Susanne Brandt hat einen schönen Artikel über Bibliotheken in der Kinderliteratur geschrieben: „Skurril, phantastisch, verrückt. Vision und Wirklichkeit in Bibliotheken der Kinderliteratur„.
Sie nimmt ein Projekt der Bibliothekszentrale Nord-Brabant zum Anlass, einmal die Bibliotheksdarstellung in Kinderbüchern zu betrachten. In Nord-Brabant sollten sich Kinder von ihren Lieblingsbüchern und ihren Leseerlebnissen inspirieren lassen, um eine Kinderbibliothek zu entwerfen.
Im Ergebnis zeigt sich, dass Kinder die Bibliothek so sehen, wie sie oft in Kinderbüchern auch vorkommt: Als magischer Ort, als Ausgangspunkt von Spannung und Abenteuer. Die Bibliothek wird gerne als verzauberter Ort oder ein bisschen ver-rückt dargestellt.
Ein bemerkenswerter Effekt: In den literarischen Büchereien sind oft Jungen die Helden, während sie in den realen Büchereien eher selten auftauchen. Eben weil die Bibliothek in den Büchern Ausgangspunkt von Abenteuern ist, meint die Autorin.
Im Zeitalter von Schulbibliotheken als Informationszentren sollte man die kinderliterarischen Bibliothekswelten nicht aus den Augen verlieren.
LIBREAS - Library Ideas – ist ein Online-Magazin von Studenten der Bibliothekswissenschaften an der Berliner Humboldt-Universität. (Seit 2005, ca. 3 Ausgaben p. a.)
Der Artikel erinnert mich an eine Leseliste „Bücher für Bücherliebhaber“, in der zwei der im Artikel von Susanne Brandt genannten Bücher vorkommen.
Auch in Deutschland gibt es ein Beispiel für eine Kinderbibliothek, die mit Kindern zusammen geplant wurde.





1 Kommentar
2008/04/18 um 6:17
[...] als Lernzentren Jump to Comments Ich habe mal wieder im Online-Journal LIBREAS geblättert und finde einen Aufsatz, von dem ich zwar als [...]