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	<title>Basedow1764&#039;s Weblog</title>
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	<description>Es geht um Schulbibliotheken/Mediotheken/Informationszentren. Sie sind das Herz der Schule.</description>
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		<title>Basedow1764&#039;s Weblog</title>
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		<title>Ein digitaler Bücherbus</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 09:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseförderung]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich wollte keinen Bücherbus, sondern einen Truck.
1994 durfte ich ihn bauen. Nach dem Scheitern der Pläne für schulbibliothekarische Arbeitsstellen in jedem Landkreis war der Truck ein Rettungsversuch. Eine mobile Beratungs- und Fortbildungseinrichtung für Schulbibliotheken und Leseförderung, das &#8222;Lesemobil&#8220;. Ich kannte den niedersächsischen Lesebus und hielt dessen Raumaufteilung für wenig originell und untauglich für Fortbildung. Ein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5228&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ich wollte keinen Bücher<strong>bus</strong>, sondern einen Truck.</p>
<p>1994 durfte ich ihn bauen. Nach dem Scheitern der <a title="LAG-Projekte in Hessen" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/02/03/20-jahre-hessische-lag-schulbibliotheken/" target="_blank">Pläne </a>für schulbibliothekarische Arbeitsstellen in jedem Landkreis war der Truck ein Rettungsversuch. Eine mobile Beratungs- und Fortbildungseinrichtung für Schulbibliotheken und Leseförderung, das &#8222;Lesemobil&#8220;. Ich kannte den niedersächsischen Lesebus und hielt dessen Raumaufteilung für wenig originell und untauglich für Fortbildung. Ein Sattelschlepper mit ausfahrbarer Kabine als Seminarraum sollte es sein und eine zünftige Zugmaschine. Wenn die auf den Schulhof führe, würden alle Schülerinnen und Schüler zu Leserinnen und Lesern.</p>
<p>Aber es waren &#8222;Kröten&#8220; zu schlucken: Wir mussten das Fahrzeug mit den Theater-, Musik-, Kunstpädagogen und den Videofilmern teilen. Außerdem reichte das Geld nicht für einen klassischen US-Truck a la Mack, Freightliner oder Kenworth.  Es wurde ein untermotorisierter MAN-Sattelschlepper, der die mobile Theaterbühne, das Beleuchtungsset und die Videokoffer mit Mühe über die Hügel des Hintertaunus zog. Das Handy für den Fahrer und den Windabweiser auf dem Kabinendach musste ich wieder abbestellen, das Ministerium sparte an jeder Ecke.</p>
<p>Das <a title="Kulturmobil Hessen" href="http://www.kulturmobil-hessen.de/S2.html" target="_blank">Fahrzeug</a>, Kulturmobil genannt, fährt die Schulen noch heute an und bietet Fortbildung in den genannten künstlerischen Bereichen. Die &#8222;grauen Mäuse&#8220; des Schulbibliothekswesens sind schon lange nicht mehr dabei. Sie erfüllten die Quoten nicht. Zu ihren Veranstaltungen kamen 5 oder 7 Lehrer/innen, zu den Musik- oder Theaterkursen 18 oder 25. Das Wort Schulbibliothek auf der Außenhaut wurde überpinselt.</p>
<p style="text-align:left;">Ich erinnere mich daran, weil ich gerade Fotos von einem <strong>digitalen Büchertruck</strong> der Bibliothek von Charlotte und Mecklenburg County, NC, USA, sehe. <a href="http://www.flickr.com/photos/digitalbookmobile/sets/72157622623268527/"><img class="aligncenter" title="Album Digital Book Mobile USA" src="http://farm3.static.flickr.com/2577/4080205795_7546aa4ff9.jpg" alt="" width="473" height="316" /></a></p>
<p><strong>Dieses digital book mobile dient zur Information über, zur Nutzung und Ausleihe von e- und Audiobooks, Musik und Videos.</strong></p>
Posted in Leseförderung, Mediothek, Schulbibliothek Tagged: Bücherbus, Kulturmobil, Lesebus, Schulbibliothek <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/5228/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/5228/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/5228/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/5228/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/5228/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/5228/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/5228/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/5228/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/5228/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/5228/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5228&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Album Digital Book Mobile USA</media:title>
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		<title>ENSIL mit neuer Website und neuem Flyer</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/11/07/ensil-mit-neuer-website-und-neuem-flyer/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 17:39:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[ENSIL]]></category>
		<category><![CDATA[Lourense Das]]></category>
		<category><![CDATA[Luisa Marquardt]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliotheken in der EU]]></category>

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		<description><![CDATA[ENSIL, der europäische Verbund für Schulbibliotheken und Informationskompetenz, 200o am Rande der IASL-Konferenz in Malmö angedacht, seit 2003 bestehend, hat eine neue Website und einen Flyer.
Lourense Das, die rastlose und rührige ENSIL-Sprecherin, durften wir kürzlich auf dem 19. Schulbibliothekstag in Hofheim/Td. begrüßen.
Das schulbibliothekarische Entwicklungsland Deutschland spielt im europäischen Zusammenhang keine wesentliche Rolle. Um so mehr [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5206&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>ENSIL, der europäische Verbund für Schulbibliotheken und Informationskompetenz, 200o am Rande der IASL-Konferenz in Malmö angedacht, seit 2003 bestehend, hat eine <a title="ENSIL" href="http://www.ensil.eu/" target="_blank">neue</a> Website und einen <a title="ENSIL-Flyer" href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/11/ensilflyer2009.pdf" target="_blank">Flyer</a>.</p>
<p>Lourense Das, die rastlose und rührige ENSIL-Sprecherin, durften wir kürzlich auf dem 19. Schulbibliothekstag in Hofheim/Td. begrüßen.</p>
<p>Das schulbibliothekarische Entwicklungsland Deutschland spielt im europäischen Zusammenhang keine wesentliche Rolle. Um so mehr freut es uns, dass wir in diesem Kreis anerkannt sind. Auch die Expertengruppe &#8222;Bibliothek und Schule&#8220; des dbv ist inzwischen dazu gestoßen.</p>
<p>Man kann viel lernen von den Frauen um Maria José Vitorino im portugiesischen Bildungsministerium, den &#8222;Müttern&#8220; des Schulbibliothekswunders in Portugal. In den Niederlanden ist es neben Lourense Helen <a title="Helen Boelens" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/07/05/das-europaische-wir-gefuhl/" target="_blank">Boelens</a>, die die Bibliothek im Kalsbeek-College leitet.  In Italien Luisa <a title="Luisa Marquardt" href="http://iaslonline.ning.com/profiles/blog/list?user=32i6vevlpnmcm" target="_blank">Marquardt</a>, die an einer römischen Universität Bibliothekare ausbildet und vom Weltschulbibliotheksverband IASL kürzlich wegen ihrer Verdienste geehrt wurde. Werner Schöggl in Wien gehört dazu und Monika Nilsson in Schweden. Und viele andere natürlich.</p>
<p>Luisa ist übrigens LAG-Mitglied. Sie reiste Ende der 90er Jahre wegen der Schulbibliotheken durch Europa und wurde vom damaligen Deutschen Bibliotheksinstiut u. a. nach Hessen geschickt. Am 28. 11. wird sie den Potsdamer Schulbibliothekstag besuchen.</p>
Posted in Schulbibliothek Tagged: ENSIL, Lourense Das, Luisa Marquardt, Schulbibliotheken in der EU <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/5206/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/5206/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/5206/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/5206/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/5206/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/5206/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/5206/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/5206/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/5206/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/5206/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5206&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>VW schenkt Wolfsburg eine Gesamtschule</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/11/07/vw-schenkt-wolfsburg-eine-gesamtschule/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 12:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstlernzentrum]]></category>

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		<description><![CDATA[Reinhard Kahl ist begeistert vom Projekt. Wenn Ferdinand Piech eine Gesamtschule baut, ist auch die CDU dafür.
Posted in Schulbibliothek, Schule Tagged: Schulbibliothek, Schule, Selbstlernzentrum      <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5200&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Reinhard Kahl ist <a title="Wolfsburgs neue Gesamtschule" href="http://www.zeit.de/2009/44/C-VW-Schule?page=2" target="_blank">begeistert </a>vom Projekt. Wenn Ferdinand Piech eine Gesamtschule baut, ist auch die CDU dafür.</p>
Posted in Schulbibliothek, Schule Tagged: Schulbibliothek, Schule, Selbstlernzentrum <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/5200/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/5200/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/5200/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/5200/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/5200/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/5200/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/5200/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/5200/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/5200/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/5200/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5200&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Bücherkiste zur DDR-Geschichte für Hessens Schulen</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/11/06/bucherkiste-zur-ddr-geschichte-fur-hessens-schulen/</link>
		<comments>http://basedow1764.wordpress.com/2009/11/06/bucherkiste-zur-ddr-geschichte-fur-hessens-schulen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 18:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bestandsaufbau]]></category>
		<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Mediothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[DDR-Unterricht]]></category>
		<category><![CDATA[Schülerwissen DDR]]></category>

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		<description><![CDATA[Die drei Bücherpakete zum DDR-Thema sind vergeben. Gewinner der Bücher und Medien im Wert von jeweils über 600 € sind die Schulbibliotheken der

Ricarda-Huch-Schule, Gießen 
Geschwister-Scholl-Schule, Bensheim 
Burggymnasium, Friedberg

Die Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken (LAG) stellt seit 1992 Bücherkisten zu Themen des Unterrichts von Grund­schule bis Oberstufe zusammen, die Anregungen für den Bestandsaufbau in Schulbibliotheken geben sollen. Die Kisten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5193&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die drei Bücherpakete zum DDR-Thema sind <a title="Ausschreibung der Verlosung" href="http://basedow1764.wordpress.com/2009/10/12/verlosung-von-drei-medienpaketen-ampelmannchen-und-todesschusse/" target="_blank">vergeben</a>. Gewinner der Bücher und Medien im Wert von jeweils über 600 € sind die Schulbibliotheken der</p>
<ul>
<li><strong>Ricarda-Huch-Schule, Gießen </strong></li>
<li><strong>Geschwister-Scholl-Schule, Bensheim </strong></li>
<li><strong>Burggymnasium, Friedberg</strong></li>
</ul>
<p>Die Landesarbeitsgemeinschaft Schulbibliotheken (LAG) stellt seit 1992 Bücherkisten zu Themen des Unterrichts von Grund­schule bis Oberstufe zusammen, die Anregungen für den Bestandsaufbau in Schulbibliotheken geben sollen. Die Kisten können aber auch an drei Schul­standorten in Hessen ausgeliehen werden.</p>
<p>Das DDR-Paket, 28. Thema des LAG-Projekts, wurde wegen der Diskussion um die Aufarbeitung der SED-Diktatur in den Schulen zusammengestellt. Darin sind u. a.  Bücher von Klaus Kordon über seine verratene Flucht aus der DDR und den Zuchthausaufenthalt, Grit Poppes „Weggesperrt“ über die Behandlung auffällig gewor­dener Jugendlicher in geschlossenen Jugendwerkhöfen, aber auch Sachbücher über die Planwirtschaft, über Jeans und West­radio, glückliche Jugendzeit und schweigende Klassenzim­mer, „Klassiker“ wie Reiner Kunzes „Wunderbare Jahre“, DVDs der Stiftung Aufarbeitung und informative Internetadressen.</p>
<p>Die LAG fordert moderne, multimediale Schulbiblio­theken . In diesen Räumen lernen Schülerinnen und Schüler mit Büchern und digitalen Medien. Sie lernen dabei, wie man sich informiert, wie man im Team arbeitet, wie man vorträgt.</p>
<p>Der „Lernort Schulbibliothek“ ist ein wesentlicher Faktor bei der Steigerung der Schul­qualität. In Ländern, die dies schon länger praktizieren, wurde festgestellt, dass gute Schulbibliotheken deut­lich zur Steigerung von Schülerleistungen <a title="Colorado-Studie" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/06/24/school-libraries-work/" target="_blank">beitragen</a>.</p>
<p>Die Hürde für die Teilnahme an der Verlosung war hoch. Die Schulen mussten nämlich nachweisen, dass ihre Schulbibliothek auf der Startseite der Schulhomepage  steht. Die LAG sieht einen Maßstab für die Wertschätzung in der Schulgemeinde, wenn die Schulbibliothek mit aktuellen Informationen oder ihrem elektroni­schen Katalog schnell und einfach auf der Schulhomepage zu finden ist.  22 Schulbibliotheken der Sekun­dar­stu­­fe, die diese Bedingung erfüllen, hatten sich beworben.</p>
<p>Übergeben werden die Bücherpakete vom LAG-Vorsitzenden Hans Günther Brée am Montag, dem 9.11.09, im Weidiggymnasium in Butzbach.</p>
Posted in Bestandsaufbau, DDR, Mediothek, Schulbibliothek Tagged: DDR-Unterricht, Schülerwissen DDR <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/5193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/5193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/5193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/5193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/5193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/5193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/5193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/5193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/5193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/5193/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5193&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Gelungener Start für Schleswig-Holsteins Schulbibliothekswesen</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/11/06/gelungener-start-fur-schleswig-holsteins-schulbibliothekswesen/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 23:19:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Büchereizentrale Schleswig-Holstei]]></category>
		<category><![CDATA[Gymnasium Altenholz]]></category>
		<category><![CDATA[Schleswig-Holstein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 1. Schulbibliothekstag Schleswig-Holsteins zog trotz nasskalten Winterwetters 70 Teilnehmer/innen aus dem ganzen Bundesland an. Die gastgebende Schule, das Gymnasium Altenholz, präsentierte sich von ihren besten Seiten. Dazu gehören zweifellos zum einen die großzügig bemessene Arbeitsbibliothek für die Oberstufe, zum anderen die Schülerinnen und Schüler, die Bibliotheksleiter Andreas Borrmann für die Mitarbeit an diesem Nachmittag [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5147&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Der 1. <a title="Schulbibliothekstag Schleswig-Holstein" href="https://www.secure-lernnetz.de/lehrerfortbildung/content/termin_zeigen.php?vid=7767&amp;tid=8871" target="_blank">Schulbibliothekstag</a> Schleswig-Holsteins zog trotz nasskalten Winterwetters 70 Teilnehmer/innen aus dem ganzen Bundesland an. Die gastgebende Schule, das Gymnasium Altenholz, präsentierte sich von ihren besten Seiten. Dazu gehören zweifellos zum einen die großzügig bemessene Arbeitsbibliothek für die Oberstufe, zum anderen die Schülerinnen und Schüler, die Bibliotheksleiter Andreas Borrmann für die Mitarbeit an diesem Nachmittag gewonnen hatte. Auch tagungserprobte Referentinnen waren begeistert vom Engagement der angehenden Abiturientinnen und Abiturienten bei der Assistenz für die Referenten und der Mitwirkung in Workshops.</p>
<p>Monika Gumz informierte über empathisches Lesen, Jaqueline van Laak über die Gestaltung von Schulbibliotheken, Monika Wachtel  über Medienkisten der Büchereizentrale,  Kathrin Reckling-Freitag über Kooperation Bibliothek und Schule, Günter Schlamp über das Lernen von Arbeitstechniken in der Schulbibliothek. Ilona Munique gelang es, in 45 Minuten den Teilnehmerinnen und -nehmern Basics des fundraising beizubringen und Ideen zu entwickeln lassen, mit denen man Sponsoren gewinnt.</p>
<p>Schleswig-Holstein hat mit der <a href="http://www.bz-sh.de/">Büchereizentrale</a>, einem Verein, der von den Landkreisen getragen wird, eine Einrichtung, die in der Lage wäre, mit ihren bibliotheksfachlichen Dienstleistungen auch Schulbibliotheken zu unterstützen. Was fehlt, ist der politische Auftrag dazu.</p>
<p>In der abschließenden Podiumsdiskussion zeigte sich, dass die Tagung Denkanstöße hervorrief: Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen, der Leiter der Büchereizentrale, sah zahlreiche Berührungspunkte zwischen Schulbibliotheken und dem Auftrag der Büchereizentrale. Die Vertreterin des Instituts für Qualitätsentwicklung SH (<a href="https://www.secure-lernnetz.de/lehrerfortbildung/content/index.php?group=1&amp;ugroup=0">IQSH</a>) des Bildungsministeriums, Frauke Wietzke, versprach, Fortbildungsangebote auch für ehrenamtliche Schulbibliotheksmitarbeiter/innen zu ermöglichen und erbat dafür die Unterstützung der Büchereizentrale, die ihrerseits anbot, auch Schulbibliotheken in ihren Newsletter-Verteiler aufzunehmen.</p>
<p>Ein viel versprechender Tag mit neuen Ideen und ein Triumph für die Netzwerker/innen, die Menschen zusammenbringen, damit das Schulbibliothekswesen blüht.</p>
<p>Ich bin in der glücklichen Lage, auf Ilona Munique verweisen zu können, die in ihrem Blog fobikom auf mein Eröffnungsreferat eingeht und Fotos gemacht <a title="Erööffnugsreferat vom Schubitag Kiel" href="http://fobikom.wordpress.com/2009/11/07/1-schulbibliothekstag-schleswig-holstein-2/" target="_blank">hat</a>.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Lesetipp: Donata, Tochter Venedigs</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 23:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
		<category><![CDATA[Donna Jo Napoli]]></category>
		<category><![CDATA[Venedig]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Donna Jo Napoli ist Amerikanerin mit venezianischen Wurzeln. Ihre große Liebe gehört Venedig. Die Linguistin und Mathematikerin hat zahlreiche preisgekrönte Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Drei davon haben Venedig als Handlungsort. Diesmal geht es weit in die Geschichte zurück, ins Venedig des 16. Jahrhunderts. Die 14jährigen Zwillingstöchter einer adligen Kaufmannsfamilie, eine von ihnen ist Donata, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5155&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong> </strong></p>
<p>Donna Jo Napoli ist Amerikanerin mit venezianischen Wurzeln. Ihre große Liebe gehört Venedig. Die Linguistin und Mathematikerin hat zahlreiche preisgekrönte Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Drei davon haben Venedig als Handlungsort. Diesmal geht es weit in die Geschichte zurück, ins Venedig des 16. Jahrhunderts. Die 14jährigen Zwillingstöchter einer adligen Kaufmannsfamilie, eine von ihnen ist Donata, die Titelheldin, leben behütet im Palast der Eltern. Die Brüder haben einen Hauslehrer und dürfen sich in der Stadt frei bewegen. Das bleibt den Mädchen verwehrt. Sie erwartet das Schicksal der jüngeren Töchter einer adligen Familie: Die älteste wird verheiratet, die nächste geht ins Kloster, die dritte wird als Tante die Kinder der Brüder großziehen. Donata rebelliert. Sie möchte lernen können wie die Brüder und Venedig entdecken. Sie schleicht sich als Junge verkleidet mehrfach aus dem Haus, schließt eine Freundschaft im jüdischen Ghetto, übersteht diverse Abenteuer und gelangt immer wieder unentdeckt in den Palast, weil der ledige Onkel als deus ex machina rechtzeitig die Tür entriegelt.</p>
<p>Sie wird wie die Brüder vom Hauslehrer unterrichtet und nimmt den Frauenfeind durch Wissensdurst und nachdenklichen Fragen für sich ein. Schließlich entzieht sie sich der auf sie zukommenden Verheiratung mit einer Lügengeschich­te.</p>
<p>Die Emanzipationsgeschichte eines modernen Teenagers im falschen Jahrhundert? Nein, „Donata, Tochter Venedigs“ ist ein Geschichtsroman und kein Missbrauch der Geschichte für eine Teenie-Romanze. Es wird sehr realistisch erzählt und es stört überhaupt nicht, dass dennoch alles immer wieder, wie im Märchen, gut geht.</p>
<p>Donata, die Ich-Erzählerin spricht manchmal etwas gestelzt, sie „schreitet“ und „er­hebt“ sich, redet aber auch Slang: „Sollen wir das ganze Garn an einem einzigen Morgen auf Spulen gewickelt bekommen?“ Sei´s drum, ich kenne kein Venedig-Buch, in dem so gut, so dicht, so authentisch von Venedig erzählt wird.</p>
<p>Also: Gute Ferienlektüre für Venedigfans, für Napoli-Fans, für Fans emanzipato­ri­scher Mädchenbücher. Gewidmet hat Donna Jo Napoli ihr Buch der Venezianerin, die 80 Jahre nach der fiktiven Donata als erste Frau an einer Universi­tät zur Doktorin promoviert wurde.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Donna Jo Napoli: Donata, Tochter Venedigs</strong> Fischer Schatzinsel, 14,90 €, 3-596-85124-6</p>
Posted in Lesetipp Tagged: Donna Jo Napoli, Lesetipp, Venedig <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/5155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/5155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/5155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/5155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/5155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/5155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/5155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/5155/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/5155/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/5155/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5155&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Lesetipp: &#8222;drüben&#8220; von Simon Schwartz</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/10/31/lesetipp-druben-von-simon-schwartz/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 08:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[DDR]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipp]]></category>
		<category><![CDATA[Potsdam]]></category>
		<category><![CDATA[Simon Schwartz]]></category>

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		<description><![CDATA[Simon Schwartz, drüben, 14,95 €, 112 Seiten, avant-Verlag 978-3939080374
Die Bilder dieser graphic novel, wie anspruchsvolle Comics heute auf Deutsch heißen, sind eindringlich. Sie wirken auf mich noch eindringlicher als die Schwarzweißfotos von der untergehenden DDR, die jetzt in vielen Ausstellungen zu sehen sind.
Da gibt es die Zeichnung vom Todesstreifen an der Berliner Mauer, auf den [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5118&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><strong>Simon Schwartz, drüben, 14,95 €, 112 Seiten, avant-Verlag </strong>978-3939080374</p>
<p><a href="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/10/drueben.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5121" title="&quot;drüben&quot; von Simon Schwartz" src="http://basedow1764.files.wordpress.com/2009/10/drueben.jpg?w=150&#038;h=150" alt="&quot;drüben&quot; von Simon Schwartz" width="150" height="150" /></a>Die Bilder dieser graphic novel, wie anspruchsvolle Comics heute auf Deutsch heißen, sind eindringlich. Sie wirken auf mich noch eindringlicher als die Schwarzweißfotos von der untergehenden DDR, die jetzt in vielen Ausstellungen zu sehen sind.</p>
<p>Da gibt es die Zeichnung vom Todesstreifen an der Berliner Mauer, auf den ersten Blick an eine Modellbahnlandschaft erinnernd, dann aber kommt die Assoziation von Gewalt, Schrecken und Angst. Der Grenzübergang Friedrichstraße aus der Perspektive eines Fünfjährigen. Die beiden Seiten ersetzen eine ganze TV-Dokumentation.</p>
<p>Der Zeichner und Autor Simon Schwartz erzählt hier die Geschichte seiner Eltern, eines Studentenehepaares, das lange um die Entscheidung ringt, die DDR zu verlassen. Das führt zum Konflikt mit den stramm kommunistischen Eltern des Vaters von Simon. Als Lehrbeauftragter einer Hochschule muss er die Rede des Parteisekretärs zum Einmarsch der sowjetischen Brüder in Afghanistan verlesen. Als er daraufhin einen Ausreiseantrag stellt, wird er im Auditorium öffentlich aus der Partei und der Hochschule ausgeschlossen. Auch die Zeichnungen von dieser Sitzung ersetzen dicke Bücher.</p>
<p>Schwartz gelingt es, mit wenigen Strichen einen Raum, eine Situation, ein Gesicht sprechen zu lassen. Und der Leser und Betrachter wird nicht erschlagen von einer Überfülle bunter Bilder, sondern kann sich seine eigenen Gedanken machen.</p>
<p>All dies ist auch ein Stück normaler DDR-Alltag, wie er in den Alltagskulturmuseen, die in Ostdeutschland überall existieren, aber angeblich kaum vorkommen, nur selten gezeigt wird. Die Unfreiheit, die Bespitzelung treiben selbst Gutwillige zum Ausreisantrag. Das wird in dieser schwarz-weißen Bildersprache hervorragend umgesetzt.</p>
<p>Es dürfte sich lohnen, diesen Band Jugendlichen zu geben. Auch ohne viel Sachwissen wird mit diesem Medium deutlich, vielleicht sogar deutlicher als mit Arbeitsblättern und Videoclips, was es bedeutete, in diesem Staat zu leben.</p>
<p><em>„drüben“ ist eine gut geeignete Ergänzung der LAG-<a title="Ampelmännchen-posting im Weblog" href="http://basedow1764.wordpress.com/2008/02/06/medienkiste-ddr/" target="_blank">Medienkiste</a> „Ampelmännchen und Todesschüsse und wird in mehreren Exemplaren aufgenommen.</em></p>
<p><em>Auch in Potsdamer Buchhandlungen, in denen zum Thema DDR vorwiegend Ensikat, Krenz, Dahn und Hensel ausliegen, ist das Buch per Bestellung erhältlich.</em></p>
Posted in DDR, Lesetipp, Potsdam Tagged: DDR, Lesetipp, Simon Schwartz <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/5118/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/5118/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/5118/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/5118/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/5118/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/5118/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/5118/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/5118/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/5118/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/5118/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5118&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>Ein Bücherbus für Berliner Grundschulen</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/10/30/bucherbus-fur-grundschulen/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 16:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherbus]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Grundschulbibliothek]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Bücherbus nur für Grundschulen rollt in Berlin-Reinickendorf.
Die für Schule zuständige Bezirksstadträtin hat ihn laut Pressemitteilung initiiert. Sie sagte bei der Vorstellung: „Die Anschaffung des Busses ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder. Die so wichtige Leseförderung und hier vor allem auch die Förderung des Leseverständnisses darf nicht bei Lippenbekenntnissen und Sonntagsreden bleiben. Mit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5114&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ein Bücherbus nur für Grundschulen rollt in Berlin-Reinickendorf.</p>
<p>Die für Schule zuständige Bezirksstadträtin hat ihn laut Pressemitteilung initiiert. Sie sagte bei der Vorstellung: „Die Anschaffung des Busses ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder. Die so wichtige Leseförderung und hier vor allem auch die Förderung des Leseverständnisses darf nicht bei Lippenbekenntnissen und Sonntagsreden bleiben. Mit dem Einsatz des Busses wird die regelmäßige, zielgerechte Nutzung der Bibliothek durch die Kinder ermöglicht. Diese scheitert bisher oft an den relativ langen Wegen von den Schulen zu den Bibliotheken, was bei regelmäßigem Besuch der Bibliotheken in der Summe zu erheblichem Unterrichtsausfall führen würde.“ <a title="Grundschul-Bücherbus in berlin" href="http://www.berlin.de/ba-reinickendorf/presse/archiv/20090226.1605.121383.html" target="_blank">Mehr</a></p>
Posted in Leseförderung, Schulbibliothek Tagged: Bücherbus, Berlin, Grundschulbibliothek <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/5114/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/5114/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/5114/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/5114/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/5114/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/5114/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/5114/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/5114/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/5114/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/5114/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5114&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Mitmachen bei Schulbibliothekspetition in Australien!</title>
		<link>http://basedow1764.wordpress.com/2009/10/28/schulbibliothekspetition-in-australien/</link>
		<comments>http://basedow1764.wordpress.com/2009/10/28/schulbibliothekspetition-in-australien/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 12:09:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediothek]]></category>
		<category><![CDATA[Schulbibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Petition soll die australische Bundesregierung verpflichten , sich an der Finanzierung  der Schulbibliotheken zu beteiligen. Etwa ein Drittel der australischen Schulen hat keine qualifizierten teacher-librarians.
Die Petition kann auch von Nicht-Australiern unterzeichnet werden. Ein Erfolg wird mit Sicherheit auch den Rest der (Schulbibliotheks-)Welt beflügeln.
Auch Schulkinder schreiben an die school boards, um gegen Kürzungen und Entlassungen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5101&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Petition soll die australische Bundesregierung verpflichten , sich an der Finanzierung  der Schulbibliotheken zu beteiligen. Etwa ein Drittel der australischen Schulen hat keine qualifizierten teacher-librarians.</p>
<p><strong>Die <a title="Schulbibliothekspetition in Australien" href="http://www.gopetition.com/petitions/a-qualified-teacher-librarian-in-every-school/sign.html" target="_blank">Petition </a>kann auch von Nicht-Australiern unterzeichnet werden.</strong> Ein Erfolg wird mit Sicherheit auch den Rest der (Schulbibliotheks-)Welt beflügeln.</p>
<p>Auch Schulkinder schreiben an die school boards, um gegen Kürzungen und Entlassungen bei teacher-librarians zu protestieren.  Egal, wie spontan diese Briefe entstanden sein mögen, einer gefiel mir besonders gut: Eine Schülerin, die morgens sehr früh in der Schule ankommt, liebt es, vor dem Unterricht in der Bibliothek in einem Buch zu lesen. Sie hofft, dass sie es auch zukünftig tun kann.</p>
Posted in Mediothek, Schulbibliothek Tagged: Australien, Schulbibliothek <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/basedow1764.wordpress.com/5101/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/basedow1764.wordpress.com/5101/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/basedow1764.wordpress.com/5101/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/basedow1764.wordpress.com/5101/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/basedow1764.wordpress.com/5101/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/basedow1764.wordpress.com/5101/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/basedow1764.wordpress.com/5101/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/basedow1764.wordpress.com/5101/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/basedow1764.wordpress.com/5101/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/basedow1764.wordpress.com/5101/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5101&subd=basedow1764&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Über Lesekompetenz</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 18:37:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>basedow1764</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Computer in der Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Lesekompetenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Gert Loschütz
Festrede auf dem 16. Hessischen Schulbibliothekstag 2003 in den Beruflichen Schulen Witzenhausen
 
Austreibung eines Wortes
Im Zusammenhang mit dem, was jetzt Bildungsmisere genannt wird, ist ein Wort aufgetaucht, das mir sofort eingeleuchtet hat, und zwar so, dass ich es im Gespräch mit einem Freund, der Lehrer ist, selber häufig benutzt habe, das Wort Lesekompetenz, bis [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=basedow1764.wordpress.com&blog=2382497&post=5070&subd=basedow1764&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><h3><a title="Wikipedia zu Gerd Loschütz " href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gert_Losch%C3%BCtz" target="_blank">Gert Loschütz</a></h3>
<h3>Festrede auf dem 16. Hessischen Schulbibliothekstag 2003 in den Beruflichen Schulen Witzenhausen</h3>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong><em>Austreibung eines Wortes</em></strong></p>
<p style="text-align:justify;">Im Zusammenhang mit dem, was jetzt Bildungsmisere genannt wird, ist ein Wort aufgetaucht, das mir sofort eingeleuchtet hat, und zwar so, dass ich es im Gespräch mit einem Freund, der Lehrer ist, selber häufig benutzt habe, das Wort <em>Lesekompetenz</em>, bis mir auffiel, dass ich es nicht mehr hören und aussprechen konnte, ohne dass sich ein Unbehagen bei mir einstellte, das sich mit der Zeit zu einem regelrechten Widerwillen ausgewachsen hat.</p>
<p style="text-align:justify;">Bevor ich erkläre, warum, muss ich dazu sagen, dass ich durchaus weiß (oder zu wissen glaube), was damit gemeint ist, und dass mir darüber hinaus klar ist, dass man sich auf einen Begriff einigen muss, wenn man einen Sachverhalt so eingrenzen will, dass er <em>diskussionstauglich</em> und der Sachverhalt selbst <em>operabel</em> wird. Die öffentliche Diskussion braucht Begriffe, die handlich sind und einen leichten Wiedererkennungswert besitzen, das ist ihr Vor- wie ihr Nachteil, denn nicht zuletzt aus diesem Grund geschieht es, dass sie sich – zunächst unmerklich – aus ihrem Rahmen lösen und selbständig zu machen beginnen, mit dem Erfolg, dass sie nicht mehr allein auf den vorgesehenen <em>Fall</em> angewendet werden, sondern in ihren Umdeutungen auch auf andere <em>Fälle</em>. Dies sei vorausgeschickt, um nicht gleich am Anfang in den Verdacht der Ahnungslosigkeit zu geraten. Nach einer Weile nämlich geschah folgendes: Wann immer ich in einer Diskussionsrunde jemanden das Wort <em>Lesekompetenz</em> aussprechen hörte, vernahm ich zugleich ein leises Kichern und etwas in mir fragte sich, wie es denn um die Lesekompetenz dessen bestellt sein mochte, der das Wort – fürsorglich, besorgt, in reformeri­schem Eifer oder von oben herab – im Mund führte.</p>
<p style="text-align:justify;"><span id="more-5070"></span>Denn das schien mir (bei der Relativität des Begriffs) völlig klar zu sein: dass sich je nach Standort dessen, der die Messlatte anlegte, das, was man darunter verstand, um Grade verschob, und plötzlich sah ich wie im Film die Gesichter meiner Freunde vorbeiziehen, angeführt von der stellvertretenden Leiterin eines Lehrerseminars im Brandenburgischen, die in den USA über die <em>gesellschafts­kritischen</em> Aspekte in der Lyrik Konstantin Weckers promoviert wurde und, wie ich zuverlässig weiß, Gedichte von Peter Huchel oder Paul Celan als so schwierig empfindet, dass sie niemals auf die Idee käme, darin nach einer Zeile zu graben, die sie etwas anginge: bei ihr, wie bei vielen anderen, die ich durchaus zur Gemeinde der ebenso empfindsamen wie gebildeten, jedenfalls der Literatur grundsätzlich zugetanen Menschen zähle, endet das Verständnis von Lyrik mit dem humoristisch Gereimten von Tucholsky und Kästner (oder eben Konstantin Wecker), dem sich in den letzten Jahren das von Robert Gernhardt zugesellt hat, nicht als gleichwertig, sondern als den Nachempfindern Nachempfundenes&#8230; Und während ich mir noch sage: Na gut, die Lyrik&#8230; läuft der Film weiter und zeigt mir das sich beim Namen <em>Kafka</em> zusammenknautschende Gesicht eines anderen, mich regelmäßig mit Zeitungs­ausschnitten über die Weltlage versorgenden Freun­des, der mich ungläubig ansieht, wenn ich ihn von Kafkas Komik zu überzeugen suche, nicht weil ich glaube, damit sei das Wesentliche an Kafka benannt, sondern weil ich weiß, dass dieser Freund einen Sinn für Komik hat, und ich hoffe, ihm auf diese Weise einen Weg zu dem <em>anderen</em> Kafka zu zeigen, aber er beharrt auf der <em>Dunkelheit</em> Kafkas und darauf, dass sich ihm die existentiellen Muster nicht erschließen wollen, wobei mir nicht entgeht, dass sich bei den Worten <em>Dunkelheit</em> und <em>existentielle Muster</em> ein Ausdruck von Abwehr, Abneigung oder auch Mitleid (mit mir, der mit <em>so</em> etwas seine Zeit vergeudet?) auf seinem Gesicht abzeichnet. Und so werden wir weiter anhand seiner Zeitungsausschnitte über die verworrene, sich, nach seinen Worten, immer unübersichtlicher gestaltende Weltlage diskutieren.</p>
<p style="text-align:justify;">Und auch das Gesicht dieses Freundes ist gefolgt von dem anderer, alle in gut bezahlten, dem akademischen Bürgertum zuzurechnenden Berufen. – „Kleist?“ „Klar, <em>Michael Kohlhaas</em>, sehr lange Sätze.“ – Schullektüre also, schwach erinnert, ist es, die sich noch abfragen lässt, gerade noch, aber darüber hinaus? Kaum ein Name, der nicht an der Hauptstraße der Literatur liegt oder saisonhaft im Feuilleton verhandelt wird, ist bekannt, geschweige denn mit einer nicht auf den plattesten Gemeinplätzen beruhenden Vorstellung verbunden. Das Wunderbare aber ist, dass die meisten, die in meinem Kopffilm vorbeiziehen, sowohl von ihrer Ausbildung wie von ihrer Profession her, aufs beste in die medialen Diskussions­runden hineinpassen, und dass es mehr als ein Zufall erscheint, wenn sie dort noch nicht aufgetaucht sind.</p>
<p style="text-align:justify;">Daher das Rumoren: dem Kicherer und Flüsterer in meinem Kopf fehlt wohl der Glaube daran, dass die von den desaströsen Untersuchungsergebnissen aufgescheuchten Ministerialen, die professoralen Gremienmitglieder und päd­agogi­schen Mahner, die in den Diskussionsrunden den Zeigefinger erheben, eine Messlatte zu überspringen imstande wären, die sie sich nicht selbst aufgelegt hätten. Zu sehr ähnelt ihre Sprache jenem beflissenen Problem­lösungs­jargon, mit dem sich <em>Fachleute</em>, wenn <em>es</em> passiert ist, heute auf diesen und morgen auf jenen Missstand zu stürzen bereit sind, als dass ihnen die Erkenntnis zuzutrauen wäre, dass sie und ihre Leseferne selbst Teil des Problems sind, das sie vorgeben lösen zu wollen. Nachdem sie jahrelang, ohne die absurdesten Anschaffungs- und Folgekosten zu scheuen, noch die kleinste Klitsche von Schule mit Computern vollgestellt haben, wundern sie sich, dass die ihnen Anempfohlenen ohne den Umweg der flüchtigsten Lektüre ihre Arbeiten aus dem Internet runterladen und als Ergebnis ihrer eigenen Bemühung ausgeben.</p>
<p style="text-align:justify;">Ich erinnere mich an einen Bericht im Regionalfernsehen, in dem die Ausstattung einer x-beliebigen Schule mit Computern gemeldet wurde, mit einem Stolz in der Stimme, der von gar nicht so fern an den erinnert hat, mit dem einst im DDR-Fernsehen die Übergabe einer Reihe neuer sowjetischer Traktoren an eine ebenso x-beliebige LPG gefeiert wurde; in beiden Fällen verkündete der Klang der Stimme: Jetzt geht`s bergauf! Und dieses <em>bergauf!</em> meinte nicht nur eine Steigerung der Produktivität, sondern auch den Anbruch eines neuen Zeitalters. In beiden Fällen wurde übersehen, dass es sich lediglich um bessere Handwerks­zeuge handelte, die nicht den geringsten Einfluss auf die Konstanten ihrer Benutzer hatten: Der Schlampige blieb schlampig, der Denkfaule denkfaul, der Drückeberger drückebergerisch, der Schüchterne schüchtern, der Aufmüpfige aufmüpfig, der Interessierte interessiert. Nur dass es jetzt ein neues Spielzeug gab, auf das sich seine Begeisterung eine Weile werfen konnte. Doch als mit der Gewöhnung der Alltag einkehrte, zeigte sich, dass sich sein Verständnis von der Welt um keinen Deut geändert hatte.</p>
<p style="text-align:justify;">Die Wissensexplosion, wenn man sich an diesem Wort nicht stört und wenn man das leicht gemachte Abrufen und Verknüpfen von Daten so nennen will, hatte woanders stattgefunden. Wo? Nun jedenfalls nicht in den technisch hochgerüs­teten Schulzimmern. Warum? Weil – platteste und offenbar doch übersehene Erkenntnis – die schnellere Verfügbarkeit von Wissen noch nicht das Wissen selbst ist und es noch immer der Köpfe bedarf, in denen es bedacht und auf­genom­men werden will, ohne die, ohne deren Bereitschaft aber, sich dieser Anstrengung zu unterziehen, bleibt das <em>Wissen</em> ein grauer Kontinent, genauso fern wie vordem, als es, scheinbar unerreichbar, in den Bibliotheken eingesperrt war. Die – theoretisch – rasche und leichte Verfügbarkeit ist solange keine Qualität, wie man keinen blassen Schimmer davon hat, worüber man verfügen will.</p>
<p style="text-align:justify;">Nichts hatte sich geändert? Doch. Etwas hat sich geändert, und zwar gründlich: Es hat ein Austausch der Leitbilder stattgefunden. Unter tätiger Mithilfe derer, die jetzt mit dem Wort <em>Lesekompetenz</em> herumfuchteln oder herumgefuchtelt haben (denn auch diese Aufgeregtheit gehört ja schon der Vergangenheit an), ist ein Leitbild abgeschafft worden, das Generationen gleichsam als Chiffre der autono­men Persönlichkeit gegolten hat, das Bild des Lesenden nämlich, der, unbeein­druckt vom Tageslärm, sich seine eigene Meinung von der Welt zu bilden vermochte und dadurch imstande war, in diese zurückzuwirken. Dieses Leitbild, das, wie gesagt, immer mit dem Lesen verbunden war, sowie dieses mit der Stille und der Fähigkeit, mit sich allein zu sein, ist ausgelöscht worden, zugunsten eines anderen: dem des per Mausklick mit aller Welt verbundenen Lenkers der Daten­ströme, das sich in Gestalt des – unter Zuhilfenahme einer Rumpf- und Stummel­sprache – in die Welt hineinquasselnden Jugendlichen innerhalb kürzester Zeit in seine eigene Karikatur verwandelt hat. Wenn man nach einem neuen, durch den Austausch der Leitbilder geschaffenen Proto­typen Ausschau halten sollte, hier wäre er: Der die Maus hin- und herschiebende oder die Tasten seines Handys drückende Stummelsprachler. Er ist <em>on</em>, aber nicht (oder jedenfalls nicht vorrangig) um das verfügbare Wissen aus dem Netz zu saugen, sondern um (ständig auf der Flucht vor der Stille, dem Alleinsein) sein Halb-, Viertel- und Achtelwissen in die Welt der Chatrooms und Displays zu klicken, und dabei von einer lauten Allgegen­wart, gegen die die Vorstellung des Lesenden schon fast komisch anmutet. Der Lesende als Randständiger, das ist es, was der im Verein mit Computer­herstel­lern, Markt­strategen, Politikern und Bildungswissenschaftlern vorgenommene Austausch der Leitbilder erreicht hat, und das ist es, was mich oder etwas in mir (denn mir selbst ist gar nicht fröhlich dabei) kichern lässt, wenn ich letztere heute jenes Wort aussprechen höre, das ich von nun an zu vermeiden gedenke.</p>
<p style="text-align:justify;">Damit könnte ich schließen, tauchte nicht ganz am Ende des Films noch ein Gesicht auf, das eines Mittfünfzigjährigen, das meinem so frappierend ähnlich sieht, dass es mir einen unheiligen Schreck einjagt, und als ich die Ironie be­mer­ke, mit dem es mich betrachtet, wird mir klar, dass es zur Vermeidung von Missverständnissen notwendig sein wird, einen Satz hinzuzufügen. Oder besser zwei: der erste enthält eine Richtigstellung, der zweite ein Eingeständ­nis.</p>
<p style="text-align:justify;">Der erste lautet: Das apodiktische Reden, zu dem das Thema verführt, erweckt leicht den Eindruck, der Redende wolle sich dem Auditorium als jemand präsen­tieren, der über die Fähigkeit verfügt, die mit dem von nun an vermiede­nen Ausdruck umrissen wird: Dem ist nicht so. Der zweite: Für mich muss ich einräu­men, dass sich mir im selben Maße, in dem sich mir durch die Lektüre literarischer Texte Räume geöffnet haben, andere vor mir schlossen. Theoretische Texte, die ich auch früher eher notgedrungen als mit Begeisterung gelesen habe, oder genauer: theoretische Texte, die der sinnlichen Anschauung entbehren und die nicht unmittelbar meinen Lebens- und Arbeitsbereich oder zumindest <em>das</em> für mich <em>Interessante</em> berühren, also fast alle, insbesondere aber aus dem Bereich der Naturwissenschaft, Wirtschaft und Technik entziehen sich mir heute in einer Wei­se, die mich gelegentlich an fortschreitende Verblödung denken lässt. Im Umgang mit Gebrauchsanwei­sungen schließlich, ebenfalls kleine technische Texte, lässt sich der eben genannte Zustand nicht mehr als fortschreitend, sondern als weit­gehend abgeschlossen bezeichnen: Sei es die Bedienungsanweisung eines Video­recorders oder die Bauanleitung eines Schrankes – die Wörter rauschen so inhaltslos an mir vorbei, dass ich sie mir laut wiederholen muss, um ihrem Sinn auf die Spur zu kommen, was noch nicht bedeutet: auf ihr ans Ziel zu gelangen.</p>
<p style="text-align:justify;">Das war es, was mir mein Doppelgänger hinzuzufügen geboten hat, wohl wissend, dass damit bereits ein anderes Thema angeschlagen wird. Das Einge­ständnis der gewaltigen Leselücken, die er sich bei mir immer wieder zu kon­statieren gezwun­gen sieht, hat er mir freundlicherweise erlassen.</p>
<p style="text-align:justify;">
<h6 style="text-align:justify;">Die Familie Loschütz verließ die DDR 1957. Gerd Loschütz besuchte in Dillenburg/Hessen das Gymnasium. 2005 kam sein Roman &#8222;<a title="Rezension Loschütz Dunkle Gesellschaft" href="http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/diebedrohung-r.htm" target="_blank">Dunkle Gesellschaft</a>&#8220; auf die shortlist des deutschen Buchpreises.</h6>
<p><!--more--></p>
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