Schulbuch vs eSchulbuch

Querdenker Doug Johnson macht eine kleine Rechnung auf!

Ein Kommentator (Brandt-Schneider) scheint mir noch realistischer zu sein. Billiger wird´s nicht! Aber bei EDV fließen seit Jahren schon die Millionen.

Ich hatte kürzlich noch auf die Ersparnisse bei der Lehrmittelverwaltung (Lehrerstunden, Schulräume, Unterrichtsausfall wg. Lehrbuchausgabe und -rückgabe) hingewiesen.Das ist ziemlich unbekannt: Lehrbücher werden i. d. R. Tage vor dem Schuljahresende (in Ländern mit Lernmittelfreiheit) eingesammelt. Wenn das Lehrbuch fehlt, findet meist auch kein regulärer Unterricht mehr statt. Bei der Ausgabe zu Schulbeginn gehen doch inzwischen viele Schulen dazu über, die Bücher schon in den Ferien in den Klassenräumen bereitzustellen. Früher dauerte es schon ein paar Schultage, bis auch die letzte Klasse regulären Unterricht bekam. Gut gewartete und nicht zu Hause vergessene iPads sollten von der ersten bis zur letzten Stunde funktionieren.

Dafür braucht man jetzt Techniker.

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Lesetipp: Toggle von Florian Felix Weyh

Blogthek, ein Schweizer Blog, den ich immer wieder mit Gewinn lese, weist auf ein Buch hin: Toggle von Florian Felix Weyh.

Was Deutschlandradio über dieses Buch sagt.

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Obama-Familie hilft, Schulbibliothek zu renovieren

Der 16.1. ist ein National Day of Service, an dem im Gedenken Martin Luther King,  gemeinnützige Arbeit in den Kommunen geleistet wird. Die Präsidentenfamilie half beim Renovieren einer Schulbibliothek.

Man sollte die nächste, den nächsten Promi, die oder der sich für Schulbibliotheken stark macht, einmal zu einer solchen Aktion einladen.

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Marion Bradys Reality-Based Learning

Herzerfrischend: Marion Bradys Reality-Based Learning. Schon bemerkenswert, dass das, was seit dem Humanismus bis Neill und Illich als Schul- und Unterrichtsreform gefordert und auch immer wieder praktiziert wird, auf Englisch aus USA zurückkommt zu uns, die wir den Unterricht glauben zu verbessern durch Bildungsstandards, Kompetenzmodelle und Referenzrahmen für jedes Fach, jede Schulform, jeden Jahrgang und sogar für fachunabhängige Performance-Standards, auch wiederum für jedes Schuljahr (Kindergarten nicht vergessen!) und jede Schulform, jetzt auch mit „nachhaltigen Kompetenzen“, wie ich gerade irgendwo gelesen habe. Es entstehen, wenn das alles einmal im Hinblick auf Messbarkeit mit standardisierten Tests á la PISA durchoperationalisiert und sequenziert sein wird, haufenweise Kerncurricula und Lernmatrizen. Dass Unterricht dadurch besser wird, lebensnäher und für Schülern/-innen „nachhaltiger“, darf bezweifelt werden.

In USA ist das viel schlimmer mit der Testeritis, wir sind noch sind noch nicht so weit. Über dem Hype um messbare Kompetenzen und Standards geht verloren, was guter Unterricht und gute Lehrer seien. Unterricht besteht nur darin, für den Test zu lernen.

Brady setzt den alten pädagogischen Anspruch um, in und an der Realität zu lernen: Hinauszugehen, zu pflanzen, zu bauen, die Stadt zu erkunden, Menschen zu befragen, die Sachen zu untersuchen. Das Einfache, das schwer zu machen ist.

Oh, Wunder, die Wiesbadener Helene-Lange-Schule, in der auch so gelernt wurde, hat hervorragende, „finnische“ PISA-Werte. Die PISA- und Kompetenzforschung ist aber für die einschlägigen, Hochschulen, Institute und Firmen arbeitsplatzsichernder umsatzfördernder als Lehrer/-innen das Handwerk des Unterrichtens in außerschulischen und fächerübergreifenden Projekten beizubringen.

Marion Brady hat die verschiedensten Tätigkeiten im Erziehungsbereich wahrgenommen, Lehrer, Dozent, Lehrbuchautor, Publizist. Er ist Ruhestand und lebt in Florida.
Auch lesenswert: Ein aktueller Artikel von Brady, in dem er eine grundlegende Schulreform fordert.

 

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Hamburg: Die neun Modellversuchsschulen sollen ihre Mediatheken aus dem Schulhaushalt finanzieren

Dies teilt der Schulsenator mit.

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Twurdy klassifiziert die Lesbarkeit von Google-Treffern

Die Suchmaschine „Twurdy“ bewertet die Lesbarkeit einer Seite und zeigt das bei der Ergebnismeldung an:

Suchmaschine Twurdy: Das Sprachniveau der Seiten wird eingeschätzt.

google.com (Nicht .de!) bietet das auch selbst an, aber nach Meinung eines amerikanischen Kollegen ist Twurdy besser.

via schoollibraryjournal
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Netzwerker

Ich lese gerade in einem Buch, das ein König der Netzwerker geschrieben hat: Keith Ferrazzi, Geh´nie alleine essen!

Die Kapitelüberschriften sagen schon alles: Namen sammeln, Nachhaken, Die Kunst des Plauderns, Das Genie der Unverfrorenheit, Ankergäste finden und füttern, Connection zu Connectors, Finden Sie Mentoren!

Jetzt weiß ich wenigstens, was ich falsch mache. Das fängt schon mit der Selbstmotivation an. Man muss sich etwas vornehmen und einen Stufenplan machen. Dann fallen einem die Ziele fast in den Schoß: Man muss sich vornehmen, interessante Leute kennenzulernen, dann lernt man auch interessante Leute kennen. Die Netzwerker helfen sich untereinander, erweitern ihre Kontakte und am Ende ist man Aufsichtsratsvorsitzender in mehreren Konzernen.

Und der Bundespräsident tut mir echt leid. Sein Netzwerk erscheint doch arg beschränkt.

Zum Thema passt ein Artikel der Märkischen Allgemeinen vom Tage: Der Rechtsanwalt und brandenburgische SPD-MdB Peter Danckert wollte seinen in U-Haft sitzenden Duzfreund Hilpert besuchen. Dem wird Subventionsbetrug vorgeworfen. Um diesen Besuch entstand ein juristisches Geplänkel, das hier weniger interessiert. Danckert sagt, er wäre der vierte Verteidiger von Hilpert, dem Staatsanwalt waren nur drei bekannt.

Aber das Netzwerk Hilperts ist spannend: Danckert saß im Aufsichtsrat einer Kommunikationsagentur, die Netzwerke produziert (oder so ähnlich). Aufsichtsratschef ist der BILD-Chefredakteur Tiedje, Hilperts Kompagnon in der Schwielowsee-Betreibergesellschaft. Hilpert hatte zu DDR-Zeiten für den Devisenbeschaffer Schalck-Golodkowski gearbeitet. Schalcks Rechtsbeistand nach der „Wende“ war Danckert. Bei Hertha BSC sitzt saß Danckert im Aufsichtsgremium, Hertha-Aufsichtsratschef ist Berater der o.a. Kommunikationsagentur. Danckert war Partner in der Kanzlei Böx. Dieser hat einen für ihn sagenhaft vorteilhaften Deal beim Kauf eines Potsdamer Kasernengeländes vom Brandenburger Finanzministerium gemacht. Dazu gibt es jetzt einen Untersuchungsausschuss. Danckert war auch Aufsichtsrat beim Fleisch-Konzern Moksel. Moksel hatte zusammen mit Schalck den deutsch-deutschen Vieh- und Fleischhandel betrieben. Anfang der 90er galt Moksel laut Wikipedia als pleite und eröffnete in Ostdeutschland drei Fleischzentralen, u. a. im (späteren?) Wahlkreis von Peter Danckert.

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SKILLs-Act in USA

Ein Gesetzentwurf zur Verbesserung schulischen Lernens und der Arbeit der Schulbibliotheken wird in diesen Tagen erneut im Repräsentantenhaus eingebracht. Es ist der zweite Anlauf. Er war im Sommer schon einmal wegen fehlender parlamentarischer Unterstützung zurückgezogen wurden. Damals wurde ein Gesetz zur Verbesserung der Schule verabschiedet (ESEA), ohne dass das SKILLs-Act darin eingeschlossen war.

Irgendwie ist Bildungspolitik in USA auch nicht kohärenter als in Deutschland. Immerhin werden Schulbibliotheken als Bestandteil von Schulgesetzen und Schulfinanzierungsgesetzen gesehen.

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13Jährige sieht zum ersten Mal eine Schallplatte

Der Clip, auf den kraftfuttermischwerk verweist, sieht nach Meinung der zahlreichen Kommentatoren gestellt aus. Dennoch gibt er Anlass, darüber nachzudeneken, was Kinder und Jugendliche nicht mehr kennen. Oder was sie für selbstverständlich halten, aber für Erwachsene neumodischer Kram ist.

Das gab es einmal (und gibt es teilweise auch noch):

Telefonapparat mit Wählscheibe und Schnur, Teletext, CD-Player, Kassettenrekorder, Disketten, Computerkabinette in Schulen. An der teuren Videoschneideanlage konnten nach Anmeldung und Einweisung Videofilme geschnitten oder kopiert werden.

Sicher gibt´s noch mehr, was es nicht mehr gibt.

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US-Bestseller-Autorin Karin Slaughter schreibt für Bibliotheken

Die Bibliotheks- und Schulbibliotheksschließungen sind in USA Thema der nationalen Presse und so bedeutender Blogs wie der Huffington Post. Dort ist jetzt zu lesen, dass Karin Slaughter erfolgreich Fundraising in ihrem Heimatbezirk betreibt und die Erlöse aus dem Verkauf ihres neuesten Buches an die Organisation SaveTheLibraries gehen:

http://karinslaughter.com/thorn.html

 

 

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