Das 1992 von der LAG Schulbibliotheken in Hessen ins Leben gerufene Leseförderprojekt endet nach 20 Jahren mit dem Ablauf dieses Schuljahres. Es hat Schulbibliotheken Anregungen zum Bestandsaufbau gegeben, stellte aber auch die Bücher- und Medienkisten zur Ausleihe bereit.
In dieser Zeit wurden den Kolleginnen und Kollegen 28 thematische Bücherschränkchen und -koffer von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe für ihren Unterricht angeboten. Die Medienpakete beinhalteten bis zu 50 Bücher und andere Medien zu einem Thema. Die Ausleihe war für jeweils zwei Monate kostenlos und erfolgte über drei Standorte; einzige Bedingung war die Abholung und die fristgerechte Rückgabe.
Der Erfolg dieses Projekts zeigte sich – neben der Präsentation in Fachzeitschriften und auf Veranstaltungen und in der Würdigung durch die Stiftung Lesen, die der LAG hierfür einen Preis verlieh – in der Tatsache, dass mit diesem Projekt rund 50.000 Schülerinnen und Schüler erreicht wurden. Die Bücherlisten wurden bis heute im Internet 8000mal aufgerufen. Das Projekt war in den 90er Jahren Gegenstand einer Examensarbeit an der (später so genannten) Hochschule der Medien in Stuttgart.
Die LAG bietet zum Abschluss des Projekts – nach Rücksprache mit dem Kultusministerium, das das Projekt finanzierte – Schulen an, einzelne Bücherschränkchen mit dem jeweiligen Inhalt in den Bestand ihrer Schulbibliothek aufzunehmen. (Nachtrag Juni 2012: Die ca. 110 Schränkchen, Koffer und Kisten sind alle weg!)
Nachtrag Mai 2012: Als Schmankerl meine Erlebnisse mit der Medienkiste “Ampelmännchen und Todesschüsse” in Potsdam.


