Während Pädagogen schon seit langem begründen (s. in diesem Blog u.a. hier und hier), warum eine Bibliothek in der Schule sinnvoller sei als die Exkursion in die Stadtbücherei, erhält diese Sichtweise jetzt bibliotheksfachliche Unterstützung.
In der Büchereizentrale Schleswig-Holsteins hat man erkannt, dass Ganztagsschule und G8-Gymnasium kaum noch Zeit lassen für Exkursionen:
„Angesichts der zunehmenden Unterstützung des Bildungsministeriums von gebundenen Ganztagsschulen müssen sich Bibliotheken in Zukunft überlegen, wann die Schüler noch in den Bibliotheken zu erwarten sind. In Zukunft kann es zunehmend Sinn machen, die Aktivitäten der Bibliothek in den schulischen Rahmen einzubetten, um nahe an den zukünftigen Lesern und Leserinnen zu bleiben. Nach einem langen Tag in der Ganztagsschule werden die Besuche in der Bibliothek stark nachlassen. Die Bibliothek muss den Schülern also ebenso in einem schulischen Rahmen nahe gebracht werden.
Eine Lese-AG im Rahmen einer Mittagsbetreuung könnte ein zweiter Schritt sein, den die Bibliotheken allerdings nicht kostenlos anbieten sollten.“
(Kathrin Reckling-Freitag, Büchereizentrale Schleswig-Holstein, Arbeitsstelle Bibliothek und Schule, Wrangelstr. 1, 24768 Rendsburg, in ihrem weblog)





1 Kommentar
2009/05/09 um 2:22
[...] literarischen Zentrums auch für Migranten und eine älter werdende Bevölkerung, zu erfüllen. Hellsichtige Bibliothekarinnen haben längst erkannt, dass sie in ihren Räumen nicht die Bedürfnisse von 12 [...]