs Ministerpräsident Stolpe hatte schon vor 5 Jahren damals genannte hohe Transferleistungen bestritten. Da eine der beiden Untersuchungen aus der Feder des Leiters des &#8222;Forschungsverbundes SED-Staat&#8220; an der Freien Universität Berlin, Klaus Schroeder, stammt, dessen Untersuchung über das DDR-Schülerwissen nicht zuletzt in Brandenburg kritisiert wurde, wird es wohl wieder Streit geben.</p>
<p>Wieso oft ist es die Sprache, die die Dinge nicht klärt, sondern verschleiert: &#8222;Kosten der Einheit&#8220; heißt es, als ob es um 89/90 ginge und die Fehler der Treuhand. Die Kosten haben unfähige SED-Funktionäre verursacht, die 40 Jahre lang ein teures, ineffizientes Wirtschaftsexperiment durchführten.</p>
<p>Das nach wie vor beste <a title="Ritter, Der Preis der deutschen Einheit" href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/583420/" target="_blank">Buch </a>über die Kosten der Einheit ist das Mammutwerk von Gerhard A. Ritter über die Übertragung des Sozialstaates auf Ostdeutschland:</p>
<h3>Gerhard A. Ritter: Der Preis der deutschen Einheit. Die Wiedervereinigung und die Krise des Sozialstaates.</h3>
<h4>C. H. Beck: München 2006. 541 S.</h4>
<p>NB.: Es gibt Berechnungen, die auf 1300 Mrd. für den Aufbau Ost kommen.</p>
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	</item>
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		<title>Ilko Kowalczuk, Endspiel</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Apr 2009 09:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
		<category><![CDATA[Nicht kategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagskultur DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Kowalczuk]]></category>
		<category><![CDATA[Ossietzky-Oberschule]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[SED-Diktatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR von Ilko Kowalczuk, München: Beck 2009, 602 S., 9783406583575
Das Buch ist eine gut lesbare Gesamtdarstellung der Zustände und Ereignisse in der DDR ab den 70er Jahren. Erfrischend ist, dass Kowalczuk gelegentlich auch DDR-Witze als historische Quelle nutzt. Und die Menschen, die in diesem realexistierenden Sozialismus leben mussten, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=2827&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR</strong> von Ilko Kowalczuk, München: Beck 2009, 602 S., 9783406583575</p>
<p><a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/04/endspiel.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2830" style="margin:3px;" title="Endspiel" src="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/04/endspiel.jpg?w=149&#038;h=149" alt="Endspiel" width="149" height="149" /></a>Das Buch ist eine gut lesbare Gesamtdarstellung der Zustände und Ereignisse in der DDR ab den 70er Jahren. Erfrischend ist, dass Kowalczuk gelegentlich auch DDR-Witze als historische Quelle nutzt. Und die Menschen, die in diesem realexistierenden Sozialismus leben mussten, als &#8222;DDR-Insassen&#8220; bezeichnet.</p>
<p>Angesichts der wachsenden Schönfärberei und Verharmlosung der SED-Diktatur, nicht zuletzt auch durch Geschichtswissenschaftler („Fürsorgediktatur&#8220;, „Konsensdiktatur&#8220;, &#8222;partizipative Diktatur&#8220;) ist es zum richtigen Zeitpunkt erschienen.</p>
<p>Es liefert keine neuen wegweisenden Erkenntnisse oder Interpretationen, würdigt aber deutlich Helmut Kohl, der den deutschlandpolitischen Entspannungskurs, den die SPD begonnen hatte, nicht nur fortsetzt, sondern, anders als Bahr oder Lafontaine es wollten, sich nicht vor der gigantischen Aufgabe der Vereinigung drückt, die die alte Bundesrepublik an die Grenzen der Leistungsfähigkeit führt.</p>
<p>Mielke wird nüchtern als einer der wenigen SED-Politiker gesehen, die die Brisanz der Lage richtig einschätzten.</p>
<p>(Wieder einmal) zu lesen, dass hohe Kirchenfunktionäre mit den Machthabern Kontakt halten konnten, ohne in den Verdacht zu geraten IMs zu sein, ist auch nicht verkehrt.</p>
<p>So vieles, was in dieser Gesamtdarstellung als Mosaikstein der Erosion dieser Diktatur auftaucht, hat man schon wieder vergessen. Die <strong>Ossietzky-Oberschul-Affäre</strong> etwa (pp 281ff). Da hatten Schüler/innen 1988 an einer Wandzeitung Gedanken zur Militarisierung in der DDR und zum wachsenden Rechtsextremismus veröffentlicht. Die SED reagierte brutal.</p>
<p>Die Schüler/innen wurden aus der FDJ ausgeschlossen, aus der Schule geworfen, einzeln persönlich nach Vorführung in der Schulversammlung zur Schultür gebracht. In einem Fall wurde die Freundin einer Schülerin an einer anderen Schule ebenfalls gemaßregelt und sogar aus der elterlichen Wohnung geworfen. Ein Mitschüler, der Sohn von Egon Krenz, hatte einen Aushang mit nach Wandlitz genommen.</p>
<p>Es half nichts, dass die Schüler beteuerten, sie seien überzeugte Bürger der DDR, trügen die Werte dieses Staates mit und wollten aktiv die Zukunft ihres Landes mitgestalten. (Einer von ihnen hatte sich kurz vorher bewusst für das Bleiben in der DDR entschieden.) Es erging ihnen wie tausenden Schüler/innen zuvor. Im Unterschied zu den 50er Jahren wurden sie wenigstens nicht zum Tode oder zu Zuchthausstrafen verurteilt.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass diese Art von Schulalltag in der so heftig geforderten Darstellung der <strong>Alltagskultur der DDR </strong>nicht vergessen wird.</p>
<p>Im Kapitel &#8222;Krisensymptome&#8220; (p 108ff) schildert er den Irrsinn der <strong>Planwirtschaft</strong>. In Produktionsbetrieben war der &#8222;Wasserkopf&#8220;  nichtproduktiver Werktätiger größer als die Gruppe der Produktionsarbeiter. Die hochsubventionierten Bereiche Wohnen und Grundnahrungsmittel fraßen die Mittel für Investitionen auf.</p>
<p>Die Menschen honorierten laut Kowalczuk, nicht die billigen Grundnahrungsmittel, Wohnungen, Fahrkarten, Kinderkrippen und sicheren Arbeitsplätze. &#8222;Arbeiten wie im Sozialismus, leben wie im Kapitalismus&#8220; sei eine Volksweisheit gewesen: Viele wollten billige Mieten, sichere Arbeitsplätze, soziale Sicherheit <span style="text-decoration:underline;">und </span>das Warenangebot westdeutscher Kaufhäuser.</p>
<p>Die Kosten der heute nostalgisch gefeierten sozialen Errungenschaften seien allerdings schon damals von vielen gesehen worden.  <strong>Die Kehrseite der billigen Mieten war die unterbliebene Sanierung von Wohnhäusern. Günstige Fahrpreise passten zur maroden Verkehrsinfrastruktur.</strong></p>
<p>Er schaut auch hinter die Kulissen der vielgerühmten  Errungenschaften<strong>. </strong>Ein Chefarzt kehrt 1988 von einem Besuch der BRD zurück und berichtet, dass die DDR den hohen Stand der gesundheitlichen Betreuung der BRD nie erreichen werde. Wer in der DDR nicht der gehobenen Funktionärsklasse angehöre, müsse früher sterben (p 122)<strong>.</strong></p>
<p>Betriebsdirektoren versuchten ab Dezember 89, eigene Wege zu gehen. Durch die Vereinigung konnte verhindert werden, dass mafiaähnliche Strukturen wie in Russland, Rumänien oder  Bulgarien entstanden<strong>.<br />
</strong></p>
<p>Auch der hastige Kauf von einer Million Jeans in Syrien und anderer goodies (p 431) verhinderte die Revolution nicht mehr.</p>
<p>In einer Gesamtbetrachtung mit dem Schwerpunkt auf die Entwicklungsgeschichte der Revolution können naturgemäß nicht detailliert die Ereignisse nach der Maueröffnung dargestellt werden. Hier empfiehlt sich als Ergänzung das Buch des Zeitzeugen Erhart Neubert:<a title="Neubert" href="http://www.amazon.de/Unsere-Revolution-Geschichte-Jahre-1989/dp/3492051553/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1245059506&amp;sr=8-1" target="_blank"> Unsere Revolution</a>.</p>
<p>Alles in allem ist Kowalczuks Buch ein Leuchtturm im anschwellenden Meer der „Es war nicht alles schlecht&#8220;-, „Der Westen hat gesiegt&#8220;-, „Wir hatten aber den besseren Sex&#8220;- Literatur:</p>
<p><strong>Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR</strong> von Ilko Kowalczuk, München: Beck 2009, 602 S., 9783406583575</p>
Posted in DDR, Lesetipp, Nicht kategorisiert Tagged: Alltagskultur DDR, DDR, Kowalczuk, Ossietzky-Oberschule, Ostalgie, SED-Diktatur <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/2827/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/2827/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/2827/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/2827/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/2827/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/2827/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/2827/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/2827/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/2827/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/2827/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=2827&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Endspiel</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Medienkiste DDR (7): Von der &#8222;Konsensdiktatur&#8220; zum &#8222;Schuss Willkür&#8220;</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/04/02/medienkiste-ddr-7-von-der-konsensdiktatur-zum-schuss-willkur/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 16:36:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA["Notaufnahmelager Marienfelde"]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagskultur DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Schlögel]]></category>
		<category><![CDATA[Konsensdiktatur]]></category>
		<category><![CDATA[Kowalczuk]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[Schuss Willkür]]></category>
		<category><![CDATA[Sellering]]></category>

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		<description><![CDATA[Man könnte meinen, Erwin Sellering, der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern wäre Schüler einer 10. Klasse in Marzahn-Hellersdorf. Zumindest, was seine politische Bildung angeht. Fehlte nur noch, dass er Honeckers Autobahnbau lobt.
Bei allem Verständnis für Angehörige der politischen Klasse, die um Aufmerksamkeit und Wählerstimmen buhlen müssen, es sollte Grenzen geben. Sogar Repräsentanten der Partei „Die Linke&#8220; waren [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=2610&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Man könnte meinen, <strong>Erwin Sellering</strong>, der Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern wäre Schüler einer 10. Klasse in Marzahn-Hellersdorf. Zumindest, was seine politische Bildung angeht. Fehlte nur noch, dass er Honeckers Autobahnbau lobt.</p>
<p>Bei allem Verständnis für Angehörige der politischen Klasse, die um Aufmerksamkeit und Wählerstimmen buhlen müssen, es sollte Grenzen geben. Sogar Repräsentanten der Partei „Die Linke&#8220; waren verblüfft.</p>
<p>Vielleicht haben aber Herr Sellering und seine PR-Berater/innen nur das Ohr näher am Volk. Laut einer Dimap-Umfrage der Friedrich-Naumann-Stiftung, würden <strong>39% der befragten Ostdeutschen das Experiment Sozialismus noch einmal machen</strong> wollen. Und 50% behaupten, das „westliche System&#8220; wäre ihnen aufgezwungen worden. Ein „Schuss Willkür&#8220; klingt dann wie „Salz in der Suppe&#8220;, gäbe dem Sozialismus etwas Pepp.</p>
<p>Falls die Thalbachs, Sodanns und Dahns das Experiment noch einmal wiederholen möchten, müsste auch Berlin (West) wieder aufleben. Denn wenn in der Zentralverwaltungswirtschaft Engpässe auftraten, fuhr man schnell nach Westberlin, um das fehlende Fotokopierpapier u.a. zu besorgen. Ganz zu schweigen von den Regalen im Konsumladen von Wandlitz und der Ausstattung der Villen der Nomenklatura. (Man wird wohl beim nächsten Experiment über die Oder nach Polen fahren müssen.)</p>
<p>Gerade wurde das Buch <strong>„Endspiel. Die Revolution von 1989 in der DDR, von Sascha-Ilko Kowalczuk</strong> in Berlin vorgestellt.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/Endspiel-Die-Revolution-von-1989/dp/3406583571/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1238689872&amp;sr=8-1"><img class="alignright" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51DKqS%2BiTpL._SL500_AA240_.jpg" alt="" width="240" height="240" /></a>Auf dieser Präsentation lobten es Gerhard A. Ritter und Gerd Poppe. Prof. Sabrow musste den Kritiker geben, damit die von  Stephan Detjen, Chefredakteur des Deutschlandfunks, hervorragend moderierte Podiumsdiskussion lebhaft wurde, aber er tat es verbindlich und ließ auch Lob erkennen. Ihm ist das Buch zu narrativ, wenn ich es richtig verstanden habe, die Darstellung zu wenig distanziert und nicht explizit von erkenntnistheoretischen Prämissen geleitet. Überraschend und ein Erkenntnisgewinn für Historiker sei die Darlegung, dass Mielke als einziger in der Endphase der DDR rational und konsequent &#8211; im Sinne des Regimes &#8211; gehandelt habe.</p>
<p>Kowalczuk ist Projektleiter in der Forschungsabteilung der Birthler-Behörde. Sein ehemaliger Chef, Joachim Gauck, und Marianne Birthler waren anwesend.</p>
<p>Ich habe bisher nur darin geblättert, will also noch keine generelle Leseempfehlung geben. (Update: Meine Meinung zum Buch <a title="Endspiel" href="../2009/04/19/ilko-kowalczuk-endspiel/">hier</a>.)</p>
<p>(Allein die Bemerkungen am Schluss des Buches, warum es sich bei der „Wende&#8220; um eine Revolution handelte und warum man sich so schwer tut, diesen Begriff anzuwenden, haben mich aber schon überzeugt. Auch die feine Beobachtung, dass in der DDR die Menschen in Uniform prinzipiell unfreundlich und belehrend waren, die Bürger von oben herab, als Bittsteller oder potentielle Unruheherde behandelten. Erst nach der &#8222;Wende&#8220; hätten DDR-Bürger gelernt, dass Eisenbahner oder Polizisten auch freundlich sein können. (Meines Erachtens hat Kowalczuk die Kellner vergessen.)</p>
<p>Prof. Sabrow  verteidigte Begriffe wie <strong>Konsensdiktatur </strong>(Konrad Jarausch) und partizipative Diktatur (Mary Fulbrook) zur Kennzeichnung der DDR. Er illustrierte die seiner Meinung nach brauchbare Kennzeichnung als Konsensdikatur mit einem Beispiel dafür, wie wichtig den Kommunisten der Konsens war: Der NKWD-Chef Berija habe einen schon fast zu Tode gefolterten Häftling noch mit der Forderung gequält, endlich ein Geständnis zu unterschreiben. Erst als dieser sich weiterhin weigerte, ließ er ihn erschießen. Das Publikum murrte vernehmlich. Aber wenn <span style="text-decoration:underline;">das</span> mit Konsensdiktatur gemeint ist. Es gab einmal eine Zeit, da wurde so etwas Terrorregime genannt. Kowalczuk hält das für &#8222;wirre&#8220; Begriffskonstruktionen. Allerdings ist Sabrow mit Kowalczuk einer Meinung. dass es sich um eine Revolution handelt, was 1989/90 passiert ist.</p>
<p>Update: Meine Meinung zum Buch <a title="Endspiel" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/04/19/ilko-kowalczuk-endspiel/">hier</a>.</p>
<p><strong>Update 3.4.09</strong></p>
<p>Ich war gestern in der <strong>Erinnerungsstätte &#8222;Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde</strong>, durch das 1,5 der fast 4 Millionen DDR-Flüchtlinge gegangen sind<strong>:<br />
</strong></p>
<h5>Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde, Marienfelder Allee 66-80, Tel.: 030 75008400, <a href="http://www.notaufnahmelager-berlin.de/">www.notaufnahmelager-berlin.de</a>. Von Mitte aus in ca. 20 Minuten per S-Bahn oder Auto zu erreichen.</h5>
<p>Die Ausstellung ist äußerst lohnend, viel anschaulicher und spannender  als ich es erwartet hatte. Die Flüchtlinge erlebten sowohl Ost- als auch Westdeutschland. Die Ausstellung ist m. E. daher ergiebiger als manche Museen zur Alltagskultur der DDR, in denen Trabis und Pionierhalstücher ausgestellt werden.</p>
<p>Zahlreiche Flüchtlinge hielten es im Westen nicht aus, gingen wieder zurück und verließen die DDR in einigen Fällen erneut.</p>
<p>Auch die Erinnerung daran, mit welch harten politischen Bandagen beim Thema Flüchtlinge gearbeitet wurde, ist gut. Die Bundesrepublik war in den ersten Jahren gar nicht über den Zustrom begeistert und die DDR nicht über Rückkehrer, die sie grundsätzlich für Spione hielt. Das Notaufnahmelager war ein Feindobjekt, das das MfS beobachtete und infiltrierte, durch das auch IMs und Spione geschleust wurden.</p>
<p>Irgendwo las ich, dass der rot-rote Senat in seinem neuen Gedenkstättenkonzept beschlossen habe, die Migration zwischen den beiden Staaten (und nicht nur den Ost-West-Strom zu thematisieren. Sollte das wirklich beabsichtigt gewesen sein, so ist es ein Schuss in den Ofen. Denn die Rückwanderung von DDR-Flüchtlingen oder einzelne Übersiedlungen westlicher Prominenter (z.B. der Schauspieler Wolfgang Kieling) machen das Elend der Teilung nur noch deutlicher und lassen die DDR keinen Deut besser aussehen. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass die Motive der 600000 Westemigranten genauer erklärt worden wären. Da kommen ganz unterschiedliche, meist private Gründe zum Tragen. (Die SED hat gelegentlich auch ihre Rentner, die von einem Besuch in Westdeutschland zurückkamen, mitgezählt.</p>
<p>In einer Zeit anschwellender Buhrufe gegen die &#8222;Sieger&#8220; (Daniela Dahn, Journalistin bei &#8222;Freitag&#8220;) aus dem Westen und ihre unerbetene Implementation des Sozial-, Politik-, Wirtschafts- und Rechtssystems, ist es angebracht, durch diese Ausstellung in Berlin-Marienfelde zu gehen. Sie rückt die Maßstäbe wieder zurecht.</p>
<p>Siehe auch <a title="Pro und contra Diktatur" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/05/05/ddr-8-vor-und-nachteile-einer-diktatur/">DDR (8)</a>!</p>
<p>Nachtrag 30.05.09:</p>
<p>Auf dem Berliner <strong>Geschichtsforum09</strong> am Pfingstwochenenende lernte ich von Herrn Sabrow eine weitere Bindestrichversion kennen: &#8222;Wahrheitsdiktatur&#8220;. Er mokierte sich in der gleichen Veranstaltung auch über die Versuche, den von der SED eingeführten Begriff &#8222;Wende&#8220; zu problematisieren.</p>
Posted in DDR Tagged: "Notaufnahmelager Marienfelde", Alltagskultur DDR, DDR, Karl Schlögel, Konsensdiktatur, Kowalczuk, Ostalgie, Schuss Willkür, Sellering <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/2610/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/2610/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/2610/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/2610/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/2610/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/2610/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/2610/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/2610/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/2610/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/2610/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=2610&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Lesetipp: Kordon, Krokodil im Nacken</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2008/06/05/lesetipp-kordon-krokodil-im-nacken/</link>
		<comments>http://basedow1764.wordpress.com/2008/06/05/lesetipp-kordon-krokodil-im-nacken/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 10:35:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Klaus Kordon]]></category>
		<category><![CDATA[Ostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[SED-Diktatur]]></category>

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		<description><![CDATA[
Klaus Kordons dicker Schmöker &#8222;Krokodil im Nacken&#8220; (800 Seiten) steht schon lange auf meiner Leseliste. Schließlich hat Kordon einmal in Schwalbach a. Ts. im &#8222;Schwarzen Riesen&#8220; gewohnt und ich hatte ihn für eine Lesung in der Schulbibliothek gewinnen können.
Von meiner Tochter weiß ich, dass es, wenn ein Buch gut ist , die Seitenzahl nicht abschreckt.
Jetzt, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=173&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/06/krokodil1.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-176" src="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/06/krokodil1.jpg?w=95&#038;h=146" alt="" width="95" height="146" /></a></p>
<p><strong>Klaus Kordons</strong> dicker Schmöker &#8222;<strong>Krokodil im Nacken</strong>&#8220; (800 Seiten) steht schon lange auf meiner Leseliste. Schließlich hat Kordon einmal in Schwalbach a. Ts. im &#8222;Schwarzen Riesen&#8220; gewohnt und ich hatte ihn für eine Lesung in der Schulbibliothek gewinnen können.</p>
<p>Von meiner Tochter weiß ich, dass es, wenn ein Buch gut ist , die Seitenzahl nicht abschreckt.</p>
<p>Jetzt, bei der Literaturrecherche zur <strong>Bücherkiste DDR</strong>, fällt er mir wieder in die Hand. In drei Tagen habe ich das Buch gelesen. (In der Altersteilzeit geht das!)</p>
<p>Was für ein Unterschied zu manchen neueren Erinnerungsbüchern an eine DDR-Jugend, in denen die Diktatur verblasst. Kordon gelingt es, das Aufwachsen in einer Diktatur nicht auf den ersten Kuss, die Disco und Besäufnisse im Lehrlingsheim zu reduzieren. Er erzählt in zwei parallelen Strängen von seiner Jugend in Ostberlin in den 50er und 60 Jahren und parallel dazu von den Verhören nach seiner gescheiterten Republikflucht in Höhenschönhausen, dem Prozess vor einem DDR-Gericht und dem Freikauf durch die Bundesregierung.</p>
<p>&#8222;<strong>Betroffenenliteratur</strong>&#8220; nennen das einige <a title="Betroffenen-Literatur" href="http://basedow1764.wordpress.com/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=132" target="_blank">Historiker.</a> Das ergäbe kein Gesamtbild der DDR. <a title="Betroffenenliteratur" href="http://basedow1764.wordpress.com/wp-admin/post.php?action=edit&amp;post=132" target="_self"><br />
</a></p>
<p>In Brandenburg hat die Landesregierung bei der Revision der Lehrpläne die Formulierung &#8222;<strong>Vergleichen der sozialistischen Diktatur mit der nationalsozialistischen Diktatur&#8220; gestrichen</strong>. Bei Kordon erzählt die überzeugte Kommunistin, die nicht mit ihrem Mann in die USA geflüchtet ist, wie die Stasi ihr Leben ruiniert und ihren neuen Lebensgefährten in den Herzinfarkt treibt, weil ihr Sohn unter einem Pseudonym in West-Berlin &#8211; was sie nicht weiß &#8211; DDR-kritische Artikel schreibt: &#8222;Nein, man darf uns nicht mit den Nazis gleichsetzen. Nur, warum gibt es so viel Ähnlichkeiten?&#8220; (S. 644)</p>
<p>Das Buch von Kordon ersetzt eine ganze Bibliothek an DDR-Aufarbeitungsliteratur. Wenn sich jetzt noch jemand fände, der das ähnlich wie Edgar Reitz mit &#8222;Heimat&#8220;, verfilmte&#8230;</p>
<p><strong>Update 20.10.08:</strong> Der Beltz-Verlag gibt eine Schulausgabe (272 Seiten) für 7,50 € heraus. Das kann man Schülern gerade noch zumuten.  <img src='http://s.wordpress.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><img src="/DOKUME~1/user/LOKALE~1/Temp/moz-screenshot.jpg" alt="" /></p>
<p><a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/10/kordon-beltz.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1057" title="kordon-beltz" src="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/10/kordon-beltz.jpg?w=96&#038;h=145" alt="" width="96" height="145" /></a></p>
<p>Die Schulausgabe enthält die Kapitel, in denen der Erzähler Manfred Lenz von Stasi-Offizieren verhört wird und im Knast mit Mitgefangenen redet. Es ist schade, dass der Erzählstrang &#8222;Aufwachsen in der DDR&#8220; wegfällt.</p>
<p>Das Buch wird dadurch aber so &#8222;schlank&#8220;, dass es zur Schulausgabe taugt. Über die DDR erfährt man immer noch mehr als in den meisten der ostalgischen Filme und Erinnerungsbücher, in denen die DDR als ärmliche, manchmal etwas skurrile, aber gemütliche Heimat dargestellt wird, in der man nett zueinander war. Insofern gilt das weiter, was ich oben über die vollständige Ausgabe gesagt habe. Es soll ja auch noch Jugendliche geben, die keine Angst vor dicken Büchern haben. Für die andern ist die Schulausgabe von Kordons Buch sehr empfehlenswert.</p>
<p>Rat an die Kollegen: Lieber zwei Arbeitsblätter weniger und eine Stunde Kordon lesen oder vorlesen.</p>
<p>Alle Beiträge zum Thema &#8222;DDR&#8220; <a title="Suchwort DDR" href="http://basedow1764.wordpress.com/?s=DDR">hier</a>.</p>
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