2009/04/15...5:27

Bibliotheken und „Risikoschüler“ (2)

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Ich erinnere mich gerne an die Stadtbibliothek in Sintra (Portugal). Ein schickes Gebäude, lange Abend-Öffnungszeiten, Support für Schulbibliotheken, ein Lesegarten und …

dort gibt es einen Raum, der auf den ersten Blick wie ein Gruppenraum im Kindergarten aussieht. Kissen, Decken, Kuscheltiere, Spielzeug, Bilderbücher, Malsachen. Im selben Raum ein Regal mit Ratgeberliteratur zur Vorschulerziehung. Ein Kaffeautomat für Mütter, Tagesmütter oder Nannies ist auch nicht weit weg. (Sicher gibt es das hierzulande auch. Ich habe bisher nur nicht darauf geachtet.)

Die meisten Defizite, die den Schulerfolg beeinträchtigen, entstehen im Vorschulalter. In den fünf, sechs Jahren zwischen Geburt, Krippe und Kindergarten werden die späteren Risikoschüler gemacht. Die Defizite können in der Schulzeit kaum noch abgebaut werden, auch wenn man es versuchte.

Sie liegen vor allem in der  Sprachkompetenz im weitesten Sinn, im Lesen, Sprechen und  Zuhören.

Was für ein Aufgabengebiet für öffentliche Bibliotheken: Aufbau entsprechender Kinder-, Bilder- und Fachbuchbestände, Beratung von Eltern und Erzieher/innen, Vorlesen in der Bibliothek, Schulung im Vorlesen!

Wie man das in USA anpackt, kann man hier lesen.

Leider ist es  hierzulande wieder einmal ganz anders: Bibliotheksführungen für Risikoschüler.



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