Der Verband der Möbelindustrie hat zu einem Lesemöbelwettbewerb aufgerufen. Da war doch mal was? Richtig.
Die LAG Schulbibliotheken in Hessen hatte ein “Projekt Lesecke”.
Die Idee der mobilen Leseecke konnte in einem Prototyp realisiert werden. Der Bausatz wurde vom Frankfurter Architekten Zvenko Turkali entworfen, der auch das Kulturmobil des Kultusministeriums geplant hat, ursprünglich ebenfalls ein LAG-Vorschlag.
Der „Lese-Ecken-Bausatz” will mit einfachen Mitteln eine einladende Leseumgebung ermöglichen. Ein Bausatz besteht aus 10 Pappe-Elementen (6 St. 80×160 cm und 4 St. 80×80 cm). Sie sind leicht, aber stabil. Sie sind beliebig zusammensteckbar und erlauben eine Vielzahl räumlicher Varianten. (Für den abgebildeten Prototyp würden 2 Bausätze benötigt werden.)
Die Platten können bemalt oder beklebt werden. Einsetzbar ist er vom Kindergarten bis zur Klasse 5.
Im Frühjahr 1997 wurde ein Prototyp hergestellt (s. Foto). Er wurde auf der didacta präsentiert.
Die Realisierung scheiterte an fehlenden Finanzen. Der Prototyp versah gute Dienste in der Süd-West-Grundschule in Eschborn, bis die asbestsaniert wurde. In dieser unruhigen Zeit ging er verloren.


