Das meldet das weblog “Informationswirt“.
Nun hatte der Landkreis nicht ganz zufällig schon eine erhebliche Anzahl, dank so engagierter Menschen wie dem verstorbenen Sonderschulrektor Hans Weber und anderen.
Dennoch erstaunlich, dass in so kurzer Zeit alle Schulen … Verlässliche Schulbibliotheksstatistiken gibt es in Deutschland ja nicht, also auch nicht im LDK. Churchill lässt grüßen.
Unverständlich, dass diese, wenn sie denn stimmt, verdienstvolle Politik dadurch getrübt wird, dass die Hälfte der Schulen in Hessen und die Mehrzahl der Schulbibliotheken im Lahn-Dill-Kreis eine Landeslizenz für Schulbibliothekssoftware nutzen, die Kreisverwaltung dies aber ignoriert und den Wechsel zu einer anderen Software verlangt. Dabei setzt sie nicht nur gute Worte, sondern auch Geld und Personalstellen ein, um Schulen den Wechsel zur Software des vor 15 Jahren unterlegenen Mitbewerbers “bibliotheca” schmackhaft zu machen.
Nachdem die Kreisverwaltung auch andere Landkreise beglücken wollte, ist jetzt endlich die Politik aufgewacht, fragt nach den Kosten und sucht – bisher vergebens – nach dem pädagogischen Ertrag.
Eine “Blüte” der kommunalen Selbstverwaltung oder was steckt dahinter?
Die IMeNS-Lösung ist extrem teuer und bietet dabei für die Schulen und Nutzer vor Ort keine Vorteile gegenüber LITTERA.
Den im Blog genannten Zeitschriftenartikel kann man nur als Abonnent der Zeitschrift einsehen.
Update 6.10.2008
Was bewegt einen Landkreis dazu, 15000 € im Jahr für Lizenzen auszugeben, die andere Landkreise keinen Pfennig kosten, weil sie an ihren Schulen die Landeslizenz für LITTERA nutzen?
Update 12.1.09
Eine kritische Anfrage der Kreistagsopposition zum pädagogischen Ertrag, zu den hohen Sach- und hohen Personalkosten und der Ungleichbehandlung von Schulen bei diesem Projekt wurde von der Mehrheitspartei im Dezember abgebügelt.
Vom dbv-Landesvorsitzenden wird IMENS als außergewöhnliches Projekt der Bildungspartnerschaft Bibliothek und Schule gesehen.
Es gibt in Hessen seit 16 Jahren eine Landeslizenz für die Bibliothekssoftware LITTERA, die preisgünstig an mehr als der Hälfte der hessischen Schulen genutzt wird und auch im LDK weit verbreitet ist. Bei IMeNS müssen die Schulen, um in den Genuss der Kreisförderung zu kommen, auf das Produkt bibliotheca umsteigen! Warum ein Landkreis sich nicht um die Landeslizenz von LITTERA schert, sondern seinen Schulen ein anderes Programm aufnötigt, weiß ich nicht.
Sogar die Aussicht, dass das neue Geschäftsmodell von Bond/bibliotheca (Verträge über Update, Host usw.) den Schulträger ca. 18.000 € jährlich mehr kostet), die Mehrzahl der Schulen des Kreises LITTERA benutzt und ein gemeinsamer OPAC (Online-Katalog) oder das Minzinger-Archiv auf dem Server den Schulen nicht wirklich etwas bringt, kann den LDK nicht davon abbringen.
Update 20.06.09: Siehe auch hier!


2 Kommentare
2009/06/17 um 3:22
Kultusministerium Hessen: “Gegen die Übertragung von IMeNS auf andere Landkreise spricht die Kostspieligkeit des Projekts.”
2008/07/25 um 3:37
“Flächendeckend” ist wohl übertrieben, denn mindestens drei große Schulen des LDK nehmen an dem IMeNS-Projekt nicht teil und arbeiten – wie auch einige andere Schulen des Kreises – mit der seit 1993 vom Hess. Kultusministerium zur Verfügung gestellten Bibliothekssoftware LITTERA. – Die Kreisverwaltung hat vor und während der Einführungsphase des Projekts leider keinen Kontakt gesucht zu bereits bestehenden Schulbibliotheksstrukturen, obwohl einer Mitstreiter für ein hess. Schulbibliothekswesen selbst an einer Schule im LDK tätig ist und dort die erste als Mediothek konzipierte Schulbibliothek an einer hess. Gesamtschule aufgebaut hat.