2008/01/23...10:17

Hatte Hessen vor Roland Koch keine Lehrpläne?

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Die Bildungsexpertin der FAZ, Heike Schmoll, unermüdliche Kämpferin für die Hauptschule, ruft in der Ausgabe vom 23.1.08, in einer Kolumne auf Seite1, verzweifelt auf, Koch trotz allem zu wählen. Es hätte zweifellos schulpolitische Fortschritte gegeben. Jetzt sei noch Nachbesserung nötig, aber der Salto ins schulpolitische Abseits müsse vermieden werden.

Die Eltern ruft sie auf, das kindliche Gejammer über die stressige G8 zu relativieren.

Koch hätte u.a. schließlich dafür gesorgt, dass es Lehrpläne gäbe. Vor seiner Zeit hätte es die in Hessen nämlich nicht gegeben.

Es muss wirklich eng sein in Hessens Wahlkampf.

Der Vorsitzende der LAG Schulbibliotheken in Hessen, Günther Brée, hatte vor fast 10 Jahren zusammengestellt, wo in den hessischen Lehrplänen (Lehrpläne der Vor-Koch-Periode!) die Schulbibliothek genannt wird. Es war gar nicht einmal wenig. In den Lehrplänen der neunjährigen Koch-Periode, so weit es sie inzwischen gibt (G8?) ist das meiste davon verschwunden!

1 Kommentar

  • Was mir inzwischen dazu wieder eingefallen ist:
    Ein Nachtrag, der die Sache für Frau Schmoll und die FAZ noch peinlicher macht. Es gab natürlich Lehrpläne, darunter hervorragende wie den Grundschullehrplan und Englisch. U. a. letzterer war in der Erprobung. (Vielleicht hat Frau Schmoll das als lehrplanlosen Zustand angesehen.) Nun hat MP Koch, ohne die Abschlussberichte zur Lehrplanerprobung abzuwarten, neue Lehrpläne schreiben lassen. Nicht mehr von Kommissionen, wie das bisher üblich war, sondern als Hausaufgabe für einzelne Personen und im Rekordtempo. Wie sich dann herausstellte, haben einige die Inhaltsverzeichnisse von Schulbüchern abgeschrieben.


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