Schulbibliothek ohne Bücher!

Die Cushing-Academy in der Nähe von Boston, USA, löst ihre 20000 Bücher umfassende Bibliothek auf. Die Schule ist eine prep school, eine Privatschule, die mit einem deutschen Gymnasium vergleichbar ist.

Statt einer Bibliothek gibt es ein “Lernzentrum”.  (Der endgültige Name steht noch nicht fest.)  Es enthält große flat screens und  Laptop-Carrels. Wo die Ausleihtheke war, steht jetzt eine Cappuccinomaschine. Es wird e-books geben, auf denen Lese- und Lernstoffe gespeichert sind.

Denn weniger lesen sollen die Schüler/innen keinesfalls. Mit den digitalen Medien hätten sie Zugriff auf Millionen Bücher, ist der Schulleiter überzeugt. Er selbst behält aber das Bücherregal in seinem Arbeitszimmer, notiert der Reporter vom Bostoner “Globe”.

USAToday berichtet noch ausführlicher.

Nachtrag 14.09.09: Zu dem Zeitugnsartikel gibt es inzwischen fast 500 Kommentare!!

Die neue Strothoff International School des Küchen-Herstellers Strothoff in Dreieich bei Frankfurt/M. bleibt dagegen konservativ, aber sie klotzt: Von “Büchereien” ist auf der Website die Rede. Bei mindestens 1500€ Monatsgebühren kann man das aber auch verlangen.

Über Basedow1764

Die älteste Forderung nach Schulbibliotheken ist bei dem Schulreformer Johann Bernhard Basedow (1724 - 1790) zu finden. Daher der Name dieses Weblogs.
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