CDU und Grüne haben zusätzliche Schulbibliotheken vereinbart. ( Es steht in dieser Zeitungsmeldung ziemlich am Schluss. Immerhin!
Das ist, nach 1992 in Hessen, m. E. das zweite Mal, dass Schulbibliotheken in einem Koalitionsvertrag stehen.
Nimmt man die Erwähnung der Schulbibliotheken im zukünftigen Bibliotheksgesetz Thüringens dazu, scheint es fast, dass der Slogan des Schulbibliotheksbüros im untergegangenen Deutschen Bibliotheksinstitut dbi “Schulbibliotheken im Aufwind” eine späte Rehabilitierung erfährt.
Hier in Brandenburg sitzt die Gegenbewegung. “Wir haben die Leseräume der DDR-Schulen in den 90ern abgewickelt. Wir müssten jetzt wieder bei Null anfangen.” So ähnlich höre ich es. Und – Der Satz kommt mir bekannt vor – aus der Staatskanzlei und dem LISUM (nahezu wörtlich): “Schulbibliotheken gehen uns nichts an. Brandenburg hat einen Kooperationsvertrag mit dem dbv. Die Schulen sollen mit den öffentlichen Büchereien zusammenarbeiten.”
Geplant sind aber Computerräume in den Schulen. Die Lehrkräfte sind aufgefordert zu sagen, was sie mit Computern und neuen Medien machen wollen.

