Urheberrecht: Grüne Kulturpolitikerin gegen demagogische Panikmache im Internet

Nachzulesen in der taz

Ähnlich argumentiert Agnes Krumwiede, kulturpolitische Sprecherin der Grünen, in einem Interview in der FAZ (17.4.12, p 25), in dem sie ihre Thesen wiederholt:

Sie hält es für einen Mythos, dass Urheber ohne die Verwerter auf jeden Fall besser dran wären. Sie weist darauf hin, dass auch jetzt, trotz der Selbstvermarktungsmöglichkeiten im Internet, ein Großteil der Urheber mit Verwertern weiterhin zusammenarbeitet. Offensichtlich werden sie gebraucht, z. B. für professionelle Orchestereinspielungen oder Kinofilme. Auch Autoren schätzen Lektoren und die Vermarktung ihrer Romane durch Verleger. Dann können sie sich aufs Schreiben konzentrieren.

Sie hat aber auch sehr konkrete Vorstellungen, was geändert werden müsste, um die Urheber gegenüber den Verwertern besser zu stellen. Die Forderungen der Piraten nach Verkürzung des Urheberschutzes würde den großen Internetkonzernen in die Hände arbeiten. Die kämen so schneller an kostenlosen Content.

Update Juni 2012: Der Börsenverein bewegt sich

Über Basedow1764

Die älteste Forderung nach Schulbibliotheken ist bei dem Schulreformer Johann Bernhard Basedow (1724 - 1790) zu finden. Daher der Name dieses Weblogs.
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4 Antworten zu Urheberrecht: Grüne Kulturpolitikerin gegen demagogische Panikmache im Internet

  1. Basedow1764 schreibt:

    Ja, den Welding-Artikel habe ich mir heute Morgen beiseite gelegt, um ihn in Ruhe zu lesen. Auf derselben (Print-)Seite ist ein Interview mit der grünen Kulturpolitikerin Agnes Krumwiede. Sie ist auch Pianistin und erklärt ganz einleuchtend, warum sie die Verwertungsindustrie braucht und sich nicht selbst vermarkten kann.

  2. Basedow1764 schreibt:

    Danke für den Hinweis. Wieso der Text besser sein soll, verstehe ich noch nicht ganz. Der Verfasser redet vor allem als Konsument über Urheberrecht. Die Politikerin ist auch Künstlerin (Pianistin) und sieht die “böse” Verwertungsindustrie differenzierter.
    Interessanter finde ich die Kommentare.

    Facebook, Amazon und Google reiben sich die Hände wegen der Piraten. Die Schwächung oder gar Abschaffung des Urheberrechts stärkt ihre Marktmacht.

  3. DonBib schreibt:

    Der Artikel trifft es vielleicht noch besser:
    Johnny Haeusler: Ich heb dann mal ur
    http://www.spreeblick.com/2012/04/14/ich-heb-dann-mal-ur/

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