Eine vom britischen Gartenbauverband in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Schülerinnen und Schüler, die Gartenbeete anlegen, Gemüse ziehen und Blumen gießen, in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und ihren kognitiven Leistungen beachtliche Fortschritte machen. Sie können besser lesen und rechnen, entwickeln ein höheres Selbstwertgefühl, werden ausdauernder und vieles andere mehr.
Im Zeitalter von output-orientierten Bildungsstandards haben Schulgärten leider nur wenig Überlebenschancen. Dort, wo es sie gibt oder gab, wird man die Studie bestätigen können.
Ich erinnere mich noch gerne an eine H8, die einen Steingarten anlegte und dann ziemlich empört war, als Rabauken von der Nachbarschule den beschädigten.
Leider hat die Lehrerin, die eigens mit der Zusatzaufgabe, den Schulgarten zu betreuen, eine Einstellung erhalten hatte, die Zusatzaufgabe nach der Verbeamtung nicht mehr wahrgenommen. Weder gute Worte noch Hinweise auf die Einstellungsbedingung konnten sie umstimmen. Der Personalrat stärkte ihr den Rücken.
Die Hortikultur der Schule lag am Boden. Und Hauptschüler machten wieder das, was sie nach Meinung der Bildungspolitik hauptsächlich machen sollten: Bewerbungen schreiben, Praktika absolvieren, Rechtschreibung üben und die Namen der bBndesprädidenten auswendig lernen.


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