Nachtrag: Bloß keine Computertische mehr!

Der Beitrag aus dem Jahr 2008 über Computertische gehört immer noch zu den Meistaufgerufenen.

Das hängt sicher auch damit zusammen, dass eine der von mir genannten Lieferfirmen (Demolux) – um es vorsichtig zu formulieren – nicht zur Zufriedenheit von Kunden gearbeitet hat.
Dass ich selbst auch von dieser Firma genervt worden war (endlose Installationszeit, unbefriedigender Kundendienst,  mangelhafte Gerätequalität und ein unverschämter Geschäftsführer), merkte ich erst später. Die Firma hatte nämlich inzwischen den renommierten Namen “Demolux” gekauft. Mein Schulträger hat sich dann ußergerichtlich mit Demolux verglichen.

Ich hoffe, dass auch mein Update aus dem Jahre 2010 gelesen wurde. In dem rate ich angesichts der Entwicklung im Gerätebereich von Computertischen (“Dinosaurier”) ab.

Die wichtigere Frage ist jedoch, ob Desktop-Rechner oder Laptops und andere mobile Geräte angeschafft werden sollten. Wird die Zukunft Tablets und Smartphones mit einer anderen, besseren Prozessor-Architektur gehören? (Am Horizont taucht zudem das angelsächsische BYOD – bring your own device – auf: Wenn demnächst alle Bürger einen leistungsfähigen Rechner im Handy, an der Armbanduhr, in der Brille oder wenigstens in der Schultasche haben werden, braucht es dann noch die milliardenteure EDV-Ausstattung in den Schulen? Ein paar Whiteboards bzw. große Bildschirme, die von allen Geräten angesteuert werden können, würden genügen.)

Ganz wird man m. E. jetzt noch nicht auf Desktop-PCs verzichten können. Man kann sie einfacher reparieren, Monitore und Tastaturen austauschen. Leistungsfähige Laptops sind erheblich teurer, unangenehm auch: Laptops werden schnell heiß.

(Angesichts der Milliarden, die seit 30 Jahren in den Schulen für die EDV-Ausstattung und die alle paar Jahre fällige Installation der jeweils neuesten Gerätegeneration, kommen mir manchmal Zweifel, ob man nicht eher in bessere Lehrer/-innenausbildung und -bezahlung, schönere Schulgebäude, mehr Exkursionen und Musikinstrumente hätte investieren sollen.)

Da sich Standgeräte immer schlechter verkaufen, wird es aber für Schulen bald einen Nischenmarkt geben müssen, wie früher für besonders robuste AV-Geräte, die ein normaler Konsument nicht kauft und die daher teurer sind.

Man wird in den sauren Apfel beißen und zweigleisig fahren müssen: Desktoprechner, die sofort nutzbar sind, z. B. für Katalog- und Internetrecherchen, Laptops für Gruppen- und Einzelarbeit (und Gruppenräume mit Whiteboards).

Mich würden Überlegungen und Erfahrungen interessieren.

Über Basedow1764

Die älteste Forderung nach Schulbibliotheken ist bei dem Schulreformer Johann Bernhard Basedow (1724 - 1790) zu finden. Daher der Name dieses Weblogs.
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