Frankfurter Verein Bildungspate unterstützt Schulbibliotheken

Über 40 Frankfurter Schulen erhielten Medienpakete des Vereins “Der Bildungspate e. V.” Der Verein engagiert sich für mehr Bildung und für Leseförderung. In den letzten Jahren wurden über 40 Schulbibliotheken mit Medienpaketen unterstützt. Weitere Schulen erhielten finanzielle Unterstützung. Tim-Oliver Barkow  Jan Pfefferle vom Vorstand unterstützen auch den Preis “Schulbibliothek des Jahres” der LAG.

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Newsletter 7 der LAG Schulbibliotheken in Hessen e. V. versandt

Der hids-Newsletter 07 2014

Zu den Newslettern 1-7

Die jüngste Mitgliederbefragung hatte ergeben, dass mehr Information gewünscht wurde. Die bisherige Kommunikation umfasste den jährlichen Rechenschaftsbericht des Vorstands, der auch auf die LAG-Homepage gestellt wurde, und die Mailing List “hids” (Hessischer Informationsdienst Schulbibliotheken). Letztere wurde nach 16 Jahren eingestellt und 2013 durch die hids-news ersetzt, die ca. dreimal im Jahr vom Vorstand an alle Schulen und alle Abonnenten versandt werden.

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Neue Schulbibliothek in Gelnhausen

Foto mit freundlicher Genehmigung von www.hkr-architekten.de, Gelnhausen

Im Gelnhäuser Grimmelshausen-Gymnasium hat der Main-Kinzig-Kreises einen Neubau mit Schulbibliothek und Cafeteria errichten lassen. Der Journalist des Gelnhäuser Tagblatts ist begeistert von dem Entwurf der Architekten. U. a. schreibt er: “Die Schüler lieben die Bibliothek, halten sich hier gerne auf, recherchieren im Internet und verweilen zum Lesen in der gemütlichen Ecke mit Sitzsäcken. Offene Blickbeziehungen nach draußen durch halbhohe Regale in der Bibliothek, freie Raumgestaltung in der Caféteria, konsequente Linienführung in den Deckenpaneelen, der Beleuchtung und den Freiflächen machen dies zu einem Ort, an dem gerne gelernt wird, der inspiriert, einlädt und sich anpasst an die Anforderungen moderner schulpädagogischer Raumarchitektur. Auch knapp ein Jahr nach der Inbetriebnahme seien noch keine Zerstörungen oder Schmierereien zu entdecken. ´Wenn ich den Schülern einen Raum präsentiere, in dem sie sich wohlfühlen, dann gehen die Schüler auch genauso mit dem Raum um, wie wir es erwarten, und zerstören ihn nicht`, erklärte Architekt Claus Rollmann.”

Die personelle Betreuung obliegt der Schule.

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AG Berlin-Brandenburg fragt Landtagsparteien nach Schulbibliotheken

Die Arbeitsgemeinschaft der Schulbibliotheken in Berlin und Brandenburg e. V. (AGSBB) fragt angesichts der bevorstehenden Landtagswahl die Brandenburger Parteien, wie sie zu Schulbibliotheken stehen:

  • Inwieweit gehören die Entwicklung von Lese-, Sprach- und Informationskompetenz zu den bildungspolitischen Zielen Ihrer Partei? Welche Aussagen gibt es dazu in Ihrem Wahlprogramm?
  • Inwieweit wird in Ihren bildungspolitischen Konzepten die Schulbibliothek mitgedacht? Welche Aussagen gibt es dazu in Ihrem Wahlprogramm?
  • Welche konkreten Maßnahmen strebt Ihre Partei an, um einerseits die materielle Ausstattung der Schulbibliothek zu gewährleisten und um andererseits Schulbibliotheken mit qualifiziertem Personal zu versorgen?
Laut letzter Umfrage im Juni: SPD 30%, CDU 28%, Die Linke. 23%, Grüne 6%, AfD 6%

 

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Der Matthäuseffekt der Bildungstechnologie

Mit Computern werden gute Schüler besser, schwache Schüler schlechter. Das ist das Ergebnis der Neumann-Celano- Studie. Sie wurde an zwei Stadtteilbibliotheken in Philadelphia durchgeführt. Die beiden Bibliotheken sind gleich gut multimedial ausgestattet, die Nachbarschaften unterscheiden sich aber sehr: Ein Viertel mit hoher Arbeitlosigkeit und einer Armutsrate von 90%, das andere bewohnt von gehobenem Mittelstand.

Die beiden Forscherinnen beobachteten die Nutzung der Technologie und versuchten zu erfassen, was die jungen Nutzer gelernt hatten. Die Kinder und Jugendlichen unterschieden sich stark in der Art des Gebrauchs der Technologie und in der Art der Tätigkeiten.

Das Ergebnis wird in der Soziologie seit Robert Merton “Matthäus-Effekt” genannt: “Wer hat, dem wird gegeben”, heißt es an einer Stelle im Matthäus-Evangelium.

Der Matthäus-Effekt wird gleich von mehreren Studien bestätigt. Ein digitale Offensive für 20 Mio. Dollar in texanischen Schulen brachte ein ähnliches Ergebnis. In Nord-Carolina wollen Forscher herausgefunden haben, dass nach der Einführung des Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet die Mathematikleistungen in den Schulen des Staates schlechter wurden. Bei den sozial schwachen Schülern war der Rückgang größer als bei besser gestellten Schülern.

Warum das so ist fanden Neumann/Celano unschwer heraus: Bei den sozioökonomisch besser gestellten Schülern kamen fast immer Eltern und Großeltern mit und unterstützten. Es wurde mehr gelesen und mehr für Hausaufgaben recherchiert. Im anderen Stadtteil blieben die Schüler allein, wenn sie nicht weiterkamen, sie bevorzugten auch Computerspiele statt Lernsoftware.

Haben wir das nicht schon immer gewusst: Gute Schüler überstehen auch schlechte Schulen. (Laut gesagt haben wir das den Eltern aber nicht, wenn sie mal wieder Kritik an der Schule geübt hatten.

Auf den Artikel in Slate macht LIBREAS aufmerksam.
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Schulprogramm. Gibt es das noch?

Manche Kollegien waren jahrelang damit beschäftigt, ihrer Schule ein Programm zu geben.Die Idee stammt aus der Unternehmensberatung und wurde eingeführt, als es darum ging, Schulen flott zu machen für die von der OECD vorgegebene Bildungspolitik. Man brauchte Instrumente, um Schulen dazu zu bringen, sich selbstständig weiterzuentwickeln, ihre Entwicklungsziele zu formulieren, ihre Maßnahmen, die sie dahin bringen sollten. Das Schulprogramm diente der Evaluation der Ziele, sowohl für die Schule selbst als auch für die Schulaufsicht, die sich gleichzeitig davon entlastete, die Schule bis ins kleinste Detail zu reglementieren.

Die Arbeit am Schulprogramm war zeitintensiv, sie musste neben dem Schulalltag geleistet werden. Was da gemacht werden sollte, war auch nicht überall klar. Manchmal wurde die Pädagogik neu entdeckt und hehre Grundsätze von Hugo Gaudig bis Iwan Illich zum Programm gemacht. Vielfach aber geriet es zu einer kleinen Kulturrevolution: Zum ersten Mal in ihrem Berufsleben waren Lehrer/-innen gezwungen, sich über ihre Arbeit zu verständigen, ihr Selbstverständnis zu diskutieren und Vereinbarungen zu treffen, die ihren eigenen Unterricht und ihren Umgang mit den Schülern betrafen. Da gab es erhebliche Widerstände: “Ich lasse mir doch nicht vorschreiben…”. “Das werde ich so weitermachen, egal. was die Gesamtkonferenz beschließt.” Wer auf einem Elternabend einmal erlebt hat, dass vier Lehrer vier verschiedene Verfahren haben, Hausaufgaben zu kontrollieren, zu bewerten und Eltern über nicht gemachte zu informieren, weiß, dass Schule ein Arbeitsplatz für Individualisten war. In manchen Kollegien gab es jetzt Aufbruchstimmung und ein verändertes pädagogisches Klima.

Ich kam an eine Schule, an der mein Vorgänger in der Schulleitung die Schulprogrammarbeit an die Wand gefahren hatte. Während die anderen Schulen drei Jahre daran gearbeitet hatten, musste ich jetzt binnen eines Jahres ein Programm mit dem Kollegium erarbeiten. Es gab keinen Pardon von der Schulaufsicht. Es gelang! Während viele Schulen das Programm zurück bekamen und Änderungen vornehmen mussten, war man mit unserem zufrieden. Ich denke gerne daran zurück.

Den Schulbibliotheken haben wir in Hessen geraten, sich an dieser Programmdiskussion zu beteiligen. Es war eine einmalige Chance, die Aufgaben und Ziele der Bibliothek zu formulieren, ins Programm einzubringen und verbindlich für das Kollegium zu machen.

Der Wikipedia-Artikel erscheint mir ganz brauchbar zu sein.

Jetzt fragt meine Frau gestern während des Fernsehabends plötzlich und ohne erkennbaren Anlass: “Was ist eigentlich aus den Schulprogrammen geworden?” Das würde mich auch interessieren.

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Um Studiengebühren wird erbittert gestritten

Das könnte vorbei sein. Nachdem es wissenschaftliche Studien gibt, die den Nutzen belegen und solche, die nachweisen, dass sie schädlich sind, gibt es jetzt eine Studie, die zu dem Ergebnis kommt, dass sie nicht viel schaden, aber auch nicht viel nützen.

Weder studieren nur noch Student/-innen aus wohlhabenden Familien, noch verbessert sich die Lehre an den Unis wesentlich, wenn es Einnahmen aus Studiengebühren gibt.

Siehe Spiegel Online

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Innovationszentrum Schulbibliothek

Beim Thema Schulbibliotheken gehen die Ansichten sehr weit auseinander. Das wird mir wieder einmal klar, als ich lese, dass in der Gegend von Bremen eine Schulverwaltung nicht länger die Bibliothekare in Schulbibliotheken bezahlen will, die sie vor Jahren, beim Rückzug der Stadtbibliothek aus den Schulbibliotheken, übernommen hatten. Jetzt werden Lehrer gesucht, die man nicht mehr im Unterricht einsetzen kann, aber noch beschäftigen muss. Es ist anzuerkennen, dass eine Kommune über Jahre Schulbibliothekare bezahlte und sich jetzt auch noch überlegt, wie man die entstehenden Lücken stopfen kann. Aber es zeigt auch, welches Bild von Schulbibliothek Politik, Verwaltung, Teile der Presse(!) und Öffentlichkeit, nicht zu vergessen: manche Schulleiter/-innen, haben. Die ehemalige baden-württembergische Kultusministerin fällt mir ein, die nicht zu erkennen vermochte, dass in Schulbibliotheken pädagogische Arbeit geleistet wird, der nette ältere Herr, der mir in einer Bürgerversammlung – gutmeinend – empfahl, die Schulbibliotheken sollten das Moderne Antiquariat nutzen, der Lokaljournalist, der vom Bücherhort schrieb statt von der Schulbibliothek, der Landrat, der mir sagte, die Eltern sollten ihren Kindern doch Bücher kaufen.  Ich höre hier auf, jeder in der Szene kennt dieses Bild von der Biedermeier-Bibliothek, das immer noch in den Köpfen sitzt. Nur der Vollständigkeit halber eine Aktualisierung: Der Abiturient, der erzählt, dass er noch nie in seiner Schulbibliothek war, er fände alles im Internet.

Der totale Gegenpol ist das Verständnis der Schulbibliothek als schulisches Innovationszentrum. Weiterlesen

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Die sozialen Medien sind manipulierbar

Die Begeisterung der digitalen Afficionados und Afficionadas über eine höhere Form der Demokratie durch die digitalen Medien teilt Basedow1764 nicht. Das ist im Blog nachzulesen. Umgang mit Augenmaß und nicht bei jeder neuen App die Revolution ausrufen (oder den Schulunterricht umkrempeln), halte ich für vernünftiger.

Es kam denn auch anders. Wer spricht noch von der “flüssigen Demokratie” und der Partei, die sich nach Seeräubern benannte und auf ihren Parteitagen über Bildschirme und Tweets kommunizierte. Marina Weisbands Buch über die allmähliche Ersetzung der Parlamente durch das Internet, vom Spiegel einst über den grünen Klee gelobt, ist zu Recht im Modernen Antiquariat gelandet. Die “wisdom of the crowd” scheint nicht zu einer höheren Form der Demokratie zu führen.

Jetzt wird im Zuge der Ukraine-Krise bekannt, wie intensiv der russische Geheimdienst die Steuerbarkeit des Internets erforscht und wie dieses Wissen in die Praxis umgesetzt wird: Eine Hackergruppe hat – nicht zum ersten Mal – russische Computer besucht und über 800 E-Mails einer Petersburger PR-Agentur ausgelesen, die zeigen, wie man soziale Medien und Onlinemedien manipulieren kann.

Sie waren so erfolgreich, dass Journalisten des sich medienkritisch nennenden ARD-Magazins ZAPP die so verbreiteten putinfreundlichen Kommentare und Tweets für die Mehrheitsmeinung in Deutschland hielten und den Medien eine negative Einstellung zu Putin vorwarfen.

Lesetipps zu Russland, der Ukrainekrise und den deutsche Putin-Versteher/-innen:

 

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Reclam für Fans

Der Reclam-Verlag hat eine Seite für Fans in seinem Webkatalog: U. a. Postkarten und Poster zum Herunterladen, darunter den wunderbaren Katalog “Kaba und Liebe“, auf den ich schon 2012 hinwies.

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