Portfolio

Publizistische Beiträge zu Schulbibliotheken, Leseförderung und neuen Medien, sowie eine Auswahl weiterer Aktivitäten

Informationskompetenz in der Schule. Zur Studie “Teachers’ conceptions of student information literacy learning and teachers’ practices of information literacy teaching and collaboration with the school library” von Nathalie Mertes; im Blog “Basedow1764″, 2014
Neufassung des Artikels “Schulbibliothek” in SchulLINK Hessen (2014)

Schlamp, Günter K.; Brée, Hans Günther u.a.: Die Schulbibliothek im Zentrum. Erfahrungen, Berichte, Visionen. Berlin 2013

Einträge in der FIS Bildung Literaturdatenbank (Stand 2013)

Schulbibliotheken – Eine Aufgabe für die Schulleitung!, in: b:sl 02/2011

Ex oriente lux? Schulbibliotheken in Brasilien, 2011, in: Weblog Basedow1764

Webquests – Schneisen im digitalen Informationsdschungel?, in: Deutschmagazin 5/2010

Zur Zukunft der Schulbibliotheken in Hessen, in: SchulVerwaltung HE/RPF 12/2010

Start der Schulbibliotheksseite auf dem Berlin-Barnendburger Bildungsserver 2009

Empfehlungen zum Aufbau eines leistungfähigen Schulbibliothekswesens in Hessen, hrsg. v. einer Kommission des Hessischen Kultusministeriums, 1989, (Initiator und Mitautor)

Schulbibliotheken? Fehlanzeige!, in: Hessische Lehrerzeitung 7-8/1991

Hessens Schulen brauchen Bibliotheken In: Hessische Lehrerzeitung 5/1992

Wer soll das bezahlen? Hilfen bei der Finanzierung und Organisation von Schulbibliotheken (vervielfältigtes Manuskript; 1992; überarbeitet 2000)

Die Bibliothek als Informationszentrum der Schule,1998; aktualisiert als: Die Schulbibliothek im digitalen Zeitalter, 2008, s.u.

Lust, Last, Luxus? Zur Entwicklung von Schulbibliotheken in Hessen; hrsg. von LAG und HeLP, (Redaktion und Mitarbeit) 2000

Das Buch, das aus der Kiste kam. Handbibliotheken für Selbstabholer, in: Praxis Deutsch 127/94, Nachdruck im Sonderheft Leseförderung 1998

Plädoyer für die Schulbibliothek als Lernort und Informationszentrum. In: Information im Bildungswesen, 3. GIB-Fachtagung 1995 in Soest, Gesellschaft für Information und Bildung

Mit dem Truck zu den Lehrern. Die etwas andere Lehrerfortbildung mit dem Kulturmobil, in: schulbibliothek aktuell 2/95

Schulturnhallen gibt es nur in einigen wenigen gut ausgestatteten Schulen! In: schulbibliothek aktuell 1987

Bibliothek von unten. Das hessische Schulbibliotheksmodell (mit G. Brée). In: JuLit Informationen 1/93

Annotierte Literaturliste „Europa im Unterricht der S I“ In: Europa-Schule in Hessen, Mat. z. Schulentwicklung, HeLP, 1993

Schulbibliotheken und wie man sie nutzt, in: Arbeitsbericht 1993, Hessisches Institut f. Lehrerfortbildung

Die dänische amtscentralen – Eine Anregung für die Weiterentwicklung der HILf-Außenstellen (Vervielfältigtes Manuskript, 1994)

Leseanimation in und mit der Schulbibliothek, in: Schulmagazin 5 -10, 10/96

Straßenkinder in Lateinamerika. Eine Literaturliste, in: Thementag Nord-Süd, Wochenschau, Sonderausgabe, 1996

Ein sehnsüchtiger Blick über den Zaun: Schulbibliotheken in der Schweiz (Vervielfältigtes Manuskript, 1996)

Hessens Schulbibliotheken auf dem Weg? (Vervielfältigtes Manuskript, 1996)

Lust? Last? Luxus? Die Schulbibliothek – ein Ort zum Arbeiten und zum Schmökern In: Schule in Aktion, Loseblattsammlung, Raabe-Verlag, 1996; mit G. Brée

Texte 1994 – 2005, Auswahl; pdf,

Zurück @us dem Internet. Reisenotizen eines , in: schul-management, 2/96

Der größte Buchladen der Welt: amazon.com In: schul-management 6/96

Ein Verlag liefert Unterrichtsideen übers Internet In: schul-management 2/97

Im Keller oder unterm Dach. Kuriose Erfahrungen mit Bibliotheksräumen in Schulen. Ein Reisebericht In: schul-management 4/97

Grundschule goes internet. Ein Werkstattgespräch. (von Claus Claussen) In: Praxis Grundschule 5/97

Barfuß-Bibliotheken in Hessens Schulen In: Erziehung und Unterricht. Österreichische Pädagogische Zeitschrift, 2/97

Zehn Jahre Schulbibliotheksarbeit in Hessen, in: SchulVerwaltung HE 4/97

Und klick … Leseratte trifft Computermaus, in: schulbibliothek aktuell 1/98

Vorauseilende Autonomie von Schule am Beispiel Bücherei in: schul-management 2/98

Fünf Jahre Bibliothek in der Kiste In: Eselsohr 2/98

Die hessische Akademietagung „Rund um´s Lesen“ In: schulbibliothek aktuell 2/98

Handreichung „Leseförderung in der Grundschule“, hrsg. vom Hessischen Kultusministerium 1998 (Redaktion und Mitarbeit)

Neue Impulse für Schulbibliotheken in Deutschland, Kurzinformation für den Länderbericht Deutschland zur IASL-Konferenz 1998 Tel Aviv (als Teil eines Beitrags von Prof. Papendieck, Stuttgart)

Das Ende des Sonderwegs: Schulbibliotheken in Hessen 2005, unveröff. ManuskriptDas

Samstagseminar “Neue Medien in der Schulbibliothek“, in: sba 2/2000

Die Internationale Schulbibliothekskonferenz 2000 in Malmö. Bericht, in. sba 4/00, SchulVerwaltung Hessen, 10/2000

Kapitel „Schulbibliothek“ in der Loseblattsammlung „Schulleitungs-Handbuch“, Luchterhand, 2001

Warum Schulbibliotheken in Deutschland keine Zukunft haben, Pädagogik 9/2002; mit Aktualisierungen in diesem Weblog: Gibt es Schulbibliotheken in Deutschland?

In der Schulbibliothek Arbeitstechniken trainieren, in: forum schule heute, Heft 1 Schulbiblio­the­ken, 2002; ders. Text, englisch, IFLA-SL-Newsletter 43, December 2006

Und jetzt Portugal. ARION-Reisebericht 2005, in: Blickpunkt Schule 2/2006, Hessischer Philologenverband

Die IASL-Konferenz in Lissabon 2006

Bericht zur Tagung in Wels, 2007, in: www.lies-online.de (RPF)

Redaktion der Broschüre „Bausteine, 20 Jahre LAG“, 2006,  Neuauflage 2008, Bestellen!

20 Jahre Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken, 2007

Die Schulbibliothek im digitalen Zeitalter, in: LOG IN, 152 (2008)

Traumziel: In jeder Schule eine Bibliothek, in: lesen-in-deutschland (6.11.08)

Dokumentation zum Wettbewerb “Hessische Schulbibliothek des Jahres 2011″

Handreichungen zu den Medienkisten “Deutsch-jüdische Lebenswelten” (2008) und “Ampelmännchen und Todesschüsse” (2009ff)

Leseförderung in Bogotá, in: Lesen in Deutschland, (aufgerufen 5.6.12)


Powerpointfolien (Auswahl)Schulbibliothek

  • Die Schulbibliothek – Klassenzimmer des 21. Jahrhunderts, 2014, 5. Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag, 35 Folien
  • Sobre bibliothekecas escolares e o trabalho de LAG, 2011, Sao Paulo, Brasilien
  • Webquests – Entdeckendes Lernen mit dem Internet, 2. SBT Schleswig- Holstein 2010
  • In der Schulbibliothek Arbeitstechniken lernen. 26 Folien, 2001
  • Die Schulbibliothek der Zukunft, 15 Folien und Kurztext, 2001
  • Die Bibliothek in der Kiste (10 Folien, 2002)
  • Leseland Schule. Über moderne Schulbibliotheken und was die LAG Schulbibliotheken dafür tut (2011 erweitert)
  • Die Schulbibliothek als Motor der Schulentwicklung, Tramin, 2004
  • Networking for School Libraries, Goethe-Institut/UNESCO, Beirut, 2007
  • Ein Netzwerk für Schulbibliotheken in Brandenburg, 2. Landestagung e-Learning, Potsdam 2008

Interview zur LAG-Geschichte, geführt von Dr. Karsten Schuldt, Humboldt-Universität zu Berlin, LIBREAS, 2009, podcast

Lesetipps in der mailing list “hids”, in “Basedow1764″ und in “DDR-Webquest

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Vorträge, Workshops u. a. (Auswahl)

  • Wir brauchen eine moderne Schulbibliothek; für Schulen im Main-Taunus-Kreis (MTK) , März 1992
  • Lesen und Lernen in der Schulbibliothek; für Schulen im MTK, Sept. 1992
  • Weiterbildung für Bibliothekslehrkräfte: Internet in der Schulbibliothek, Muttenz, Schweiz, Mai 2000
  • „Nutzung der Schulbibliothek”, Einführungsveranstaltungen für Referendare des Studienseminars Hofheim, AG 1993, 1997-2000, 2006
  • Tagung der Fachberater/-innen Leseförderung beim Staatlichen Schulamt Friedberg, August 2003
  • Tagung der Fachvorsteher/-innen Deutsch im Bereich des Staatl. Schulamtes Friedberg 4.November.03
  • Erfahrungsaustausch zwischen Schulbibliotheken, Buchmesse Leipzig, März 2003, 2004, 2005, 2010
  • Kultusministerielle Arbeitsgruppe „Gutachten zum Schulbibliothekswesen in Hessen” 1989/90  (Initiator und Mitautor)
  • Referent und AG-Leiter für den Arbeitskreis Jugendliteratur, München: Seminar „Treffpunkt Schul­biblio­thek”, Eisenach 1992
  • Mitorganisator und Referent HKM-Grundsatztagung „Leseförderung in der Grundschule” für Schulaufsichtsbeamte, Braunfels, Nov. 1994
  • HILf-Außenstellenleiterdienstversammlung: Vorstellung des Fortbildungsangebots für Schul­biblio­theken und des dänischen Amtszentralen-Modells, Fulda, 19. 01. 1994
  • Vertreter des Kultusministeriums bei der Bertelsmann-Stiftung: Hearing für das Projekt „Zusammenarbeit von Schule und öffentlicher Bibliothek”, Gütersloh, 1994
  • Teilnahme an den Podiumsdiskussionen der Stiftung Lesen auf der didacta und der interschul zum Thema „Leseerziehung in der Schule” 1995, 1996
  • Referent für LISA, Lehrerfortbildung in Sachsen-Anhalt: „Aufbau und Leitung von Schul­biblio­theken”, Halle 1994
  • Referent GIB-Fachtagung, Soest, 1995
  • Referent, AG-Leiter und Berater für das österreichische Unterrichtsministerium, Wien 1997/98 (3x)
  • Referent für dbi, Deutsches Bibliotheksinstitut, Berlin (2x): Schulbibliotheken – eine Aufgabe für Fachstellenleiter?  1993; Internet in der Schulbibliothek, 1998
  • Referent für Schulen ans Netz, Bonn 1997
  • Mitarbeit als “Gast” in der Fachkommission „Schulbibliotheken” des Deutschen Biblio­theksinstituts 1994
  • Referent/Workshopleiter/Mitglied der Prüfungskommission in  Fortbildungslehrgängen für Bibliothekslehrer, Bozen, 2000ff
  • Referat auf dem Fachkongress der Staatl. Büchereistelle Neustadt/Pfalz: Die Schulbibliothek der Zukunft, 12.9.01
  • Mitarbeit in der Projektgruppe „Europäische Schulbibliothek” in EUN Virtual School, Roskilde, DK, 05/01, Brüssel 03/03, Bad Hofgastein 2003
  • Schulbibliotheken und Schulqualität, Impulsreferat 1. Brandenburgischer Schulbibliothekstag, Potsdam, 18.11.08
  • Referat “Die SB im digitalen Zeitalter”, 2. Brandenburgische eLearning-Tagung, Potsdam 2008
  • „Potentiale der SB“, Schulbibliothekstag beim Schulträger Bistum Rottenburg und Stuttgart, 2008
  • „Schulbibliothek der Zukunft“, Eröffnungsreferat 1. Schulbibliothekstag Schleswig-Holstein, Nov. 2009
  • Workshops im Gymnasium Altenholz und auf dem 1. SBT Kiel, und auf den SBTs Brandenburg
  • “Wie eine NGO zum Schulbibliothekswesen beitragen kann” Vortrag Goethe-Institut Rom, 2010; mit G. Brée
  • Vortrag und Workshop “Schulbibliotheken und die lesende Schule”, Goethe-Institut Beirut, 2007 und 2010 (s.o.)
  • Berater des Planungssteams “DieSchulbibliothek” auf der Leipziger Buchmesse 2011
  • Seminar “Webquests”, 2. SBT Schleswig-Holstein, Ahrensburg, 9.11.10 (s. o.)
  • “Schulbibliotheksentwicklung im internationalen Kontext”, Vortrag auf der Tagung anlässlich 20 Jahre Schulbibliotheksgesetz in Südtirol, Bozen, 26.11.10
  • Workshop “Konzeptionsentwicklung für Leipziger Schulbibliotheken”, Amt für Jugend und Schule der Stadt Leipzig, 16.6.2011
  • Mehrfach Schulbibliotheksseminare im Kongresszentrum Leipzig aus Anlass der Buchmessen; mit Hans Günther Brée u. a.
  • Vorträge auf Einladung des Goethe-Instituts Brasilien in Sao Paulo, Salvador Bahia, Porto Alegre, Rio de Janeiro, 2011; s. o.
  • Vorträge auf Einladung des Goethe-Instituts Bogotà, Kolumbien, 2012 und 13

Fachberater für Schulbibliotheken beim Hessischen Kultusministerium (HKM), 1993 – 2001

Betreuung des Projekts Kulturmobil (Idee, Konzeptentwicklung, Bauphase, Fortbildungstätigkeit) 1994 – 96

2007: Beginn des Weblogs “Basedow1764″; 2009: Start des Weblogs “Ampelmännchen und Todesschüsse” (Zur gleichnamigen Medienliste zum Thema “DDR”)

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Ich freue mich, wenn Ihnen meine Texte gefallen, wenn Sie sie zitieren und mich darüber informieren.

Für die Beachtung des Copyrights wäre ich dankbar.



2 Antworten zu Portfolio

  1. Basedow schreibt:

    Doch, die LAG Schulbibliotheken in Hessen tut es.

    Jetzt gibt es immerhin zwei Rufer in der Wüste Internet!

  2. RAIMOND sCHMAHL schreibt:

    Wie Schulen hilflos mit der “Welt der Informationen” umgehen

    Wer beispielsweise in Sekretariaten großer Schulen erlebt, wie mit eingehender Post umgegangen wird, ahnt in etwa, wie sich das System Schule in der Regel insgesamt zum Rohstoff Information verhält:
    Vielfach unprofessionell d. h. ohne strukturierende Vorgaben und ohne Absichten nachhaltiger Informationsspeicherung für das gesamte Lehr- und Lern-Unternehmen Schule.

    So landen viele der hier eintreffenden Materialien, die nicht personengebunden adressiert sind, oftmals notgedrungen im Papierkorb.
    Es sei denn die Schulleitung erbarmt sich der Informationslawine und wertet die ständig zunehmenden Postmengen nach Gesichtspunkten ihrer Leitungsfunktion aus.

    Eine systematische Informationsselektion und -speicherung glauben auch große Schulen sich von Ausnahmen abgesehen immer noch nicht für ihr Arbeitsfeld leisten zu müssen.

    Dem an der Dienstleistungswirtschaft geschulten Blick bleibt es völlig unverständlich, warum diese Bildungseinrichtungen im Zeitalter neuer Informationstechniken meinen, allein mit der althergebrachten Lehrbuchsammlung, Schwarzem Brett und am Ende dem unvermeidlichen Papierkorb der Informationsvielfalt zu Leibe rücken zu dürfen.

    Verdankt sich der Ursprung von Schule nicht eigentlich der systematischen Sammlung, Aufbereitung und Vermittlung von zeitnahem und lebensrelevantem Wissen an Heranwachsende? Muss es also nicht im schulischen Eigeninteresse liegen, diese Aufgabenstellung immer wieder neu und vor allen Dingen zeitgerecht wahrzunehmen erst recht in der sogenannten Wissensgesellschaft?
    Aber ja doch und mit allen Mitteln!

    Aber wie sieht es mit der Auswahl und nachfolgender Auffindbarkeit von lern- und lehrrelevanten Materialien konkret in der Schulpraxis aus?
    Wird die Material- und Medienvielfalt bewusst selektiert, dokumentiert und für den schulischen Raum bereitgestellt?

    Und wie lassen sich diesbezügliche Bedürfnisse und Erwartungen von Lehrern und Schülern beschreiben und woran krankt in aller Regel deren Wunscherfüllung?

    Perspektive 1: Die Lehrenden

    Die Lehrkraft bereitet ihren Unterricht vor, wie sie es in ihrem eigenen Alltag als Schülerin oder Schüler kennen gelernt hat: Informationen schöpfend meist jeder für sich allein aus der seit Jahren bestehenden eigenen Materialiensammlung.

    Abgesehen von gelegentlicher ergänzender Internet-Recherche und zufälligen Kollegenhinweisen bleibt die Unterrichtsvorbereitung praktisch unbeeinflusst von einem aktuellen schulspezifisch verfügbaren Materialien- und Wissenspool, den es einfach so nicht gibt.

    Warum aber ist im Schulalltag ein solch angeraten datengestützter Wissensspeicher mit Hinweis auf den (Standort)Ort der Information nicht vorhanden?

    An veralteten Lehrplänen und zu wenig fortgebildeten Lehrkräften kann es nicht liegen, dass die schulische Informationskultur seltsam starr bleibt und bezogen auf die die Schule umgebende Gesellschaft so wenig in die Zukunft weist. Auch der seit Jahren von Seiten der Wirtschaft gepushte Einsatz sog. Neuer Medien bringt wegen fehlenden praxistauglichen Einbezugs in vorhandene Strukturen und Denkweisen immer noch keinen schulinternen Wandel.

    So wechseln sich Schul- mit Ferienzeiten ab und dieselben informationellen Unzulänglichkeiten fangen am Schuljahresbeginn immer wieder von vorne an.

    Von Lehrkräften hier und da angedachte Veränderungen des Lernarrangements, wie besonders die fortlaufende Dokumentation und Präsentation neu hinzukommender Lern- und Lehrmaterialien, scheitern personell ganz einfach am saisonbedingten Arbeitsverhalten von Lehrkräften einerseits und deren generell knappen Arbeitszeitbudgets andererseits.

    Perspektive 2: Die Lernenden

    Sich immer wieder wiederholende Erlebnisse in weiterführenden Schulen: Schülerinnen und Schüler stürmen aus ihrem Klassenraum mit dem Auftrag der Lehrkraft im Ohr, bitte einmal im Internet-Raum nach Informationen beispielsweise zum Thema Olympiade zu suchen.
    Solch ein Arbeitsauftrag, der auf den ersten Blick auf einen modernen Unterricht hinzudeuten scheint, kommt in den Köpfen der Lernenden als voraussetzungslose Aufforderung an, in einer Suchmaschine des Internets den Suchbegriff einzugeben und nachfolgend schematisch und unreflektiert Fundstellen auszudrucken.
    Dass den Lernenden dabei die Fülle der gefundenen Quellen in aller Regel nur so um Auge und Ohr fliegen muss, ist im Vorfeld der Unterrichtsplanung meist kein Gedanke verschwendet worden.

    Viele Lehrkräfte möchten nicht erkennen, wie an keine Bedingung geknüpfter Internetgebrauch ihre Schüler verhaltensmäßig ungewollt auf Distanz zu klassischen Bildungsmedien bringt und ihnen damit mehr Lernchancen verschlossen als faktisch eröffnet werden.

    Fehlt der Schule zudem noch eine schülerzentrierte Mediensammlung wie die einer Schulbibliothek tappt diese hilflos modernistische Lernstrategie mit dem Motto Sucht doch ´mal im Internet vollends in eine Falle, dem Gebrauch und der Auswertung klassischer Medien fälschlicherweise eine nur noch relative Bedeutung beizumessen, weil deren Berücksichtigung vermeintlich aus Aktualitätsgründen unzweckmäßig scheint.

    Auf das Suchen nach schulintern verstreuten Informationen wird also in vielen Fällen ganz verzichtet, weil es generell an Übersicht mangelt.
    Selbst die hier und da in Schulen vorhandene Schulbücherei sieht in der übergreifenden Verdatung und Speicherung sämtlicher Lernmaterialien und Informationen keine notwendige Aufgabe.

    Insgesamt betrachtet – ergänzt die einseitig internetbezogene Informationssuche nicht eine umfassende Recherchearbeit, sondern beschneidet sie und vergrößert im Ergebnis die Verwirrung und Hilflosigkeit der Lernenden in Bezug auf tatsächlich greifbare Lernstoffe.

    Und so kann das bittere Fazit nur lauten:
    Anstatt Informationen und Lernmaterialien systematisch, medial vielfältig und strukturierend für Lehrende und Lernende für den konkreten schulischen Lernzusammenhang aufzubereiten, gefallen sich die meisten Schulen und deren Finanzgeber mehr und mehr in der rein technisch orientierten Ausrüstung von Lernräumen, denen dabei zunehmend kostenpflichtige seriöse Lerninhalte in Form von Buch, Bild und Ton abhanden kommen.
    Schließlich möchte man hinsichtlich der Anzahl internetfähiger Rechner – als angeblicher schulischer Qualitätsmaßstab der Schulen untereinander – nicht gern ins Hintertreffen geraten.

    Also geht selbst in etatmäßig angespannten Zeiten bei Beschaffung und Ausbau der Technostruktur immer noch etwas!

    Wie dies alles letztendlich mit dem Verzicht auf planvollen, datenunterstützten Aufbau einer wirklichen schulischen Informationskultur erkauft wird, die übersichtlich und erst recht inhaltsreich an greifbaren Lernmaterialien und verwertbaren Informationen sein muss, danach fragen leider immer noch zu wenige.

    © 2008 Raimond Schmahl, Leverkusen (www.medien-fuer-LEV.de)

    siehe auch: http://bildung.twoday.net/stories/4990526/

    Raimond Schmahl
    MedienBerater + Diplom Pädagoge
    Am Stadtpark 50 (MedienBeratung Schulen LEV)
    D-51373 Leverkusen
    TEL 0214 – 840 5074 (AB)
    FAX 0214 – 840 5075
    http://www.medien-fuer-LEV.de

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