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	<title>Basedow1764&#039;s Weblog &#187; DDR-Verklärung</title>
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	<description>Es geht um Schulbibliotheken/Mediotheken/Informationszentren. Sie sind das Herz der Schule.</description>
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		<title>Basedow1764&#039;s Weblog &#187; DDR-Verklärung</title>
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		<title>Platzecks Geschichtsklitterung</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 11:14:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von den Bürgerrechtlern, die sich in diesen Gedenktagen häufig auf Podien wiedersehen, kommen selbstkritische Töne: „Wir sind über den Tisch gezogen worden.“ „Die Stasi-Besetzungen waren Nebenschauplätze.“ „Die haben uns (in die Potsdamer Stasizentrale) erst reingelassen, als sie fertig mit dem Aktensäubern waren.“ „Während wir vorne am Runden Tisch, der paritätisch mit SED und Bürgerrechtlern besetzt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5245&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Von den Bürgerrechtlern, die sich in diesen Gedenktagen häufig auf Podien wiedersehen, kommen selbstkritische Töne: „Wir sind über den Tisch gezogen worden.“ „Die Stasi-Besetzungen waren Nebenschauplätze.“ „Die haben uns (in die Potsdamer Stasizentrale) erst reingelassen, als sie fertig mit dem Aktensäubern waren.“ „Während wir vorne am Runden Tisch, der paritätisch mit SED und Bürgerrechtlern besetzt war, saßen (bei den Bürgerrechtlern natürlich auch IMs), haben die hinten weiter Akten vernichtet.“<br />
<strong>„Das Gute war, dass es bald freie Wahlen gab und dass diese Wahlen um einen Monat vorgezogen wurden. Denn die Restauration schritt voran.“</strong></p>
<p><em>Das MfS/AfN, die Regierung Modrow, der Innenminister Diestel haben dafür gesorgt, dass nicht alles zerschlagen oder aufgelöst wurde, dass die Akten weiter vernichtet wurden (Das zog sich bis in Regierung de Maizière hinein!), dass die MfS-Leute günstig Wohnungen und Häuser kaufen konnten, geschönte Lebensläufe bekamen und finanziell abgesichert wurden. Die SED-Juristen in den Verwaltungen und an den Runden Tische hatten sehr schnell westdeutsches Recht gelernt und blockierten die mutigen, aber naiven Bürgerrechtler rechtsstaatlich einwandfrei, wo es ging.</em></p>
<p>Nun kommt Herr Platzeck und bietet diesen Ausgegrenzten und Verschmähten als Versöhnungsgeste die Mitregierung an.</p>
<p>Mit einer Begründung, über die ich als Geschichtslehrer sauer bin.<br />
<strong>Er instrumentalisiert nämlich die westdeutsche Nachkriegsgeschichte für die Legitimierung und Apostasierung seiner Koalition mit den Postkommunisten.</strong><br />
Platzeck und seine Partei haben in den letzten Jahren wenig dafür getan, dass der Geschichtsunterricht über die DDR <a title="DDR-Aufarbeitung in Brandenburger Schulen" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/02/12/mehr-ddr-geschichte-in-der-brandenburger-schule-verlangt/" target="_blank">besser</a> wurde. Jetzt wird auch noch die westdeutsche Geschichte geklittert.<br />
Im Spiegel (45, 2009, S. 72f.), behauptet er, man hätte sich in der alten Bundesrepublik ja mit den Nazis ausgesöhnt. Auch wenn es so gewesen wäre (War es aber nicht!), wann hätten SRP, NPD, DVU an einer Regierungskoalition teilgenommen? Die SRP wurde verboten, die SED/PDS nicht.</p>
<p>Die von Platzeck zitierte Anbiederung von Kurt Schumacher an die Alt-Nazis ist kein Beleg dafür, auch nicht der immer wieder gern gebrauchte Hinweis auf Nazis in Regierung und Verwaltung. Das gab es in der DDR auch, man konnte auch dort als Altnazi Karriere machen. Im ZK saßen mehr ehemalige NSDAP-Mitglieder als ehemalige SPD-Mitglieder.<br />
<span id="more-5245"></span><br />
Im Unterschied zur „BRD“ war dies in der DDR aber nie ein Thema, das kritisch diskutiert wurde. Noch heute, nach 60 Jahren, wird im Westen erregt über SS-Mitgliedschaften Jugendlicher in den letzten Kriegstagen geredet, die jetzt ans Licht gekommen sind.</p>
<p>Platzeck ahnt wohl, dass seine These problematisch ist, denn im selben Artikel spricht er davon, dass es nicht nur um die Integration der Täter gehen müsse, sondern auch um die der Zu-Kurz-Gekommenen, der Wendeverlierer. Jetzt wird es wirr. Denn die, die er dadurch zu integrieren glaubt, dass er sie mitregieren lässt, sind längst angekommen. Die Dummen sind mal wieder die, denen man schon in der DDR das Arbeiter- und Bauern-Paradies immer nur versprochen hat, während es für die Oberschicht schon real existierte.</p>
<p><strong>Hoffnung macht, dass es viele Aktionen und Recherchen zur untergegangenen DDR von jungen Leuten gibt, die durch Stiftungen und Initiativen ermöglicht werden.</strong></p>
<p>Die Leiterin der inzwischen geschlossenen Außenstelle der Birthlerbehörde in Potsdam spricht von <strong>Brandenburg </strong>als dem <strong>Schlusslicht</strong> <strong>bei der Aufarbeitung des DDR-Unrechtssystems. </strong>So sollte Versöhnung nicht aussehen.</p>
<p>Leider wird man nie erfahren, wie Kurt Schumacher die &#8222;Versöhnung&#8220; des spätberufenen Sozialdemokraten Platzeck mit den SED-Erben beurteilt hätte. Für Schumacher waren die SEDler &#8222;rotlackierte Faschisten&#8220;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nachtrag 24.11.09: </strong>Vom bayerischen Ministerpräsidenten geht die Rede, dass ihm am Nachmittag egal sei, was er am Vormittag gesagt habe. Da ist er jetzt nicht mehr allein.</p>
<p>Nachdem der brandenburgische Ministerpräsident Platzeck Ministerpräsident seine rot-rote Koalition damit begründet hatte, dass nur die Versöhnung mit den Tätern den tiefen Riss, der durch Ostdeutschland ginge, überbrückte und dazu auch noch die westdeutsche Nachkriegsgeschichte verbog, rudert er in diesen Tagen zurück: Man solle doch die Koalition mit den SED-Nachfolgern nicht &#8222;verklären&#8220;. Es gehe um &#8222;nüchternes&#8220; Regierungshandeln, mehr nicht.</p>
<p>Sein Koalitionspartner ist inzwischen kritischer als die SPD. Während diese umstrittene linke Politiker verteidigt, will die Linke, dass einer der ihren, der vergessen haben will, dass er Spitzel war, sein Landtagsmandat niederlegt.</p>
<p>Was mich  bei der Spitzeldiskussion interessieren würde, ist, ob es für manche dieselbe psychische Disposition ist, die sie heute antreibt, in Parteien, Fraktionen, Parlamenten eine Rolle zu spielen, und die sie seinerzeit bewog, sich wichtig zu machen, in dem sie das Vertrauen ihrer Freunde, Kameraden, Arbeitskollegen, Verwandten missbrauchten und die Behörden informierten.</p>
<p>Natürlich ist es ein Witz, dass die Aufarbeitung der SED-Diktatur auf die IMs geschrumpft ist. Und die sind durchaus differenziert zu betrachten. Da gab es die, die erpresst wurden, die, die absichtlich falsch informiert haben, die vielen, die nein  gesagt haben.</p>
<p>Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass ausgerechnet die Wichtigtuer von damals sich auch heute wieder darstellen wollen. Und sie reden ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern ein, dass zu einer anständigen DDR-Biographie auch die Stasi-Mitarbeit gehörte, sozusagen als freiwilliges soziales Jahr.</p>
Posted in DDR, Potsdam Tagged: DDR-Schülerwissen, DDR-Verklärung, Platzeck, Potsdam, rot-rote Koalition Brandenburg <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/5245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/5245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/5245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/5245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/5245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/5245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/5245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/5245/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/5245/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/5245/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5245&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die DDR lebt (4)</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 12:04:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Anwalt Vogel]]></category>
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		<description><![CDATA[Kanzlerin und Minister sollen nach SPIEGEL-Informationen mit einem speziellem Impfstoff vor der Schweinegrippe geschützt werden. Beamte von Ministerien und nachgeordneten Behörden ebenso. 
(Update 19.10.: Die Bundesregierung dementiert: Die Bestellung des Impfstoffs sei sehr früh erfolgt. Da habe es den mit den umstrittenen Zusatzstoffen versehenen Impfsstoff noch nicht gegeben. Jetzt müsse man den Vertrag erfüllen und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4946&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Kanzlerin und Minister sollen nach <a title="Spiegel über Regfierungs-Impfstoff" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,655764,00.html" target="_blank">SPIEGEL</a>-Informationen mit einem speziellem Impfstoff vor der Schweinegrippe geschützt werden. Beamte von Ministerien und nachgeordneten Behörden ebenso. </strong></p>
<p>(<strong>Update </strong>19.10.: Die Bundesregierung dementiert: Die Bestellung des Impfstoff<strong>s </strong>sei sehr früh erfolgt. Da habe es den mit den umstrittenen Zusatzstoffen versehenen Impfsstoff noch nicht gegeben. Jetzt müsse man den Vertrag erfüllen und die Ampullen abnehmen.</p>
<p>Es würde mich freuen, wenn das zuträfe. Hier im Osten wird von den &#8222;Durchblickern&#8220; gerne behauptet, dass die drüben auch nicht besser gewesen wären,  Kohl genauso viel Dreck am Stecken gehabt hätte wie Honecker. Ein solcher Redebeitrag fehlt in keiner Diskussion.) <strong><br />
</strong></p>
<p>Der Wunsch, dass das Gute der guten alten DDR erhalten bleibe, verhallt nicht ungehört. Das Beste am SED-Gesundheitswesen z. B. waren die Regierungskrankenhäuser. Die Nomenklatura, Dr. Gysi spricht gerne von den Eliten der DDR, hatte eine bessere medizinische Versorgung als der doofe Rest.</p>
<p>Da scheint die DDR endlich in der Bundesrepublik angekommen zu sein, wie die &#8222;Spiegel&#8220;-Meldung zeigt..</p>
<p>Diese Privilegien werden ungerne genannt, wenn die Errungenschaften der DDR buchstabiert werden. Es gibt zahlreiche weitere, die allesamt zeigen, dass die Eliten der DDR das kommunistische Paradies für sich selbst schon längst realisiert hatten, während die Arbeiter und Bauern sich abrackerten und wunderten, dass der Abstand zum Ziel gleich blieb. Das galt übrigens für Lenins Parteielite auch schon, auch während der Bürgerkriegszeit.</p>
<p>Eine besonders edle Umsetzung des Versprechens &#8222;Jeder nach seinen Bedürfnissen&#8220; ist diese: Wenn Angehörige der DDR-Elite, der Generalmajor, der Chefarzt, die Gerichtspräsidentin, der Parteisekretär ein Auge auf eine schöne Villa oder ein herrschaftliches Seegrundstück geworfen hatten, ließen sie dies durchblicken.</p>
<p>Der Apparat sah dann zu, dass er Besitzern eine Steuernachzahlung auferlegte, ein Devisenvergehen nachwies oder sie als negative Elemente ausmerzen konnten. Konnten diese die Summe nicht aufbringen oder saßen wegen scheinbarer Vergehen und Verbrechen im Knast, nahte Hilfe in Person des Dr. Vogel. Der bot die Ausreise in die BRD an. Und schickte einen Notar vorbei, der einen Überlassungsvertrag für das Seegrundstück, die Villa, das Jagdhaus mitbrachte. Der Geschädigte war dem Dr. Vogel i. d. R. dankbar, dass er noch ein paar Kröten erhielt. Der neue Besitzer des Anwesens, der es kostengünstig von seinem sozialistischen Vaterland erwerben konnte, ebenfalls. Formaljuristisch war alles korrekt, die DDR war ja ein Rechtsstaat, wie es vor allem SPD-Politiker/innen zu wissen glauben. Inwieweit diese SED-Methode schon in die Bundesrepublik ein- gezogen ist, entzieht sich meiner Kenntnis.</p>
<p>In den Monaten der Wende jedenfalls wechselten zahlreiche Grundstücke, Häuser, Lagerhallen, Firmenareale, Lagerbestände, Bankguthaben ihren Besitzer. Die Bilanz der Treuhand sähe noch besser aus, wenn die Firmen, die sie übernahm, nicht schon nicht im Vorfeld geplündert worden wären.</p>
<p>Die Grundstückwegnahme lief auf lokaler Ebene, bei den unteren Nomenklaturisten, übrigens genauso, wie mir versichert wird.</p>
<p>In der kommunistischen Bewegung hat das Tradition. Man denke an die in der Jelzin-Ära reich gewordenen jungen Milliardäre, denen Putins Steuerverwaltung Zahlungsbescheide ins Haus schickte, dass denen die Tränen kamen und sie ihren Besitz (Lassen wir es undiskutiert, wie sie ihn erworben haben) wieder loswurden und sie selbst einen Wohnsitz in Sibirien beziehen mussten. Auch der große Bert Brecht, als er ein Auge auf das Häuschen in Buckow geworfen hatte, schenkte dem Bürgermeister eine Traditionsfahne und der übergab dem Dichter das Ferienhaus einer Siemens-Tochterfirma. der gutrmütige Brecht immerhin bat den Bonzen, den Arbeitern der Firma, die gegen die Wegnahme des Hauses protestierten, ein gleichwertiges an anderer Stelle zu besorgen.</p>
<p><strong><br />
</strong></p>
Posted in DDR Tagged: Anwalt Vogel, Bert Brecht, DDR, DDR-Verklärung, Ostalgie, SED <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/4946/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/4946/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/4946/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/4946/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/4946/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/4946/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/4946/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/4946/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/4946/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/4946/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4946&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Keine DDR-Aufarbeitung mehr, sagt die SPD Brandenburgs</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 08:37:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[CDU Brandenburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Schülerwissen DDR]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Wahlkundgebung muss man einmal miterlebt haben. Zumal hinterher Klaus Doldinger und Passport auftreten sollen. Abends im Fernsehen sieht man dann mit Staunen, welche tollen Bilder die Kameras produzieren.
Jemand drückt mir das SPD-Wahlprogramm in die Hand, als Dreingabe ein tiefrotes T-Shirt mit Steinmeier und Platzeck, dem berühmten SDS-Plakat &#8222;Alle reden vom Wetter &#8230;&#8220; nachempfunden.
Erst wollte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4450&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Eine Wahlkundgebung muss man einmal miterlebt haben. Zumal hinterher Klaus Doldinger und Passport auftreten sollen. Abends im Fernsehen sieht man dann mit Staunen, welche tollen Bilder die Kameras produzieren.</p>
<p>Jemand drückt mir das SPD-Wahlprogramm in die Hand, als Dreingabe ein tiefrotes T-Shirt mit Steinmeier und Platzeck, dem berühmten SDS-Plakat &#8222;Alle reden vom Wetter &#8230;&#8220; nachempfunden.</p>
<p>Erst wollte ich das &#8222;Regierungsprogamm 2009 &#8211; 2014&#8243; gar nicht lesen. Um die Wartezeit auf Steinmeier zu überbrücken, tat ich es dann. Was mich schließlich interessiert, ist der Umgang mit der DDR.</p>
<p>Die baden-württembergische Landesregierung hat gerade eine neue Internet-Website <a title="DDR im Unterricht in Baden-Württemberg" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/07/31/neue-website-ddr-im-unterricht/" target="_blank">dazu</a> für die Schulen geöffnet.  Die brandenburgische  SPD hatte im letzten Herbst im Landtag dem Vorschlag, den Schulen im Jahre 2009 ein Materialpaket zur Verfügung zu stellen, abgelehnt.</p>
<p>Die Brandenburger Schüler/innen hatten bei der Schroeder-<a title="Schülerwissen DDR" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/09/25/medienkiste-ddr-3-schulerwissen-korruption-ua/" target="_blank">Untersuchung</a> schlecht abgeschnitten. Zwar wurde Prof. Schroeder ins Bildungsministerium zu einer offenen Diskussion eingeladen. Für die Öffentlichkeit gab es aber in der Staatskanzlei eine Veranstaltung, in der Prof. Borries die Untersuchung von Prof Schroeder auseinandernehmen durfte. (Dass Schroeder im Ergebnis letztlich recht hat, sagte er damals nicht, das sagte er erst später in einer Fachzeitschrift.)</p>
<p><strong>Was sagt die SPD nun in ihrem &#8222;Regierungsprogramm 2009 &#8211; 2014&#8243; zu diesem Thema? </strong></p>
<p><strong>NICHTS!</strong></p>
<p>Beim Durchsuchen des Heftchens stoße ich auf die <strong>Landeszentrale für politsche Bildung. </strong>Die hat immer wieder interessante Veranstaltungen zum Thema und stellt gute Materialien zur Verfügung. &#8222;Die Landeszentrale wird sich auf den Kampf gegen den Rechtsextremismus konzentrieren&#8220; (p 25) steht im regierugnsprogramm der brandenburgischen SPD.</p>
<p>Sehen wir es dialektisch: Prof. Schroeder war aufgefallen, dass Jugendliche mit Neo-Nazi-Einstellungen in besonders hohem Maße die DDR positiv sehen.</p>
<p>Auf Klaus Doldinger habe ich verzichtet. (Die &#8222;Rechords&#8220; &#8211; sic! &#8211; aus Potsdam im Vorprogramm waren auch nicht schlecht.)</p>
<p>Stattdessen im <strong>CDU-Wahlprogramm</strong> gesucht und gefunden:</p>
<p>&#8222;Die intensive Aufarbeitung der NS-Diktatur war und ist die unabdingbare Voraussetzung für die Entwicklung unserer Demokratie. Für die DDR ist eine solche Aufarbeitung nicht weniger wichtig, denn Werte wie Freiheit, Rechtstaatlichkeit und Toleranz gewinnen ihre Bedeutung nur in Abgrenzung zu beiden Diktaturen des 20. Jahrhunderts auf deutschem Boden. Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte ist daher von großer Bedeutung, vor allem um den Schülern ein realistisches Bild zu vermitteln – ohne Verklärungen oder Verharmlosungen, aber auch ohne kollektive Schuldzuweisungen&#8220; (p 26).</p>
<p>Es geht also doch.</p>
<p><strong>Nachtrag 9.11.09:</strong> Nach seiner Entscheidung, mit den Sozialisten zu koalieren, hat MP Platzeck mehrfach mitgeteilt, es werde keine <strong>Verklärung </strong>der DDR stattfinden. Da nickte auch Frau Kaiser.</p>
Posted in DDR Tagged: CDU Brandenburg, DDR-Unterricht, DDR-Verklärung, Landeszentrale politische Bildung Brandenburg, Schülerwissen DDR, SPD Brandenburg, Wahlkampf Brandenburg <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/4450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/4450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/4450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/4450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/4450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/4450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/4450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/4450/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/4450/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/4450/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=4450&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Vom Guten der DDR-Schule</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 12:44:24 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Polytechnicher Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Spezialschulen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin erstaunt, wie toll manche westdeutsche Pädagogen das DDR-Schulsystem finden. Reformschulen wie Odenwaldschule, Laborschule, Fritz-Karsen Berlin, Helene-Lange Wiesbaden, wer kennt die schon noch?
Bedarf es einer Diktatur (Konsens-, Fürsorgediktatur), um die urmarxistischen Ziele gleicher Bildungschancen für Stadt und Land, für Frauen und Männer, zu erreichen? Oder das gemeinsame Lernen bis Klasse 6 oder 8 oder [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=3596&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich bin erstaunt, wie toll manche westdeutsche Pädagogen das DDR-Schulsystem finden. Reformschulen wie Odenwaldschule, Laborschule, Fritz-Karsen Berlin, Helene-Lange Wiesbaden, wer kennt die schon noch?</p>
<p>Bedarf es einer Diktatur (Konsens-, Fürsorgediktatur), um die urmarxistischen Ziele gleicher Bildungschancen für Stadt und Land, für Frauen und Männer, zu erreichen? Oder das gemeinsame Lernen bis Klasse 6 oder 8 oder 10?</p>
<p>Ich habe einmal zusammengestellt, warum m. E. die DDR-Schule bis in die oberste Schulaufsicht hinein so bewundert wird :</p>
<ul>
<li>Die <span style="text-decoration:underline;">niedrige Abiturientenquote</span> (10%). Mit den Übriggebliebenen konnte man in der Oberstufe richtig gut arbeiten.</li>
</ul>
<ul>
<li> Schwierige, renitente Schüler landeten in den offenen oder geschlossenen <span style="text-decoration:underline;">Jugendwerkhöfen</span>. Dort hat man sie auf ein Leben als Hilfsarbeiter vorbereitet.</li>
</ul>
<h6 style="padding-left:60px;">Lesetipp: Grit Poppe, <a title="Grit Poppe, Weggesperrt" href="http://www.amazon.de/Weggesperrt-Grit-Poppe/dp/3791516329/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1252604918&amp;sr=8-1" target="_blank">Weggesperrt</a></h6>
<ul>
<li><span style="text-decoration:underline;">Auf integrativen Unterricht</span> (gemeinsames Lernen behinderter und nicht-behinderter  Schüler/innen) mussten sich die Kolleginnen und Kollegen auch <span style="text-decoration:underline;">nicht einlassen</span>.</li>
</ul>
<ul>
<li>Die Schule war weitestgehend <span style="text-decoration:underline;">ausländerfrei</span>.</li>
</ul>
<ul>
<li>So modernes Zeug wie <span style="text-decoration:underline;">Schüler-, Handlungs- oder Problemorientierung waren nicht handlungsleitend</span>. Differenzierung war zeitweilig nötig, damit keiner abfiel, aber ebenfalls keine grundlegende Planungskategorie. Referate und Gruppenarbeit wurden in Fachzeitschriften immerhin diskutiert. Der Unterricht war eher <span style="text-decoration:underline;">rezeptiv</span>.</li>
</ul>
<h6 style="padding-left:60px;"><em>Wir hatten Ende der 80er Jahre sehr häufig im laufenden Schuljahr Zugang von Übersiedlerkindern aus der DDR und konnten Stärken und Schächen dieser Schüler/innen gut sehen.</em></h6>
<ul>
<li>Unterrichtsvorbereitung war solides Handwerk. Die Lehrpläne waren nicht bloß Rahmenpläne, sondern hoch verbindlich. Unterricht war zentral vorgeplant. Man musste nicht selbst aufwändig didaktische Analyse betreiben, Bildungsgehalt und -inhalt destillieren, kognitive, soziale und methodische Lernziele konstruieren. Zügig <span style="text-decoration:underline;">durchgeplante, kleinschrittige  Stundenverläufe</span> gab es für jedes Fach.</li>
</ul>
<h6 style="padding-left:60px;"><em>Als unsicherer westdeutscher Junglehrer habe ich nach diesen Handbüchern Sport und Turnen unterrichtet. Das Fach hatte ich nicht studiert. </em></h6>
<ul>
<li>Die Einschätzung der <span style="text-decoration:underline;">vormilitärischen Ausbildung</span> fällt mir etwas schwer. Ob der Umgang mit Handgranaten und Maschinengewehren von Vorteil ist? In Westdeutschland hat man ja die Sportschützen dafür<em>. </em>Vielleicht Einübung in Befehl und Gehorsam als Teil der Staatsbürgerkunde?</li>
</ul>
<ul>
<li> Der <span style="text-decoration:underline;">polytechnische Unterricht</span></li>
</ul>
<h6 style="padding-left:60px;"><em>In dem musste ich in Hessen so komplizierte Themen wie &#8222;Streik und Aussperrung&#8220;, &#8222;Betriebsverfassungsgesetz&#8220;, &#8222;Berufswahlvorbereitung&#8220; &#8222;Bewerbungstraining&#8220; unterrichten. Viel lieber hätte ich die Klasse jede Woche zur &#8222;Produktiven Arbeit&#8220; in Betriebe geschickt wie in Ostdeutschland (&#8222;Einführung in die sozialistische Produktion&#8220;).  Das hätte mir auch die Mühe mit der Organisation des Betriebspraktikums erspart.</em></h6>
<ul>
<li>Der Schulleiter konnte in Anwesenheit seines Kollektivs und des Schülermaterials Lob und Tadel verteilen, auch mal einen <span style="text-decoration:underline;">Rausschmiss </span>vor versammelter Mannschaft vom Pedell durchführen lassen, wie in der Berliner Ossietzky-Oberschule.</li>
</ul>
<h6 style="padding-left:60px;"><em>Ich hatte einmal einen notorischen Schläger mit dicker Schülerakte voller schriftlicher Tadel vorübergehend von der Schulpflicht &#8222;befreit&#8220;. Das erlaubt mir zear das Schulgesetz, aber das Schulamt war nicht erfreut. Eine hessische Amtsrichterin, vor der ich mich wegen dieser &#8222;Untat&#8220; auf Betreiben des Schülers rechtfertigen musste, wies die Klage ab, weil ich alle Formalia beachtet hatte. Sie äußerte aber sehr ruppig ihr Unverständnis über Lehrer, die sich von solchen Schülern auf der Nase herumtanzen ließen und nicht früher reagierten. Die Dame kennt das hessische Schulrecht und die Schuljuristen nicht. </em></h6>
<h6 style="padding-left:60px;"><em>Da war die DDR-Schule angenehmer. </em></h6>
<ul>
<li><span style="text-decoration:underline;">Für den Lernerfolg ihrer Schüler/innen waren die Lehrer verantwortlich</span>. Das war ein herrvorragendes Instrument für Schulleiter/innen, um ihr Kollektiv zu formen. Und trug zu den guten Noten bei<em>.</em></li>
</ul>
<h6 style="padding-left:60px;"><em>Gerne würde ich wissenschaftlich untersucht wissen, wie sehr die guten Noten, die positive Einschätzung der Schülerleistungen, dem Nachweis dienten, dass die Lehrer/innen gut sind. Also gewissermaßen eine Schutzfunktion hatten.</em></h6>
<ul>
<li><span style="text-decoration:underline;">In Spezialschulen </span>wurden unerbittlich die Talente (Sprache, Sport, Naturwissenschaften) einseitig gedrillt<em>.</em></li>
</ul>
<p><em><br />
</em></p>
<p>Abschließend, um Missverständnisse zu vermeiden, verweise ich auf Claudia Rusch:</p>
<p><em> </em><strong>“Deutlich zu benennen, welche Strukturen, Manipulationen und Repressalien das System bestimmt haben, heißt ja keineswegs, das dort stattgefundene Leben aller gleich mit zu verdammen.</strong>“</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Medienkiste DDR (6): Schön war die Zeit &#8230;?</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/02/20/medienkiste-ddr-6/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 11:54:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
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		<category><![CDATA[Sellering]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Plenzdorf]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Berliner Grünen veranstalten seit einem Jahr eine Tagungsreihe &#8222;Schön war die Zeit &#8230;?&#8220; Aufklären statt verklären: Alltag und Unrecht in der DDR.
Die Themen sind Schule, Jugendszene, Lesekultur, &#8222;Operationsgebiet Westberlin&#8220; u.a.

Mich wundert, dass diese Tagungsreihe in der (Medien-)öffentlichkeit so wenig beachtet wird. Denn sie gehört zum besten, was es dazu gibt, neben den Veranstaltungen der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=2223&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Berliner Grünen veranstalten seit einem Jahr eine Tagungsreihe <strong>&#8222;Schön war die Zeit &#8230;?&#8220; Aufklären statt verklären: Alltag und Unrecht in der DDR.</strong></p>
<p>Die Themen sind Schule, Jugendszene, Lesekultur, &#8222;Operationsgebiet Westberlin&#8220; u.a.</p>
<p style="text-align:center;">
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 473px"><a href="http://www.gruene-fraktion-berlin.de/cms/ddr/dok/271/271411.veranstaltungsbericht_schoen_war_die_zei.html"><img title="DDR-Tagungsreihe" src="http://gruene-berlin.de/site/uploads/pics/schoen_war_die_zeit.jpg" alt="Schön war die Zeit" width="463" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Schön war die Zeit</p></div>
<p>Mich wundert, dass diese Tagungsreihe in der (Medien-)öffentlichkeit so wenig beachtet wird. Denn sie gehört zum besten, was es dazu gibt, neben den Veranstaltungen der Birthler-Behörde. Die Grünen haben einen Tagungsband angekündigt.</p>
<p>Viel hängt bei solchen Veranstaltungen vom guten Moderator ab. Das klappte nicht immer. Manchmal war auch das Publikum sachkundiger als das Podium.</p>
<p>Ein Spezifikum der Reihe ist, dass bei jeder Veranstaltung Vertreter der Linkspartei, auch aus der Zeit, als sie noch SED hieß, auf dem Podium (und im Publikum) sind. Das ermöglicht Begegnungen der besonderen Art. Davon will ich hier berichten:</p>
<p><strong>Prof. Bisky</strong> sitzt neben Frau Birthler auf dem Podium. (Biermann sitzt im Publikum. Er wollte nicht neben Bisky sitzen.) Die Frage an alle: &#8222;Welches sind ihre Erinnerungen an die DDR? Marianne Birthler: &#8222;Ich stamme aus einer Pfarrersfamilie und durfte daher nicht Abitur machen.&#8220; Sofort danach Prof. Bisky: &#8222;Die DDR hat es mir ermöglicht, Abitur zu machen und zu studieren.&#8220; Bisky entpuppt sich als in der Wolle gefärbter Kommunist. Die Zornesröte steigt in sein Gesicht, als Honecker kritisiert wird. Ebenso, als Biermann auch die Anfänge der DDR, die gerade romantisiert werden, zurecht rückt: &#8222;Die die stalinistischen Säuberungen in Moskau überlebt hatten und dann die DDR aufbauten, das waren doch die cleversten und gerissensten, die ihre Genossen denunziert hatten, um selbst zu überleben.&#8220;</p>
<p><strong>Frau Dr. Enkelmann</strong>, wieder einmal im Gespräch als mögliche Ministerpräsidentin Brandenburgs, erzählt von ihrer Doktorarbeit in einem Denglisch, als hätte sie in Berkeley oder Harvard eine Studie zur politischen Sozialisation amerikanischer Kleinstadtteenager vorgelegt. Kritsche Fragen eines jungen Sozialwissenschaftlers der FU aus dem Publikum beantwortet sie treuherzig. Nie hätte sie ihre Arbeit als Auftrag verstanden, die Jugendlichen noch besser zum Sozialismus zu erziehen.</p>
<p>Sie krönt ihre Einlassungen: Mit ihrem Staatsbürgerkundelehrer konnte man über alle Themen, wirklich über alle, offen diskutieren. Den Mitdiskutanten, die gerade von ihren Erfahrungen mit Denunziation, Erziehung zum Hass und Militarismus in der DDR-Schule berichtet haben, steht der Mund offen. Eine Punkerin erzählt von den Vopos, der Stasi, ihrer Haft (Weniger als 6 Monate, daher keine Entschädigung oder Ehrensold) und denselben Leuten nach der &#8222;Wende&#8220; in den Ämtern wie vorher. Frau Enkelmann sitzt  immer lächelnd daneben. Fehlt noch, dass sie das als Pluralismus der DDR ausgibt. (Das macht an einem anderen Abend ein anderer.)</p>
<p>Dann gab es den<strong> jungen Berliner Linksparteipolitiker</strong>, der mit Fragestellern aus dem Publikum und mit Mitdiskutanten auf dem Podium umsprang, dass man sich zu Franz-Josef-Strauß zurücksehnte (&#8222;Haben Sie überhaupt Abitur?&#8220; fragte der einmal einen kritischen Journalisten.)</p>
<p>Die Veranstaltung zum <strong>SED-Einfluss in West-Berlin</strong> hätte ich beinahe geschwänzt. Ich wollte ja vor allem mehr über die DDR erfahren. Dabei war gerade diese Veranstaltung besonders ergiebig.</p>
<p>Es ist ja nicht unbekannt, dass die SED in Westdeutschland und West-Berlin nicht ohne Einfluss gerade im studentischen Milieu war und DKP und SEW über Millionen DM verfügten. Zu hören, <span style="text-decoration:underline;">wie </span>stark dieser Einfluss an der FU und in der links-alternativen Szene war, verblüffte mich aber doch.</p>
<p>Etwa 1000 IMs gab es in West-Berlin. Aber IMs wurden gar nicht überall benötigt, weil die DDR-Sympathisantenszene groß genug war. Der Gesamtpersonalrat der FU und die Berliner ÖTV standen unter SED-Einfluss. In der FU scheiterte eine Biermann-Resolution.</p>
<p>Die Deutschlandpolitik der grünen Vorläuferbewegung Alternative Liste wurde von einem IM auf SED-Linie gebracht.  Der ging dann 1989 zur PDS.</p>
<p>Wenn undogmatische Linke mit Flugblättern unter dem Parka über den Bahnhof Friedrichstr. in den Osten reisten, standen die kommunistischen OSI-Kommilitonen auf dem Bahnsteig und zeigten der Stasi, wen sie sich ansehen sollte.</p>
<p>Da wurde ein alternatives Tageszeitungsprojekt dadurch kaputt gemacht, dass es unter SED-Einfluss geriet. <em>(Das Abo hatte ich freilich schon damals enttäuscht gekündigt, als ich den Trend bemerkte.)</em></p>
<p>Die SED hatte eine Heidenangst vor den Linksalternativen, die sich in West-Berlin tummelten. Die Friedensbewegung mit ihrem atomwaffenfreien Europa war ihr supekt. Sie hielt mit Geldkoffern und Einladungen nach Moskau dagegen. (Für den Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei im Hessischen Landtag hat sich bis heute nichts geändert. Geld und Anweisungen erhält er auch heute wieder aus Berlin.</p>
<p>Nicht ungewöhnlich im extremistischen Spektrum war die Karriere des FU-Professors Johannes <a title="wikipedia_Agnoli" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Agnoli" target="_blank">Agnoli</a>, der von extrem rechts nach ganz links gewandert war und einer der Vordenker der 68er wurde. Auch der Frankfurter Dutschke, Krahl, war ein Wanderer zwischen den Extremen gewesen. So ganz unrecht hat Götz Aly wohl nicht, wenn er sich und seine Weggenossen von 68 heute kritisch <a title="Aly_68" href="http://www.amazon.de/Unser-Kampf-irritierter-Blick-zur%C3%BCck/dp/3100004213/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1235128721&amp;sr=8-2" target="_blank">sieht</a> und eine Traditionslinie zur Hitlerzeit zu entdecken glaubt.</p>
<p>Elmar <a title="elmar_Faber_wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elmar_Faber" target="_blank">Faber</a>, in der DDR Verleger, u.a. Chef des Aufbau-Verlages, nach der &#8222;Wende&#8220; Träger des Bundesverdienstkreuzes und  Gründer des Verlages Faber und Faber, macht den Eindruck eines Geschäftsmannes, der überall zurechtkommt. Christoph Hein, auch auf dem Podium zum Thema &#8222;Leseland DDR&#8220; (auch das eine Propagandavokabel der SED) , sagt, dass <strong>&#8222;Weglassen die einfachste Form der Lüge&#8220;</strong> sei. Er hat auch an diesem Abend recht: Faber betont, dass er bei Hans Meier und Ernst Bloch studiert und Sartre verlegt habe. Erich Loest muss darauf hinweisen, dass spätere DDR-Studenten nicht mehr in den Genuss kamen, bei Bloch und Meier studieren zu können, da diese inzwischen im Westen lehrten. Auch wäre Sartre sehr bald der Zensur zum Opfer gefallen.</p>
<p>Als die Professorin Ines Geipel von wenig bekannten Schriftstellern erzählt, die noch bis kurz vor der &#8222;Wende&#8220; für ihre Texte mit mehrjährigen Zuchthausstrafen belegt worden waren, meint Faber, man müsse die DDR-Literatur differenziert sehen, sie wäre vielfältig gewesen. Er hätte im Jahr 500 Manuskripte bekommen. Und überhaupt müsse man die DDR-Literatur in den gesamten deutschen literarischen Kontext stellen. Das ist das Stichwort für einen Frager aus dem Publikum, der mehrfach im Lauf des Abends darauf hinweist, dass in der BRD Brecht nicht gedruckt werden durfte.  Auf die Frage, was es denn an großer sozialistischer Literatur gegeben hätte, nennt der &#8222;Brecht, Brecht&#8220;-Rufer Dietmar Dath.</p>
<p><span style="text-decoration:underline;">Die Argumentationsmuster der &#8222;DDR-Revisionisten&#8220; sind überall gleich:</span></p>
<ul>
<li><strong>Bei Euch (BRD) war es doch auch nicht anders</strong>: &#8222;Bei uns durften die Pfarrerskinder nicht studieren, bei Euch gab es Berufsverbote für fortschrittlich denkende Menschen. Eure Stasi hieß Verfassungsschutz. Bei Euch hatten die Amis das sagen, bei uns die Russen. Bei uns war Karl May und Micky Maus verboten, bei euch aber Brecht. Und an den Grenzen der EU werden auch Menschen getötet.&#8220; (Letzterer Satz ist der Kommentar eines Potsdamer linksextremistischen Stadtverordneten zu den Todesschüssen an der Mauer.)</li>
<li>Wissenschaftler, die diese Sicht bevorzugen, fordern <strong>Kontextualisierung</strong>: Man muss DDR und BRD nebeneinander stellen und als aufeinander bezogene, ähnlich agierende Akteure des Kalten Krieges sehen. Dann hat man zwei Auslaufmodelle und kann sich auf die Suche nach dem 3. Weg machen. <em>Hier wäre ein Besuch der Ausstellung im Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde zu empfehlen.</em> <em>Da ergibt sich implizit eine Gegenüberstellung der beiden &#8222;Systeme&#8220;</em>.</li>
</ul>
<ul>
<li><strong>Man darf nicht nur über die Repression reden, man muss auch den Alltag sehen</strong>. <strong>Sonst erhält man ein einseitiges Bild</strong>: &#8222;Wir hatten den besseren Sex und haben mehr gelacht.&#8220; &#8222;Die Frauen waren gleichberechtigt.&#8220; &#8222;Wer seine Arbeit getan hat, hatte auch keine Probleme.&#8220;</li>
<li>Manche Wissenschaftler sagen dazu: ein <strong>multiperspektivisches Bild</strong> der DDR herstellen. Dazu passt ein <a title="Krenz" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,608949,00.html" target="_blank">Auftritt</a> von Egon Krenz. Oder der brandenburgische Bildungsminister, der auch die &#8222;Schattenseiten&#8220; der DDR im Unterricht erwähnt sehen möchte.</li>
</ul>
<ul>
<li>Wenn das nicht hilft: <strong>&#8222;Das war ja gar kein richtiger Sozialismus in der DDR</strong>. Er wurde falsch umgesetzt. Wenn ihr 89 nicht gekommen wärt und und die &#8222;kriminelle Treuhand&#8220; (Günter Grass) nicht gewesen wäre, hätten wir den demokratischen Sozialismus verwirklicht.&#8220;<em> </em>&#8222;Pseudosozialismus&#8220; sagt die &#8222;Freitag&#8220;-Mitherausgeberin Daniela Dahn zur DDR<em>. </em><em><br />
</em></li>
</ul>
<p style="padding-left:30px;"><em>Dazu schreibt mir die postkommunistische Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke in <a title="jelpke" href="http://www.abgeordnetenwatch.de/ulla_jelpke-650-6071-3.html#fragen">abgeordnetenwatch</a>.de am 25.11.08 erhellend, dass demokratischer Sozialismus eine Erfindung der SPD wäre, letztlich ein rosaroter Kapitalismus.</em></p>
<p style="padding-left:30px;"><em>&#8222;Es muss demokratisch aussehen&#8220; war die Parole der aus Moskau zurückkehrenden deutschen Kommunisten. Das war ehrlicher als wenn Daniela Dahn in der Leipziger Büchernacht 2009 davon schwärmt, dass die DDR-Volkskammer demokratischer war als der Bundestag (&#8222;2% der Bevölkerung sind in Parteien, im Bundestag sind es 100%.&#8220;)<br />
</em></p>
<p>Die <a title="Basedow1764 zur Abschlussveranstaltung " href="http://wp.me/p9ZNn-1fV" target="_self">Abschlussveranstaltung </a>ist am 7.10.09.</p>
<p><strong>Update</strong>: <strong> </strong></p>
<p><strong>Erwin Sellering</strong> verhöhnt auf dem SPD-Parteitag am 26.4. in MeckPomm weiterhin die SED-Opfer und geht  (nein nicht auf den Strich &#8211; aber was ist das anderes als politische Prostitution?) auf Stimmenfang in seinem Lande. Seine Popularität ist bisher aber noch nicht  einmal bei seinen Genossen gestiegen.</p>
<p><strong>Update 12.4.09</strong></p>
<p>Herr <strong>Müntefering </strong>fordert eine neue Verfassung wegen des Unwohlseins von ex-DDR-Bürgern in der vereinigten BRD. Er hat wohl gerade mit Günter Grass gesprochen, der sich nicht einkriegen kann, dass die Treuhand die gößte kriminelle Vereinigung seit 1945 auf deutschem Boden wäre.  Lassen wir Münterferings späte Erkenntnis mal als Marketing-Gag beiseite, so stimme ich ihm in allem anderen, was Spiegel-Online verbreitet, <a title="Münte" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,618700,00.html">zu</a>.</p>
<p>Die SPD leidet unter dem Trauma der vergeigten Wahlen 1990. Damals war sie zumindest in Teilen gegen eine Vereinigung und Lafontaines frühere Liebedienereien gegenüber Honecker, dem Saarländer waren in Ostdeutschland noch nicht vergessen. Egon Bahr glaubte bei den Märzwahlen &#8222;faschistoide Züge&#8220; und &#8222;Psychoterror nach Goebbels-Manier&#8220; bei der West-CDU wahrgenommen zu haben (Kowalczuk, Endspiel, p 531f)</p>
<p><strong>Nachtrag </strong></p>
<p><strong> </strong>(Übernahme aus dem gelöschten Beitrag &#8222;Gemischte Lesetipps)<strong><br />
</strong></p>
<p><a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/03/dammann-cover.jpg"><img class="size-full wp-image-120 alignleft" title="Dammann Cover" src="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/03/dammann-cover.jpg?w=140&#038;h=140" alt="Dammann Cover" width="140" height="140" /></a></p>
<p><strong>Ein Land, genannt die DDR</strong>, herausgegeben von Ulrich Plenzdorf und Rüdiger Dammann.</p>
<p>Im Zusammenhang mit der Bücher- und Medienkiste &#8222;Ampelmännchen und Todesschüsse&#8220; zur <a title="DDR-Bücher- und Medienkiste" href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/07/ddr-kiste-080706.pdf" target="_blank">DDR</a>-Geschichte stieß ich auf dieses Buch.  Rüdiger Dammann macht i. d. R. gute Bücher, z. B. <a title="Zerrissene Herzen" href="http://www.amazon.de/Zerrissene-Herzen-Geschichte-Juden-Deutschland/dp/3100035208/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1206540849&amp;sr=1-1" target="_blank">dieses</a>.</p>
<p>Auch das mir vorliegende ist liebevoll gestaltet, gut und verständlich zu lesen, was ja in der S I enorm wichtig ist. Das Buch kommt in der Aufmachung wie ein Jugendsachbuch daher, was es aber nicht ist.</p>
<p><strong>Beim Nachwort von Ulrich Plenzdorf, das ich zuerst lese, stocke ich: Als einzige wirkliche Auskunft über das Leben in der DDR könne nur die von in der DDR aufgewachsenen Menschen gelten.</strong> Besser könne man Geschichte nicht schreiben. Naja, wer sich noch nie mit den Problemen der oral history auseinandergesetzt hat, glaubt das wohl. Nichts gegen Zeitzeugen als Quelle, aber Quellenkritik muss erlaubt sein.</p>
<p>Niemand will den Menschen, die in der SED-Diktatur leben mussten, Identität und Erinnerungen nehmen. Aber da muss nicht eine Sympathieerklärung für Ulbricht dabei herauskommen.</p>
<p>Die Probe aufs Exempel liefert Daniela Dahn im Beitrag über die DDR-Wirtschaft: &#8222;Die Legende vom faulen Ossi&#8220;. Ich suche für die Bücherkiste Bücher, in denen Jugendlichen erklärt wird, warum ein Wirtschaftssystem nicht funktionieren kann, in dem die Brathähnchen in der Gaststätte billiger sind als das Huhn beim Metzger, das Brot an Schweine verfüttert wird, weil es so billig ist, die Miete fast nichts kostet, dafür aber die Häuser verfallen.</p>
<p>Für Dahn ist der &#8222;Witz der Sache&#8220; leitend: In der DDR war zum ersten Mal in Deutschland die Macht des Kapitals gebrochen. Diesem Witz wird dann die Wirklichkeit untergeordnet. Die DDR war mit NÖSPL, dem neuen System der Wirtschaftslenkung, auf dem besten Weg zum Arbeiter- und Bauern-Paradies. Ulbricht war ein Wirtschaftsreformer, der leider von den Russen und Honecker gebremst wurde. Eigentlich wären die Kombinate, in denen die DDR-Wirtschaft zusammengefasst war, hochrentabel gewesen, eigentlich war die DDR am Schluss nicht ganz bankrott, eigentlich gab es ja damals weltweit Wirtschaftssiechtum, eigentlich hatte das DDR-Statistikamt der Industrieproduktion des Landes den 15. bis 17 Platz auf der Weltrangliste zugewiesen.</p>
<p>Da kam die Wende wohl zu Unrecht?</p>
<p>Wenn Dahn die Brigaden beschreibt, ist das ein guter Einblick in den Arbeitsalltag. Die SED hatte die Brigaden keineswegs im Griff, musste sie bisweilen fürchten.</p>
<p>Aber wenn Dahn das Wirtschaftssystem erklärt, hört sich das nach einem Seminar in den Hinterzimmern der die DDR überlebt habenden &#8222;Volkssolidarität&#8220; an.</p>
<p>Es muss ja keinesfalls der entfesselte Kapitalismus als die einzig richtige Wirtschaftsform herauskommen, aber eine romantisierende Betrachtung der Zentralverwaltungswirtschaft hilft nicht weiter, außer dass sie Weichspülung der DDR bei den nachwachsenden Schülergenerationen fortsetzt. Da hatte Werner Obst schon 1983 den besseren <a title="Werner Obst über die DDR-Wirtschaft" href="http://www.amazon.de/gp/offer-listing/3720151581/ref=sr_1_olp_1?ie=UTF8&amp;s=gateway&amp;qid=1207677113&amp;sr=8-1" target="_blank">Durchblick</a>!</p>
<p><strong> </strong>NÖSPL-Fan Daniela Dahn war übrigens die Favoritin von Dr. Gysi für die Kandidatur zur Bundespräsidentin.</p>
Posted in DDR Tagged: Daniela Dahn, DDR-Aufarbeitung, DDR-Verklärung, Elmar Faber, Gysi, Linkspartei, NöSPL, Rüdiger Dammann, Schuss Willkür, Sellering, Ulrich Plenzdorf <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/2223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/2223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/2223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/2223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/2223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/2223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/2223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/2223/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/2223/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/2223/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=2223&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">DDR-Tagungsreihe</media:title>
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			<media:title type="html">Dammann Cover</media:title>
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		<title>Die DDR lebt!</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 18:40:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Kleinmachnow, vor den Toren Berlins gelegen, unweit des ehemaligen Grenzübergangs Dreilinden, findet in einer 10. Klasse ein Zeitzeugenbesuch statt: Eine Frau, deren Leidensgeschichte auch verfilmt wurde. Sie hatte, etwas naiv und unbedacht, regimekritische Parolen auf die Straße gemalt und wurde zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt.
Die Schüler/innen finden die DDR-Darstellung zu negativ. Aber der Höhepunkt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=1506&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>In Kleinmachnow, vor den Toren Berlins gelegen, unweit des ehemaligen Grenzübergangs Dreilinden, findet in einer 10. Klasse ein <strong>Zeitzeugenbesuch</strong> statt: Eine Frau, deren Leidensgeschichte auch verfilmt wurde. Sie hatte, etwas naiv und unbedacht, regimekritische Parolen auf die Straße gemalt und wurde zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt.</p>
<p>Die Schüler/innen finden die DDR-Darstellung zu negativ. Aber der Höhepunkt kommt noch: &#8222;Ist das hier eine Werbeveranstaltung für Demokratie?&#8220; fragt die junge Lehrerin ungehalten. (Potsdamer Neueste Nachrichten v. <a title="PNN Kleinmachnow Zeitzeugen" href="http://www.pnn.de/potsdam/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-pnn.php?ran=on&amp;url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/29.11.2008/4449614.pnn#art" target="_blank">29</a>.11.08)</p>
<p>Zur Bekämpfung der friedlichen <strong>Montagsdemonstranten </strong>in Leipzig ließ die SED <strong>Fallschirmjäger </strong>aus Lehnin verlegen. Sie kamen glücklicherweise nicht zum Einsatz. Als die jungen Männer erfuhren, wozu man sie beinahe eingesetzt hätte, demolierten sie vor Wut ihre Kaserne. Sie hatten mehr verstanden als die überforderte Kleinmachnower Lehrerin.</p>
<p><strong>Zeitzeugenbesuche in Schulen werden in Brandenburg nicht von der Landesregierung finanziert, sondern durch private Spenden.</strong></p>
<p>Ich mache gleich weiter. <em>(Dies soll zwar ein Schulbibliotheksblog sein, aber ich bin  fassungslos und muss das loswerden.)</em></p>
<p>Der ehemalige DDR-Korrepondent der ARD, <strong>Hans-Jürgen Börner</strong>, zeigt im Berliner Rathaus vorab seinen Film &#8222;<strong>Meine Stasi</strong>&#8220; über die IMs, die auf ihn während seiner Tätigkeit in Ostberlin in den 80er Jahren angesetzt waren. Er versucht, mit allen Spitzeln ins Gespräch zu kommen, macht keinem Vorwürfe, will zuhören. Er zeigt im Film die Bandbreite der IMs auf, den gläubigen Kommunisten, den Ängstlichen, den Reuigen, den Ehemann, der seine Frau bespitzelte, den Wendegewinner, der immer obenauf schwimmt.</p>
<p>Als er in <strong>Zossen </strong>2007 einen seiner ehemaligen IM auf der Straße bei laufender Kamera anzusprechen versucht, kommt einer aus dem Rathaus gelaufen und will das Drehen verbieten: &#8222;Haben Sie eine Drehgenehmigung? Hier in Zossen müssen Sie Filmaufnahmen vom Rathaus genehmigen lassen!&#8220; Mit einer ähnlichen Sequenz in Ostberlin hatte der Film begonnen.</p>
<p>Ein Jahr später, 2008, hätte Börner den Film wahrscheinlich gar nicht mehr machen können. Dr. Gysi und seine Genossen haben es geschafft, dass Gerichte die Namensnennung von Spitzeln untersagen. Das beeinträchtige inzwischen auch die wissenschaftliche Aufarbeitung der SED-Diktatur, klagt ein Mitarbeiter der Birthler-Behörde.</p>
<p>Die Idee eines Geschichtswettbewerbes á la Körber-Stiftung, &#8222;Spurensuche DDR&#8220;, kann man vergessen. Die Pfarrer und Lehrer, die sich mit Klassen auf Spurensuche begeben, werden mit Klagen überzogen. <strong>Die Landesregierung von Brandenburg hat einen angekündigt, aber vergessen, ihn auszuschreiben. </strong>(Nachtrag: Sie haben doch noch einen zur &#8222;Wende&#8220; ausgeschrieben. Die Schulen haben bis zu den Sommerferien 2009 etwa drei Monate Zeit dafür<strong>.)<br />
</strong></p>
<p>Abgesehen von der juristischen Seite: Ich habe es gerade erlebt: <strong>Mit der Brandenburger SPD ist eine Medienkiste, ähnlich wie die hessische &#8222;Ampelmännchen und Todesschüsse&#8220;, nicht zu machen.</strong> Man will den zukünftigen Koalitionspartner wohl nicht reizen.</p>
<p>In <strong>Berlin-Lichtenberg</strong> hat 2007 die postkommunistische Bezirksbürgermeisterin eine  <strong>Ausstellung über Antisemitismus in der DDR</strong> aus dem Sitzungssaal entfernen und in einem ungeeigneten Flur die Tafeln mehr oder weniger abstellen <a title="Linkspartei gegen Ausstellung" href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2007/0421/berlin/0037/index.html" target="_blank">lassen</a>.</p>
<p>Siehe in diesem Blog auch  alle <a title="Medienkiste DDR" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/02/06/medienkiste-ddr/">früheren </a>Nachrichten zum Thema &#8222;DDR&#8220; oder &#8222;DDR im Unterricht&#8220;!</p>
<p>Auch wenn es nicht ganz in die Beispiele unter dieser Überschrift passt, weil es um reale Begebenheiten geht und nicht um das, was in den Köpfen abgelagert hat, aber ich bin immer noch überrascht von der Bemerkung  <strong>Katharina <a title="Thalbach_DDR" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/09/25/medienkiste-ddr-3-schulerwissen-korruption-ua/">Thalbachs</a>,</strong> dass sie gerne noch einmal beim Experiment DDR mitmachen möchte. (<em>Vielleicht nimmt sie erstmal Mäuse als Versuchskaninchen</em>.)</p>
<p>Eins weiß ich, ein Päckchen mit Bohnenkaffee, Orangen und einer neuen Kurbelwelle schick´ich ihr dann nicht, falls ich überhaupt Gelegenheit dazu hätte. Denn das Experiment dürfte sich ja dann auf die gesamt &#8222;BRD&#8220; erstrecken. West-Berlin dürfte dem Experiment DDR&#8220; aber fehlen. Oder woher will man die fehlenden Produkte kriegen, z.B. die Lebensmittel für Wandlitz oder die Armaturen für Villen der politischen Klasse?</p>
<p>Frau Thalbach hat gut reden. <strong>Sie gehörte zu den Privilegierten und durfte sogar übersiedeln, als sie vorübergehend einen nichtsozialistischen Staat attraktiver fand.</strong> Für die Oberschicht, zu der auch angepasste Künstler gehörten, gab es Volvos, für die Ostberliner Wartburgs mit VW-Motor und für den doofen Rest Trabbis.</p>
<p>Das <strong>Statistische Bundesamt</strong> veröffentlicht in seinem Jahrbuch 2008, S. 398, die <strong>Einstellung der Bundesbürger zum Sozialismus.</strong> 76% der Ostdeutschen (Westdeutsc he 45%) halten ihn für eine gute Idee, die nur schlecht realisiert worden war. (Dort auch weitere interessante Werte, etwa Einstellung zur Demokratie.)</p>
<p>Ganz ähnlich war das ja mit dem Nationalsozialismus. Bis in die 60er Jahre war das ja auch die Mehrheitsmeinung über den Nationalsozialismus. Der war <strong>Fürsorgediktatur</strong>: Volkswohlfahrt und Volksgemeinschaft.  Aber halt, <span style="text-decoration:underline;">Vergleiche zwischen Sozialismus und Nationalsozialismus sind aus dem brandenburgischen Lehrplan entfernt worden</span>.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong></p>
<p>Der Vorsitzende der <strong>Pressekammer des Landgerichts Hamburg</strong>, Buske, und ein Kollege in Berlin werden vor allem von Rechtsanwalt Dr. Gysi gerne angerufen, weil sie verlässlich die Pressefreiheit zugunsten von IMs einschränken und deren Namensnennung auch in Ausstellungen und Dokumentationen verbieten. Wie schön, dass der Rechtststaat den Unrechtsstaat schützt.</p>
<p><strong>Nachtrag</strong>:</p>
<p>Wer durch zwei große <strong>Potsdamer Buchhandlungen</strong> schlendert, erfährt wahrscheinlich mehr über den Stand der DDR-Aufarbeitung als in Gedenkreden des Jahres 2009. Da findet sich schon mal ein Band von Kowalczuks Endspiel, ein Buch von Erhard Neubert und von Hubertus Knabe. Dazwischen aber die Stapel der Bekenner- und Rechtfertigerliteratur: &#8222;Wir waren nicht pleite&#8220;, &#8222;Der Westen hat gesiegt&#8220;, &#8222;Schluss m it den Lügen über die DDR!&#8220; Daneben die Biographien von Krenz und Wolf. Das ist anscheinend das, was gut geht.</p>
<p><strong>Nachtrag 22.7.09</strong></p>
<p>Der <strong>Bürgermeister von Prenzlau</strong> ist noch nicht in der Gegenwart angekommen. Erst will er eine Sozialwohnung haben, die schon vergeben ist. Dann verleiht er einem Mitarbeit -natürlich nur im Spaß &#8211; den Orden &#8222;Banner der Arbeit&#8220;, die Urkunde ordentlich mit einem Honecker-Faksimile unterzeichnet.</p>
<p>Da sind mir alle die ehemaligen Nomenklatura-Leute, die heute unauffällig als Polizeipräsidenten, IHK-Vorsitzende, Zeitungs- und Fernsehredakteure, Verbandschefs, Rechtsanwälte, Fraktions- und Ausschussvorsitzende, Bankmanager usw. usw. arbeiten, lieber. Nach 1945 wurden die vielen nationalsozialistisch Belasteten auch integriert. Wenn die Mehrzahl begreift, dass Demokratie und Marktwirtschaft besser sind als Diktatur und Planwirtschaft, sei´s drum. Nur, während die Erinnerung an das &#8222;Dritte Reich&#8220; verblasste und vor allem die &#8222;Schattenseiten&#8220; erinnert werden, wird in Ostdeutschland die DDR immer rosiger gesehen.</p>
<p><strong>Nachtrag 23.08.09</strong></p>
<p>Passend zum Gedenktag des Hitler-Stalin-Paktes berichtet die rbb-Abendschau über eine Demonstration von Kommunisten zum Erhalt einer <strong>Thälmann-Gedenkstätte in Königs-Wusterhausen.</strong> Der Wortführer darf ein paar Sätze ins Mikro sprechen. Als ob es um einen beliebten Heimatdichter ginge.</p>
<p>Da werden Millionen für die Aufarbeitung der SED-Diktatur ausgegeben. Es wird lamentiert über das geringe Schülerwissen. Und der rbb betreibt Heimatkunde. Teddy war ein Totengräber der Weimarer Republik, er hat den stalinistischen Terror unterstützt. Bloß nicht dran rühren. Gäbe es Ärger mit Rundfunkräten?</p>
<p><strong>&#8222;Weglassen ist eine einfache Form der Lüge&#8220;,</strong> sagt Christoph Hein.</p>
<p><strong>Nachtrag 5.9.09</strong></p>
<p>Egal wie klein und entlegen das Dorf ist, was es immer gibt in den neuen Bundesländern: Eine Straße des Friedens, der Freundschaft, der Einheit, der Jugend. <strong>Was es nirgendwo gibt: Eine &#8222;Straße der Friedlichen Revolution&#8220;.</strong></p>
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		<title>BILD, Hitler und Madame Tussaud´s</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jul 2008 16:29:29 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[BILD, deren oberster Chef, Herr Döpfner, hier in Potsdam ein geschätzter Mitbürger und Mäzen ist, hat alle aufrechten Antifaschisten eingeladen, ins neue Berliner Wachsfigurenkabinett zu kommen, um zu &#8222;kotzen&#8220;.
Leitartikler Franz-Josef Wagner hält dies für eine Art Protest gegen die dort ausgestellte Hitler-Figur.
Ein Besucher hat inzwischen den Kopf abgerissen.
Wenn Wagner mal in sein Blatt schaute, könnte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=234&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>BILD, deren oberster Chef, Herr Döpfner, hier in Potsdam ein geschätzter Mitbürger und Mäzen ist, hat alle aufrechten Antifaschisten eingeladen, ins neue Berliner Wachsfigurenkabinett zu kommen, um zu &#8222;kotzen&#8220;.</p>
<p>Leitartikler Franz-Josef Wagner hält dies für eine Art Protest gegen die dort ausgestellte Hitler-Figur.</p>
<p>Ein Besucher hat inzwischen den Kopf abgerissen.</p>
<p>Wenn Wagner mal in sein Blatt schaute, könnte er mit dem Kotzen gar nicht mehr <a title="BILD und Hitler" href="http://www.bildblog.de/3061/madame-tussaud-nimmt-bild-den-hitler-weg" target="_blank">aufhören</a>.</p>
<p><strong>Nachtrag 10.07.08</strong></p>
<p>Die <a title="Die ZEIT" href="http://www.zeit.de" target="_blank">Zeit </a>hat in ihrer heutigen Ausgabe eine treffende Glosse zum höchst lebendigen Widerstand gegen Hitler. (Leider ist die Ausgabe 29 im Archiv zzt. noch nicht online)</p>
<p><strong>Nachtrag 7.8.08</strong></p>
<p>Der rbb spult heute in seinem Info-Radio den ganzen Tag über einen liebevollen Bericht über eine <strong>Stasi-Kneipe</strong> in der Normannenstraße, in der Nähe des ehemaligen MfS, ab.</p>
<p>Ich finde das obszöner als den Wachshitler.</p>
<p>Ob die Betreiber die Wasserfolter aus dem Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen als Biertresen nachgebaut haben, war nicht in Erfahrung zu bringen.</p>
<p>Mal sehen, wie die beiden Helden, die die Hitler-Kopf-ab-Wette ja betrunken in eienr Kneipe ausbaldowert haben, reagieren.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/basedow1764.wordpress.com/234/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/basedow1764.wordpress.com/234/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/234/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/234/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/234/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/234/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/234/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/234/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/234/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/234/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/234/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/234/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=234&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Medienkiste DDR (2): Noch mehr Bücher!</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2008/04/15/ddr-medienkiste-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 21:08:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich habe die Medienliste "Ampelmännchen und Todesschüsse" verändert ( Stand: 15.09.08 ). Raus sind Ulrich Plenzdorf (wegen Daniela Dahns Beitrag zur Planwirtschaft) und Jana Hensel (Die reist in den aufregenden Jahren nach der Wende in der Welt herum, erzählt das aber nur nebenbei. Wichtig ist vor allem, dass es in der Heimat keine Wertstoffsammlung mehr gibt und ihr Schulweg sich verändert hat.

Neu ist Stefan Wolle. Und wieder entdeckt habe<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=132&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich habe die Medienliste &#8222;Ampelmännchen und Todesschüsse&#8220; verändert ( Stand: 15.03.09 ).</p>
<p><span style="font-size:10pt;font-family:Tahoma;"><a title="Medienkiste DDR" href="http://www.slideshare.net/basedow1764/ddr-kiste-090210-mit-zusatzmat" target="_blank">Hier </a>kann man die Liste und eine Handreichung ansehen. Download gerne nach Rücksprache. In Hessen kann die Medienkiste an drei Schulstandorten ausgeliehen werden und 2009 ist geplant, mehrere Kisten für Schulen auszuloben.</span><span style="font-size:10pt;font-family:Tahoma;"> </span></p>
<p>Raus sind <strong>Ulrich Plenzdorf</strong> (wegen Daniela Dahns Beitrag zur Planwirtschaft) und <strong>Jana Hensel</strong> (Die reist in den aufregenden Jahren nach der &#8222;Wende&#8220; in der Welt herum, erzählt das aber nur nebenbei. Wichtig ist vor allem, dass es in der Heimat keine Wertstoffsammlung mehr gibt und ihr Schulweg sich verändert hat.</p>
<p>Neu ist <strong>Stefan Wolle</strong>. Und wieder entdeckt habe ich den Wirtschaftsprofessor Werner Obst, der 1969 &#8222;rübermachte&#8220;.</p>
<p>Es ist die Erfahrung, die man schon früher, bei anderen Bücherkisten, machen konnte: Der Buchmarkt ist flüchtig. Was vergriffen ist, ist vergriffen. Da wäre book on demand gut. Die Bibliotheken hier in Brandenburg haben die einschlägige Literatur auch nicht gerade im Übermaß. Ein ebenfalls vergriffenes, sehr gutes Buch &#8211; &#8222;Stasi auf dem Schulhof&#8220; &#8211; habe ich im Brandenburger Verbundkatalog kein einziges Mal gefunden, in Berlin einmal. Im Antiquariat wird es für 60 € gehandelt. Ich habe es sehr viel billiger auf dem Bücherflohmarkt des Zentrums für zeitgeschichtliche Forschung hier in Potsdam gefunden. Die haben es sicher nochmal im Bestand, das ist ein angesehenes Institut. Dennoch, eine sicher unabsichtliche Pointe: Der Leiter des Zentrums sagt, man solle sich sich nicht mehr so intensiv(?) mit der Stasi und den Gefängnissen beschäftigen, sondern mit dem Alltag der Menschen. (Er will allerdings dabei die alltäglichen Erscheinungsformen der Diktatur nicht unter den Tisch fallen lassen.)</p>
<p>In Potsdam sind wir ausgewogen: Die Stadt ehrt mit den Stimmen der Postkommunisten einen verstorbenen Bürgerrechtler. Im letzten Jahr dagegen wurde im Stadtpark (Heimlich, keiner will es gewesen sein!) eine Leninbüste aus der Hinterlassenschaft der Roten Armee im Volkpark neu aufgestellt. (Die russische Botschaft in Berlin hattte ihre <strong>Lenin-Büste</strong> im Vorgarten schon Mitte der 90er abmontiert.)</p>
<p>Die Auseinandersetzung um die Rezeption der SED-Diktatur ist aufregend. Die wohl allseits bekannte Untersuchung zum Kenntnisstand der Schüler sollte ursprünglich vom Berliner Senat mitfinanziert werden. Der hat dann aber abgesagt. Und anschließend ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Methodik der Studie in Grund und boden verdammt. Brandenburg hatte gar nicht erst zugesagt. Noch ein paar Details. (Der Professor war gerade zu einem Vortrag in Potsdam.) Ostberliner und Brandenburger Schüler schneiden besonders schlecht ab. NPD- und Linksparteinahe Schüler haben dasselbe positve DDR-Bild.</p>
<p>Professor Schroeder, FU, erzählte übrigens, dass die Statistik vom Umtausch der Ost-Sparbücher bei der D-Mark-Einführung nicht mehr auffindbar sei. Die besagte, dass 10% der DDR-Bürger 60% des Sparvermögens auf dem Konto hatten. Fast dasselbe Zahlenverhältnis habe ich kürzlich bei der Vermögensverteilung in Deutschland gelesen.</p>
<p><strong>Update 30.5.</strong></p>
<p>Neu entdeckt habe ich <strong>David Ensikat, Kleines Land große Mauer</strong>. Die DDR für alle, die (nicht) dabei waren. Piper,München 2007.</p>
<p><img class="alignleft" title="Ensikat, Kleines Land..." src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41riXvVl7PL._SL500_AA240_.jpg" alt="" width="134" height="134" /></p>
<p>Ensikat erzählt so einfach, dass es schon ein aufgeweckter Grundschüler verstehen könnte, wenn im Kinderfernsehen daraus vorgelesen würde. Also eigentlich gut geeignet für 16/17jährige, die nicht sonderlich am Thema interessiert sind. Er spricht die Schattenseiten des Regimes offen an, z. B. dass in Gefängnissen &#8222;gequält&#8220; wurde, dass Kinder wegen des fehlenden Umweltschutzes öfter krank waren, dass die DDR 1988 pleite war u.a.</p>
<p>Manches fällt aber auch der Vereinfachung zum Opfer: &#8222;Solange es die DDR gab, herrschte Frieden in Europa.&#8220; Dass die SED aus einer Zwangsvereinigung von SPD mit KPD entstanden ist, erschließt man relativ spät im Buch.</p>
<p>Die Kapitel sind nicht zu lange, die Überschriften motivieren zum Lesen, es wird auch fast alles angesprochen. Dennoch bleibt ein Unbehagen. Die vereinfachte Erzählweise, der lockere Plauderton lassen die Sache SED-Diktatur bekömmlich werden, obwohl er auch über Todesschüsse, Gefängnisse und militaristisches Schulwesen schreibt.</p>
<p>Die Vereinfachung hat ihre Tücken. Ein Argumentationsmuster, das auch in anderen Büchern vorkommt: Der Antipode des Sozialismus ist der Kapitalismus. Und zwar der, den Karl Marx beschrieben hat. Bei Ensikat heißt das: &#8222;Tatsächlich kann man ja fragen, ob man die Wirtschaft nicht besser organisieren kann als im Kapitalismus, wo jeder sich um seine Sachen kümmert und kaum jemand darauf achtet, wie alles zusammenpasst.&#8220; (S. 103) Vor dem Hintergrund &#8222;des&#8220; Kapitalismus erscheinen der real existierende Sozialismus und seine Akteure, ob gewollt oder nicht, in milderem Licht. Sie hatten die besten Absichten, die Sache ist ein wenig aus dem Ruder gelaufen.</p>
<p>&#8222;Der Nationalsozialismus ist an sich eine gute Sache, nur das mit den Juden hätte man nicht machen sollen&#8220;, pflegte einer meiner Vorfahren zu sagen.</p>
<p>Ich suche nach einem Buch, das so viel Verständnis für die kapitalistische Welt und ihre Fehlentwicklungen aufbringt, wie einige Bücher für die DDR. Nach mancher Lektüre habe ich das Gefühl, ich dürfte den Ulbrichts, Honeckers, Mielkes nicht böse sein, sie haben es letztlich gut gemeint. Ich suche nach einem Buch, das erklärt, was im &#8222;kapitalistischen System&#8220; möglich ist oder sein kann: Umweltschutz, Sozialpolitik, (Gegen-)öffentlichkeit, Freiheitsrechte, Kartellämter, EU statt RGW. Das mag alles nicht optimal laufen. Aber eine Chance müsste &#8222;der&#8220; Kapitalismus doch auch mal bekommen. Und nicht nur die Diktatur der Arbeiterklasse.</p>
<p><strong>Update 4.6.08</strong></p>
<p class="MsoEndnoteText">&#8222;Betroffenen-Literatur&#8220; nennt eine Historikerin Bücher von Opfern der SED-Diktatur. Diese ergäben kein treffendes Gesamtbild der Diktatur.</p>
<p class="MsoEndnoteText">Man stelle sich vor: &#8222;Das Tagebuch der Anne Frank&#8220; = Betroffenen-Literatur? Das gäbe einen Aufschrei. Vom Holocaust reden wir gar nicht erst? (Mary Fulbrook, Verarbeitung und Reflexion der geteilten Vergangenheit seit 1989, in:<span> </span><strong>Christoph Kleßmann u. a. (Hrsg.), Deutsche Vergangenheiten – eine gemeinsame Herausfor­de­rung</strong>, Berlin, 1999, pp. 286 -298)</p>
<p class="MsoEndnoteText">
<p class="MsoEndnoteText">
<p class="MsoEndnoteText"><strong>Update 15.7.08</strong></p>
<p class="MsoEndnoteText"><strong>Christian von Ditfurth, Die Mauer steht am Rhein. Deutschland nach dem Sieg des Sozialismus</strong>, Köln, 2. Aufl. 2007 (1999):</p>
<p><img class="alignleft" title="Ditfurth, Die Mauer steht am Rhein" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51KGT8YYVVL._SL500_AA240_.jpg" alt="" width="131" height="131" /></p>
<p class="MsoEndnoteText">Was wäre, wenn &#8230;</p>
<p class="MsoEndnoteText">1989 die DDR Westdeutschland übernommen hätte?</p>
<p class="MsoEndnoteText">Richtig, die Versorgung der werktätigen Bevölkerung mit Konsumgütern wäre ein Problem geworden. Aber nicht nur das. Verblüffend schlüssig erfindet Ditfurth eine ganz andere Wende. Nicht alle westdeutschen Politiker treffen sich im Exil in Zürich.</p>
<p><strong>Update 7.8.08: </strong></p>
<p>Ein Potsdamer Lehrer möchte der Landeszentrale für politische Bildung die Weitergabe des Buches <strong>&#8222;Die russische Revolution 1917 -1921 von Jörg Barberowski </strong>u.a. verbieten. Da drin steht nämlich, dass die Oktoberrevolution nichts anderes als der Putsch einer kleinen, gewaltbereiten linksextremistischen Sekte war.</p>
<p>Wer mit dem Mythos der glorreichen sozialistischen Oktoberrevolution aufgewachsen ist, hat da seine Probleme.</p>
<p>Wer sich fragt, warum Potsdamer Schüler die DDR für ein Land halten, in dem Milch und Honig floßen, findet bei diesem Lehrer eine Antwort.</p>
<p><strong>Update 15.8.08</strong></p>
<p>Ein Schnellkurs zu Kapitalismus und Kommunismus <a title="Martin Sonneborns Heimatkunde in Spiegel Online" href="http://www.spiegel.de/spam/0,1518,467054,00.html">hier</a>.</p>
<p><strong>Update 20.8.08</strong></p>
<p><strong>Michail Ryklin, Kommunismus als Religion. Die Intellektuellen und die Oktoberrevolution</strong>, Frankfurt/Main und Leipzig 2008,</p>
<p><img class="alignleft" title="Ryklin, Kommunismus als Religion" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41lzAcPB9hL._SL500_AA240_.jpg" alt="" width="161" height="161" /></p>
<p>ist eine hervorragende Darstellung des Sowjetkommunismus unter Lenin und Stalin (Mit einem Nachwort zu Russland unter Putin).</p>
<p>Ich werde dem philosophisch und theologisch argumentierenden Philosophieprofessor Ryklin nicht gerecht, wenn ich jetzt nur auf die erstaunlichen äußeren Parallelen verweise: Kult, Dogmatik, Unfehlbarkeitsanspruch, Erlösungs- und Paradiesvorstellungen, Inquisition, Vernichtung der Un- oder Andersgläubigen.</p>
<p>Ryklin setzt sich mit den &#8222;Rückkehrerberichten&#8220; der begeistert aus Europa anreisenden Intellektuellen in das neue Mekka Moskau auseinander: Ignazio Silone, Bertrand Russell, Lion Feuchtwanger, Arthur Koestler, André Gide.</p>
<p>Sie alle kehrten ernüchtert, erschrocken, entsetzt zurück, angesichts des Scheiterns des kommunistischen Experiments.</p>
<p>Sie bagatellisieren (Brecht: &#8222;Schönheitsfehler&#8220;) den Terror, nehmen ihn schlicht nicht zur Kenntnis, werden als Abtrünnige diffamiert, versuchen, die Heilsversprechen von der sozialen Gleichheit und dem neuen Menschen trotz der bolschewistischen Deformation zu bewahren.</p>
<p>Selbst Stalins Schauprozesse sieht Ryklin als Inkarnation der bolschewistischen Glaubenslehre. Die Todesurteile gegen angebliche Verräter, die Lenins Weggefährten (und ihre Frauen und Kinder) haben nicht die geringste juriatische Qualität, sie werden in einer Inszenierung gefällt, an der die abtrünnigen Gläubigen mitwirken, z. T. die Drehbücher schreiben (Radek) und so noch ihren eigenen Tod als Opfer für die geliebte Partei verstehen.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass die beliebte Schauspielerin und Regisseurin Katharina Thalbach, die eine christliche Jugend erlebte, das Buch einmal in die Hand bekommt. Sie nämlich ist &#8222;froh, bei dem Experiment DDR dabei gewesen zu sein&#8220; (Potsdamer Neueste Nachrichten v. 6.8.08).</p>
<p>Dabei wurden sie und ihr Mann Thomas Brasch (Von seinem Vater, einem DDR-Minister denunziert) von der SED ziemlich drangsaliert.</p>
<p>Aber Gläubige sind rationalen Argumenten nicht zugänglich. Karl Radek wurde mit einem seligen Lächeln auf den Lippen nach Sibirien geschickt. Dort wurde er von seinen Mithäftlingen erschlagen. Seine Frau und seine Tochter wurden, entgegen einer Zusicherung Stalins, erschossen.</p>
<p><em>Das Buch habe ich mir per Fernleihe aus Schwerin holten müssen!</em></p>
<p><strong>Nachtrag 25.8.08</strong></p>
<p class="bodytext">Der rot-rote Berliner Senat hat ein Stiftungsgesetz beschließen lassen. In der Stiftung sollen die Mauergedenkstätte in der Bernauer Straße und die „Erinnerungsstätte“ <strong>Notaufnahmelager Berlin-Marienfelde</strong> zusammengeführt und die Arbeit der Träger beider Gedenkstätten rechtlich besser gestellt werden.</p>
<p class="bodytext">Der erste Satz des Gesetzes lautet: „Zweck der Stiftung ist es, die Geschichte der Berliner Mauer und der Fluchtbewegungen aus der DDR <strong>sowie Übersiedlungen in die DDR</strong> als Teil und Auswirkung der deutschen Teilung &#8230; zu dokumentieren.“ (Ich finde leider keinen News-Link, außer zu einem NPD-Blättchen!)</p>
<p class="bodytext">Die Aufwertung der West-Ost-Migration (wie es die Wissenschaftler sachlich nennen), ist wieder ein bemerkenswerter Schritt zur Verklärung der SED-Diktatur.</p>
<p class="bodytext">Da bleibt nur zu hoffen, dass die nunmehr aufgewertete Einwanderung in die DDR korrekt dargestellt wird.</p>
<p class="bodytext">An sich wäre das Thema zu vernachlässigen. Die Zahlen (Westangaben: 470.000, SED-Angaben: 670.000) sind unzuverlässig, da im Westen die Meldeplicht nicht immer befolgt wurde, im Osten auch vorübergehende und mehrmalige Besuche dazugezählt wurden!!)</p>
<p class="bodytext">Bei den &#8222;DDR-Einwanderern&#8220; handelt es sich in der Mehrzahl der Fälle um jüngere DDR-Flüchtlinge, die aus Westdeutschland wieder zu ihren Familien und in ihre Heimat zurückkehrten. Von diesen &#8222;Einwanderern&#8220; hat bis 1961 die Hälfte die DDR erneut verlassen.</p>
<p>Vielleicht machen die Museumspädagogen eine Rechenaufgabe daraus: Wenn die &#8222;DDR-Immigranten&#8220; überwiegend Rückkehrer sind, steckt ihre Zahl ja auch schon in der Zahl der &#8222;Ost-West-Migranten&#8220; (3,3 Millionen). Wenn sie dann ein zweites Mal &#8222;rübermachten&#8220; (nach Westdeutschand natürlich), sind sie wiederum als DDR-Flüchtlinge gezählt worden. Wer errät die Wanderungsbilanz?</p>
<p>Für fortgeschrittene Rechner: Von den Flüchtlingen aus Gebieten jenseits der Oder blieben 3 Millionen in der DDR. Sie wurden in der SBZ/DDR Umsiedler genannt, um das Wort Vertriebene zu vermeiden. Die Wanderungsbilanz wäre dann 300.000 Westwanderer in 50 Jahren. Nicht zu vergessen: 600 Menschen wurden vom MfS aus Westdeutschland entführt.</p>
<p>Auf die Dokumentation in Marienfelde bin ich sehr gespannt.</p>
<p>Dr. Gysi wird demnächst behaupten können, dass die Zahl der DDR-Flüchtlinge maßlos überhöht ist. Parteivorsitzende Lafonataine arbeitet auf einer anderen Baustelle: Die Vereinigung von KPD und SPD zur SED 1946 sei vor allem ein Anliegen der SPD gewesen.</p>
<p><strong>Nachtrag 4.9.08</strong></p>
<p>Die &#8222;Bewältigung&#8220; der DDR schreitet voran: Die Minister der letzten DDR-Regierung Ulrich de Maizière erhalten eine <strong><a title="Pension für letzte DDR-Regierung" href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/DDR-Kabinett-Pensionen;art122,1876733">Ehrenpension</a></strong>. Bei allem Respekt vor diesem einzigen nichtkommunistischen DDR-Kabinett, ein Bundesverdienstkreuz hätte gereicht.</p>
<p>Gleichbehandlung ist gewahrt: Sie müssen mindestens 6 Monate Minister gewesen. Auch Opfer der SED-Diktatur erhalten ab 6 Monaten Haftzeit eine Entschädigung. Wer &#8222;nur&#8220; 5 Monate in Bautzen gesessen hat, geht leer aus.</p>
<p><strong>Nachtrag 17.9.08</strong></p>
<p>Die Beschäftigung mit der DDR-Geschichte wäre ein eigenes Blog wert.</p>
<p>In Potsdam soll eine Straße nach dem ersten (CDU-) Nachkriegsbürgermeister Köhler benannt werden. Er wurde in Moskau erschossen.</p>
<p>Eine Linksparteiabgeordnete enthält sich.</p>
<p>In Petzow bei Werder steht ein Gedenkstein für einen von den Nazis ermordeten Antifaschisten, den Ingenieur <strong>Mehlhemmer</strong>.</p>
<p>Ich gehe der Sache nach und stoße auf einen exemplarischen <a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/09/ein-gedenkstein.doc">Fall </a>von SED- und Nachwende-Geschichtspolitik: Die SED gedenkt des Mannes und lässt die Ehefrau nach Sibirien in den GULag bringen. An ihr Leid erinnert bis heute kein Gedenkstein.</p>
<p><strong>Nachtrag 6.12.08</strong></p>
<p><strong>Der Frau Mehlhemmer wird jetzt doch gedacht.</strong> Nachdem die &#8222;Potsdamer Neuesten Nachrichten&#8220; kein Interesse an meiner Recherche hatte, hat die &#8222;Märkische Allgemeine&#8220; das Thema aufgegriffen.</p>
<p>Die Stadtverwaltung Werder wird aktiv!</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/04/img_1516.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4140 aligncenter" title="Gedenktafel Ehepaar Mehlhemmer" src="http://basedow1764.files.wordpress.com/2008/04/img_1516.jpg?w=197&#038;h=141" alt="Gedenktafel Ehepaar Mehlhemmer" width="197" height="141" /></a></p>
<p>Nachtrag im Nachtrag: Die Gedenktafel steht!</p>
<p><strong>Nachtrag 2.2.09</strong></p>
<p>Eine  persönliche Bemerkung sei mir erlaubt:</p>
<p>Ich  erlebe hier in Potsdam hautnah, wie die DDR weichgespült wird, wie kuschelig,  umweltfreundlich und sozial sie dargestellt wird.</p>
<p>Vorneweg marschiert dabei die Linkspartei mit ihren  Verbänden, Verlagen, Stiftungen und  Zeitungen und, soweit sie regiert, mit  politisch-administrativen Mitteln.</p>
<p>Ich  sehe aber auch hier die zahlreichen Initiativen, Gruppen, Vereine und  Einzelpersonen, die, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die wachsende  Ablehnung von parlamentarischer Demokratie und die Verklärung der SED-Diktatur  zu stoppen versuchen. Besonders erwähnenwert in Potsdam: Die Malteser mit einer ganzen Palette an &#8222;Forschungs&#8220;-AGs zur DDR-Geschichte für Kinder und <a title="malteser_potsdam" href="http://www.treffpunktfreizeit.de/" target="_blank">Jugendliche</a>.</p>
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