2009/08/28...10:03

Wikipedia will mehr Qualität

Zu den Kommentaren

Im englischsprachigen Wikipedia werden Artikel über lebende Personen künftig geprüft, bevor sie freigeschaltet werden. Anlass ist u.a. die schon zu seinen Lebzeiten im Lexikon stehende Behauptung, dass Edward Kennedy tot wäre.

Jetzt tobt wieder die Meinungsschlacht zwischen den Befürworter/innen der unkontrollierten wisdom of the crowds und den um mehr Qualität und Zuverlässigkeit Bemühten. CNN berichtet darüber unter dem Titel: Wikipedia: No longer the Wild West?

Zu Wikipedia siehe auch hier und hier in Basedow1764.

Wie schwierig es ist, einen guten Lexikon-Artikel hinzubekommen, zeigt die Diskussion um „Schulbibliothek“. (Leider ist nur die Versionsgeschichte der letzten 5 Jahre gespeichert. Vorher war´s auch schon schlimm.) Erst seit den abgewogeneren Einträgen von 2006 ist der Artikel erträglicher geworden. (Meine zaghaften Verbesserungsversuche, wohl um die Jahrtausendwende geschrieben,  sind – wie schön – erhalten geblieben.)

Der Aspekt „historische Schulbibliotheken“ dominiert seither nicht mehr den ganzen Artikel.  Ein Foto einer „historischen“ Schulbibliothek muss aber wohl noch sein.

Manches Neue, wie etwa die ökonomischen Aspekte, ist für einen Lexikonartikel arg speziell.

Ich kann verstehen, dass einer der Wikipedia-Betreuer entnervt dazu auffordert, den Artikel am besten ganz zu löschen.

Die Frage ist ja auch: Wer braucht diesen Artikel?

Vorstellen könnte ich mir allenfalls, dass für deutsche Wikipedianutzer/innen Informationen zum – vor allem – angelsächsisch-skandinavischen Schulbibliothekswesen ein Gewinn wären. Anstelle der unsäglich deutschen topoi von den 10%, der Sonderform der Bibliotheksnutzung in der Schule, dem notenfreien Raum, den Zuständigkeitsproblemen und Klassenbibliotheken, die von öffentlichen Büchereien gefördert werden.

Seit 2006 wird immerhin über den Tellerrand geblickt.

Der englischsprachige Schulbibliotheksartikel hier.

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