Nach dem Ende der Herbstferien sei noch einmal an den Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstag am 28.11.09 erinnert.
Übrigens wird auch auf dem Berlin-Brandenburger Bildungsserver bbb darauf hingewiesen. Eine gute Gelegenheit einmal in die neuen Schulbibliotheksseiten auf dem bbb hineinzuschauen.
Und ein Blick in die ferne Zukunft:
Der Schulbibliothekstag muss nicht auf Dauer in Potsdam stattfinden. Auch Berlin könnte Tagungsortsein. Gesucht wird eine Schule mit sehenswerter Bibliothek, genügend Tagungsräumen und einer Aula. (samstags!) Auch eine Mensa wäre nicht schlecht.
Da in die Planung des Berlin-Brandenburger Schulbibliothekstages die Erfahrungen mit fast 20 Schulbibliothekstagen in Hessen einfließen: Es fand sich jedes Mal eine Schule, die zur Tagung eingeladen hat. Das war für die Schulgemeinde ein Anlass, die Schule und vor allem die Schulbibliothek im besten Licht zu zeigen: Eltern haben Kuchen gebacken, Schüler/innen ein Café eröffnet und den Referenten assistiert.
Die Schulen präsentierten sich in Anwesenheit des Bürgermeisters, eines Vertreters des Staatlichen Schulamtes, des Landrates und des Ministeriums. Über die Schulen wurde positiv in der Zeitung berichtet. Der Schulrat und die Ministerialrätin staunten über 3 bis 400 Schulbibliotheksmenschen und die tolle Schulbibliothek vor Ort. Das war vorher nicht in ihren Köpfen.
Die Ministerialrätin leitete ein Projekt zur Ausbildung von Leseförderungs- und -kompetenzmultiplikatoren. Schulbibliotheken kamen darin nicht vor. Das ist ihr nicht vorzuwerfen. Schulbibliotheken existieren in den staatlichen Strukturen von Schule halt nicht oder nicht wesentlich.
Auch in Hessen sind, was Schulbibliotheken angeht, noch Wünsche offen. Dass Schulbibliotheken in einem Koalitionsvertrag standen, gehört längst der Geschichte an.
Das Ministerium aber schickt inzwischen einen Minsterialrat zum Schulbibliothekstag, der in seinem Grußwort darauf hinweist, dass es den Kooperationsvertrag gibt. Sonst noch Fragen?
(In Hessen wurden im Kooperationsvertrag des Landes mit dem dbv auf Wunsch des Kultusministeriums die Schulbibliotheken immerhin noch substantiell erwähnt. Man mache sich einmal die Mühe, in den Verträgen des Verbandes mit den anderen Ländern nachzusehen.)
Auch in Brandenburg geht alles seinen geregelten Gang: MP Platzeck hat vor drei Jahren auf die Frage, was seine Regierung für Schulbibliothken tue, antworten lassen, er unterstütze die Leseförderung. Das LISUM habe 16 Beraterinnen und Berater für die Leseförderung qualifiziert. Und sein Bundesland habe den ersten Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Bibliotheksverband abgeschlossen. Die Schulen seien aufgerufen, mit öffentlichen Bibliotheken zusammenzuarbeiten. Noch Fragen?



