Vor ein paar Jahren besuchte ich ein Oberstufengymnasium, das nach einem der größten deutschen Philosophen benannt war. (Die Schule fusionierte inzwischen mit einer anderen.)
Meine Freude war groß, als ich ein Protestschreiben der SV gegen die beabsichtigte Schließung der Bibliothek am Schwarzen Brett las. Sie organisierte sogar eine Unterschriftensammlung.
Einen Dämpfer bekam meine Freude, als die Bibliothekslehrerin erzählte, dass sie den Schülerinnen und Schülern, die in der Schulbibliothek vor allem eine Caféteria sahen, zum wiederholten Male das Essen und Trinken untersagt hatte und dabei auch die Schließung androhte.
Daran musste ich denken, als ich die Fotos von der Bibliothek der Universität von Valparaiso, Indiana, USA, einer privaten, lutherischen Institution, sah.
So könnte auch die Bibliothek einer großen Schule mit 2 bis 3000 Schüler/innen aussehen. Mit Räumen, in denen man sich wohlfühlt, mit Orten, an denen man auch essen und trinken kann.
Natürlich gehört zu einer Schulbibliothek, die Schülern und Lehrern das Lernen und Lehren erleichtern soll, mehr als eine gute Espressomaschine. Aber die eben auch.
Der 1. Stock dieser UB würde mir als Schulbibliothek schon ausreichen.



