Sicher lag es an dem langen Wochenende in Barcelona, dass mich dieses schmale Bändchen interessierte: Maria Barbal, Wie ein Stein im Geröll.
Eine Bäuerin aus einem Pyrenäendorf erzählt ihr Leben. Wie sie als Kind zur Tante gegeben wird, heiratet, Kinder bekommt, ihr Mann von den Faschisten ermordet wird, wie ihre Kinder heiraten und sie sich allmählich überflüssig fühlt. Da ist ihr Leben auch schon vorbei.
Die Sprache ist ganz einfach, es wird stetig und ruhig vom harten Leben der Bergbauern erzählt, aber es entstehen schöne Bilder.
Wie ein Stein im Geröll fühlt sich die Erzählerin. Entweder er bleibt liegen oder wird mitgerissen. Fast liest man darüber hinweg, dass auch eine Liebesgeschichte erzählt wird.
In einem Nachwort erklärt der spanische Literaturwissenschaftler Tous, warum diese Erzählung in Katalonien so erfolgreich ist. Sogar in der Schule wird sie gelesen. Das sollte aber niemanden von der Lektüre abschrecken.





1 Kommentar
2008/04/11 um 10:35
Bei amazon habe ich jetzt gesehen, dass auch Elke Heidenreich das Buch gut findet.